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Kommentare zu:
Der Fünf-Jahres-Plan des LSVD: Akzeptanz ohne Aber


#1 *USA*Anonym
  • 26.04.2015, 16:51h
  • "Die DDR kehrte 1950 zur alten Fassung § 175 zurück; der § 175a wurde weiterhin angewendet. Ab Ende der 1950er Jahre wurden homosexuelle Handlungen unter Erwachsenen nicht mehr geahndet. 1968 erhielt die DDR ein eigenes Strafgesetzbuch, das in § 151 gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen mit Jugendlichen sowohl für Frauen als auch für Männer unter Strafe stellte. 1988 wurde dieser Paragraph ersatzlos gestrichen. Die Bundesrepublik Deutschland hielt zwei Jahrzehnte lang an den Fassungen der §§ 175 und 175a aus der Zeit des Nationalsozialismus fest. 1969 kam es zu einer ersten, 1973 zu einer zweiten Reform. Seitdem waren nur noch sexuelle Handlungen mit männlichen Jugendlichen unter 18 Jahren strafbar, wogegen das Schutzalter bei lesbischen und heterosexuellen Handlungen bei 14 Jahren lag. Erst nach der Wiedervereinigung wurde 1994 § 175 auch für das Gebiet der alten Bundesrepublik ersatzlos aufgehoben."
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#2 Markus44Anonym
  • 26.04.2015, 16:53h
  • Als Mitglied des LSVD gratuliere ich dem LSVD zu seinem 25. Geburtstag.

    Bei Gründung des Vereins habe ich gerade erst mein Abitur gemacht, aber bereits seit nunmehr 15 Jahren bin ich dort Mitglied und war auf mehreren Verbandstagen auch anwesend.

    Leider konnte ich dieses Jahr nicht vor Ort sein

    Hoffentlich macht der LSVD wieder ein Sitzungstag in Köln, da ist der Weg für mich nicht so weit.

    Bis Berlin muss ich immer quer durch Deutschland reisen...Köln ist für mich einfach näher zu erreichen. Auch Hamburg wäre gut machbar, aber dort fand leider noch nie ein Verbandstag des LSVD statt.
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#3 wohlfahrtAnonym
#4 chöner chelmAnonym
  • 26.04.2015, 17:55h
  • "Sie sind oberflächlich und selbstbezogen. Sie wollen alles sofort und mit aller Macht, sie sind selbstsüchtig und streben die unmittelbare Bedürfnisbefriedigung an, suchen auch Anregungen.

    Sie führen sich theatralisch, dramatisch und lebhaft auf, verhalten sich reaktiv und intensiv, haben einen impressionistischen Sprachstil, sie entwickeln aus subjektiv-sinnlichen Eindrücken ihr Bild der Wirklichkeit. Ihre Körperbewegungen und Ausdrucksweise sollen gefallen. Sie haben eine übermäßige Sorge um ihre äußere Erscheinung."
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#5 stromboliProfil
#6 goddamn liberalAnonym
  • 26.04.2015, 18:11h
  • Antwort auf #4 von chöner chelm
  • So würde Kuby über uns reden, wenn sie reden könnte.

    In Wirklichkeit ist der LSVD ein effektiver kleiner Zuarbeiter im Zivilisationsprozess, in dem die Länder mit Gleichstellung auch allgemein weiter sind als die ohne.

    Das gilt natürlich nicht nur für die Gleichstellung von unsereinem, sondern von jederfrau und jedermann.
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#7 chöner chelmAnonym
#8 FelixAnonym
  • 26.04.2015, 18:32h
  • Sehr löbliche Ziele, aber das hängt natürlich alles von der Politik ab.

    Wenn die SPD wieder mal Frau Merkel (oder irgendeinen Unions-Nachfolger) weitere 4 Jahre im Amt hält, können wir das auch bis nach 2020 alles vergessen...
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#9 DaddyCoolAnonym
  • 26.04.2015, 20:47h
  • Ich war da. Leider würdigt der Artikel den interessantesten Punkt gar nicht.

    Bereits das Grußwort von Minister Maas machte deutlich, dass sogar die Bundesregierung im Bereich Regenbogenfamilien weiter denkt als der LSVD. Peinlich, peinlich... Zudem legte eine Reihe von Einzelmitgliedern einen Antrag zu Regenbogenfamilien vor, der die bisherige Linie des LSVD kritisiert. Dies führte bei den LSVD-Granden des Vorstands zu sichtlicher Schnappatmung.

    Bevor sich aber die "besorgniserregenden Eltern" oder AFDler hier im Forum zu früh freuen sollten: Wesentlicher Ansatz ist, dass es neben dem klassischen Modell Mama-Papa-Kind nicht nur das Familienmodell Mama-Mama-Kind (oder Papa-Papa-Kind) gibt, sondern eine Vielzahl verschiedener Familienformen, bei denen Lesben und Schwule gemeinsam Kinder erziehen (Mehrelternschaften). Man kennt das ja als "Patchwork-Familie" - hier neudeutsch als QueerFamily, der schwul-lesbischen Variante.

