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Früherer LSU-Chef
Roland Heintze ist neuer CDU-Chef in Hamburg

Roland Heintze soll die Hamburger CDU aus dem Umfragetief führen (Bild: CDU Hamburg)
- 01. April 2015 2 Min.
Nach Dietrich Wersich steht erneut ein schwuler Politiker an der Spitze der hanseatischen Christdemokraten.
Die CDU in Hamburg hat bei ihrem Landesparteitag am Dienstag den ehemaligen LSU-Chef Roland Heintze zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Der 41-Jährige erhielt 147 von 159 gültigen Stimmen. Sechs Delegierte enthielten sich, sechs stimmten für den aussichtslosen Gegenkandidaten Detlef Bandow-Tadsen.
Damit löst Heintze den ebenfalls schwulen Politiker Dietrich Wersich ab, der sich nach dem schlechten Ergebnis der CDU bei der Bürgerschaftswahl nicht erneut um das Amt beworben hatte. Wersich hat auch den Fraktionsvorsitz abgegeben.
Heintze ist Haushaltspolitiker, der die Wirtschaftspolitik in seiner Partei wieder mehr betonen will: "Es ist Aufgabe der Partei, sich hier ganz klar zu positionieren und zu sagen: Der Wirtschaftsstandort Hamburg muss gestärkt und ausgebaut werden", sagte der neue Vorsitzende.
Dritter schwule Landesparteichef der Hamburger CDU
Die CDU war mit Spitzenkandidat Dietrich Wersich Mitte Februar bei der Bürgerschaftswahl auf nur noch 15,9 Prozent gekommen – und damit auf das schlechteste Ergebnis seit über einem halben Jahrhundert (queer.de berichtete). Bei der Wahl hatte auch Roland Heintze überraschend sein Bürgerschaftsmandat verloren (queer.de berichtete). Er war von 2004 bis 2015 Mitglied des Hamburger Landesparlamentes gewesen.
Heintze war von 2004 bis 2006 der vierte Bundesvorsitzende in der Geschichte der Lesben und Schwulen in der Union (LSU). Er sorgte damals mit vielen seiner Thesen für Aufregung in der Community – etwa, als er Bareback unter Strafe stellen wollte oder seine Ablehnung für die Gleichbehandlung von Homo-Paaren im Adoptionsrecht und die Aufnahme des Merkmals sexuelle Identität ins Antidiskriminierungsgesetz zum Ausdruck brachte.
Auch später gab es Auseinandersetzungen: 2012 stellte er die Gemeinnützigkeit des CSD Hamburg in Frage, weil dieser die Ablehnung der Gleichbehandlung von Homosexuellen im Eherecht durch die CDU kritisiert und die Teilnahme der Christdemokraten an der Veranstaltung in Frage gestellt hatte (queer.de berichtete).
Nach Ole von Beust und Dietrich Wersich ist Heintze bereits der dritte schwule Spitzenpolitiker der Hamburger CDU. (dk)















Eine selbsthassende "Marionettenschwuchtel", der gegen jegliche Gleichstellung ist. Also damit wird die CDU auch nicht wählbarer.