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Auszeichnung in Berlin
Rosa von Praunheim erhält Bundesverdienstkreuz
- 04. März 2015 1 Min.

Rosa von Praunheim erzählt seit Jahrzehnten in seinen Filmen von schwulem Leben (Bild: Michael Mayer / flickr / by 2.0)
Der Berliner Senatskanzleichef Björn Böhning hat am Dienstagnachmittag im Auftrag des Bundespräsidenten im Roten Rathaus ein Bundesverdienstkreuz an Rosa von Praunheim übergeben.
Böhning lobte den 72-jährigen Filmregisseur als "eine der großen Figuren der Filmstadt Berlin", die immer "großes Engagement für die Sache der Lesben und Schwulen gezeigt" habe. Der SPD-Politiker erwähnte dabei insbesondere den Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" aus dem Jahr 1971 und bezeichnete die WDR-Produktion als einen "Markstein im Kampf um die Anerkennung von Lesben und Schwulen in Deutschland".
Zur Verleihung lud Praunheim unter anderem den Regisseur Tom Tykwer ein, der einst sein Student gewesen war.
Insgesamt hat Praunheim mehr als 140 Filme gedreht. Der als Holger Mischwitzky geborene Regisseur gilt als einer der Begründer der neuen politischen Homo-Bewegung in Deutschland – und sorgte auch mit spektakulären Aktionen für Aufmerksamkeit: So outete er 1991 in der RTL-Talkshow "Explosiv – Der heiße Stuhl" den Moderator Alfred Biolek und den Komiker Hape Kerkeling gegen deren Willen als schwul. Damit fachte er eine Debatte um Homosexualität in der Öffentlichkeit an.
Zuletzt setzte er mit einer Dokumentation der Stuttgarter Szenegröße Laura Halding-Hoppenheit ein Denkmal (queer.de berichtete). (cw)














