Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=23632
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Europarat: Historische Resolution für Rechte von Trans-Personen


#1 Robby69Ehemaliges Profil
  • 22.04.2015, 20:20h
  • Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Doch solange diese Forderungen nicht verbindlich sind, wird sich nichts zum Besseren verändern, fürchte ich.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 TheDadProfil
#3 Markus44Anonym
  • 22.04.2015, 23:49h
  • Schön das wir die Forderungen des Europarates in bezug auf die Rechte der Trans-Personen weitestgehend in Deutschland umgesetzt haben, weil es sehr gute Urteile des BVerfG in Karlsruhe gab, von denen eine Reihe die deutsche Anwältin Sabine Augstein durchgefochten hat.

    Es ist daher erfreulich, das Deutschland infolge der BVerfG Urteile hier sich durchaus in bezug auf die Rechte von Trans-Personen innerhalb Europas "sehen" lassen kann.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FreeyourgenderProfil
  • 23.04.2015, 01:32hBamberg
  • Antwort auf #3 von Markus44
  • ES ist ganz und gar nicht erfreulich, dass unsere grosse Kolation Gesetze, wie z.B. die Novellierung des TSG 2011 Scheibchenweise nur über das Bundesverfassungsgericht in die Gesetzgebung einbringt. Es ist nicht nur nicht erfreulich, sondern zeigt die diskriminierende Haltung, die sich bis in die Homodebatte zieht, das Pendant sehen wir an Baustellen wie dem vollen Adoptionsrecht.
    Die grosse Koalition blockiert wo sie kann.
    Schön wie Du hier versuchst, Mißstände der Regierung als positiv darzustellen.
    Die Regierung würde keinen Handstreich tun, wenn das Bundesverfassungsgericht nicht auf diese Mißstände hinweisen würde,
    damit zeigt die Regierung bei jeder Berichtigung und Aufforderung durch das Gericht, dass es ihr nichts ausmacht, verfassungswidrig zu diskriminieren.
    Deutschland hält mittlerweile keine Vorbildfunktion mehr in diesen Punkten, was die Modernität eines säkularen Staates angeht, viel zu sehr ist der Bezug und die Rechtfertigung für diese Diskriminierung in der Kirche verankert und Willkür, wie "das ungute Bauchgefühl" der Bundeskanzlerin, dass sie als Argument vor der Bundestagswahl 2013 nannte, das volle Adoptionsrecht nicht unterstützen zu wollen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#5 Patroklos
#6 NinakadinProfil
  • 23.04.2015, 11:13hBerlin
  • Wie kommst Du denn auf diesen dünnen Ast?
    Nichts, absolut gar nichts hat Deutschland umgesetzt, da wird seit Jahren blockiert!
    Die Fortschritte, die es in Deutschland gibt, gehen sämtlich auf das Konto des BVerfG, das das TSG durchlöchert hat wie einen Schweizer Käse, alles grundgesetzwidrige Paragraphen. Die angemahnte Reformierung hat die Bundesregierung aber nicht in Angriff genommen.

    Die Forderungen des Europarats gehen ganz klar auch an Deutschland, das in dieser Resolution auch mehrfach genannt wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 ursus
  • 23.04.2015, 12:56h
  • Antwort auf #3 von Markus44
  • du hast offensichtlich keine ahnung von dem, was du hier schönredest, gerd.

    >"dass Personen schnell und transparent eine Änderung ihres Geschlechts und Namens in amtlichen Dokumenten erlangen können, "basierend auf Selbstbestimmung" und ohne den Zwang zu medizinischen Behandlungen oder psychologischen Begutachtungen."

    davon sind wir in deutschland meilenweit entfernt. das ist dir offensichtlich nicht klar.

    wie erheblich die einschränkungen, die demütigungen, die aufwendungen an zeit und geld sind, die der unsinnige behandlungs- und begutachtungszwang mit sich bringt, können wir cis-leute uns wohl nur ansatzweise vorstellen. das kostet einige menschen jahre ihrer lebenszeit, oft gerade in jenen jahren, in denen sie ihre energie eigentlich für die berufsausbildung parat haben sollten. ein erschreckend großer teil bezahlt das mit dem dauerhaften finanziellen absturz, ein teil mit suizid.

    und allen (!) wechselnden regierungen ist das seit jahrzehnten egal. betrifft ja keine entscheidende wähler_innengruppe.

    für mich sind die gesetze, die transsexuelle und transgender zwangsbehandlungen unterziehen und die weiterhin die verstümmelung von intersexuellen kleinkindern erlauben, ein beleg dafür, welche gewalt dem system der heteronormativität immer noch innewohnt. der pathologische zwang, jeden menschen zu jedem zeitpunkt in eines von genau zwei schächtelchen einsortieren zu können, geht notfalls über leichen. das betrifft, wie wir wissen, auch die suizide unter queeren jugendlichen.

    dass die folgen dieser gewalt immer noch so locker ignoriert oder wissentlich in kauf genommen werden, dass es weder gesetzgeber_innen noch bürger_innen noch medien so wirklich interessiert, das ist alles andere als ein gutes zeichen für unsere gesellschaft als ganze.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#8 TheDadProfil
  • 23.04.2015, 15:13hHannover
  • Antwort auf #3 von Markus44
  • ""Schön das wir die Forderungen des Europarates in bezug auf die Rechte der Trans-Personen weitestgehend in Deutschland umgesetzt haben, weil es sehr gute Urteile des BVerfG in Karlsruhe gab, von denen eine Reihe die deutsche Anwältin Sabine Augstein durchgefochten hat. ""..

