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Kommentare zu:
Online-Bibliographie zur Homosexualität von 1418 bis heute


#1 Sugarbitch
  • 13.03.2015, 09:20h
  • Endlich mal wieder ein qualitativ hochwertiger und ansprechender Artikel mit tatsächlichem Informationsgehalt. Sehr gut, davon gerne mehr!
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#2 Patroklos
#3 FreeyourgenderProfil
  • 13.03.2015, 10:24hBamberg
  • Heterosexualität ist ein soziales Artefakt.
    Ein Normkonstrukt.

    Es dient dazu, die früher herrschende (weltliche) Macht der Religion vor der Säkularisation zu fundamentieren.
    Religion=Männerdomäne>frauenfeindlich.

    In der weltlichen Sphäre nach der Säkularisation hatte die Heterosexualität die wichtige Funktion das Patriarchat zu stützen, die Erbfolge durch den Erstgeborenen Sohn sicherten Schachzüge für Landgewinne (Hochadel).

    Edward II, der aus diesem Regelwerk ausbrach, schon weil er seinem Günstling Geschenke machte, war daher ein Feindbild derer, die diese Regeln zum Machterhalt stützten.

    Daran hat sich bis heute nichts grundlegendes geändert, nur erfolgt die Ächtung subtiler.
    Der Konservativismus muss immer die Formel:
    Penis=Mann stützen.

    Die Säule des Patriarchismus.

    Ist die Macht erstmal dort, wie schon lange geschehen, auch gesichert, durch die Erfindung der Demokratie, die eine reine Männerdomäne wahr und die Mitsprache von Frauen erst erkämpft werden mußte, ist dort auch das Kapital.

    Das führt zur Formel:
    Patriarchismus=Macht=Kapital.

    In der Folge sind alle Bestrebungen gegen den Heteronormativismus Bestrebungen gegen das Kapital.

    Der Sozialistische Feminismus mußte und muss daher immer auch gegen das Kapital kämpfen, in England mit den Suffragetten und u.a. Emmeline Pankhurst, in Deutschland u.a. mit Clara Zetkin, die Mitbegründerin des Internationalen Frauentages.

    Dass es eine Gleichheitsdiskussion mit Feminismus geben muß, liegt am männlichen systemischen frauenfeindlichen Konstrukt.

    Der Fehler ist nun, Frauen in das männliche Konstrukt zu integrieren, anstatt das Konstrukt zu revidieren. (>Frauenquote ohne systemische Änderung)

    Lösungen, die das Konstrukt als solches revidieren, und in der Diversität Vorteile sehen, wenn denn beide Gruppen, Frauen wie Männer in diesem System mit ihren jeweils eigenen Fähigkeiten, Wünschen und Wertvollstellungen zur Wirkung kommen können und das System nicht einseitig dominiert wird, wie z.B. heute durch die einseitige männliche (Wert)Darstellung der Männerwelt, findet sich im Differenzfeminismus z.B. durch Luisa Muraro, Italien oder vertreten durch Antje Schrupp in Deutschland.

    FreeYourGender geht hier noch einen Schritt weiter und löst den Differenzfeminismus genital auf:
    Es gibt auch Männer die Feminist sind, genauso wie es Frauen gibt, die patriarchisch wirken wollen im männlichen System.
    Daher ist die Gruppierung nicht über das Genital (Heteronormativitätkonstrukt),
    sondern über das Verhalten gegeben.
    >Wir denken nicht mit Penis und Vagina, sondern mit unserem Gehirn.
    >Gehirngeschlecht vs. Genitalgeschlecht
    Dass ein Genitalgeschlecht kein Geschlecht in Gänze definiert, sehen wir sichtbar bei Intersexuellen, bei Trans unsichtbar.

