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WDR-Nachtshow geht 2016 zu Ende

Domian hört auf

  • 10. März 2015 16 2 Min.

Als Domian seine Sendung anfing, benutzten wir noch die D-Mark und schauten zu einem gewissen Bundeskanzler Kohl auf...

Nach mehr als 20 Jahren wird Domian seine nächtliche WDR-Beratungssendung beenden.

Die Sendung "Domian" wird Ende 2016 auf Wunsch des Moderators Jürgen Domian eingestellt. Das teilte der WDR am Montagabend mit. "Ich habe Lust, mal wieder öfter die Morgensonne zu sehen, d.h. in einem normalen Rhythmus zu leben", begründete der 58-Jährige seine Entscheidung am frühen Dienstagmorgen auf seiner Facebook-Seite. Seine tausenden Telefoninterviews seien eine gute Grundlage "für andere berufliche Aufgaben".

"Domian" wird derzeit dienstags bis samstags jeweils um 1 Uhr morgens im Radiosender 1Live und im WDR-Fernsehen live ausgestrahlt. In der einstündigen Sendung aus Köln berät Domian seine Anrufer teilweise in themenspezifischen Nächten (etwa "Meine Beziehung ist die Hölle", "Weibliche Sexualstraftäter" oder "Übersinnliche Phänomene"). Dabei kommt es immer wieder zu Überraschungen. So sorgte ein Anrufer letztes Jahr für Aufregung in der Boulevardpresse, weil er angab, sich bei einem Kölner Promi mit dem HI-Virus infiziert zu haben (queer.de berichtete).

WDR verspricht würdigen Abschied

Jochen Rausch, der Programmchef des WDR-Senders 1Live, erklärte als Reaktion auf das Ende der Erfolgssendung: "Wir respektieren die Entscheidung von Jürgen Domian. Nach 20 Jahren ist so ein Entschluss mehr als verständlich. Jürgen Domian hat Großartiges für den WDR geleistet und eine ganz eigene Marke geschaffen." Der WDR werde Domian und seiner Sendung einen würdigen Abschied bereiten, versprach Rausch.

Domian ist bisexuell, erklärte aber vor zwei Jahren, dass er das Label "schwul" genutzt habe, um nicht in der Szene anzuecken: "Inzwischen sag ich meistens: Ich bin schwul. Dann ist Ruhe. Ich habe so oft erlebt, von Schwulen angegriffen zu werden, weil ich angeblich nicht zu meiner Sexualität stehe, wenn ich mich als bi bezeichne. Also in Gottes Namen, dann bin ich halt – schwul", so Domian im Jahr 2013. Er rief damals Bisexuelle auf, sich mehr in der Öffentlichkeit zu zeigen (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 GeorgGAnonym
  • 10.03.2015, 11:10h
  • "Ich habe so oft erlebt, von Schwulen angegriffen zu werden, weil ich angeblich nicht zu meiner Sexualität stehe, wenn ich mich als bi bezeichne. "

    Ja, ja, die Schwulen, die doch immer von anderen Akzeptanz einfordern, selbst aber zu den intolerantesten Menschen gehören, wenn es -wie z.B. in diesem Fall- um das Thema Bisexualität geht.
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#2 TEarAnonym
  • 10.03.2015, 12:01h
  • Antwort auf #1 von GeorgG

  • Die Intolerantesten sind ja wohl eher die Heteros, die obwohl sie überall als Mehrheit anerkannt sind, männliche Bisexualität tabuisieren.
    Bei Schwulen ist es vielleicht noch die Angst, nicht mehr sichtbar zu sein, wenn unter den Prozentzahlen jener die schwul sind noch bisexuelle vermutet werden die sich nur als schwul ausgeben.
    Dabei ist die größte Gruppe der verkappten Bisexuellen unter Heteros zu finden.
    Wie man, wenn man eh als angeblich 95% Mehrheit ( heteros) gilt noch Angst hat das darunter Bisexuelle sind, das kann ich nicht verstehen.

    Und selbst wenn sich irgendwann herausstellen würde, dass zb "nur" 70 Prozent wirklich hetero sind, ist das immer noch eine enorme Zahl, so das die Angst der Heteros völlig unbegründet ist. Sie bleiben weiter sichtbar und das wird sich nie ändern.

    Das Problem liegt also in der Heteronormativität, welche den Gruppen der LGBTI nicht genug Freiräume und Platz lässt.
    Anstatt primär zu fordern die Schwulen sollten Bisexualität sichtbar machen, sollte man die Heteromehrheit samt ihrer Einflussnahmen auf die Gesamtgesellschaft dazu auffordern.
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#3 Anti-SeeheimerAnonym
  • 10.03.2015, 12:07h
  • Gut, gut, gut! Ich konnte diesen rot lackierten Noeliberalen noch nie ertragen. Ständig hetzt er in seiner Sendung gegen Geringervdiener und Arbeitslose. So was wie ihn will ich nicht mit meinen GEZ-Zwangssteuern durchfüttern!
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