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So wird Grundschülern erklärt, was schwul oder lesbisch bedeutet

  • 12. Mai 2015 19 2 Min.

Das Verständnis für Menschen mit anderen Lebensentwürfen könne nicht früh genug beginnen, argumentieren die Herausgeber von "Schule für Vielfalt" und LSVD.

Das nordrhein-westfälische Antidiskriminierungsprojekt "Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie" hat zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie am 17. Mai ein vierseitiges Faltblatt (PDF) für die Grundschule gegen Mobbing veröffentlicht.

In der Handreichung wird erklärt, dass Begriffe wie "schwul" keine Schimpfworte seien und nicht als solche verwendet werden dürften. Außerdem klärt es darüber auf, dass es nicht nur heterosexuelle Menschen gibt ("Die meisten Jungs verlieben sich in Mädchen. Es gibt aber auch Jungs, die verlieben sich in Jungs"). Der Inhalt basiert auf einer zwölfseitigen Broschüre, die bereits 2012 in Berlin herausgegeben wurde (queer.de berichtete).

Die Kurzinformationen wurden von "Schule der Vielfalt" gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband NRW herausgegeben. LSVD-Sprecher Frank Bauer erklärte, dass das Verständnis für Menschen mit anderen Lebensentwürfen nicht früh genug beginnen könne. "Nur dann kann sich das selbstverständliche Zusammenleben von homosexuellen und heterosexuellen Menschen entwickeln", so Bauer.

Die Handreichung kann kostenlos angefordert werden

Schulen können die Handreichung kostenlos anfordern, außerdem wird sie bei Fortbildungsveranstaltungen ausgegeben. Zudem berät die Fachberatungsstelle von "Schule der Vielfalt" Lehrkräfte, wie sie Mobbing entgegen wirken können.

Das Projekt "Schule der Vielfalt" wird seit 2012 vom nordrhein-westfälischen Schulministerium unterstützt (queer.de berichtete). Wie wichtig Aufklärung an Grundschulen ist, zeigt eine Berliner Studie: Demnach verwenden 62 Prozent der Grundschüler "schwul" oder "Schwuchtel" und 40 Prozent "Lesbe" als Schimpfwort (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 PatroklosEhemaliges Profil
  • 12.05.2015, 16:04h
  • Das Faltblatt ist sehr gut geworden und sollte auch in anderen Bundesländern Schule machen!
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#2 234ehgrfdAnonym
  • 12.05.2015, 16:43h
  • Meine sexuelle Identität ist kein Lebensentwurf. Das Wort suggeriert als könne man sich für eine homosexuelle Identität entscheiden. Das ist sehr irreführend. Man redet ja auch nicht von einem linkshändigen oder dunkelhäutigen Lebensentwurf.

    Wann wird dieses Wort endlich aus dem Vokabular gelöscht, wenn es um Homosexualität geht?

    Dass man von außen nicht erkennen kann ob jemand homosexuell ist und es auch keine objektive wissenschaftliche Methode zum Nachweis von Homosexualität gibt, ist Fluch und Segen zugleich. In einer homophoben Umgebung können homosexuelle Menschen ihre Identität auf diese Weise zwar gut verstecken, allerdings ist die Kehrseite davon, dass wenn man es nicht versteckt, einem immer wieder mehr oder weniger direkt unterstellt wird, man hätte sich dafür entschieden.

    Es wird noch sehr lange dauern bis Homosexualität ebenso als gesellschaftliche Normalität angesehen ist wie Linkshändigkeit.
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#3 Robby69Ehemaliges Profil
  • 12.05.2015, 17:18h
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • Finde ich auch. Vor allem in Bayern wäre so ein Faltblatt mehr als nötig. - Am besten sollten sie es in Bayern gleich als "Zwangslektüre" für alle CSU-Politiker vorschreiben. Vielleicht vergeht ihnen dann ihr idiotischer "Naturrecht(s)"-Schwachsinn. Grins...
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