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Homofreundliche Reiseziele
Gay Travel Index: Deutschland fällt weiter zurück
- 27. Februar 2015 2 Min.

Mit diesem Motiv wirbt die Deutsche Zentrale für Tourismus um LGBT-Touristen aus aller Welt – leider mit wenig Rückenwind der Bundesregierung (Bild: Deutsche Zentrale für Tourismus)
Im jährlichen Ranking des "Spartacus International Gay Guide" teilen sich Schweden und Großbritannien den ersten Platz – die Bundesrepublik kommt nur noch auf Platz 14.
Der "Spartacus International Gay Guide" hat am Freitag seinen aktualisierten Gay Travel Index für 2015 veröffentlicht (PDF) – mit wenig Veränderungen auf den Spitzenplätzen und bei den Schlusslichtern. Demnach sind Schweden und Großbritannien derzeit die homofreundlichsten Reiseziele der Welt. Beide teilen sich den ersten Platz, gefolgt von Belgien, den Niederlanden und Frankreich auf Platz 2.
Somalia, Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien bilden mit den Plätzen 191 bis 194 dagegen die Schlusslichter des Gay Travel Index 2015. Russland kommt im "Spartacus"-Ranking ebenfalls nur auf Platz 183.
Finnland und La Réunion sind die großen Gewinner

Das Cover der druckfrischen Spartacus-Ausgabe für 2015/2016
Zu den Gewinnern im neuen Spartacus-Ranking zählen insbesondere Finnland (+7 Plätze) und La Réunion (+27 Plätze). Grund dafür sind entsprechend neue Gesetze oder Verfassungen, die etwa eine Öffnung der Ehe oder neue Antidiskriminierungsrichtlinien beinhalten.
"In Deutschland hingegen herrscht immer noch Stillstand, wenn es um die weitere Gleichstellung von Schwulen und Lesben geht", heißt es in einer Pressemitteilung des Bruno Gmünder Verlags, in dem der "Spartacus International Gay Guide" (Amazon-Affiliate-Link ) erscheint. Abermals fiel die Bundesrepublik deshalb um einen Rang auf Platz 14 zurück – und steht damit auf einer Stufe mit Neukaledonien, Französisch-Polynesien und Uruguay.
Im jährlichen Gay Travel Index vergleichen die Macher des schwulen Reiseführers insgesamt 14 Faktoren, die sich auf die Lebensqualität von Schwulen und Lesben auswirken. Dazu zählen etwa Antidiskriminierungsgesetze, der religiöse Einfluss im Land oder die Einstellung der Bevölkerung. Die "Spartacus"-Redaktion steht dabei nach eigenen Angaben in regelmäßigem Kontakt zum Auswärtigen Amt, ausländischen Botschaften in Deutschland sowie LGBT-Aktivisten aus aller Welt. (cw)
Links zum Thema:
» Gay Travel Index im Detail (PDF auf Englisch)
» Der neue Spartacus International Gay Guide bei Amazon
Mehr zum Thema:
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Also:
Der ganze Index ist meiner Meinung nach ziemlicher Schwachsinn.
Rechtliche Gleichstellung wie Homoehe und Antidiskriminierungsgesetze geben zwar einen zarten Hinweis auf das allgemeine Klima aber eben mehr nicht.
Dass etwa Großbritannien oder Frankreich für Schwule Touristen in irgendeiner Weise anders zu bewerten wären als Deutschland kann ich nicht nachvollziehen.
Die Probleme liegen ähnlich.
Nun sind schwule und lesbische Touristen aber auch erstmal Touristen wie andere auch.
Da hilft die Homoehe in Südafrika und Brasilien wenig wenn ich ausgeraubt und vergewaltigt tot im Straßengraben liege oder, wenn ich mit dem Leben davon gekommen bin, auf der Polizeiwache ausgelacht zu werden und zu versuchen mein Recht durchzusetzen.
In erster Linie interessieren mich Sicherheitslage, Rechtsstaatlichkeit usw. Ob mich ne Nonne schief anguckt oder es nur ELP statt Ehe gibt ist da nachrangig.