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Kommentare zu:
Gay-Magazin mit HIV-positivem Blut gedruckt


#1 Harry1972Profil
  • 04.05.2015, 06:19hBad Oeynhausen
  • Super Sache, nur der mehrfache Hinweis, man könne sich an dem Magazin nicht infizieren, stößt mir übel auf.

    Wie sehr HIV-Infizierte stigmatisiert werden, fiel mir vor vielen Jahren auf. Ein Bekannter schnitt sich in den Finger, griff sich ein Geschirrtuch und als ich sagte, er solle sowas nicht machen, reagierte er gereizt und sagte etwas in der Art, an dem Handtuch werde sich schon niemand Aids holen... dabei meinte ich es umgekehrt und wollte nur nicht, daß er sich irgendwelchen Dreck in die Wunde reibt. Immerhin war das Tuch schon benutzt.
    Der Vorfall zeigte mir aber deutlich, wie oft er wohl schon unter Mitmenschen zu leiden hatte, die ihn als so eine Art Virenschleuder betrachten.

    Da finde ich diese mehrfachen Hinweise auf pasteurisiertes Blut nicht wirklich überlegt.
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#2 AlexAnonym
  • 04.05.2015, 06:47h

  • Da mögen ja hehre Ziele dahinterstecken, aber ich finde es eher eklig und abstoßend, mit Blut zu drucken - egal ob das Krankheitserreger enthält oder nicht.
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#3 Sugarbitch
  • 04.05.2015, 07:27h
  • Einerseits finde ich es einen künstlerisch sehr kreativen Ansatz, andererseits finde ich die Aktion sehr fragwürdig was den Ekelfaktor anbelangt. Aber gut. Es wird ja genug progressive Kultur-Hipster geben, die gerne im Bewusstsein was Gutes gan zu haben, 40 Euro mehr für die Zeitschrift ausgeben.
    Auf alle Fälle regt die Aktion eine rege Diskussion an, was ja der Zweck der Sache ist.
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#4 RobinAnonym
  • 04.05.2015, 07:45h
  • Antwort auf #1 von Harry1972
  • Es ist tatsächlich leider immer noch so, dass HIV-positive Menschen nach wie vor viel Ausgrenzung und Diskriminierung erfahren.

    Und das muss auf jeden Fall bekämpft werden. Durch mehr Aufklärung, Kunst-Aktionen, etc.

    Ob aber diese Aktion dazu beiträgt, kann man zumindest bezweifeln. Mich persönlich erinnert das eher an irgendwelche Horrorstorys von bluttrinkenden Vampiren oder Kannibalen.
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#5 Rosa SoliAnonym
  • 04.05.2015, 08:00h
  • Ein Magazin, das kein Schwein kennt, druckt eine Sonderauflage mit Blut, um Aufmerksamkeit zu erhaschen.
    Angeblich dient es dem Kampf gegen die Stigmatisierung HIV-positiver Menschen, zugleich wird aber mehrfach darauf hingewiesen, dass man sich an dem Heft nicht anstecken kann, weil das Blut "unschädlich" gemacht wurde.

    WIe doof ist das denn?

    Dass bei Positiven, die erfolgreich therapiert werden, die Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt, hat wohl für die Herausgeber gar keine Rolle gespielt. Die Nummer kommt mir vor wie die Erfahrung, die viele Menschen mit HIV beim Zahnarzt machen: "Wir wissen ja, dass nichts passieren kann, aber kommen Sie bitte als letzter Patient des Tages, wir müssen dann die Praxis komplett desinfizieren."

    Ein ziemlicher Rohrkrepierer!
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#6 Rosa SoliAnonym
  • 04.05.2015, 08:29h
  • Antwort auf #5 von Rosa Soli
  • Mal ganz davon abgesehen hätte man sich an diesem Heft auch dann nicht anstecken können, wenn es Blut mit hoher Viruslast gewesen wäre. Das ist einfach alles Käse und eine unglaubwürdige Aktion, wenn es um den Kampf gegen die Stigmatisierung geht. Man leistet ihr eher Vorschub.
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#7 Danny387Profil
  • 04.05.2015, 09:35hMannheim
  • Man muss wohl so etwas wie ein "Vampir auf intellektuell" sein, um ein mit Menschenblut gedrucktes Buch zu kaufen. Was um Himmels willen soll nur dieser Blödsinn?
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#8 Venice89Profil
  • 04.05.2015, 09:45hBraunschweig
  • Ich find die Idee super, das schafft unweigerlich Aufmerksamkeit und genau das wird bei solchen Themen gebraucht !
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#9 tobiasberlinProfil
  • 04.05.2015, 10:21hBerlin
  • Übrigens rangiert "Durchfall" noch einen Platz vor HIV in der Liste der weltweit häufigsten Todesursachen, hier würden sich also noch ganz andere Formen für eine Print-Ausgabe anbieten.
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#10 XDASAnonym
  • 04.05.2015, 11:23h
  • Ich finde diese Idee genauso makaber, wie wenn man Knochen von Aids-Toten zu Gebrauchsprodukten machen würde...
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#11 ursus
  • 04.05.2015, 12:08h
  • als aktionskunst nicht uninteressant, aber auch ich fürchte, dass das kontraproduktiv ist.