    Der Antrag wurde nach ausführlicher und kontroverser Debatte in eine neu gegründete Arbeitsgruppe verwiesen, die sich aus Antragstellern wie LSVD-Bedenkenträgern zusammensetzt. Die AG soll bis zur nächsten Jahresversammlung einen Antrag zur Beschlussfassung ausarbeiten. Der Prozess dürfte spannend werden...
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#10 TheDadProfil
  • 26.04.2015, 22:41hHannover
  • Antwort auf #9 von DaddyCool
  • ""Der Antrag wurde nach ausführlicher und kontroverser Debatte in eine neu gegründete Arbeitsgruppe verwiesen, die sich aus Antragstellern wie LSVD-Bedenkenträgern zusammensetzt.""..

    Vor dem Hintergrund das es sich bei der Gleichstellung um eine Frage der Menschenrechte und Bürgerrechte handelt, halte ich allein die Anwesenheit von "Bedenkenträgern" innerhalb des LSVD für einen echten Treppenwitz..

    Ungefähr so, als wenn man der Atomlobby den Ausstieg aus der Kernenergie überlassen würde..
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#11 Patroklos
#12 Markus44Anonym
  • 26.04.2015, 23:35h
  • Antwort auf #9 von DaddyCool
  • @DaddyCool
    "Zudem legte eine Reihe von Einzelmitgliedern einen Antrag zu Regenbogenfamilien vor, der die bisherige Linie des LSVD kritisiert. "

    ----> Könntest DU dies einmal genauer ausführen, was im Antrag denn so besonderes drin stand.

    Bezog sich der Antrag auf das Thema "Leihmutterschaft" und die notwendige Reform des Embryonenschutzgesetzes ??? In der Tat hat der LSVD dazu bisher nicht Stellung genommen, was ich auch kritisch am LSVD bewerte.

    Oder ging es um das Thema "Abstammungsrecht": diesbezüglich hingegen hat doch der LSVD bereits seit Jahren bei den Bundesregierungeb interveniert, das es einer Reform dort bedarf.
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#13 HBausBProfil
  • 27.04.2015, 03:39hBerlin
  • @Felix
    Leider, es wird so sein. Ich habe die Partei im Januar verlassen, es zeichnet sich jetzt schon ab: die GroKo-Befürworter / Seeheimer sind eindeutig in der Mehrheit, für unsere volle Gleichberechtigung bedürfte es aber einer rot-grünen /rot-rot-grünen Bundesregierung.
    Zudem allgemein die Wechselstimmung fehlt. Ich sehe die auch nicht so schnell kommen
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#14 HBausBProfil
  • 27.04.2015, 01:50hBerlin
  • Strombi, das Flüpchtlingskapitel ist ja beim LSVD gar nicht so schlecht geraten. Besonders was die sozialen Kontakte angeht
    Geben wir TJ Asyl in der Hauptstadt. Auf einen Live- Diskurs zwischen euch beiden wäre ich aber echt gespannt. Aber bitte in seriöser Atmosphäre. Das Bull soll ja mittlerweile nicht mehr ganz so schlimm sein. Ich häng ja in Schöneberg oft genug mit verschallerten Leuten ab, da mach ich mir hinterher keine Gedanken drüber, ob da jemand irgendwelche Kirchen aufzählt
  • Antworten » | Direktlink »
#15 Axel HaaseAnonym
  • 27.04.2015, 03:56h
  • Der LSVD ist beim Thema Regenbogenfamilien praktisch ein Lesbenverein. Beim Thema Eizellspende und "Leihmutterschaft" interessiert sich der Verein leider weder für das Selbstbestimmungsrecht einer Eizellspenderin, noch für das Selbstbestimmungsrecht einer "Leihmutter" noch für die Rechte der Väter, noch für das Wohl der Kinder. Völlig dominant sind hier leider jene Lesben, die für sich entschieden haben, dass sie es einer Frau (z.B. aus den USA) absprechen, einem schwulen Paar dabei helfen zu wollen Väter zu werden. Selbst der Bundesgerichtshof ist hier fortschrittlicher als dieser Verein. Leider. Samenspenden werden selbstverständlich als große Errungenschaft gefeiert, gleichzeitig wird die Eizellspende verteufelt. Nundenn, es geht auch ohne den LSVD weiter.
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#16 AlexAnonym
  • 27.04.2015, 08:18h
  • Antwort auf #13 von HBausB

  • Du hast leider vollkommen recht:
    große Teile der SPD finden die GroKo ganz toll. Und nebenbei kann man auch noch alles, womit man seine Wähler enttäuscht auf die Union schieben.

    Umso wichtiger ist es, die Grünen und die Linkspartei möglichst stark zu machen.
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#17 MarekAnonym
  • 27.04.2015, 08:48h
  • Antwort auf #10 von TheDad
  • Ja, ich frage mich auch, warum es im LSVD überhaupt Bedenkenträger gibt, wenn es um Gleichstellung geht...

