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"Demo für alle"
Stuttgart: Homophobe Demonstranten gehen erneut auf die Straße

Teilnehmer der letzten "Demo für alle" im März (Bild: gk)
- 17. April 2015 3 Min.
Mit Unterstützung von Teilen der CDU geht die von einer AfD-Politikerin organisierte "Demo für alle" Mitte Juni in die siebte Runde. In Kassel wollen die "Besorgten Eltern" bereits in einer Woche protestieren.
Zum Sommeranfang am 21. Juni planen die Gegner des Bildungsplans der baden-württembergischen Landesregierung in der Stuttgarter Innenstadt erneut eine "Demo für alle". Das teilte die erzkatholische "Aktion Kinder in Gefahr" auf ihrer Webseite mit.
Seit Februar 2014 ist dies bereits die siebte Demonstration gegen die Pläne der grün-roten Koalition, besser über Homo- und Transsexualität an Schulen aufzuklären und "sexuelle Vielfalt" fächerübergreifend zu berücksichtigen. Homo-Gegner sehen darin eine angebliche Sexualisierung der Kinder und eine "Indoktrinierung" mit der Gender-Ideologie.
Die "Demo für alle" wird von einem homophoben Aktionsbündnis unter Führung der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch organisiert, wie die 43-Jährige unlängst mitteilte (queer.de berichtete). Offiziell ist für die Proteste die "Initiative Familienschutz" mit ihrer Frontfrau Hedwig van Beverfoerde verantwortlich. Diese Organisation ist Teil eines Thinktank-Netzwerks, zu das unter anderem auch die Portale Freie Welt und abgeordneten-check.de gehören und das vom Ehepaar von Storch verantwortet wird.
CDU-Unterstützung

"Demo für alle"-Organisatorin Beatrix von Storch (AfD)
Neben mehreren christlich-fundamentalistischen Organisationen und der AfD wird die "Demo für alle" erneut von Teilen der baden-württembergischen CDU unterstützt. So gehört zu den Bündnispartnern der Landesverband der "Christdemokraten für das Leben" (CDL). Die Organisation kämpft vornehmlich gegen das Recht auf Abtreibung, die Mitglieder gelten aber auch als Gegner der Gleichstellung von Homosexuellen.
Außerdem gehören dem homophoben Bündnis die Evangelischen Arbeitskreise der CDU-Kreisverbände Heilbronn, Karlsruhe-Land, Mannheim und Rems-Murr an. Zuletzt unterstützte auch die CDU-Landtagsfraktion die Gegner des Bildungsplans mit einem Antrag, der vor Kindesmissbrauch warnte, sollte der Bildungsplan umgesetzt werden (queer.de berichtete).
Bei den "Demos für alle" versammelten sich jeweils bis zu 1.000 Homo-Gegner um das Alte Schloss. Bei dem letzten Protest im März sprach auch Birgit Kelle (queer.de berichtete).
Auch Protest und Gegenkundgebung in Kassel
Bereits in einer Woche wollen Homo-Gegner im hessischen Kassel auf die Straßen gehen. Organisiert wird diese Demo von den "Besorgten Eltern", einer Gruppe mit Russland-Bezug, die zuletzt in Hamburg demonstriert hatte (queer.de berichtete). Das russische Staatsfernsehen war bei allen Protesten dabei, um Bilder des "Widerstandes" für die Heimat zu produzieren. Auf der Demo trugen die Teilnehmer Schilder mit deutschen und russischen Slogans. Dazu gehörten etwa "Nein zur sexuellen Regenbogen-Propaganda in Schulen" oder "Der Kindergarten ist kein Swingerclub".
Gegen diesen Protest in Kassel ist bereits eine Gegendemonstration geplant: Die Aidshilfe Kassel plant auf der Südseite des Königsplatzes die Kundgebung "Für Vielfalt und ein buntes Miteinander in Kassel" (mehr Infos auf der Website oder der Facebook-Seite der Aidshilfe). (dk)















Grenzenlose faschistoide Dummheit.
Katalysiert und verdichtet durch die AfD.
Wundern tut mich das nicht.
Ich hoffe jedoch, dass die Zeiten rechtspopulistischer Demonstrationen alá "Pegida" und "Demo für alle" bald ein Ende nehmen und freue mich schon auf den nächsten CSD. ;)