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Einzelkommentar zu:
Olivia Jones: "Meine Lehrer sagten, ich sei abartig"


#9 LarsAnonym
  • 27.11.2016, 11:56h
  • "Auf der Bühne kann ich wie ein verrücktes Huhn rumhüpfen, daher bin ich privat ausgeglichen. Das ist eine tolle Therapie."

    Trotzdem ist es schade, dass die Öffentlichkeit, wie auch im Fall von Conchita Wurst, nur die eine Seite ihrer Persönlichkeit wahrnehmen kann, während die andere ironischerweise sorgsam vor der Öffentlichkeit "versteckt" wird. Ich hatte lange Zeit ein schiefes Bild von Drag queens, bevor ich einige persönlich und mit allen Facetten kennen gelernt habe. Wer sich nicht viel in queeren Lebenswelten bewegt, hat dazu nicht so oft die Chance und ist versucht, eine Kunstfigur für die ganze Wahrheit zu halten.

    Nichts gegen Kunstfiguren. Viele Menschen kreieren auf der Bühne ein anderes ich und sind nur als solches in der Öffentlichkeit präsent. Das gilt für SchauspielerInnen, SängerInnen und auch für PolitikerInnen. Eine Maske macht stark, sie schützt und hilft auch, Öffentlichkeit und Privatleben zu trennen. Eine öffentliche Figur kann auch eindimensional ein bestimmtes Thema repräsentieren, auch wenn die Person selber vielschichtiger ist, weil es manchmal starke Thesen braucht. Allerdings denke ich, dass zur Aufklärung über queere Menschen heute auch gehört, auf dezente Art eine Vorstellung von queerer "Normalität" oder "Privatheit" zu vermitteln. Und da sind Dragauftritte nur die halbe Wahrheit.
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