    Sind das Leute, die in der LSU sind und die wieder mal die Politik der Union verteidigen wollen?

    Oder die letzten FDP'ler, die ihre Partei retten wollen?
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#18 MarekAnonym
  • 27.04.2015, 08:50h
  • Antwort auf #9 von DaddyCool
  • "Bereits das Grußwort von Minister Maas machte deutlich, dass sogar die Bundesregierung im Bereich Regenbogenfamilien weiter denkt als der LSVD."

    Das Problem ist nur, dass es bei Herrn Maas und dem Rest der SPD beim Denken und bei Grußworten bleibt. Taten folgen dem leider nicht. Bzw. es wird das genaue Gegenteil von dem getan, was Herr Maas und die SPD ankündigen.

    Das gilt ja leider auch nicht nur bei Homo-Gleichstellung, sondern auch in zig anderen Bereichen. Insofern sind solche Grußworte nicht das Papier wert, auf dem sie stehen...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#19 goddamn liberalAnonym
  • 27.04.2015, 09:27h
  • Antwort auf #15 von Axel Haase
  • Leihmutterschaft wird dann problamtisch, wenn sie kommerziell ist.

    Hier trauern einige sogar ihrer Vorhaut nach.

    Gesetzt den Fall:

    Eine Frau verkauft ihren Körper für eine Leihmutterschaft, kann den Verlust des Kindes, das sie geboren hat, nicht überwinden und begeht Selbstmord.

    Dann ist sie für unsere Feinde ein unschuldiges Opferlamm der bösen mörderischen Homo-Lobby!!!

    Und: Wenns um gleiche Rechte geht, dann gehts eben um GLEICHE Rechte:

    Leihmutterschaft ist auch für Hetero-Paare hierzulande verboten.

    Zudem:

    Der schwule Großunternehmer Pierre Berge hat unserer Sache in Frankreich sehr geschadet, indem er verkündete, es sei das Gleiche, wenn ein Arbeiter seinen Arm in einer Fabrik verkauft und wenn eine Frau ihren Bauch verkauft. Das entlarvte ihn und half niemand weiter.
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#20 goddamn liberalAnonym
  • 27.04.2015, 09:35h
  • Antwort auf #17 von Marek
  • "Ja, ich frage mich auch, warum es im LSVD überhaupt Bedenkenträger gibt, wenn es um Gleichstellung geht..."

    Die sind mir nie begegnet (na gut, in der LSU kenn ich mich glücklicherweise nicht aus).

    Gleichstellung heißt aber zunächst mal GLEICH-Stellung mit den Rechten und Pflichten aller anderen BürgerInnen. Auch bei der rechtlichen Absicherungen von Hetero-Patchwork-Familien gibt es noch viel zu tun. Das ist wichtig und richtig, aber es ist eben keine Gleichstellung mehr.
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#21 LorenProfil
#22 ollinaieProfil
#23 goddamn liberalAnonym
  • 27.04.2015, 20:18h
  • Antwort auf #22 von ollinaie
  • Ich akeptiere ja Deinen Schmerz, obwohl ich meiner Vorhaut nicht nachtrauere.

    Akzeptiere Du bitte den Schmerz der anderen.

    Eine Inderin oder eine Frau aus der amerikanischen Unterschicht, die um sich und ihre Angehörigen durchzubringen, gegen Geld ein Kind der Ober- und Mittelschicht (meist für Heteros) austrägt, tut das meist nicht 'freiwillig', sondern aus wirtschaftlicher Not.

    Und wenn sie dem Kind, das ein lebendiges Wesen ist, nachtrauert, dann ist das psychologisch verständlich, weil sie dessen Lebendigkeit 9 Monate in sich gespürt hat.

    Etwas völlig anderes ist Leihmutterschaft als Freundschaftsdienst im Rahmen einer erweiterten Regenbogenfamilie.
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#24 VermutungAnonym
#25 TheDadProfil
  • 27.04.2015, 21:18hHannover
  • Antwort auf #23 von goddamn liberal
  • ""Etwas völlig anderes ist Leihmutterschaft als Freundschaftsdienst im Rahmen einer erweiterten Regenbogenfamilie.""..

    WEIL ?

    Und wieso wird die Ablehnung der Leihmutterschaft generalisiert abgelehnt ?

    Und was spricht gegen eine Eizellen-Spende der Dritten beteiligten Frau ?

    Was ist daran anders, als an einer Samenspende ?
    (außer der Anzahl der einzigartigen Möglichkeiten, die jedesmal im Orkus der Geschichte landet ?)
    (oder sonst im Laken)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#26 Harry1972Profil
#27 goddamn liberalAnonym
  • 27.04.2015, 23:17h
  • Antwort auf #26 von Harry1972
  • Das Männer psychisch labiler sind, beweist schon ihre höhere Selbstmordrate.

