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Kommentare zu:
Europarat: Historische Resolution für Rechte von Trans-Personen


#31 TheDadProfil
  • 24.04.2015, 00:25hHannover
  • Antwort auf #29 von Katrin
  • ""Mal davon abgesehen, dass die bestehenden Regeln der Diskriminierung dienen und somit abgeschafft und nicht ersetzt werden müssen""..

    Das diese Regeln diskriminieren hat doch keiner in Abrede gestellt..
    Aber Du denkst ernsthaft das eine "regel-loser" Zustand herbeiführbar WÄRE, der den Betroffenen dann Zugang zu medizinischen Hilfen ermöglichte ?

    Was ist an meinem Satz eigentlich so unverständlich ?
    Oder WOLLT ihr mich hier falsch verstehen ?

    Eine BEGLEITUNG durch einen Psychotherapeuten ist keine klassische Therapie !

    Aus dem Grund habe ich dazu geschrieben das dort eine Art BUDDY-Funktion erfüllt werden sollte !

    Da war weder von Zwangstherapie NOCH von Psychiatrie die Rede !

    Vor Gericht nimmt man sich auch einen ANWALT der in MEINEM SINNE arbeitet, und die Erfahrung mit unserer Gesellschaft läßt mich hier eher von einer Verpflichtung sprechen, weil es freiwillige Möglichkeiten auf Kosten des Staates oder der Krankenkassen nicht gibt !
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#32 ursus
  • 24.04.2015, 13:43h
  • Antwort auf #30 von TheDad
  • wenn es wirklich sinnvoll wäre, dass der staat die probleme von transsexuellen und transgendern mithilfe von verpflichtender "psychologischer begleitung" löst, dann müssten wir wohl eher die mehrheit der cissexuellen zu dieser begleitung verpflichten und nicht die trans-leute. aber spaß beiseite.

    nimm's mir bitte nicht übel, thedad, aber ich finde es etwas ermüdend, wie du jetzt mit wortklaubereien darüber, was (deiner meinung nach) eine therapie von einer "psychologischen begleitung" unterscheidet, vom eigentlichen problem ablenkst. eine "verpflichtung" bleibt eine zwangsmaßnahme. oder redest du vielleicht auch gar nicht von einer "pflicht", sondern von einem "dringend nahegelegten angebot unter verweis auf eventuelle negative konsequenzen bei ablehnung"?

    solche zwangsmaßnahmen sind (ich erwähnte es, aber du gingst nicht darauf ein) kontraproduktiv für das angeblich angestrebte ziel, weil der zwang den erfolg erheblich mindert.

    verpflichtende therapien (oder was auch immer) werden nicht nur von mir, sondern von einem erheblichen teil der betroffenen abgelehnt.

    wissen diese betroffenen nur nicht, was gut für sie ist? muss man da allen ernstes mit einem "du willst es doch auch?" daherkommen? ich finde diese art von paternalismus, gelinde gesagt, irritierend.

    wenn der staat einem teil seiner bürger_innen die eigenverantwortung für psychologische hilfesuche aus den händen nehmen will, dann muss das sehr gut begründet sein. es muss klar sein,

    1. dass die maßnahmen wirklich helfen und nicht in vielen einzelfällen noch mehr schaden anrichten. das ist hier m.e. nicht der fall.

    2. dass man nicht einen teil der bevölkerung anders behandelt als einen anderen. da wären also auch die von mir schon erwähnten anderen gruppen dran.
    in einem staat, der jede gruppe, die psychologische hilfe vielleicht gut vertrüge, aber selber gar nicht möchte, verpflichtend in die hände von "expert_innen" schickt, möchte ich aber nicht leben. und in einem staat, der das nur mit einer einzelnen gruppe tut, auch nicht.

    3. dass die maßnahme auch entsprechende infrastruktur vorfindet. du weist mit recht auf die probleme mit (vielen) einzelnen therapeut_innen hin, und da gäbe es noch vieles andere zu kritisieren, z.b. die mangelnde wahlfreiheit durch therapeut_innenknappheit. das resultat ist bereits heute, dass viele trans-leute therapien bei "expert_innen" erdulden, gegen die sie sich aus guten gründen innerlich sträuben. sie müssen aber weitermachen, weil sie sonst ihren angestrebten weg komplett verbaut sehen würden.

    und selbst, wenn (in einigen jahrzehnten?) das angebot an kompetenten psycholog_innen da wäre, fände ich es immer noch falsch, menschen da zwangsweise hinzuschubsen. im gegenwärtigen zustand der psychologischen hilfsangebote ist es verheerend.
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#33 TheDadProfil
  • 24.04.2015, 14:03hHannover
  • Antwort auf #32 von ursus
  • ""oder redest du vielleicht auch gar nicht von einer "pflicht", sondern von einem "dringend nahegelegten angebot unter verweis auf eventuelle negative konsequenzen bei ablehnung"?""..