    Wie absurd..
    Die Urteile sind erstritten, stimmt..

    Aber die Umsetzung ist nicht erfolgt..

    Das so genannte Transsexuellen-Gesetz das vom BVG in Teilen als Verfassungswidrig bezeichnet wurde, ist immer noch unverändert in Kraft !

    Realitäten zu beschreiben sind nicht Deine Stärke !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#9 ursus
  • 23.04.2015, 16:46h
  • Antwort auf #8 von TheDad
  • >"Das so genannte Transsexuellen-Gesetz das vom BVG in Teilen als Verfassungswidrig bezeichnet wurde, ist immer noch unverändert in Kraft !"

    nun, genau genommen wurde es teilweise ergänzt, teilweise werden die als verfassungsfeindlich erkannten teile eben nicht mehr angewandt.

    es fehlt natürlich eine echte reform bzw. streichung. wie gesagt: das gesetz geht grundsätzlich immer noch davon aus, dass man transsexuelle und transgender vor ihren eigenen entscheidungen durch gutachter_innen und ärzt_innen schützen müsse. als sei zu befürchten, dass ein genderchaos ausbricht, wenn einfach jede*r selber feststellen dürfe, welches geschlecht er*sie hat.

    das hat alles keine rationale grundlage.

    oder kann mir jemand einen rationalen grund nennen, weshalb ich nicht einfach meinen personenstand ändern dürfte, wenn ich das wollte?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#10 Janana
  • 23.04.2015, 16:54h
  • Viele der Dinge, die hier in der Resolution festgestellt wurden, sind Dinge, die das BVerfG bereits aus dem Grundgesetz abgeleitet hat. Es ist, wie angemerkt wurde, nicht die Regierung, die diese Rechte umgesetzt hat, sämtliche Entscheidungen des BVerfG haben nur die Verfassungswidrigkeit bestehender Gesetze festgestellt und diese konnte daraufhin nicht angewandt werden.

    Ich bezweifle, dass die Regierung ihren Hintern jetzt hochbekommen wird und endlich reagieren. Es sieht danach aus, als würde der nächste Versuch einer Neuregelung bereits im Vorfeld scheitern, denn für den Juni war das erste Treffen einer interministeriellen Arbeitsgruppe geplant. Die Ideen mit denen Vertreter der Parteien dort hinein sind, sind in großen Teilen noch noch weit hinter dem zurückgeblieben, was der Europarat nun gefordert hat.

    Rechtsexperten werden unter anderem festgestellt haben, dass alle Ideen, das bestehende Verfahren zu "vereinfachen" bereits heute verfassungswidrig sind - nach gestern nicht nur verfassungs, sondern auch offen menschenrechtswidrig.

    Was wird die Regierung machen? Erstmal auf dem Schweizer Käse namens TSG sitzenbleiben.

    Es wird weiter die Anstrengungen von Einzelpersonen benötigen, die sich durchklagen, um weiter verfassungs- und menschenrechtsfeindliche Regelungen des TSG und SGB auseinanderzunehmen, bis nichts mehr übrig ist. Vielleicht ist der Scherbenhaufen dann eines Tages so groß und Deutschland links und rechts von einem nach dem anderen europäischen Staat überholt, dass es zähneknirschend eine Gesetzgebung umsetzen werden muss...

    Ich persönlich frage mich, wie die Resolution konkret die Chancen erhöht, in privaten Klagen durch die Instanzen zu seinem Recht zu kommen. Wird es nötig sein, sich bis zum Menschenrechtsgerichtshof durchzuklagen?
  • Antworten » | Direktlink »
#11 FreeyourgenderProfil
  • 23.04.2015, 17:12hBamberg
  • Antwort auf #9 von ursus
  • Das Patriarchat.
    Es verbietet, ohne sich selbst zu neutralisieren,
    dass ein Penis unter einen Rock wandert,
    und dass dieser Mensch eine Frau sein darf.
    Für mich eine der Hauptintentionen des Operationszwangs vor 2011 im TSG und des Anliegens, Babies umoperieren zu wollen.
    Der Genitalismus und das Patriarchat bedingen sich gegenseitig.
    Desshalb kämpfen wir, wenn wir Geschlechter ausserhalb der Genitalien definieren, immer auch gegen patriarche soziokulturelle Mechanismen.
    Die Tabuisiierung von Intersexuellen gehört ebenfalls in dieses Intentions-Spektrum.
    Der Feminismus, der gegen das Patriarchat kämpft, ist daher - oft leider ungewollt - ein Verbündeter in der Genderdebatte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#12 Markus44Anonym
  • 23.04.2015, 17:14h
  • Antwort auf #8 von TheDad
  • @TheDad
    Die Texte anderer Autoren zu lesen, war noch nie Deine Stärke, gell.