    Im Bereich Trans wird die Formel Penis=Mann durch Zwangsgeschlechtszuweisungen von Babies umgesetzt, die nicht eindeutig sind, heute durch Überreden der Eltern und Angstmachen vor gesellschaftlichen Repressalien und Diskriminierung.
    Die Pathologisierung von Transmenschen, die ihren Personenstand ändern möchten, über den ICD Code F64.0 ist die Fortsetzung dieser Fremdbestimmung für Erwachsene.
    Transfrauen werden gezwungen, zu unterschreiben dass sie Männer sind die psychisch gestört sind und vice versa.

    Alle: Feminist_innen, Lesben, Schwulen, Trans und Intersex kämpfen gegen das gleiche Problem.

    Der Konservativismus stützt daher immer für heteronormative Konstrukte.

    Auflösungen dieser Bestreben liegen dann zwangsläufig in linksgerichteter Politik.

    Heterosexualität - Die vermeintliche Norm ->

    www.freeyourgender.de/forum/viewtopic.php?f=436&t=393#p6
    57
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#4 FinnAnonym
  • 13.03.2015, 10:40h
  • Ein sehr gutes Archiv.

    Aber auch sehr bedrückend, wenn man all die Verfolgung, Folter und Morde aufgrund der sexuellen Orientierung sieht.
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#5 UserAnonym
  • 13.03.2015, 10:50h

  • Siehe Text, es gab auch männerfeindliches von Frauen ausgehend:

    "Jungen und Männer "trugen einen zinnernen Nagel vorn im männlichen Gliede, der an der Spitze gespalten und umgebogen war, den sie aber nach Belieben aus- und einmachen konnten. Diese Sitte war auf Ansuchen der Weiber [der philip­pi­nischen Insel] Capul verordnet worden, die dadurch die päderastischen [homose­xuellen] Ausschwei­fungen der Männer verhüten wollten"."

    Das ist mal wieder typisch, über den Keuschheitsgürtel für Frauen wurde sich viel aufgeregt und als frauenfeindlich verschrien, aber über die Art Keuschheitsgürtel für den Mann erfährt man nur nebenbei was.
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#6 GymnasiumAnonym
#7 der HämorrhoideAnonym
#8 Thomas03Anonym
  • 13.03.2015, 14:00h
  • So'n Schwachsinn hab ich selten geelsen.

    Sorry aber als offen schwuler Mann der sich für schwule Gleichberechtigung einsetzt lss ich mich nicht instrumwentalisieren für derart dämliche stramm links gewickelte Klassenkampfparolen.

    Und mir dem - übrigens sehr guten - Artkel hat das ja auch nicht zu tun - da brauchte wohl jemand ein Plattform, diesen geistigen Dünschiss zu posten.

    Thema verfehlt - 6 setzen
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#9 Eva BrunneAnonym
#10 ursus
  • 13.03.2015, 14:36h
  • wow, welch eine fleißarbeit. und welch eine fundgrube, die uns erwin da eröffnet hat. sicher werde ich da noch ausführlich stöbern. herzlichen dank dafür!

    beide genannten bücher von e.i.h.p. kann ich übrigens empfehlen.
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#11 jochenProfil
  • 13.03.2015, 16:06hmünchen
  • Im Bewusstsein vieler Menschen scheint es festzustehen, dass die Menschheit eben schon immer homophob , bzw. dass Religionen schon immer Homosexualtiät als sündig ansahen.

    Aber erst seit ca. 400 n. Chr. - mit Einführung des Christentums als Staatsreligion im gesamten römischen Reich - begann die systematische Stigmatisierung und Verfolgung von Homosexuellen.

    Die Welt davor kannte die Einteilung in Heterosexuelle oder Homosexuelle nicht, und sie kannt auch nicht ihre pauschale Verdammung. Manchmal wurde die Homosexualität sogar idealisiert.

    Der Gottvater Jupiter / Zeus hatte ja selbst ein homosexuelles Verhältnis.
    "Die heilige Schar" hiess die griechische Armee und deren Kampfeinheiten, die aus männlichen Liebespaaren bestand, und sehr erfolgreich war.
    Die römischen Legionäre wurden überall im Reich mit weiblichen und männlichen Prostituierten versorgt.
    König Phillip von Makedonien (der Vater von Alexander dem Grossen) hatte neben mehreren Ehefrauen auch einige männliche Geliebte.