    Aber man muss nicht psychisch labil sein, um einem Kind nachzutrauern, das man monatelang in sich getragen und gespürt hat.

    In einer Regenbogenfamilie ergibt sich das Problem nicht, bei verkaufter Schwangerschaft schon.

    Ich schwinge hier übrigens weniger meine eigene Psychokeule.

    Ich habe nur die für die meisten Schwulen extrem lebensferne gefährliche Diskussion in Frankreich genau verfolgt, in der das hauptsächliche Hetero-Problem Leihmutterschaft ständig als 'Argument' gegen Gleichstellung instrumentalisiert wurde.

    Das ist Quatsch, denn:

    Leihmutterschaft ist in jeder Form im Kastenstaat Indien erlaubt, wo Homosexualität verboten ist.

    Kommerzielle Leihmutterschaft ist in den Sozialstaaten Skandinaviens verboten, wo Homosexuelle heiraten dürfen.

    Das hängt mit dem jeweiligen Menschenbild zusammen. Also auch mit dem Frauenbild.
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#28 goddamn liberalAnonym
  • 27.04.2015, 23:37h
  • Antwort auf #25 von TheDad
  • Hier geht es nicht um Ei- und Samenzellen, sondern um das Austragen eines Kindes. Das ist nun mal ein intimer Vorgang, der am besten in vertrauter (regenbogen-)familärer Umgebung erfolgt.

    Und besser nicht für Cash, weil das zu sozialpsychologischen Verwerfungen führen kann, die ihrerseits politisch massiv instrumentalisiert werden können.

    Das Propagandasschema ist klar und in Frankreich gut erprobt:

    "Die reiche Homo-Lobby benutzt arme Frauen in der 3. Welt ausbeuterisch und skurpellos als Gebärmaschinen."

    Ich will meinen potenziellen Vernichtern keine Moralkeule in die Hand geben, die ihnen ihre beliebte Täter-Opfer-Umkehr erleichtert

    Zumal sich unsere Feinde auch keine Gedanken über die Produktionsbedingungen der Textilien machen, die sie auf dem Leib tragen.

    www.marieclaire.fr/,pierre-berge-pma-gpa-louer-son-ventre,20
    123,680919.asp
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#29 Harry1972Profil
  • 28.04.2015, 07:29hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #27 von goddamn liberal
  • "Das Männer psychisch labiler sind, beweist schon ihre höhere Selbstmordrate."

    Das ist Unfug. Du dichtest Dir etwas zurecht, anstatt objektiv zu denken.
    Eine höhere Selbstmordrate unter Männern beweist nicht, daß Männer psychisch labiler sind.
    Sie ist lediglich ein deutliches Indiz für eine Form der Konfliktlösung.
    Ich vermute, es hängt mit der Sozialisation zusammen. Frauen sind eher geneigt, sich ihren Kummer von der Seele zu reden, um es mal blumig zu formulieren. Männer sind darauf getrimmt, keine Schwächen zu zeigen und verfügen nicht über dieses Ventil.
    Letztlich dürfte das viel eher der Grund für eine höhere Selbstmordrate unter Männern sein als die von Dir postulierte Variante, nach der Männer generell psychisch labiler sind als Frauen.

    Ähnlich kurzsichtig und vorverurteilend näherst Du Dich dem Thema Leihmutterschaft.
    Die "Moralkeule Deiner potenziellen Vernichter" hast Du gedanklich doch schon längst anerkannt und unterwirfst Dich in vorauseilendem Gehorsam, übernimmst deren Moral.

    Weisst Du was? Moral ist ganz großer Mist.
    Meiner Meinung nach muss es grundsätzlich jeder Frau erlaubt sein, gegen Bezahlung Kinder auszutragen. Damit es dabei nicht zu den von Dir befürchteten Auswirkungen kommt, kann ich mir gut vorstellen, den Prozess der Leihmutterschaft mit einer eingehenden Beratung zu beginnen, der auch ein psychologisches Profiling beinhaltet. Damit lässt sich dann wohl weitgehend verhindern, daß es zu "sozialpsychologischen Verwerfungen" kommt.
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#30 germanwingsAnonym
#31 goddamn liberalAnonym
  • 28.04.2015, 09:21h
  • Antwort auf #29 von Harry1972
  • Es ist ganz objektiv gesehen meist besser Depressionen zu überleben, statt an ihnen zu sterben. Da sind die Frauen halt objektiv im Vorteil.

    Das gilt ja auch für die Lebenserwartung z. B. in Osteuropa, wo in einigen Ländern Männer qua Wodka Selbstmord auf Raten begehen.

    Zur Leihmutterfrage:

    Ich will mir v.a. keine Probleme zuziehen, die hauptsächlich Heterosexuelle betreffen und mit einer sehr tiefgehenden Ausbeutung zu tun haben. Das ist einfach taktisch unklug.