    Ich hatte auf die GUTEN URTEILE des BVerfG hingewiesen und auf den sehr guten Einsatz der Rechtsanwältin Sabine Augstein !!! Auf diese Urteile kann sich jeder berufen.

    Zum Thema "Transsexuellengesetz" hatte ich mich hingegen nicht geäußert !!!

    Das das TSG überarbeitet werden muss und die Urteile des BVerfG hineingearbeitet werden müssen, steht ausser Zweifel.

    Wie immer leidest Du unter Leseschwäche, TheDad.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#13 Markus44Anonym
  • 23.04.2015, 17:18h
  • Antwort auf #7 von ursus
  • urusus alias Verfasser des Textes
    "du hast offensichtlich keine ahnung von dem, was du hier schönredest,..."

    Sorry das weiß ich sehr wohl und hatte daher ausdrücklich die Urteile des BVerfG in den Mittelpunkt meiner Antwort gestellt und auf das lobenswerte Engagement von Sabine Augstein hingewiesen.

    Zum TSG hatte ich mich in meinem ersten Statement nicht geäußert. UND klar natürlich gehören die Urteile des BVerfG im TSG hineingearbeitet.

    ALSO ursus Du leidest wie TheDad an Leseschwäche und solltest dringend erstmal rekapitulieren, was andere Autoren schreiben.

    ODER willst Du etwa bestreiten, dass das Wirken von Sabine Augstein und die Urteile des BVerfG nicht von Bedeutung sind ??? Wenn das der Fall ist, bist Du es, der hier keine Ahnung beim Thema hat.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#14 TheDadProfil
  • 23.04.2015, 15:32hHannover
  • Antwort auf #9 von ursus
  • ""oder kann mir jemand einen rationalen grund nennen, weshalb ich nicht einfach meinen personenstand ändern dürfte, wenn ich das wollte?""..

    Die einzige Frage die mich da bewegte, wäre :
    Wie häufig ?

    ""teilweise werden die als verfassungsfeindlich erkannten teile eben nicht mehr angewandt.""..

    Das die trotzdem bestehen, und nicht durch anderes, "vernünftigeres" Recht ersetzt werden, macht den Skandal ja nicht kleiner..

    ""dass man transsexuelle und transgender vor ihren eigenen entscheidungen durch gutachter_innen und ärzt_innen schützen müsse.""..

    Da stellt sich dann hier zukünftig die Frage, inwieweit sich das verändern kann, wenn die WHO das von der Liste der Krankheiten streicht (oder gerade gestrichen hat ?)..
    Wie werden dann hier die deutschen Krankenkassen verfahren ?

    Bei der "deutschen gründlichkeit" ist doch dann eher zu befürchten, wie auch schon die Maltesische Abgeordnete angemahnt hat, das die sich sagen, "was nicht krank ist, muß nicht behandelt werden", und streichen die Kostenübernahme aus dem Katalog..

    Damit wäre wohl niemandem geholfen..
    Im Gegenteil..
    Ähnliches gilt ja auch für Intersex-Menschen..

    Es müssen dringend vernünftige Regeln gefunden werden die eine Entscheidung des Individuum´s Rechnung tragen, und nicht auf der Basis von Mehrheiten letztlich irgendwelchen Druck auf diese ausüben..

    Dazu gehört mMn nach auch die Begleitung der Menschen durch diesen Prozess hindurch, der verpflichtend bleiben sollte, denn ich bezweifle dass man einen solchen Prozess der Selbst-Findung und -Werdung ohne vernünftige Psychologische Begleitung durchstehen kann..