    Da aber in den letzten 1500 Jahren gerade die Religionen, die sich auf das Alte Testament und dessen teilweise negative Äußerungen zur Homosexualität, beziehen, zu Weltreligionen wurden, hat sich die Homophobie so festsetzen können.

    Und erst seit ein paar Jahrzehnten sich Anzeichen wieder für einen normaleren Umgang mit Homosexuellen in einigen Teilen der Welt abzeichnen .....
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#12 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 13.03.2015, 18:14h
  • Antwort auf #11 von jochen
  • Das stimmt leider nicht, bereits germanische, von Rom nicht beeinflusste Stämme töteten Schwule durchs Versenken im Moor.

    Es gilt die Grundregel, Ausnahmen bestätigen die Regel, je schlechter es den Frauen in einer Gesellschaft geht, desto mieser werden Homo-Männer behandelt.

    Man muss davon ausgehen, dass es seit dem Übergang vom Jäger und Sammler (Matriarch, der Mond wurde angebetet) zur Landwirtschaft (Patriarch, die Sonne wurde angebetet) auch die Verfolgung gleichgeschlechtlicher Handlungen zwischen Männern ihren Anfang nahm und sich im Laufe der Jahrtausende verfestigte.

    Es stimmt allerdings, dass insbesondere das Christentum, den Fokus auf die sexistische Verfluchung der lustbetonten Sexualität verschärft hat. Ein Vorurteil ist übrigens, dass der Islam vom Kern her homophober als das Christentum sei, das Gegenteil ist der Fall. Die abendländische "Homophobie" wurde im Zuge der Kolonialisierung ins Morgenland exportiert und homoerotische Handlungen kriminalisiert. Doch noch heute ist MSM kulturell im Orient mehr verwurzelt als im Westen. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein galten nicht von Ungefähr Länder wie Marokko oder Tunesien, das gesamte osmanische Reich, später Länder wie Türkei, Libanon als Mekka für homophile Reisende aus USA und Europa. So ist auch die "westliche" Gaysauna nichts anderes als eine Fortentwicklung des orientalischen Hamans.
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#13 Miguel53deProfil
#14 antosProfil
#15 jochenProfil
  • 14.03.2015, 10:24hmünchen
  • Antwort auf #12 von reiserobby
  • Ich sprach vom römischen Reich, das damals als "die (zivilisierte) Welt " galt.

    Du hast recht mit den germanischen Stämmen, die mit ihren grausamen Bräuchen aber eine Minderheit bildeten. In einem Kommentar muss man mitunter zuspitzen um ihn relativ kurz und lesbar zu halten.
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#16 Markus44Anonym
#17 Harry1972Profil
  • 15.03.2015, 08:18hBad Oeynhausen
  • de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_bei_den_Kelten

    Klingt für mich nicht nach verbreitetem Homohass unter den Germanen sondern eher nach einem Männlichkeitskult, ähnlich dem der Spartaner.

    Die Homophobie, die wir heute kennen, ist mit Sicherheit auf die sexualfeindliche christliche Moral zurückzuführen.
    Davor war Homophobie wohl eher etwas, was "schwache" Männer zu spüren bekamen und schwächliche Heteromänner dürften es in solchen Gesellschaften auch nicht viel leichter gehabt haben und wurden sicher ähnlich oft ins Moor geschubst.
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#18 userer
  • 16.03.2015, 10:26h
  • Antwort auf #12 von reiserobby
  • reiserobby: "bereits germanische, von Rom nicht beeinflusste Stämme töteten Schwule durchs Versenken im Moor."

    Das ist meines Wissens falsch und eine Mär, die mal wieder Tacitus in die Welt gesetzt hat. Derselbe Tacitus, der auch behauptet, die Germanen hätten "Elch" genannte Tiere ohne Kniegelenke, sodass sie sich beim Schlafen an einen Baum anlehnen müssten, weil sie sonst umfielen.
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