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Die JVA Freiburg (Bild: Taxiarchos228, wiki commons, by 3.0)

  • 08. Mai 2015 57 2 Min.

Rund 70 Insassen stören sich einem Zeitungsbericht zufolge an einem angeblich schwulen Mitarbeiter der Gefängnisküche.

In der Justizvollzugsanstalt Freiburg verweigern offenbar 70 Häftlinge aufgrund von Homophobie die Nahrungsaufnahme. Das berichtete die "Badische Zeitung" am Freitag.

Demnach habe der Hungerstreik am 1. Mai mit zunächst 40 Insassen begonnen. Bei ihnen soll es sich überwiegend um Russlanddeutsche handeln. Als Grund für den Streik hätten die Häftlinge gegenüber der JVA-Leitung angegeben, dass in der Gefängnisküche ein schwuler Mann arbeite. Der Zeitung sagte hingegen ein Häftling, es gebe Bedenken über die Hygiene in der Küche.

Ob hier "besorgte Häftlinge" wirklich eine Art "Hungerstreik für alle" durchführen, ist also offen. Weitere Aussagen und Meldungen zu den Gründen des Hungerstreiks liegen bislang nicht vor, es könnte auch mehrere Gründe für die Unzufriedenheit der Insassen geben.

"Nach unserer vorläufigen Einschätzung könnte es sich um eine Machtdemonstration handeln", sagte ein Sprecher des Justizministeriums der Zeitung. Laut dem Bericht werden die Häftlinge ärztlich begleitet. Es läge bislang aber keine Notsituation vor und es sei auch nicht ausgeschlossen, dass sie über andere Wege an Nahrung kämen.

 Update  23.20h: Konkretisierung
In einem neuen Bericht der "Badischen Zeitung" heißt es, die Hungerstreikenden "protestierten dagegen, dass ein homosexueller Häftling in der Küche arbeite".

 Update  9.5., 11.50h: Streik wird beigelegt
Laut SWR wollen die Gefangenen wieder Essen zu sich nehmen: "Hintergrund der Entwicklung sei, dass der in der Anstaltsküche beschäftigte homosexuelle Gefangene sich aus eigener Initiative bereit erklärt habe, künftig in der Kantine für die Bediensteten zu arbeiten."

#1 GeorgGAnonym
  • 08.05.2015, 18:47h
  • "Grund sei laut JVA-Leitung, dass in der Gefängnisküche ein schwuler Mann arbeite.
    Der Zeitung sagte hingegen ein Häftling, es gebe Bedenken über die Hygiene in der Küche."

    Was denn nun? Bevor diese Punkte nicht geklärt sind, sollte queer.de einen solchen Bericht nicht bringen.
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#2 Harry1972
  • 08.05.2015, 18:49hBad Oeynhausen
  • Die Faktenlage scheint ja noch recht dünn zu sein.
    Mag sein, daß die Insassen homophob sind, mag aber auch sein, daß das Gefängnispersonal zur Eskalation beigetragen hat.
    Sowas passiert ja nicht einfach, da steckt doch eher Gruppendynamik dahinter, die ignoriert wurde, oder?
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#3 AlexAnonym
  • 08.05.2015, 19:13h

  • Wer nicht isst, hat offenbar keinen Hunger.

    So einfach ist das...
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