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Daniel Murphy
Baseball-Star mit Homosexualität "nicht einverstanden"

Daniel Murphy hält Homosexualität für eine Sünde (Bild: Keith Allison / flickr / by-sa 2.0)
- 05. März 2015 2 Min.
Daniel Murphy, der es mit Baseball zum Multimillionär gebracht hat, würde zwar mit einem Schwulen spielen, findet aber den homosexuellen "Lebensstil" unchristlich.
Baseball-Profi Daniel Murphy von den New York Mets hat am Dienstag nach einem Bericht von nj.com erklärt, dass er den homosexuellen "Lebensstil" zu "100 Prozent" ablehne. Als Grund nannte der 29-Jährige seinen christlichen Glauben. Anlass für die Aussage war ein Treffen mit dem ehemaligen Baseballspieler Billy Bean, der von 1987 bis 1995 in mehreren Profiteams gespielt hatte und sich schließlich nach dem Ende seiner Karriere im Jahr 1999 als schwul outete.
"Ich bin nicht einverstanden mit seinem Lebensstil", erklärte Murphy, der als "Second Baseman" der Mets dieses Jahr ein Gehalt von acht Millionen Dollar bezieht. "Ich bin nicht einverstanden mit der Tatsache, dass Billy ein Homosexueller ist. Das heißt nicht, dass ich ihn nicht kennenlernen kann. Ich denke nicht, dass man – wenn jemand homosexuell ist – die Tür gleich zuschlagen soll." Er könne zwar Homosexuelle als Menschen akzeptieren, aber er sei "nicht einverstanden mit dem Lebensstil – zu 100 Prozent."
Billy Bean hat Geduld

Billy Bean engagiert sich auch für Homo-Rechte – hier etwa in der Kampagne NOH8 (No Hate), die 2009 als Reaktion auf den Sieg des homophoben Volksentscheides "Proposition 8" in Kalifornien gegründet wurde
In einem offenen Brief erklärte der gescholtene Ex-Profi Billy Bean, dass er Murphy trotz der Aussagen respektiere: "Ich schätze, dass Daniel seine Meinung gesagt hat", schrieb der 50-Jährige. Und beschrieb den Vorfall: "Ich habe seine Mannschaft besucht und ein Reporter hat ihn nach seiner Meinung über mich gefragt. Er war mutig genug, seine Gefühle mitzuteilen. Das hat mich angespornt, noch mehr daran zu arbeiten, ein besseres Vorbild zu sein, damit er eines Tages vielleicht die Dinge aus meiner Perspektive sieht – vielleicht nur einen kurzen Augenblick lang."
Er selbst habe schließlich auch viel Zeit gebraucht, um offen mit seiner Homosexualität umzugehen: "Es hat 32 Jahre gebraucht, bis ich meine sexuelle Orientierung voll akzeptiert habe. Es wäre also heuchlerisch, wenn ich bei anderen keine Geduld habe."
Derzeit gibt es in der amerikanisch-kanadischen Baseballliga MLB keinen einzigen Spieler, der seine Homosexualität nicht versteckt. (dk)















Wow, wieder mal ein Musterbeispiel für 'christliche Toleranz'. Wieso fragt mich eigentlich niemand, ob ich mit dem Lebensstil dieses Religioten einverstanden bin? Wieso glaubt er, seine Meinung zum Thema 'Homosexualität' sei von so großer Wichtigkeit, dass er sie lautstark rausposaunt? Wieso ist es für manche queere Menschen wichtig, was solche Dumpfbacken von ihnen halten?