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Dragqueen im Gespräch mit Bärbel Schäfer

Olivia Jones: "Meine Lehrer sagten, ich sei abartig"


Olivia Jones ist das Pseudonym des deutschen Travestiekünstlers Oliver Knöbel. Vor wenigen Wochen veröffentlichte die 45-jährige Dragqueen das Kinderbuch "Keine Angst in Andersrum" (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

  • 12. April 2015 9 2 Min.

Auf hr3 sprach die Hamburger Dragqueen über ihre Schulzeit. Obwohl sich seitdem einiges geändert habe, sei noch viel gegen Diskriminierung zu tun.

"Ich war für viele ein Hassobjekt und hatte oft mit Gewalt zu tun. Meine Lehrer haben gesagt, dass ich abartig bin", verriet die Travestiekünstlerin Olivia Jones am Sonntag in der Sendung "Bärbel Schäfer live" des Senders hr3 des hessischen Rundfunks über die Anfänge ihres Coming-out im niedersächsischen Springe.

Was die Toleranz gegenüber Homo- und Transsexuellen angeht, habe sich viel geändert, so die 45-Jährige: "Trotzdem muss in Sachen Diskriminierung viel gemacht werden. Das Wort schwul steht mittlerweile für eklig. Es wundert mich schon sehr, dass wir darüber überhaupt noch sprechen müssen, wir sind doch nicht im Mittelalter."

Die Eltern wurden zum Rektor zitiert

Die Eltern waren mit der Situation überfordert, so die Drag Queen in hr3. Wegen der schrillen Outfits von Olivia musste sich gerade die Mutter viel anhören: "Ich sah aus wie eine schwule Fledermaus, bisschen geschminkt, hochtoupierte Haare. Das war für viele peinlich, und meine Mutter musste sogar zum Rektor", sagte der hr3-Talkgast. "Ich hab den Gegenwind als Rückenwind genommen", erklärte Olivia Jones, die ohne ihren Humor, ihr Selbstbewusstsein und ihre Schlagfertigkeit niemals soweit gekommen wäre.

"Sobald ich öffentlich auftrete, bin ich Olivia, privat bin ich Oliver", erzählte Jones weiter in der Sendung. Sie habe eine Persönlichkeitsstörung, die sie beruflich nutzen könne. "Auf der Bühne kann ich wie ein verrücktes Huhn rumhüpfen, daher bin ich privat ausgeglichen. Das ist eine tolle Therapie."

Auch zum Szeneleben in Hessen äußerte sich Nordlicht Olivia Jones – und würdigte dabei die "vielen geilen Clubs": "In Frankfurt liebe ich die harte Musik, da werde ich ganz wuschig." (cw)

-w-

#1 Robby69Ehemaliges Profil
  • 12.04.2015, 17:17h
  • Ich find's klasse, dass sie sich trotzdem durchgeboxt hat und ihren ganz eigenen Weg gegangen ist. - Offen zu zeigen "ich bin wie ich bin - und ich fühl mich genauso wohl, wie ich bin" erfordert sehr viel Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.
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#2 FelixAnonym
  • 12.04.2015, 21:36h

  • Auch wenn das vielleicht seltener geworden ist - geben tut es das immer noch.

    Heute geschieht sowas nur nicht mehr so offen, sondern versteckter.
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#3 Dont_talk_about
  • 13.04.2015, 00:35hFrankfurt
  • Ich bin hr3-Stammhörer, aber Bärbel Schäfer nervt mich immer tierisch.

    Aber so nervig wie heute war es noch nie. Am besten war Bärbels Satz: "Und jetzt noch schnell ein Tipp für jemanden, der noch ein Coming-out plant"
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