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"Ewiggestrige Meinungen"
LSU übt scharfe Kritik an CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf

CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf will mit homofeindlichen Aussagen Wähler am rechten Rand einfangen
- 14. April 2015 2 Min.
Die CDU gefährde mit "ewiggestrigen Meinungen" ihre Wahlchancen, befürchtet die LSU – und kritisiert damit den christdemokratischen Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg.
Alexander Vogt, der Bundesvorsitzende der Lesben und Schwulen in der Union (LSU), hat den baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Guido Wolf für seine abwertenden Äußerungen gegenüber Homosexuellen scharf kritisiert. Guido Wolf, der CDU-Anwärter auf das Amt des Ministerpräsidenten bei der Landtagswahl im kommenden Jahr, gefährde damit "auch einen Wahlerfolg der CDU in der politischen Mitte", so Vogt am Dienstag.
"Wenn CDU-Politiker heute noch glauben durch die Bedienung ewiggestriger Meinungen Wahlen gewinnen zu können, haben sie leider nicht erkannt, wie weit sich die Gesellschaft mehrheitlich bereits von solchen Positionen entfernt hat", erklärte Vogt. "Stimmen, die die CDU damit am rechten Rand gewinnt, verliert sie doppelt und dreifach in der politischen Mitte".
Wolf hatte in einem am Freitag im "Mannheimer Morgen" veröffentlichten Interview erklärt, er sei gegen die Gleichbehandlung von Homo- und Hetero-Paaren im Adoptionsrecht, weil die Schöpfung darauf ausgerichtet sei, "dass Mann und Frau sich zusammentun, um Kinder auf die Welt zu bringen" (queer.de berichtete).
Vogt: Wolfs Aussage unlogisch und unangemessen

Alexander Vogt ist seit 2010 Bundesvorsitzender der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) (Bild: LSU)
Mit dieser Argumentation sei Wolf weit von der gesellschaftlichen Mitte entfernt, so Vogt. Folge man der Logik der Schöpfungsidee, müsse man auf der einen Seite auch akzeptieren, dass Gott auch Schwule und Lesben geschaffen habe, auf der anderen Seite müssten heterosexuelle Paare aber auch akzeptieren, dass der Schöpfer ihnen vielleicht keine Kinder zugedacht habe. "Diese Argumentation ist also weder logisch konsistent noch gesellschaftlich und menschlich angemessen. Sie kann daher keine Grundlage für politische Entscheidungen und allgemeingültige Rechtsvorgaben sein", erklärte der LSU-Chef weiter.
In Baden-Württemberg profilieren sich die Christdemokraten derzeit auch beim Thema Bildungsplan mit Homophobie. Der Plan der Landesregierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), eine bessere Aufklärung über Homo- und Transsexualität an der Schule zu erreichen, wird in einem CDU-Antrag in die Nähe des Kindesmissbrauchs gerückt (queer.de berichtete).
Die Landtagswahl wird im März 2016 stattfinden. Derzeit liefern sich Grün-Rot und Schwarz-Gelb Umfragen zufolge ein Kopf-an-Kopf-Rennen. (dk)















Nöö Herr Vogt..
Damit "gefährdet" der Spitzenkandidat nicht die Wahlchancen, sondern er stellt klar, in welcher Position die CDU in B.-W. verharrt, nämlich auf der Position der Gleichstellungsgegner, die sich weit außerhalb des GG bewegen..
Leute wie Herr Wolf stellen hier klar das sie gegen die Gleichstellung sind, gegen ein vernünftiges Miteinander aller Bevölkerungsgruppen stehen, und vor allem gegen längst ergangene Urteile höchster Gerichte "argumentiert"..
Interessant ist hier aber auch welche Ziele die LSU im Land verfolgt :
Die Partei im Land an die Macht zu verhelfen, und sie gegen eigene Interessen auch dort zu halten..
Wer hat denn Herrn Wolf zum Spitzenkandidaten gewählt ?
Waren die Mitglieder der LSU-B.-W. daran unbeteiligt ?
Das darf man wohl bezweifeln..
Wer sich so abwertend wie Herr Wolf gegen eine gesellschaftliche Gruppe von Menschen äußert, hat das auch schon vorher getan, und hat in der Position eines Ministerpräsidenten eines Bundeslandes nichts zu suchen, und damit ist wohl klar das die Wahl von Herrn Wolf in dieses Amt verhindert werden muß..