https://queer.de/?23505

Fast 7.000 Studierende sind in allen Teilen Großbritanniens für das "Student Sex Work Project" befragt worden - das Foto stammt aus Andrew Haighs Escort-Film "Greek Pete"
- 30. März 2015 2 Min.
Männliche Studenten verdienen sich doppelt so häufig ein Taschengeld mit Prostitution wie Studentinnen.
Eine neue Studie der Swansea-Universität zufolge haben 2,4 Prozent der männlichen Studenten in Großbritannien als Sexarbeiter direkt mit Kunden gearbeitet. Zusätzlich haben 3,5 Prozent der Befragten Einnahmen als indirekte Sexarbeiter Einnahmen erzielt, etwa mit Sex vor der Webcam oder mit anderen Formen, in denen sie nicht direkt mit Kunden in Kontakt kommen. Das ist das Ergebnis des "Student Sex Work Project" (PDF), für den 6.800 Studierende in Großbritannien befragt worden waren.
Studentinnen waren demnach weniger in der Sex-Industrie aktiv. Von ihnen haben sich 1,3 Prozent prostituiert und weitere 2,7 Prozent haben als indirekte Sexarbeiterinnen Teile ihrer Ausgaben finanziert.
Viel größer ist die Gruppe derjenigen, die über eine Karriere in der Sexarbeit nachdenken: Bei Männern sind das 8,8 Prozent bei Prostitution und 14,7 Prozent bei indirekter Sexarbeit. Bei Studentinnen ist dieser Anteil noch höher.
Sexarbeit gilt in der Öffentlichkeit als Frauendomäne
Studienleiterin Tracey Sagar bezeichnet es als "signifikante Erkenntnis", dass Studenten eher in Sexarbeit involviert sind als Studentinnen: "Sexarbeit wird in der Öffentlichkeit als Tätigkeit wahrgenommen, die hauptsächlich von Frauen ausgeübt wird. Das bedeutet, dass viele Männer durch das Unterstützungsnetzwerk der Universitäten fallen, weil sie nicht mit Sexarbeit in Verbindung gebracht werden." Sagar erklärte weiter, dass die Mehrheit der Studenten ihre Tätigkeit aus Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung geheim hielte.
Der Umfrage zufolge schätzen mehr als drei Viertel der studentischen Sexarbeiter die gute Bezahlung und die flexiblen Arbeitszeiten, viele nennen aber auch sexuelle Befriedigung als Grund für den Nebenjob. Als negative Aspekte werden vor allem der Zwang zur Geheimhaltung und die schwankenden Einnahmen genannt. Knapp die Hälfte der Befragten berichtet von "unangenehmen Kunden", ein Drittel fürchtet sogar Gewalt. (dk)















Verstehe ich das richtig, dass die Studie nicht zwischen Prostitution für weibliche Kundinnen und mann-männlicher Prostitution unterscheidet?
Ist nichts gegen zu sagen und ist ja auch nicht illegal. Ist auf jeden Fall ehrlicher als ohne Liebe zu heiraten, nur um finanziell ausgesorgt zu haben. Da gibt es so manche Manager- Gattin, die sich eigentlich auch prostituiert. Da sind mir echte Prostituierte lieber, die offen dazu stehen. Finde ich ehrlicher.
Allerdings finde ich es schon ein Armutszeugnis für eine Gesellschaft, wenn man als bildungshungriger Mensch finanziell so schlecht abgesichert ist, dass man sich prostituieren muss, um studieren zu können.
Da jede Gesellschaft von mehr Bildung profitiert, sollten diejenigen, die sich weiterbilden wollen, dass auch tun können, ohne auf Prostitution angewiesen zu sein.