    Genauso unklug ist es, sich Diskussionen aufdrängen zu lassen, die mit der Lebensrealität der meisten homosexuellen Menschen nichts zu tun haben.

    "Meiner Meinung nach muss es grundsätzlich jeder Frau erlaubt sein, gegen Bezahlung Kinder auszutragen. Damit es dabei nicht zu den von Dir befürchteten Auswirkungen kommt, kann ich mir gut vorstellen, den Prozess der Leihmutterschaft mit einer eingehenden Beratung zu beginnen, der auch ein psychologisches Profiling beinhaltet."

    Genau das wird in z. B. in Dänemark bei nicht-kommerziellen Leihmutterschaft auch getan und das ist m. E. eine gute, Lösung. Das Problem ist aber: Wie willst Du das in Indien durchziehen?

    Das sind so Fragen, bei denen man leicht in die Defensive gerät.

    Ich bin gegenüber meinem Feind aber lieber offensiv.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#32 TheDadProfil
  • 28.04.2015, 15:39hHannover
  • Antwort auf #27 von goddamn liberal
  • ""In einer Regenbogenfamilie ergibt sich das Problem nicht, bei verkaufter Schwangerschaft schon.""..

    Das halte ich für Quatsch, denn Regenbogenfamilien entstehen eigentlich erst durch solche GEMEINSAMEN Schwangerschaften, unabhängig davon, ob es nun eine Leihmutterschaft, oder eine Mehr-Eltern-Konstellation ist..

    Natürlich besteht die Gefahr das die Leihmutter dem Kind "nachtrauert"..

    Aus dem Grund wird auf die Eizellenspende zurück gegriffen..

    Trauert der Samenspender auch ?
    Und wie oft, wenn nur eine einzige Samenzelle "zum Einsatz" kommt, während Tausende andere im Abfall landen ?

    ""Ich habe nur die für die meisten Schwulen extrem lebensferne gefährliche Diskussion in Frankreich genau verfolgt, in der das hauptsächliche Hetero-Problem Leihmutterschaft ständig als 'Argument' gegen Gleichstellung instrumentalisiert wurde.""..

    Und ?
    Weil Heten Leihmutterschaft für sich "reservieren" wollen, entsteht also keine Diskriminierung ?

    ""Leihmutterschaft ist in jeder Form im Kastenstaat Indien erlaubt, wo Homosexualität verboten ist.""..

    Und in Dutzenden anderen Ländern auch..
    Das Kastensystem läßt sich nicht durch die Lösung der Leihmutterschaft auflösen..

    ""Kommerzielle Leihmutterschaft ist in den Sozialstaaten Skandinaviens verboten, wo Homosexuelle heiraten dürfen.""..

    In den USA auch..
    Und auch dort dürfen LGBTTIQ`s inzwischen in vielen Bundesstaaten erlaubt..
    Und da gibt es nicht einmal das Kastensystem in der gleichen Form wie in Indien..

    ""Das hängt mit dem jeweiligen Menschenbild zusammen. Also auch mit dem Frauenbild.""..

    Und unser Frauenbild erlaubt uns Leihmutterschaft zu verbieten ?

    Ich denke nicht, denn dann würden wir genauso handeln, wie bei der Abtreibung..
    Die einzelne Frau entscheidet über ihren Körper, und damit auch über Abtreibung UND Leihmutterschaft..

    Das kann man Ethisch verwerflich finden..
    Aber das verleiht uns nicht das Recht es zu verbieten..
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#33 TheDadProfil
#34 TheDadProfil
  • 28.04.2015, 15:51hHannover
  • Antwort auf #31 von goddamn liberal
  • ""Es ist ganz objektiv gesehen meist besser Depressionen zu überleben, statt an ihnen zu sterben. Da sind die Frauen halt objektiv im Vorteil.""..

    Najaaaa..

    Wie gesagt..
    Ob das Konflikt- Lösung oder Vermeidung ist, muß man mal klären..
    Aber irgendwie gibt es da auch "Suizid-Ängste", die ihn vermeiden helfen, und wer weiß, bei wem die häufiger vorkommen ?

    Frauen machen nachgewiesenermaßen beim Suizid viel weniger Dreck..

    ""Das gilt ja auch für die Lebenserwartung z. B. in Osteuropa, wo in einigen Ländern Männer qua Wodka Selbstmord auf Raten begehen.""..

    Da saufen auch die Frauen, und insgesamt gesehen ist die Lebenserwartung im Schnitt 10 Jahre geringer als in West-Europa..
    Für BEIDE Geschlechter..
    Das ändert sich übrigens durch Umzug in ein anderes Land, was ein ziemlich gutes Zeichen dafür ist, das es nicht nur am Vodka liegen kann, sondern auch am maroden Gesundheits-System, der Ernährung und der Psychischen Gesundheit der Menschen..

    ""Das ist einfach taktisch unklug.""..

    Familienplanung auf den Faktor der Taktik zu reduzieren, ist ziemlich verengend..

