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Erneuter Zwischenfall
Berlin: Homophober 20-Jähriger schlägt auf Mann ein
- 08. Mai 2015 2 Min.

Der mutmaßliche Täter schlug seinem Opfer am Bahngleis mit einem unbekannten Gegenstand auf den Kopf
Die Berliner Polizei meldet erneut einen homophoben Übergriff: Am Mittwochnachmittag beleidigte ein 20-Jähriger zwei Männer mit homophoben Sprüchen und verletzte später einen weiteren Mann.
Im Ortsteil Kreuzberg beleidigte der mutmaßliche Täter zunächst gegen 16 Uhr einen 44-Jährigen im Außenbereich eines Lokals am Mehringdamm. Der 20-Jährige stellte sich demnach vor den Tisch, entblößte sein Geschlechtsteil und begann eine homosexuellenfeindliche Tirade. Alarmierte Polizisten nahmen die Personalien des jungen Mannes auf und schrieben eine Strafanzeige wegen Beleidigung.
Eine gute Stunde später fiel der Pöbler erneut auf: Gegen 17.10 Uhr beleidigte er in einer U-Bahn der Linie 7 einen 41-Jährigen ebenfalls homophob. Der Angegriffene verließ daraufhin den Zug am U-Bahnhof Rathaus Neukölln, woraufhin der aggressive 20-Jährige ihm folgte und mit einem unbekannten Gegenstand auf den Kopf schlug. Das Opfer erlitt dabei eine Kopfverletzung, die durch alarmierte Rettungskräfte auf dem Bahnsteig medizinisch versorgt wurde.
Daraufhin nahm die Polizei den Schläger fest. Das Kommissariat der Polizeidirektion 5 hat bereits die Ermittlungen aufgenommen.
In Berlin gibt es immer wieder Berichte von Übergriffen aufgrund von Homo- oder Transphobie. Erst am Donnerstag stellte das schwule Anti-Gewalt-Projekt Maneo in seinem neuesten Jahresbericht fest, dass die Zahl der Übergriffe auf LGBT in der Bundeshauptstadt "auf gleichbleibend hohem Niveau" verharre (queer.de berichtete).
Die Berliner Polizei vermeldet in ihren Presseberichten, wenn eine Tat homo- oder transphob motiviert sein könnte – anders als bislang die meisten Polizeien. Zusammen mit dem Fakt, dass in Berlin erheblich mehr LGBT leben, entsteht so auch der Eindruck, hier sei die Kriminalität am größten. Verdichten sich Hintergründe auf eine homophobe Tat, werden die Fälle in der Regel an das LKA übergeben. (pm/cw)















Aber: Je mehr die Schwulen in der Öffentlichkeit sichtbar werden, desto mehr kommen auch die homophoben Schwulenhasser aus ihren Rattenlöchern. Diese Leute erreicht man mit Aufklärung nicht, weil der Grund für ihren Hass oft die eigene verdrängte (Homo-)Sexualität ist.