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"Red Hot : Berlin"

Eine Stadt sieht Rot


Model Chris Medeiros kommt leider nicht persönlich zur Ausstellungseröffnung nach Berlin (Bild: Thomas Knights)

  • 03. April 2015 18 3 Min.

Nach London, New York und Sydney macht Thomas Knights' Ausstellung "Red Hot" mit Porträts ausschließlich rothaariger Männer nun Station in Berlin.

Ab Ostern gilt in Berlin Alarmstufe Rot. Grund ist eine ungewöhnliche Ausstellung mit Männer-Porträts von Thomas Knights. Der Londoner Fotograf hat die heißesten rothaarigen Kerle auf der ganzen Welt fotografiert – und wer darüber stolpert, die Worte heiß und rothaarig in einem Zusammenhang zu finden, der kennt Knights' Bilder noch nicht…

"Die attraktivsten Rothaarigen, die wir je gesehen haben", jubelte die australische "Elle" über seine Fotos. Selnst der "Guardian" sabberte: "Das ist das ultimative Alphamännchen!" Und für die Jungs beim "Out Magazine" steht längst fest: "Die heißesten Rothaarigen machen 2015 noch etwas heißer."

Der selbst rothaarige Fotograf wurde als Kind gemobbt



Für die Ausstellung, die bereits in London, New York und Sydney für großes Aufsehen sorgte und nun in Berlins schickster Mall, dem Bikini, gezeigt wird, hat Thomas Knights nicht einfach nur zum Vergnügen Models, Schauspieler und sogar einen Goldmedaillen-Gewinner porträtiert – die übrigens auch alle nicht viel anhaben.

Wie er im Herbst dem Magazin "Männer" sagte, wurde er als Kind und Jugendlicher wegen seiner roten Haare gemobbt – ein Schicksal, das viele Leidensgenossen teilen. "Rote Haare wurden als etwas Schlimmes angesehen. Kinder picken sich ja immer den heraus, der anders ist. Und Rothaarige haben keine Community, auf deren Unterstützung sie zurückgreifen können."

Rote Haare als coole Marke



Das Mobbing von Rothaarigen ist in der britischen Gesellschaft tief verwurzelt, sagt Knights. Schwule Männer mit roten Haaren sehen sich zudem oft doppelter Diskriminierung ausgesetzt. Darum wollte er etwas schaffen, worauf Ginger Men, wie sie in England heißen, stolz sein können. "Aus roten Haaren eine coole Marke machen – das war der Anstoß für die Ausstellung."

Das hat er binnen kürzester Zeit erreicht. Das Buch "Red Hot 100" (Amazon-Affiliate-Link ) erschien im September 2014 im Bruno Gmünder Verlag und hat wegen des großen Erfolgs bereits die dritte Auflage erreicht. Dank des großen Erfolgs von Kinghts' Projekt kamen mittlerweile mehrere Tausend Pfund für Anti-Mobbing-Initiativen zusammen.

Über 100 Bilder auf 400 Quadratmetern



Auf 400 Quadratmetern werden in Berlin über 100 faszinierende Bilder gezeigt. Das Grand Opening findet Ostern statt, wenn die Leder- und Fetischwelt zu Gast bei Freunden ist: am Samstag, den 4. April 2015 von 16 Uhr bis 20 Uhr in der Bikini Concept Mall.

Für Musik sorgen Brodanse – die berühmten DJ-Brüder, natürlich rothaarig, bespielen Clubs und Festivals in Europa und Asien. Außerdem haben sich angesagt: Ken Beck, der auf dem Buchcover provokant seine Zunge zeigt, sein Model-Kollege Jake Hold und natürlich der Fotograf selber, Thomas Knights. (cw/pm)

Vimeo | Teaser-Video zu Bildband und Ausstellung
Infos zur Ausstellung

Red Hot : Berlin. Ausstellung von Thomas Knights im Bikini, Budapester Str. 50, 10787 Berlin. Vernissage am Samstag, den 4. April um 16 Uhr. Ausstellungsende: 3. Mai 2015. Besuchszeiten: Mo-Sa 10-20 Uhr, So 13-18 Uhr.

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-w-

#1 klugscheisserAnonym
  • 03.04.2015, 15:38h
  • Das Verbreitungsgebiet der Rothaarigen passt gut zu den ehemaligen Völkerbewegungen der Kelten und Pikten (vermutlich teils Rothaarige), die von den Römern auf den Britischen Inseln westwärts nach zum Beispiel Irland und nordwärts nach Schottland vertrieben wurden. Ebenso siedelten Wikinger, bei denen die rote Haarfarbe ebenfalls vorkam, im Norden Schottlands.

    de.wikipedia.org/wiki/Rot_(Haarfarbe)

    "Die angelsächsische Invasion war zahlenmäßig gar nicht so groß. Über drei Jahrhunderte kamen zwischen 100 000 und 200 000 Angelsachsen. Die einheimische Bevölkerung umfasste rund zwei Millionen Menschen. Warum wurden die Ankömmlinge, die bestenfalls zehn Prozent der Bevölkerung darstellten, nicht in den Genpool aufgesogen?

    Der Grund war die soziale Überlegenheit der Einwanderer [Aggressoren]. Die angelsächsische Elite, so Professor Mark Thomas vom UCL, konnte sich schnell etablieren, indem sie mehr Kinder hatte, die bis ins Erwachsenenalter überlebten dank ihrer militärischen Macht und ihrer ökonomischen Möglichkeiten.

    Ein Gesetz aus dem 7. Jahrhundert, das Law of Ine, macht die soziale Stellung der Invasoren deutlich. Danach musste für die Tötung eines Angelsachsen ein fünffach höheres Blutgeld gezahlt werden als für den Totschlag eines Kelten. Zudem führten die Einwanderer ein striktes, der Apartheid ähnliches System ein, das die Ehe mit einheimischen Briten verbot. Die privilegierte Herrscherklasse verhinderte die Blutsmischung und konnte zugleich mehr Kinder zeugen und großziehen. "
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#2 geht auchAnonym
  • 03.04.2015, 16:05h
  • Antwort auf #1 von klugscheisser
  • "Wie die frühen, europiden Tarim-Leute ausgesehen haben, da ist sich Mair sicher, "wissen wir ja, weil sich die Körper und die Kleider in den Gräbern erhalten haben". Als Zeugnis dienen ihm Wandgemälde aus dem 7. Jahrhundert n. Chr. in buddhistischen Grotten, auf denen tocharische Stifter mit schlanken Körpern, schmalen Gesichtern, langen Nasen, blauen oder grünen Augen und rotem oder blondem Haar dargestellt sind.

    Wie aber das Tocharische, getragen von indoeuropäischen Stämmen, nach Westchina gekommen ist, überläßt Mair den Linguisten zur näheren Erklärung. Ihm reichen die archäologischen Belege, vor allem die Textilien, als Nachweis der direkten Verbindung zwischen Europa und China schon in der Frühgeschichte. Der amerikanische Professor geht von "langanhaltenden Wanderbewegungen" aus. Die müßten im 4. und 3. Jahrtausend v. Chr. stattgefunden haben."

    (tocharer, kimmerer, kurden, paschtunen,...)
    non-henna

    www.dailymail.co.uk/news/article-2260071/Assassinated-Paris-
    3-Kurdish-PKK-women-including-founder-Sakine-Cansiz-shot-hea
    d.html
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