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Modemacher lösen Shitstorm aus
Boykott-Kampagne gegen Dolce & Gabbana

Lesben und Schwule sollten nach Auffassung der beiden Modemacher Domenico Dolce (li.) und Stefano Gabbana keine Kinder aufziehen (Bild: rivo / flickr / by-sa 2.0)
- 15. März 2015 2 Min.
Nach einem Ausfall der beiden schwulen Designer gegen Regenbogenfamilien will selbst Elton John keine Klamotten mehr bei ihnen kaufen.
Schwuler Selbsthass in der Modebranche: Mit seiner Aussage, homosexuelle Paare sollten besser keine Kinder großziehen, hat das Ex-Designerpärchen Domenico Dolce und Stefano Gabbana einen welweiten Shitstorm ausgelöst. In seiner Heimat Italien wurde die Social-Media-Kampagne #BoycottDolceGabbana gestartet, die mit Weltstar Elton John bereits prominente Unterstützung fand.
Im Interview mit dem italienischen Magazin "Panorama" hatte Gabanna wörtlich erklärt: "Die einzige Familie ist die traditionelle." Die Familie sei keine "Modeerscheinung", sondern in ihr stecke der ursprüngliche Sinn von Zugehörigkeit.
Das Leben habe einen natürlichen Lauf, deshalb sei er gegen "synthetische Nachfahren und gemietete Gebärmütter", ergänzte Dolce. Kinder sollten einen Vater und eine Mutter haben. Selbst eine Adoption möchten die beiden homosexuellen Designer, die bis zur Trennung im Jahr 2005 über 20 Jahre lang ein Paar waren, anderen Lesben und Schwulen nicht zugestehen.
Elton John: "Ich werde nie wieder Dolce und Gabanna tragen"

"Es lebe die (traditionelle) Familie": Dolce & Gabanna auf dem Cover des italienischen Magazins "Panorama"
Die Äußerungen folgten der jüngsten Modeschau von Dolce & Gabanna auf der Milan Fashion Week, bei der sie im Finale weibliche Models mit Babys auf den Laufsteg schickten.
Die beiden Modemacher hätten eine Bombe auf die Lesben- und Schwulenbewegung geworfen, lautete noch einer der freundlicheren Kommentare in den sozialen Netzwerken. Die Webseite LGBT News Italia startete unter dem Hashtag #BoycottDolceGabbana einen Boykottaufruf.
Diesem schloss sich bereits der britische Sänger Elton John an, der mit seinem Ehemann David Furnish zwei von einer Leihmutter geborene Söhne großzieht: "Wie könnt ihr es wagen, meine wunderbaren Kinder als 'synthetisch' zu bezeichnen?", schrieb der Weltstar dem Designerpaar. "Schämt euch, mit eurem kleinen erhobenen Zeigefinger auf die künstliche Befruchtung zu zeigen, die es so vielen Menschen, heterosexuellen wie homosexuellen, ermöglicht, ihren Traum vom Kind zu verwirklichen." Der Sänger stellte zudem klar: "Ich werde nie wieder Dolce und Gabanna tragen!" (cw)














Ich habe meinen Junior ALLEINE grossgezogen und er ist ein netter,höflicher und hilfsbereiter HETEROmann geworden.
Hab ihn gerade gefragt ob es ihm geschadet hat dass er "nur" von einem Homo grossgezogen wurde...seine Reaktion war ein Vogelzeigen für diese Idioten und ein Busserl für mich!