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  • 13. April 2015 57 3 Min.


Hillary Clinton will die nächsten 19 Monate im Wahlkampfmodus verbringen

Die demokratische Favoritin auf das Präsidentschaftsamt zeigt bereits in ihrem ersten Werbespot, dass sie gerne die Stimmen von Schwulen und Lesben erhalten würde.

Am Sonntag ist Hillary Clinton offiziell in den Wahlkampf als Präsidentschaftskandidatin eingestiegen – nicht vor großer Kulisse mit lauter Musik und herunterfallenden Ballons, sondern mit einem 140-Sekunden-Werbevideo in sozialen Medien.

Darin präsentiert sich eine Reihe sympathischer Amerikaner, die einfach kurz über ihr Leben erzählen. Mit dabei ist auch ein schwules Paar, das heiraten will. Am Ende des Videos taucht auch noch ein lesbisches Paar auf.



Hier das am Sonntagnachmittag veröffentlichte Video, das kurz nach dem Hochladen von allen US-Nachrichtensender gefühlte 1.000 Mal gezeigt wurde:

Clinton muss sich in den nächsten Monaten zunächst dem demokratischen Vorwahlkampf stellen, muss aber bisher keinen ernstzunehmenden Gegner fürchten. Im Hauptwahlkampf gegen die Republikaner wird sie auch auf die Stimmen von Schwulen und Lesben bauen.

2008 hatte sie noch – wie damals auch Obama – die Gleichstellung im Ehe-Recht abgelehnt. Erst 2013 änderte sie ihre Position zur Ehe-Öffnung (queer.de berichtete).

Als Außenministerin setzte sie sich allerdings zwischen 2009 und 2013 engagiert für weltweite Homo-Rechte ein und wurde deshalb mit dem "World LGBT Award" ausgezeichnet (queer.de berichtete). Vor wenigen Tagen hat sie mit Robby Mook einen schwulen Mann zum Wahlkampfmanager gemacht.

Derweil bemühen sich die republikanischen Kandidaten im Gegensatz zu Clinton, die christliche Rechte zu umgarnen, die insbesondere in den Vorwahlen eine große Rolle spielt. Das führt zu teils eigenartiger Wortakrobatik, wie Rand Paul in einem CNN-Interview am Wochenende bewies.



Der "libertäre" Kandidat, der sich in vielen Fragen beispielsweise zur Privatsphäre liberal gibt, erklärte allen ernstes, dass es keine nichtreligiöse Zivilehe gebe:

Ich denke, es gibt religiöse Assoziationen zur Ehe. Ich glaube in diesem Fall an die traditionellen religiösen Assoziationen. Aber ich glaube auch, dass die Menschen vom Gesetzgeber fair behandelt werden müssen. Ich sehe keinen Grund, warum – wenn der Ehevertrag bestimmte Dinge beinhaltet – Sie [die CNN-Moderatorin] diese nicht als Vertrag festlegen können, wenn Sie eine andere Frau heiraten wollen. Aber wichtig sind mir die religiösen Assoziationen der Ehe, die es seit Tausenden von Jahren gibt. Diese will ich erhalten. Man kann wahrscheinlich beides haben. Man kann die traditionelle Ehe haben, an die ich glaube, aber man kann auch von der Neutralität des Gesetzes profitieren, der es Menschen erlaubt, Verträge miteinander zu schließen.

Hier das Video:

Profiteure des Präsidentschaftswahlkampfs sind übrigens besonders Fernsehkomiker. So beschäftigte sich die NBC-Sketchshow "Saturday Night Live" bereits mit den Hintergründen zu Hillary Clintons Werbevideo:

Clinton wird bei SNL von der lesbischen Komikerin Kate McKinnon dargestellt, die unter anderem auch Angela Merkel und Justin Bieber spielt.



Da die Wahl erst im November 2016 stattfindet, geht der Kampf um Aufmerksamkeit erst los. Mit geschätzten Gesamtausgaben von 2,5 Milliarden Dollar wird Hillary in diesen Wahlzyklus ihre Botschaften unter die Leute bringen. (dk)

-w-

#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 13.04.2015, 11:05h
  • Neoliberale Reaktion unterm Banner des Regenbogens. Wie scheinheilig.
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#2 PatroklosEhemaliges Profil
  • 13.04.2015, 11:37h
  • Ich wünsche ihr, daß sie die neue US-Präsidentin wird!
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 13.04.2015, 11:42h
  • Antwort auf #1 von reiserobby
  • Überlebenswichtig!

    Bis unsere Pastorentochter soweit ist, können wir lange warten. Wahrscheinlich bis zum St. Nimmerleinstag.

    Natürlich steigt Clinton in die Fußstapfen Obamas, der im Gegensatz zu ihr den Mut besaß, in seinem strukturkonservativen Land früh für uns Partei zu ergreifen.

    Es ist aber angesichts der Reaktion in Osteuropa elementar wichtig, dass eine wie Clinton die Wahl gewinnt, und ein Gegengewicht setzen kann (was Clinton als Außenministerin in der UN auch schon getan hat).
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