    Diese Psychologen dürfen aber eben nicht die Entscheidung darüber treffen, ob oder ob nicht operative Möglichkeiten zur Verfügung stehen..
    Das dürfen nur die Betroffenen selber entscheiden..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#15 Katrin
  • 23.04.2015, 17:33h
  • In Deutschland gilt für transsexuelle Personen die umgekehrte Beweislast. Kein Mensch würde z.B. erwarten, dass ein Mensch mit einem gebrochen Bein dies dem Arzt beweisen muss und dazu einen Test über eine Dauer von einem Jahr absolvieren muss, oder dass jemand mit Kopfschmerzen ein Jahr und länger auf sein Rezept warten muss um zu beweisen, dass man wirklich Kopfschmerzen hat. Nur Transsexuelle müssen ihr Geschlecht unter menschenunwürdigen Bedingungen und zu hohen persönlichen Kosten beweisen. Und in dieser Legislaturperiode wird sich definitiv nichts ändern. Warum ist bei deutschen Politikern der Hass auf Minderheiten so groß, so dass wir zusammen mit Italien das letzte westeuropäische Land sind in dem Schwule und Transsexuelle noch immer vor dem Gesetz diskriminiert werden? Sind unsere Politiker immer noch mehr dem Faschismus angetan als den Menschenrechten?
  • Antworten » | Direktlink »
#16 Janana
  • 23.04.2015, 17:33h
  • Antwort auf #13 von Markus44
  • Ich würde sagen, das TSG gehört weg. Es ist eine Sondergesetzgebung, die uns zu Ausnahmen macht. Aber genau die Gleichstellung ist das, was der Europarat fordert. Wenn man sämtliche menschenrechts- und verfassungwidrigen Teile herausnimmt, kommt heraus, dass nicht mehr viel übrigbleibt. Stattdessen gehört es z.B. in das Namens- und Personenstandsrecht eingearbeitet sowie in Antidiskriminierungsgesetze (und viele andere), sowie in SGB (Medizin, etc...). Die Resolution geht noch weiter - sie fordert dass die gesamten Landesgesetzgebungen überarbeitet werden und diskriminierende Verweise auf Geschlecht korrigiert werden. Genau das ist aber bei deutschem Recht ein immenser Aufwand, den die Rechtsexperten scheuen werden. Leider bin ich keine Rechtsexpertin, abre in der Praxis ist es vermutlich noch viel viel komplizierter...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#17 ursus
  • 23.04.2015, 16:07h
  • Antwort auf #14 von TheDad
  • >"Die einzige Frage die mich da bewegte, wäre : Wie häufig ?"

    wie oft wäre denn okay? und wer sollte das entscheiden, außer den betroffenen selbst? und von wie vielen menschen reden wir hier, dass das ein gesellschaftliches problem werden könnte? wir wollen doch hier über reale probleme reden und nicht über erfundene schreckensszenarien, oder?

    "Wie werden dann hier die deutschen Krankenkassen verfahren ?"

    mit der personenstandsänderung müssen die kassen sowieso nichts zu tun haben, das geht nur die person und den staat etwas an. die kassen sollten sich eher freuen, wenn die ganzen gutachten wegfielen.

    was operationen und therapeutische begleitung angeht, muss eine lösung gefunden werden, die ohne pathologisierung auskommt. dass das mit den kassen zu konflikten kommen könnte, ist mir klar, aber es kann ja wohl nicht angehen, dass ein gesundheitssystem hilfeleistungen von vorheriger stigmatisierung abhängig macht.

    >"Dazu gehört mMn nach auch die Begleitung der Menschen durch diesen Prozess hindurch, der verpflichtend bleiben sollte, denn ich bezweifle dass man einen solchen Prozess der Selbst-Findung und -Werdung ohne vernünftige Psychologische Begleitung durchstehen kann.."

    das werden die betroffenen wohl am besten selber entscheiden können. ein therapiezwang ist demütigend, stigmatisierend und im übrigen auch für den therapieerfolg KONTRAPRODUKTIV.

    man kann außerdem sehr viele situationen am besten mit einer therapie überstehen: burn-out, depressionen, todesfälle, gewalterfahrungen ... wen sollen wir deiner meinung nach noch alles in zwangstherapie schicken?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#18 ursus
  • 23.04.2015, 18:15h
  • Antwort auf #3 von Markus44
  • >"Es ist daher erfreulich, das Deutschland infolge der BVerfG Urteile hier sich durchaus in bezug auf die Rechte von Trans-Personen innerhalb Europas "sehen" lassen kann."

    darauf bezog ich mich. und nein, mit einem stigmatisierenden, pathologisierenden, demütigenden und zwang ausübenden gesetz, das - ich möchte es noch einmal betonen - einige ohnehin schon labile menschen in die nähe eines suizides bringt, kann sich deutschland NICHT "sehen lassen". und mir ist scheißegal, ob es in anderen ländern NOCH schlimmer zugeht.

    ich möchte hier übrigens noch anmerken, dass ich nicht beabsichtige, alle transsexuellen und transgender als labil, suizidgefährdet oder sonstwie als reine "opfer" darzustellen. ich kenne einige, die die mühlen von gesundheitssystem und bürokratie einigermaßen heil durchlebt haben und phantastische, starke persönlichkeiten sind. aber ich finde es wichtig, auf die negativen auswirkungen unseres systems in aller klarheit hinzuweisen.

    da kommen menschen unter die räder. und das ließe sich ändern, wenn wir es nur wollten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#19 ursus
  • 23.04.2015, 18:20h
  • Antwort auf #12 von Markus44
  • >"Das das TSG überarbeitet werden muss und die Urteile des BVerfG hineingearbeitet werden müssen, steht ausser Zweifel."