    Das trifft es schon ziemlich gut..
    Der Gang durch die Institutionen wird doch nicht "ersatzlos" abgeschafft, wenn ein Gesetz sich ändert..
    Das zu denken wäre illusorisch..

    Ich verstehe auch die angeführten Punkte..
    Die beschreiben aber alle die vorliegende Situation..

    Der ungehinderte Zugang zu Begleitung im Prozess muß aber tatsächlich "verordnet" werden, weil die Widerstände der Gesellschaft dazu führen werden, diese möglichen Hilfen zu verunmöglichen, frei nach dem Motto, "wenn die machen können, was sie wollen, dann brauchen die auch keine hilfen dabei"..

    Vielleicht habe ich mich da auch missverständlich ausgedrückt, und auch Fragen nicht als solche deklariert..
    Aber ich finde es falsch mich hier in die Position des Gegners einzusortieren, nur weil ich Vorschläge gemacht habe die vielleicht auf den ersten Blick wie Zwangsmaßnahmen daherkommen mögen, aber keine sind..

    Ich komme als Krankenpfleger und Pädagogischer Mitarbeiter der für Kinder und Jugendliche mit Handicap arbeitet aus einer völlig anderen Richtung auf Problematiken zu, wie sie wohl die meisten Menschen nicht gehen würden..
    Die Buddy-Funktion ist originär darauf ausgelegt Barrieren aufzubrechen und zu beseitigen, die der Betroffenen alleine nicht bewältigen kann..

    Da ist kein Platz für ein "du willst es doch auch"..
    Das orientiert sich hin auf ein "was willst du, und was kann ich dazu tun, das ziel erreichbar zu machen?"..

    Gesellschaft zu verändern geht nicht ohne Hilfen für die Betroffenen, das zeigen Erfahrungen aus dem Bereich selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Handicap, und Bemühungen zur Inklusion und Integration..
    Und damit soll NICHT gesagt sein, das Trans-Menschen krank sind, sondern durch die Gesellschaft behindert werden..
    Das kann man mMn nach nicht ohne Psychotherapeutische Hilfen oder Buddy-Funktionen, wie wir sie schon beispielsweise aus der AIDS-Therapie kennen, ablaufen..
    Assistenz-Leistungen sind kein "Eingriff" in die freie Gestaltung des Lebens..
    Wer das glaubt, kennt sie nicht wirklich..

    Natürlich verstehe ich den Einwand den viele Trans-Menschen wohl mit Recht gegen Psychotherapien erheben..
    Der richtet sich aber gegen die bestehende Form, die letztlich immer auf ein Gutachten hinausläuft, und die Entscheidung von außen "legitimiert"..
    Daher dachte ich aber, mein Einwand, die Hinwendung auf die Entscheidung müsse Individualisiert dem einzelnem Betroffenem zugewandt, und die Entscheidungs-Funktion des Systems beendet werden, hätte klar gemacht, wer hier Entscheidungen zu treffen hätte !?..
    Mithin die Abschaffung der "Erlaubnis von außen"..
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#34 ursus
  • 24.04.2015, 17:30h
  • Antwort auf #33 von TheDad
  • >"Der ungehinderte Zugang zu Begleitung im Prozess muß aber tatsächlich "verordnet" werden, weil die Widerstände der Gesellschaft dazu führen werden, diese möglichen Hilfen zu verunmöglichen, frei nach dem Motto, "wenn die machen können, was sie wollen, dann brauchen die auch keine hilfen dabei".."

    das ist eine reine spekulation. auch die bisherige inanspruchnahme von therapie (aus anderen gründen) ist in aller regel FREIWILLIG und wird "trotzdem" bezahlt. ich sehe nicht den geringsten grund, anzunehmen, dass das bei transmenschen plötzlich anders ablaufen sollte.

    >"nur weil ich Vorschläge gemacht habe die vielleicht auf den ersten Blick wie Zwangsmaßnahmen daherkommen mögen, aber keine sind"

    du hast von "verpflichtend" gesprochen. wenn damit angeblich gar keine verpflichtung gemeint war, ja, dann war das allerdings ziemlich missverständlich. wundert dich das jetzt?
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#35 BerniceAnonym
  • 10.06.2015, 23:44h

  • Voll überfällig...ich wurde vor 3 Jahren operiert...aber Deutschland erkenn meine Entscheidung nicht an...Seit 3 Jahren kein Pass auf meine neue Identität erhalten...
    Soviel zum Selbstbestimmungsrecht..und der sogenannten Unantastbarkeit der Menschenwürde. .voll bigottes System, dieser...äähh Rechtsstaat. .?
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