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- 16. April 2015 2 Min.

Innenminister Jorge Fernández Díaz stellte die Ergebnisse vor
513 der 1.285 in Spanien registrierten Fälle von Hasskriminalität wurden 2014 aus Abneigung gegen die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität des Opfers begangen.
Das entspricht exakt 40 Prozent, wie das spanische Innenministerium am Dienstag mitteilte. Demnach hat sich die Zahl der Hassvebrechen gegen LGBT im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 Prozent erhöht. Die Zunahme lag damit etwas höher als bei allen Hassverbrechen, die insgesamt um knapp zehn Prozent anstiegen.
Zu den gemeldeten Delikten gegen LGBT zählten vor allem Diebstahl, aber auch Sexualverbrechen inklusive Vergewaltigungen. Mehr als zwei Drittel der Opfer waren Frauen.
An zweiter Stelle lagen rassistische Verbrechen, die 37 Prozent der Fälle ausmachten. Angriffe aus Hass gegen Behinderte machten 15,5 Prozent der Delikte aus. Die Zahlen schließen alle gemeldeten Hassvergehen mit Ausnahme des Baskenlandes ein, das seine Ergebnisse noch nicht der Zentralregierung gemeldet hat.
Innenminister Jorge Fernández Díaz erklärte, dass die meisten Täter identifiziert worden seien. Er stellte klar, dass Hasskriminalität scharf verfolgt werde.
Die Zahlen für Hasskriminalität wurden in Spanien erstmals 2013 erhoben. Die Zunahme auf Jahresfrist wird vor allem auf die erhöhte Anzeigebereitschaft zurückgeführt, weil das Thema seit der Einführung der Statistik einen größeren Raum in der öffentlichen Debatte eingenommen hat. Menschenrechtler gehen aber weiterhin davon aus, dass die meisten Hassverbrechen nicht zur Anzeige gebracht werden oder von Polizisten nicht als solche erkannt werden.
In Deutschland gibt es bislang keine zentrale Erfassung der aus Hass begangenen Delikte. Erst letzte Woche forderte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes jedoch, die Kategorie Hasskriminalität in der Kriminalstatistik zu erfassen (queer.de berichtete). (dk)















Das dürfte in Deutschland mindestens genauso hoch liegen.
Nur dass hierzulande Union und SPD verhindern, dass sowas überhaupt erst mal statistisch erfasst wird. Vor lauter Angst, die Öffentlichkeit könnte die Wahrheit erfahren...