    wie gesagt: du hast nicht verstanden, worum es geht. die urteile des BVerfG reichen eben nicht aus. sie kratzen nur an der oberfläche des unrechts.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#20 Katrin
#21 ursus
#22 Katrin
  • 23.04.2015, 17:09h
  • Antwort auf #21 von ursus
  • Das Gesetz verlangt für die Feststellung der Transsexualität eine gerichtliche Entscheidung wenn es um hoheitliche Entscheidungen geht und weist dem Gericht ein Gutachten als Basis des Gerichtsbeschlusses zu. Eigentlich sollte man erwarten, dass ein Gutachter maximal ein Gespräch von einer Stunde benötigt um die Transsexualität zusammen mit einer Prognose zu begutachten. Zusammen mit einem Bericht sollte dies vielleicht 100 oder 150 Euro kosten. Aber anders als bei vielen anderen Gutachteranfragen wird hier kein Kostenrahmen vorgegeben, sondern alles im Ermessensspielraum des Gutachters belassen. Und so kommt es das Gutachten mitunter mehrere 1000 Euro kosten. Ich lasse bewusst Stories weg, wo Gutachter auch noch anzüglich werden und behandele hier auch nicht die vom BVG bereits weggeschossenen Auswüchse.

    Das Kernproblem ist, dass der Gutachter alle Informationen vom zu Begutachtenden bekommt und da stellt sich die Frage, welchen Zusatznutzen ein Gutachten bringt. Da kann sich die Transsexuelle Person doch gleich dem Gericht ohne Gutachter offenbaren. Und es stellt sich die Frage, welchen Zusatznutzen der Gerichtsbeschluss bringt, insbesondere da das Gericht, bis auf die Ausfertigung des Beschlusses keine weiteren Aktionen durchführt? Eigentlich auch keinen!

    Man könnte sich daher getrost, wie auch in anderen Ländern üblich, mit einer Erklärung der transsexuellen Person einem Urkundsbeamten gegenüber zufrieden geben. Das würde der transsexuellen Person einen mühevollen und zuweilen leidvollen und teuren und zeitaufwendigen Weg ersparen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#23 TheDadProfil
  • 23.04.2015, 17:45hHannover
  • Antwort auf #17 von ursus
  • ""wie oft wäre denn okay? ""..

    Keine Ahnung..
    Auf jeden Fall nicht jede Woche, jeden Monat, jedes Jahr..
    Eine therapeutische Begleitung kann hier helfen..

    Sarkasmus..
    Und gleich noch einmal hinterher :
    ""aber es kann ja wohl nicht angehen, dass ein gesundheitssystem hilfeleistungen von vorheriger stigmatisierung abhängig macht.""..

    Ist das nicht immer so ?
    Wenn es en vogue wäre Epileptische Anfälle zu haben, würden diese Menschen auch keine Therapie erhalten..

    Anders herum ist Ritalin ein Epilepsie-Medikament, und man verteilt es munter Kilo-Weise an ADHS-Kinder und Jugendliche, weil man deren munteres Wesen für ein Anfalls-Leiden hält..

    ""ein therapiezwang ist demütigend""

    Es besteht ein Unterschied zwischen Psychotherapeutischer Begleitung und eine "Zwangstherapie"..
    Er liegt zumeist im formuliertem Therapie-Ziel, das bei einer "normalen" Psychotherapie auch nur scheinbar von beiden Beteiligten ausformuliert wird..
    Es wird letztlich durch den Therapeuten bestimmt..
    Oft sogar von gar nicht an der Therapie beteiligten Personen beeinflusst..
    Und ich weiß aus persönlicher Erfahrung wovon ich da rede..

    Ich halte es hier für angemessen das Therapie-Ziel vom Betroffenen vorgeben zu lassen, was zugegebenermaßen sehr hohe Anforderungen an den Therapeuten stellt, der dann eher so eine Art Mischung aus Sozial-Arbeiter und Therapeut einnimmt..
    Eigentlich eher so eine Art Buddy..

    Übrigens ist hier in Bezug auf den Therapeuten die Stigmatisierung eine gesellschaftliche Frage, denn in den USA gilt es schon fast als Stigma keinen Therapeuten zu haben..

    Eine Antwort auf Deinen letzten Absatz hat sich damit fast erübrigt..
    Ich will auch keine Zwangs-Therapien für niemanden, aber ungehinderten Zugang für jeden..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#24 ursus
  • 23.04.2015, 20:05h
  • Antwort auf #22 von Katrin
  • danke für die antwort, katrin.

    seltsam finde ich, dass da offenbar ziemlich viel raum für willkür der gutachter_innen gelassen wurde. aber bloß kein millimeter freiheit für die betroffenen.