    Gleichstellung bedeutet auch hier :
    Entweder ist es für ALLE erlaubt, oder für ALLE verboten..
    Ohne Ausnahmen..
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#35 stromboliProfil
  • 29.04.2015, 09:48hberlin
  • Antwort auf #9 von DaddyCool
  • "Der Antrag wurde nach ausführlicher und kontroverser Debatte in eine neu gegründete Arbeitsgruppe verwiesen, die sich aus Antragstellern wie LSVD-Bedenkenträgern zusammensetzt."
    jetzt versteh ich auch, wozu 5jahres pläne dienen..

    Bei allem redlichen bemühen der akteure; kollektivistische planung ersetzt dialog und streitfähigkeit.
    Haben wir nichts aus dem dilemma der politbüros gelernt, dass wir deren umsetzungsstrategienen blanko übernehmen!
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#36 stromboliProfil
  • 29.04.2015, 11:04hberlin
  • Antwort auf #10 von TheDad
  • " Ungefähr so, als wenn man der Atomlobby den Ausstieg aus der Kernenergie überlassen würde.."
    aber dass hat man doch getan!

    www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/das-erbe-strahlt

    "Das Erbe strahlt
    Atomkraft Die Reaktorbetreiber haben Geld für Rückbau und Entsorgung zur Seite gelegt. Aber wer zahlt, wenn sie pleitegehen? "

    Oder den diskurs um die teilhabe der "kirchen " am öffentlichen gemeinwesen..
    Öffentlicher rundfunk-fernsehen - fernsehrat mit jeweils 2 (ZWEI!) beigeordneten für die christlichen hauptsekten. Dann nochmal für die selben träger deren sozialdienstleistungskonzerne mit jeweils einem.
    Folgen noch die nebensekten jüdischer und islamischer herkunft, haben wir es hier mit einem überproportional religiös besetzten kremium zu tun.

    www.tagesspiegel.de/medien/sitz-im-gremium-konfessionslose-f
    ordern-sitz-im-zdf-fernsehrat/11695444.html

    Umfrage: "Mehrheit der Deutschen spricht sich für einen religionsfreien Vertreter im ZDF-Fernsehrat und gegen mehr Einfluss der Religionen aus.
    61 Prozent der Deutschen plädieren dafür, dass auch Konfessionslose einen Repräsentanten im ZDF-Fernsehrat haben sollen. 31 Prozent seien dagegen, acht Prozent hätten keine Angaben gemacht, teilte die Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland auf der Grundlage einer repräsentativen Emnid-Umfrage am Montag mit. Zugleich lehnten 60 Prozent einen größeren Einfluss der Religionsvertreter in dem Aufsichtsgremium ab."

    Wie groß ist der einfluß der religionssekten im lsvd?
    Wie hoch der anteil in christlichen konfessionsgruppen eingebundener mitglieder.. eines davon , der behaupte seit 15 jahren sich dort eingenisstet zu haben, kennen wir ja alle hier.

    Aus welchen ebenen - politischen und kirchlichen ecken kommen die "bedenkensträger".
    Warum wird das nicht hier diskutiert!
    Holt die verhinderer und kompromisler aus ihren teils anonymen nischen hervor.

    Dank hier an daddy cool, der interna preis gibt
    Ein paar whistleblower mehr täten uns und der vereinsmaierei des lsvd's gut.. pfeiftöne-tinnituse hingegen haben wir mehr als genug.

    Das ganze ist "PROGRAM".. wie schalte ich direkte demokratische teilhabe aus!
    Deshalb auch die "vereinsbildung.
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#37 TheDadProfil
  • 29.04.2015, 23:18hHannover
  • Antwort auf #36 von stromboli
  • ""aber dass hat man doch getan!""..

    Das ist alles richtig..
    So langsam mache ich mir Sorgen um die Wirkung meines Sarkasmus..
    Bislang war der immer so schön verpackt, und nun fliegt der schon immer öfter einfach so auf..

    ""Aber wer zahlt, wenn sie pleitegehen?""..

    Pssst..
    Nicht weiter sagen..
    Da gibt es einen schier unerschöpflichen Fonds, den die Regierung schon 1949 anlegte, lange bevor das erste Kraftwerk ans Netz ging, und der sich sogar biologisch multipliziert und am Leben erhält..
    Er nennt sich Steuerzahler..

    ""Wie groß ist der einfluß der religionssekten im lsvd?""..

    Na..
    Einen Lobbyisten kennen wir alle..
    Der zahlt auch seit 15 Jahren brav die Beiträge..

    Ich fand das übrigens sehr beruhigend zu lesen das die Sitzungen überwiegend im fernen Berlin stattfinden, und der die Segnungen der Fernbus-Linien noch nicht entdeckt hat..

    ""Das ganze ist "PROGRAM".. wie schalte ich direkte demokratische teilhabe aus!
    Deshalb auch die "vereinsbildung.""..