    offenbar wird hier ja mit einem schockmoment gespielt. so etwas kann sinnvoll sein, um z.b. auf ertrinkende flüchtlinge oder tierschlachtungspraktiken o.ä. aufmerksam zu machen, also um schreckliche wahrheiten der verdrängung zu entreißen. eine entstigmatisierung hiv-positiver menschen erreicht man durch solche schocktaktiken sicherlich nicht, sondern verstärkt nur negative assoziationen, hier noch dazu auf einem geradezu körperlichen level.

    ich hoffe, dass die artikel das inhaltlich wieder wettmachen. nicht zuletzt die diskussionen über blutspenden haben ja wieder einmal gezeigt, wie stark hiv immer noch mit themen wie schuld und moral verknüpft ist. es wäre schön, wenn wir das endlich ändern und zu einer sachlicheren sichtweise auf hiv gelangen könnten.
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#12 merkwürdigAnonym
  • 04.05.2015, 12:48h
  • hauptsache für ne blutausgabe dann 50 talers haben wollen. sorry, aber da find ich die aktion eher kapitalistischer natur als zweckdienlich.
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#13 ollinaieProfil
  • 04.05.2015, 14:36hSeligenstadt
  • Antwort auf #2 von Alex
  • "... eher eklig und abstoßend, mit Blut zu drucken ..."

    LOL! Homo Industrialis!

    Es gibt Leute, die essen lieber fünf Tage altes, abgepacktes Gemüse aus dem Supermarkt, als das frisch geerntete vom Nachbarn, weil sie sich davor ekeln!

    Weißt Du woher Knochenleim seinen Namen hat und womit deine Tapeten an der Wand befestigt sind? Weißt Du, woraus Seife gamacht wird und die Gelantine in den Gummibärchen? Steaks essen aber noch nie ein Schlachthaus von innen gesehen?

    PS: Die Idee Kunst + Blut, mit oder ohne HIV+, ist ein alter Hut. Um so erschreckender die Reaktionen.
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#14 XenomorphaEhemaliges Profil
  • 04.05.2015, 17:05h
  • Reine Effekthascherei,
    ich finde es ekelig, ob mit oder ohne infiziertem Blut geschrieben, aber so ist das wenn die guten Ideen ausgehen dann muss es eklig werden.
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#15 Linu86Profil
#16 4ztgfvcAnonym
  • 04.05.2015, 18:47h
  • Fände es auch mit HIV-negativem Blut eklig.

    Was soll das?

    Man kann auch über HIV informieren ohne mit Blut zu drucken.

    Eine Altzheimer-Broschüre, will ihre Tinte nun mnit Gehirnzellen von Altzheimer-Patienten durchmischen.

    Finde die Idee geschmacklos.
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#17 Homonklin44Profil
  • 05.05.2015, 05:42hTauroa Point
  • Finde die Idee gar nicht übel,über das Blut eine Art Direktkontakt zu symbolisieren.
    Ich beobachte den Unwillen und das wegdrängende Desinteresse,über HIV und Aids zu reden,an Gay-Foren echt häufig.
    Als gäbe es dazu nichts mehr zu sagen,als dass etwa heute die Therapien und Kombipräparate schon so gut seien, dass keiner mehr dran sofort sterben müsse. Und das reicht als Kompaktinfo. Und dann Freischein zum Bareback mit Wildfremd im Park!

    Ich denke auch,das Thema muss ins Zentrum,das Stigma muss weg.

    Mit Blut,warum ist Blut eklig? Jeder hat selbst was davon. Ich abe früher mit Eigenblut gemalte Bilder verscheuert,alle dachten,das sei rote Tinte.
    Blut ist also eklig...weil da tote HI-Viren drin sind? Oder weil es nicht "Lust-tauglich" ist,wie etwa gereiftes Smegma oder Arsch-Moschus?

    Nehme mal an die 50 Ocken decken die Produktionskosten oder gehen an Aidshilfe-Orga´s... aber der Durchschnitts-Bürger hat solche Summen nicht in der Tasche,um ein Magazin zu holen.
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