    >"da stellt sich die Frage, welchen Zusatznutzen ein Gutachten bringt."

    ich spekuliere mal: ein signal setzen, dass hier niemand einfach mal selbst über ihre*seine identität entscheiden darf. wenn schon jemand das zugeordnete kästchen verlassen darf, dann muss das gefälligst unter expert_innenaufsicht passieren! wo kämen wir hin, wenn wir den leuten die entscheidung über ihre identität einfach selber überließen?

    der zusatznutzen ist also rein symbolischer natur: ein zeichen der macht, die unterwerfung fordert. dass das mit einem modernen staats- und gesellschaftsverständnis nichts zu tun hat, darüber müssen wir ja vermutlich nicht streiten.

    das ist auch ein grund, weshalb ich finde, dass diese gesetze nicht nur transsexuelle und transgender etwas angehen: an diesem gesetz werden defizite unserer gesellschaft deutlich, die uns alle betreffen. es geht um grundsatzfragen zum verhältnis staat <-> bürger*innen.

    außerdem gibt's ja schöne honorare für die gutachter_innen, und ich könnte mir vorstellen, dass einige von denen, die da profitieren, selber an den regelungen mitgeschraubt haben.

    a propos: wer bezahlt die eigentlich?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#25 TheDadProfil
  • 23.04.2015, 20:06hHannover
  • Antwort auf #12 von Markus44
  • ""Ich hatte auf die GUTEN URTEILE des BVerfG hingewiesen und auf den sehr guten Einsatz der Rechtsanwältin Sabine Augstein !!! Auf diese Urteile kann sich jeder berufen.

    Zum Thema "Transsexuellengesetz" hatte ich mich hingegen nicht geäußert !!!""..

    Ach so..
    Die Urteile haben mit dem Gesetz also gar nichts zu tun ?

    Ja, dann ist das natürlich klar..

    ""Wie immer leidest Du unter Leseschwäche, TheDad.""..

    Tatsächlich ?

    Was stimmt denn dann daran nicht :

    ""Wie absurd..
    Die Urteile sind erstritten, stimmt..

    Aber die Umsetzung ist nicht erfolgt..""..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#26 TheDadProfil
  • 23.04.2015, 20:08hHannover
  • Antwort auf #20 von Katrin
  • Kannst Du das mal konkretisieren ?
    Was stimmt an der Forderung nicht :

    ""Es müssen dringend vernünftige Regeln gefunden werden die eine Entscheidung des Individuum´s Rechnung tragen, und nicht auf der Basis von Mehrheiten letztlich irgendwelchen Druck auf diese ausüben..""..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#27 ursus
  • 23.04.2015, 21:29h
  • Antwort auf #23 von TheDad
  • kannst du dich entscheiden, ob du "keinen druck ausüben" oder "verpflichtende therapien" beibehalten willst? beides schließt einander nämlich offenkundig aus.

    >"Ich halte es hier für angemessen das Therapie-Ziel vom Betroffenen vorgeben zu lassen, was zugegebenermaßen sehr hohe Anforderungen an den Therapeuten stellt"

    du liebe güte, das sollte doch wohl der normale standard jeder therapie sein.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#28 Katrin
#29 Katrin
  • 23.04.2015, 20:23h
  • Antwort auf #26 von TheDad
  • Mal davon abgesehen, dass die bestehenden Regeln der Diskriminierung dienen und somit abgeschafft und nicht ersetzt werden müssen, folgt nach Deinem Selbstzitat im nächsten Satz die Forderung nach einer verpflichtenden psychologischen Begleitung und später folgt die Qualifizierung, dass der Patient das Ziel der Therapie selber bestimmen darf.

    Vielleicht hilft ein Beispiel: Alle dürfen Kinder machen und aufziehen, ob Deutsche oder Ausländer, Dumme oder Schlaue, Homosexuelle oder Katholiken, aber wenn so weltbewegende Wünsche aufkommen, wie es die Namensänderung einer transsexuellen Person ist, oder deren Selbstfindung, dann ist verpflichtende Psychiatrie angesagt. Nee, ist es nicht!!!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#30 TheDadProfil
  • 24.04.2015, 00:16hHannover
  • Antwort auf #27 von ursus
  • ""kannst du dich entscheiden, ob du "keinen druck ausüben" oder "verpflichtende therapien" beibehalten willst?""..

    Kannst Du Bitte zur Kenntnis nehmen das die BEGLEITUNG durch einen Psychotherapeuten KEINE Therapie in der klassischen Form ist ?

    ""du liebe güte, das sollte doch wohl der normale standard jeder therapie sein.""..

    Eigene Erfahrungen dazu gemacht ?
    Ist Dir bekannt das die Mehrzahl aller Patienten den Therapeuten im Schnitt 3 mal wechselt bevor die Therapie überhaupt so richtig in "Gang kommt" ?