    Das ist echt geil..
    In Deutschland gibt es so viele Vereine..
    Über 250.000..
    Und das geilste :
    Jeder Bürger vom Säugling bis zum Greis ist im Durchschnitt Mitglied in ACHT dieser Vereine..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#38 stromboliProfil
  • 30.04.2015, 08:26hberlin
  • Antwort auf #37 von TheDad
  • ach dad, anfänglich erhellt mir dein beitrag die morgentliche alltagsdepression
    "Nicht weiter sagen.. Da gibt es einen schier unerschöpflichen Fonds, den die Regierung schon 1949 anlegte, lange bevor das erste Kraftwerk ans Netz ging, und der sich sogar biologisch multipliziert und am Leben erhält.. Er nennt sich Steuerzahler."
    Es erklärt mir den mechanismus vorausdenkenden schuldenmachens , auf dem sich unser kapitalorientiertes wirtschaftswunder aufbaut..

    Ist sarkasmus also die beschreibung dessen was man ohnehin nicht mehr ändern kann?

    Und dann der betroffenmachende absturz..
    ".. das geilste : Jeder Bürger vom Säugling bis zum Greis ist im Durchschnitt Mitglied in ACHT dieser Vereine..
    Ich plädiere dafür, alle vereinsmitglieder ( religioten incl. ) zur schuldenabzahlung zwangszuverpflichten.
    Statt bundesverdienstkreuze sondersteuereintreibungsbescheide..

    Ich seh schon unserern ehegattensplittingskasper im kreisel springen, und das beste, ich habs immer richtig gemacht, bei mir ist nichts zu holen!&
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#39 TheDadProfil
  • 30.04.2015, 17:52hHannover
  • Antwort auf #38 von stromboli
  • ""Ist sarkasmus also die beschreibung dessen was man ohnehin nicht mehr ändern kann?""..

    Yepp..

    ""Ich plädiere dafür, alle vereinsmitglieder ( religioten incl. ) zur schuldenabzahlung zwangszuverpflichten.
    Statt bundesverdienstkreuze sondersteuereintreibungsbescheide..""..

    Das wird so leider nüscht´s..
    Anders als etwa die Fußball-Abteilung des FC-Bayern, die innerhalb des Vereines als GmbH fungiert, entsprechend Haftungsbeschränkt gegenüber Gläubigern (diese wortverwandschaft ist auch zu und zu schön) und dem Verein selber fungiert, oder dem BVB, dessen Fußballabteilung dazu führte das man mit dem Verein sogar ein Aktien-Gesellschaft gründete, ist die große Mehrheit deutscher Vereine nicht steuerpflichtig, und annähernd 70 % dieser sogar zur Ausstellung von Spenden-Quittungen berechtigt, weil als "gemeinnütziger Verein" deklariert (etwas völlig anderes als "allgemein nützlich"), also dem Steuer-System eigentlich eher abträglich, weil durch die Spenden an den Verein Steuern an anderer Stelle gespart werden..

    Neben Spenden haben die Vereine nur Einkünfte durch Sponsoring, aber vor allem die Mitgliedsbeiträge, woraus sich zumeist keinerlei Reichtümer ergeben, die man einer Vermögens-Steuer unterwerfen könnte..

    ""Ich seh schon unserern ehegattensplittingskasper im kreisel springen, und das beste, ich habs immer richtig gemacht, bei mir ist nichts zu holen!""..

    Es gibt sogar einen Verein für Gartenzwerg-Liebhaber..
    Das soll bösen Zungen zufolge aber kein wirklicher Swinger-Club sein..
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#40 stromboliProfil
  • 30.04.2015, 19:59hberlin
  • Antwort auf #39 von TheDad
  • ja und.. wann kommen kirchen-parteien auf die idee, sich als GmbH gebenüber unzufriedenen bürgern abzusichern..
    Mein lieber dad, da hast du die püchse der pandora geöffnet.

    Das mit den gartenzwergen war mir bekannt, dort hat er doch seinen "ehe"partner kennengelernt.
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#41 TheDadProfil
  • 30.04.2015, 21:32hHannover
  • Antwort auf #40 von stromboli
  • ""ja und.. wann kommen kirchen-parteien auf die idee, sich als GmbH gebenüber unzufriedenen bürgern abzusichern..""..

    Ist doch längst passiert..
    Parteien sind Vereine im Sinne des Vereinsrechtes im Bürgerlichem Gesetzbuch..

    Annähernd die Hälfte aller Betriebe der Konzern-Mutter Caritas sind entweder Vereine, oder Vereins-ähnliche Betriebe, wie etwa Genossenschaften, und seit ihrer Einführung März 2013, so genannte gGmbH´s, Gemeinnützige Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die einer besonderen, nämlich radikal reduzierten Besteuerung unterliegen..

    Da die Erträge "gemeinnützigen Zwecken" dienen, also dem Fortbestand der Klinik oder des Pflegeheimes beispielsweise, das hier als gGmbH firmiert sind diese Kapitalgesellschaften durch die Form der gemeinnützigen GmbH nach § 55 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 AO von Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer befreit..

    Kleiner Haken an der Sache :
    Die Gewinne dürfen nur gemeinnützigen Zwecken zufließen, und nicht an die Gesellschafter ausgeschüttet werden..

    Aber es gibt für alles die passende Lösung :
    ""Eine Gewinnausschüttung ist ausnahmsweise nur dann zulässig, wenn die Gesellschafter ihrerseits gemeinnützig sind.""..

    Man gründet also "gegenseitig" solche gGmbH´s, und schüttet danach dann eben "gegenseitig aus"..

    Bei einem Pflegeheim mit 100 Wohnplätzen, wovon jeder im Monat um die 5.000,--Euro kostet, also 5 Millionen Euro im Monat Umsatz, sprich 60 Millionen im Jahr, auf einem Grundstück mit 1.000 qm spart das so im Schnitt um die 100.000,--Euro Körperschafts und Gewerbesteuer im Jahr..
    Entsprechend erhöht sich der "Netto-Gewinn" einer solchen Unternehmung, der dann allerdings der Gemeinde fehlt, in der die gGmbH ihren Sitz hat..

    Die zahlen dann also nur noch die Anteiligen Steuern auf die Arbeitsplätze als Arbeitgeber, und die Sozialabgaben..
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#42 DaddyCoolAnonym
  • 10.05.2015, 14:47h
  • Antwort auf #12 von Markus44
  • Den beschlossenen Antrag findest du hier:

    www.lsvd.de/verband/verbandstage/verbandstag-2015.html

    Dort sind die Themen benannt, die die Arbeitsgruppe beraten soll, also vor allem Abstammungsrecht und Mehrelternfamilien, aber auch Reproduktionsmedizin. Ziel ist ein Antrag für den nächsten Verbandstag.

    Die jüngste "Intervention" des LSVD gegenüber dem Justizministerium zum Abstammungsrecht bestand darin, dass es ja keine Mehrelternschaften geben solle. Es würde völlig reichen, die sog. "gesetzliche Fiktion" auf Lebenspartnerschaften zu übertragen, d.h. der Mensch, mit dem die Mutter verheiratet/verpartnert ist, wird automatisch 2. Elternteil und der leibliche Vater fliegt raus. Egal ob das die Beteiligten wollen oder nicht.

    Fortschrittlich ist diese Haltung nicht. Die "gesetzliche Fiktion" gilt auch bei Heteros inzwischen als Unding.
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#43 Die KommentaturAnonym
  • 10.05.2015, 14:58h
  • Antwort auf #17 von Marek
  • Der Antrag zu Regenbogenfamilien kam von LSVD-Einzelmitgliedern, die unterschiedlichen Parteien angehören (FDP, SPD, Grüne).
    Die Bedenkenträger im LSVD-Bundesvorstand stammen vor allem aus dem grünen und roten Lager. Den Grund hierfür beschreibt der Kommentar 15. von Axel Hase recht treffend.
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#44 Die KommentaturAnonym
  • 10.05.2015, 15:13h
  • Antwort auf #24 von Vermutung
  • Keine Ahnung, wie religiös Manfred Bruns und Günter Dworek sind. Die traten jedenfalls nach außen als Hauptbedenkenträger auf. Keine Ahnung, ob die dann auch in der Arbeitsgruppe sitzen werden.

    Bei aller Kritik sollte aber nicht vergessen werden, dass es für das Anliegen des Antrags - eine Veränderung der Verbandshaltung beim Thema Regenbogenfamilien - beim LSVD-Verbandstag auch viel Zustimmung gab. Und Betroffenheit, als einige Mitglieder berichteten, wie einseitig und väterfeindlich die Beratung von Regenbogenfamilien beim LSVD teilweise abläuft.
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#45 DaddyCoolAnonym
#46 DaddyCoolAnonym
  • 10.05.2015, 15:45h
  • Und wie sieht's in anderen Ländern aus?

    Argentinien:

    www.queer.de/rubrik.php?rubrik=101

    British Columbia (Kanada): Familienrechtsreform von 2013 (British Columbia Family Law Act) erlaubt 3 oder mehr Elternteile (Eintragung in die Geburtsurkunde). Also wie Argentinien.

    Niederlande:

    www.queer.de/detail.php?article_id=17700

    Dänemark:
    Seit 2013 wird strikt zwischen anonymer Samenspende via Inseminationsklinik und einer privaten Samenspende unterschieden. Eine nachweislich anonyme Samenspende via Klinik führt automatisch zur Eintragung der beiden Mütter als Elternteile. In allen anderen Fällen muss der Vater gefragt werden, d.h. entweder er muss der Stiefkindadoption zustimmen oder wird als Vater eingetragen. Vertragliche Regelungen bereits vor der Empfängnis sind zulässig

    Nur der LSVD hat den Schuss noch nicht gehört.
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