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Der Walliser Bischof Jean Marie-Lovey sieht LGBT-Aktivisten als Feinde der Kirche an (Bild: Diocèse de Sitten)

  • 27. März 2015 95 2 Min.

Für einen Bischof aus der Westschweiz ist die Emanzipationsbewegung von Homosexuellen spalterisch und wird vom Beelzebub initiiert.

Jean Marie-Lovey, der katholische Bischof von Sitten in der französischsprachigen Schweiz, hat LGBT-Aktivisten in einem Radiointerview beschuldigt, dass sie sich "teuflisch" verhielten, wenn sie für ihre Rechte auf CSDs demonstrierten.

Der 2014 von Papst Franziskus ernannte Bischof schloss sich damit einer Aussage von seinem Amtsvorgänger Norbert Brunner aus dem Jahr 2001 an, der den Gay Pride in Sitten als ein "teuflisches Spiel" bezeichnet hatte: "Das Wort 'diable' bedeutet spalten", erklärte der 64-Jährige nach Angaben des "Tages-Anzeigers". "Der spalterische Effekt von solchen Manifestationen ist etwas Teuflisches."

Bischof: CSD verspottet Leiden von Homosexuellen

Lovey wirft demnach LGBT-Aktivisten vor, dass der karnevaleske Charakter ihrer Demonstrationen eine Verspottung des Leidens von Homosexuellen sei. Damit würden nicht nur die Gesamtbevölkerung, sondern viele Homosexuelle provoziert. Weiter erklärte der Bischof, dass die gleichgeschlechtliche Liebe kein Projekt Gottes sei, weil dieser Mann und Frau erschaffen habe. Zwar müsse auch Schwulen und Lesben Respekt gezollt werden, man müsse aber auch deren "Delikte" verurteilen.

Nach Medienberichten hatte sich Lovey im Januar mit einer 20-jährigen katholischen Lesbe getroffen, die eine Selbsthilfegruppe starten wollte. Das Bistum unterstützte dieses Vorhaben. Allerdings wurde darauf hingewiesen, dass Schwulen und Lesben aktive Sexualität verboten sei. Homosexuelle Paare dürften auch nicht gesegnet werden.

In der Schweiz wird derzeit über eine weiterführende Gleichstellung von Homo-Paaren debattiert. Die Regierung erwägt auch die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben (queer.de berichtete).

In der katholischen Kirche des Landes gibt es zugleich heftige Abwehrreaktionen gegen die Anerkennung von Schwulen und Lesben: So bezeichnete der Churer Bischof Vitus Huonder in diesem Monat die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren als "Gräuel" (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 Markus44Anonym
  • 27.03.2015, 14:19h
  • Meine Güte bei dem Bild kann ich nur sagen: eine schwule "Klemmschwester" erster Güte.
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#2 LorenEhemaliges Profil
  • 27.03.2015, 14:22h
  • Das Bemühen u.a. durch Aktionen des CSD gleiche Rechte zu erreichen und das Gleiche (in der Vielfalt) der Menschen zu betonen steht im Gegensatz zum Spalten, was für den Hetzbischof Lovey wohl ein in seiner Denke geradezu "ketzerischer" Gedankengang sein dürfte.

    Herr Bergoglio hat mit ihm einen weiteren Propagandisten der Unterdrückung und Diskriminierung, der Hetze und der gesellschaftlichen Spaltung ins Amt berufen. Bergoglios Taten sprechen für sich und konterkarieren seine medienwirksamen, von einigen als "barmherzig" interpretierten öffentlichen Äußerungen.
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#3 Die_ErdeAnonym
  • 27.03.2015, 14:27h

  • Wer an Gott glaubt sollte sowieso in die Psychiatrie. Mit dem Fabelwesen kann man wohl jegliche Verbrechen begründen ohne darüber nachzudenken. "Hat ja immer das Fabelwesen gesagt". Selbst die Hexenverbrennung ging ja ganz leicht. Hat ja auch das "Fabelwesen" zugeflüstert.
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