    Mein erster Therapeut hat negiert das man Jungs missbrauchen kann..
    Der Zweite kam nicht damit klar das eine Frau die Täterin war, und unterstellte eine Form von Ödipalem Beziehungs-Wunsch zu einer fremden älteren Frau..
    Der Dritte war ein Arsch der mit Schwulen Männern nicht klar kam..

    Allgemein werden Therapie-Ziele in die Richtung formuliert die dazu dienen innerhalb der "normalen Gesellschaft" zu funktionieren, und nicht weiter aufzufallen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#31 TheDadProfil
  • 24.04.2015, 00:25hHannover
  • Antwort auf #29 von Katrin
  • ""Mal davon abgesehen, dass die bestehenden Regeln der Diskriminierung dienen und somit abgeschafft und nicht ersetzt werden müssen""..

    Das diese Regeln diskriminieren hat doch keiner in Abrede gestellt..
    Aber Du denkst ernsthaft das eine "regel-loser" Zustand herbeiführbar WÄRE, der den Betroffenen dann Zugang zu medizinischen Hilfen ermöglichte ?

    Was ist an meinem Satz eigentlich so unverständlich ?
    Oder WOLLT ihr mich hier falsch verstehen ?

    Eine BEGLEITUNG durch einen Psychotherapeuten ist keine klassische Therapie !

    Aus dem Grund habe ich dazu geschrieben das dort eine Art BUDDY-Funktion erfüllt werden sollte !

    Da war weder von Zwangstherapie NOCH von Psychiatrie die Rede !

    Vor Gericht nimmt man sich auch einen ANWALT der in MEINEM SINNE arbeitet, und die Erfahrung mit unserer Gesellschaft läßt mich hier eher von einer Verpflichtung sprechen, weil es freiwillige Möglichkeiten auf Kosten des Staates oder der Krankenkassen nicht gibt !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#32 ursus
  • 24.04.2015, 13:43h
  • Antwort auf #30 von TheDad
  • wenn es wirklich sinnvoll wäre, dass der staat die probleme von transsexuellen und transgendern mithilfe von verpflichtender "psychologischer begleitung" löst, dann müssten wir wohl eher die mehrheit der cissexuellen zu dieser begleitung verpflichten und nicht die trans-leute. aber spaß beiseite.

    nimm's mir bitte nicht übel, thedad, aber ich finde es etwas ermüdend, wie du jetzt mit wortklaubereien darüber, was (deiner meinung nach) eine therapie von einer "psychologischen begleitung" unterscheidet, vom eigentlichen problem ablenkst. eine "verpflichtung" bleibt eine zwangsmaßnahme. oder redest du vielleicht auch gar nicht von einer "pflicht", sondern von einem "dringend nahegelegten angebot unter verweis auf eventuelle negative konsequenzen bei ablehnung"?

    solche zwangsmaßnahmen sind (ich erwähnte es, aber du gingst nicht darauf ein) kontraproduktiv für das angeblich angestrebte ziel, weil der zwang den erfolg erheblich mindert.

    verpflichtende therapien (oder was auch immer) werden nicht nur von mir, sondern von einem erheblichen teil der betroffenen abgelehnt.

    wissen diese betroffenen nur nicht, was gut für sie ist? muss man da allen ernstes mit einem "du willst es doch auch?" daherkommen? ich finde diese art von paternalismus, gelinde gesagt, irritierend.

    wenn der staat einem teil seiner bürger_innen die eigenverantwortung für psychologische hilfesuche aus den händen nehmen will, dann muss das sehr gut begründet sein. es muss klar sein,

    1. dass die maßnahmen wirklich helfen und nicht in vielen einzelfällen noch mehr schaden anrichten. das ist hier m.e. nicht der fall.

    2. dass man nicht einen teil der bevölkerung anders behandelt als einen anderen. da wären also auch die von mir schon erwähnten anderen gruppen dran.
    in einem staat, der jede gruppe, die psychologische hilfe vielleicht gut vertrüge, aber selber gar nicht möchte, verpflichtend in die hände von "expert_innen" schickt, möchte ich aber nicht leben. und in einem staat, der das nur mit einer einzelnen gruppe tut, auch nicht.

    3. dass die maßnahme auch entsprechende infrastruktur vorfindet. du weist mit recht auf die probleme mit (vielen) einzelnen therapeut_innen hin, und da gäbe es noch vieles andere zu kritisieren, z.b. die mangelnde wahlfreiheit durch therapeut_innenknappheit. das resultat ist bereits heute, dass viele trans-leute therapien bei "expert_innen" erdulden, gegen die sie sich aus guten gründen innerlich sträuben. sie müssen aber weitermachen, weil sie sonst ihren angestrebten weg komplett verbaut sehen würden.

    und selbst, wenn (in einigen jahrzehnten?) das angebot an kompetenten psycholog_innen da wäre, fände ich es immer noch falsch, menschen da zwangsweise hinzuschubsen. im gegenwärtigen zustand der psychologischen hilfsangebote ist es verheerend.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#33 TheDadProfil
  • 24.04.2015, 14:03hHannover
  • Antwort auf #32 von ursus
  • ""oder redest du vielleicht auch gar nicht von einer "pflicht", sondern von einem "dringend nahegelegten angebot unter verweis auf eventuelle negative konsequenzen bei ablehnung"?""..

    Das trifft es schon ziemlich gut..
    Der Gang durch die Institutionen wird doch nicht "ersatzlos" abgeschafft, wenn ein Gesetz sich ändert..
    Das zu denken wäre illusorisch..

    Ich verstehe auch die angeführten Punkte..
    Die beschreiben aber alle die vorliegende Situation..

    Der ungehinderte Zugang zu Begleitung im Prozess muß aber tatsächlich "verordnet" werden, weil die Widerstände der Gesellschaft dazu führen werden, diese möglichen Hilfen zu verunmöglichen, frei nach dem Motto, "wenn die machen können, was sie wollen, dann brauchen die auch keine hilfen dabei"..

    Vielleicht habe ich mich da auch missverständlich ausgedrückt, und auch Fragen nicht als solche deklariert..
    Aber ich finde es falsch mich hier in die Position des Gegners einzusortieren, nur weil ich Vorschläge gemacht habe die vielleicht auf den ersten Blick wie Zwangsmaßnahmen daherkommen mögen, aber keine sind..

    Ich komme als Krankenpfleger und Pädagogischer Mitarbeiter der für Kinder und Jugendliche mit Handicap arbeitet aus einer völlig anderen Richtung auf Problematiken zu, wie sie wohl die meisten Menschen nicht gehen würden..
    Die Buddy-Funktion ist originär darauf ausgelegt Barrieren aufzubrechen und zu beseitigen, die der Betroffenen alleine nicht bewältigen kann..

    Da ist kein Platz für ein "du willst es doch auch"..
    Das orientiert sich hin auf ein "was willst du, und was kann ich dazu tun, das ziel erreichbar zu machen?"..

    Gesellschaft zu verändern geht nicht ohne Hilfen für die Betroffenen, das zeigen Erfahrungen aus dem Bereich selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Handicap, und Bemühungen zur Inklusion und Integration..
    Und damit soll NICHT gesagt sein, das Trans-Menschen krank sind, sondern durch die Gesellschaft behindert werden..
    Das kann man mMn nach nicht ohne Psychotherapeutische Hilfen oder Buddy-Funktionen, wie wir sie schon beispielsweise aus der AIDS-Therapie kennen, ablaufen..
    Assistenz-Leistungen sind kein "Eingriff" in die freie Gestaltung des Lebens..
    Wer das glaubt, kennt sie nicht wirklich..

    Natürlich verstehe ich den Einwand den viele Trans-Menschen wohl mit Recht gegen Psychotherapien erheben..
    Der richtet sich aber gegen die bestehende Form, die letztlich immer auf ein Gutachten hinausläuft, und die Entscheidung von außen "legitimiert"..
    Daher dachte ich aber, mein Einwand, die Hinwendung auf die Entscheidung müsse Individualisiert dem einzelnem Betroffenem zugewandt, und die Entscheidungs-Funktion des Systems beendet werden, hätte klar gemacht, wer hier Entscheidungen zu treffen hätte !?..
    Mithin die Abschaffung der "Erlaubnis von außen"..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#34 ursus
  • 24.04.2015, 17:30h
  • Antwort auf #33 von TheDad
  • >"Der ungehinderte Zugang zu Begleitung im Prozess muß aber tatsächlich "verordnet" werden, weil die Widerstände der Gesellschaft dazu führen werden, diese möglichen Hilfen zu verunmöglichen, frei nach dem Motto, "wenn die machen können, was sie wollen, dann brauchen die auch keine hilfen dabei".."

    das ist eine reine spekulation. auch die bisherige inanspruchnahme von therapie (aus anderen gründen) ist in aller regel FREIWILLIG und wird "trotzdem" bezahlt. ich sehe nicht den geringsten grund, anzunehmen, dass das bei transmenschen plötzlich anders ablaufen sollte.

    >"nur weil ich Vorschläge gemacht habe die vielleicht auf den ersten Blick wie Zwangsmaßnahmen daherkommen mögen, aber keine sind"

    du hast von "verpflichtend" gesprochen. wenn damit angeblich gar keine verpflichtung gemeint war, ja, dann war das allerdings ziemlich missverständlich. wundert dich das jetzt?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#35 BerniceAnonym
  • 10.06.2015, 23:44h

  • Voll überfällig...ich wurde vor 3 Jahren operiert...aber Deutschland erkenn meine Entscheidung nicht an...Seit 3 Jahren kein Pass auf meine neue Identität erhalten...
    Soviel zum Selbstbestimmungsrecht..und der sogenannten Unantastbarkeit der Menschenwürde. .voll bigottes System, dieser...äähh Rechtsstaat. .?
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel