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Kommentare zu:
Verein für türkischstämmige LGBT kritisiert "weißes" Kiss-in


#21 Harry1972Profil
  • 13.05.2015, 22:44hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #19 von Defragmentierung
  • So, wie ich es verstanden habe, geht es darum, daß der türkische Verein diese Form von Protest nicht gut findet. So ein Kiss-in konfrontiert Anwohner mit etwas, was sich Realität nennt und das geht denen wohl zu weit.
    Kein Coming Out, kein Aufbegehren gegen das Patriachat und damit das nicht so aussieht, als würden sie gegenüber den heterosexuellen Türken duckmäusern, wird eben auf Maneo geschimpft.

    Deutlich wird das doch daran, daß sogar das Konzept des Coming Out kritisiert wird.

    Schade nur, daß die Kommentarspalte direkt wieder von rechtsnationalen Hetzern missbraucht wird (siehe Wikingdings und Kotstech44).
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#22 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 13.05.2015, 23:21h
  • Antwort auf #21 von Harry1972
  • Äh, GLADT ist also der Ansicht, dass Statements gegen Homophobie den Homophoben nicht zuzumuten sei? Und wieso Türken? Sind Deutsche denn weniger homophob? Das wäre mir neu.
    Ist GLADT vielleicht ein rechter Verein? Oder gar religiös? Doch auch wenn sie aus magischen oder extremen politischen Ansichten heraus gegen den Kiss-In sind, was hat dies denn mit Rassismus zu tun? Hilfe!
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#23 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 13.05.2015, 23:29h
  • Antwort auf #21 von Harry1972
  • PS.
    GLADT definiert sich durch Ausschluss (türkisch) und wirft mit rassistischen und sexistischen Ausdrücken nur so um sich (weiß, männlich), doch bezeichnet andere als Rassisten? Die sollen doch bitte erst mal diesen archaischen Nationalitäts-Schwachsinn aus ihrem Namen streichen. Was für eine Anmaßung! Mir ist jeder suspekt, der sich durch seine Nationalität definiert.
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#24 kartoffelAnonym
  • 13.05.2015, 23:36h

  • Wo liegt das problem? Wenn die gladt-lsbtis angst vor ihren homophoben nachbarn und familienmitgliedern haben, müssen sie ja nicht mitmachen, können zuhause bleiben oder zum nächsten kiss in nach schöneberg fahren. Oder sollen lsbti-küsse in den multikultistadtteilen generell verboten werden, aus rücksicht auf religiös-patriarchalisch-heteronormative gefühle? Das würde mich in meinen verfassungspatriotischen gefühlen doch arg verletzten.
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#25 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 13.05.2015, 23:56h
  • Antwort auf #13 von reiserobby
  • Habe gerade Deinen Text "Ausgrenzung im Alltag" gelesen. Du äußerst Dich darin eindeutig rassistisch und sexistisch. Von MANEO oder irgendeinem anderen LGBT-Verein kenne ich nichts, was auch nur im Entferntesten an die von Dir getätigten, herabsetzenden und beleidigenden Aussagen heranreicht. Das Leid anderer, ihr Coming Out, als "ein sehr weißes und westliches" Konstrukt zu verunglimpfen ist einfach nur dumpf und men­schen­ver­ach­tend, Aussagen, wie sie, lediglich mit Umgekehrten Vorzeichen, auch von einer Frau Storch kommen könnten.

    "Dem Gladt e.V. Rassismus vorzuwerfen, weil sie von Weißen sprechen ist dumm und ignorant, weil der Ausdruck keinesfalls rassistisch belegt ist, ... "

    Du warst noch nie in den USA oder in afrikanischen Länder? Auf jeden Fall hast Du keine Ahnung wovon Du sprichst. Überhaupt keine! Natürlich ist "Weißer" bei unzähligen Menschen in aller Welt rassistisch besetzt. Diesen Diskurs gab es schon in den 70er Jahren. Aber für jemand, der glaubt gewisse Menschen hätten auf Grund ihrer gefühlten oder tatsächlichen Nationalität mehr Anrecht auf bestimmte Berliner Stadtteile als andere Bewohner dieser Stadt (Blut & Boden nennt man dies wohl in Deinen Kreisen), oder literarische Strömungen (Queer of Color Critique) mit Soziologie verwechselt, kurz: eine bedenkliche Bildungsferne erkennen lässt, ist dies natürlich fremd.
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#26 Dennis
  • 14.05.2015, 00:27h
  • Das Konzept des Coming-outs sei etwas "sehr Weißes und Westliches", so GLADT. "Als sei es die Krönung der Emanzipation, wenn alle wissen, wen Mensch liebt und begehrt." Mitglieder des Vereins fühlten sich aufgrund von Rassismus anders als die "weiße" Bevölkerung. "Auf Grund dieser Erfahrungen sind Menschen mit Rassismuserfahrungen anders auf Familie und Community angewiesen als weiße Menschen", so GLADT e.V.

    Wenn sich dieser Verein ausgeschlossen fühkt dann nur deshalb weil er auf Grund von was auch immer meint eine andere Behandlung haben zu müssen.

    Genau das schließt das Konzept des "A day in Hand" so der ursprüngliche Name aus.

    Zu der Aktion - die Heute Kiss In genannt wird - der Initiator Dave Watkins, England:

    A Day In Hand aims to inspire and support same-sex couples who want to hold hands in public. It provides a way of changing cultural perceptions of same-sex love by showing the everyday realities of Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender (LGBT) lives. David wants to see more LGBT people living their lives publicly without shame and to the full, and believes hand-holding is a simple liberating gesture that challenges homophobia, destroys stereotypes and transforms lives.

    www.youtube.com/watch?v=uCRdR7Tdh4k

    www.smk.org.uk/social-inclusion-2009/
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#27 Harry1972Profil
#28 Stefan ReckAnonym
  • 14.05.2015, 09:16h
  • Antwort auf #9 von Felix
  • Da gebe ich dir recht. Das ist aber am schlimmsten vor der Haustüre von Maneo in Schöneberg und nicht am Kotti. Das war just ebenso durch die Medien gegangen. Der Kotti wird genommen, weil es medial wirksam ist. Dass es dort eine viel bessere Vor- und Nachsorge bei homophoben Angriffen gibt, als in Schöneberg, wird Maneo sicherlich wurmen.

    In Kreuzberg will niemand einen schwulen Verein der Demos macht nach angeblichen Überfällen, die gar keine waren (oder wie war das vor ein paar Jahren, als eine Streitigkeit unter Strichern zu einer Demo gegen Migranten führte, die noch nicht einmal abgesagt wurde, als der Fehler bekannt wurde). Als hier Transgender angegriffen wurden gingen 2000 Menschen, viele davon mit Migrationshintergrund, auf die Straße innerhalb von 24 Stunden ohne Maneo ohne einen Verein - einfach nur kurzfristig durch die lösen Kreuzberger Netzwerke und Privatleute organisiert.

    Ich finde es grotesk und sehr rassisitisch, wenn sich Maneo dann Orte aussucht, die für die Medien als Orte mit einem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund stehen. Aber Maneo hat nie einen wirklichen Austausch mit den Protagonisten gesucht, die in Kreuzberg und Wedding viel erreicht haben, warum auch - das passt ja nicht in das Bild eines Weiß-Deutschen Vereins. In Kreuzberg gibt es zumindest Strukturen und Menschen, die eine Vor- und Nachsorge betreiben und alles hinterfragen. Hier gibt es, und dass weiß ich aus persönlicher Erfahrung, viele Fälle, in der aus Prinzip Homophobie angenommen wird, wenn der Weiß-Deutsche unterwegs ist, egal wie man sich benimmt. Ich finde es falsch, wenn mit Gewalt reagiert wird, egal von wem. Aber Rassismus ist nun mal auch gewalttätig und eine Antwort darauf hat nicht unbedingt etwas mit Homophobie zu tun.

    Und verdammt noch mal - hat irgendeiner von uns (ja ich bin selbst weiß-Deutsch) eine Ahnung, wie das ist als Mensch mit Migrationshintergrund schwul oder lesbisch zu leben? Und die Sprüche von wegen meine muslimischer Freund ist doch auch weiß - stimmt's noch? Fragt die auch mal, wie sie sich fühlen in einem Land in dem Hooligans und Patrioten gegen Moslems auf die Straße gehen in Städten mit Null Komma irgendwas Prozent Anteil Moslems in der Bevölkerung. Was soll das? Lest die Kommentare in denen wir als Deutsche den Türken erklären, wie sie zu leben haben. Abgesehen davon leben in Kreuzberg noch mindestens 120 andere Nationalitäten und de Ballermannisierung hat hier längst die Verhältnisse umgekehrt.

    Ach ich werde doch immer wieder daran erinnert, dass es klug war Schöneberg schon vor über 10 Jahren den Rücken gekehrt zu haben (und ich habe dort viele liebe Freunde, die genauso denken). Ich habe schon vor Jahren gesagt, Maneo soll die Schablonen auf die Bildung packen und nicht auf den kulturellen Background. Aber ...

    Sorry ist lang geworden - aber ich habe nicht jahrelang dazu gelernt um meinen Mund zu halten.

    Stefan Reck
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#29 wiking77
  • 14.05.2015, 09:27h
  • schon komisch, wenn's dann wieder passt, ist "Rasse" wieder wichtig um den mehrheitlichen Durchschnitt mit "Rassimus" zu diffarmieren.

    Schwule Menschen mit Migrationshintergrund haben es schwer und haben an vielen Fronten zu kämpfen (Mehrheitsgesellschaft, Religionsgemeinschaft, Familie usw.). Aber warum soll sich deswegen die Mehrheit Asche aufs Haupt streuen. Dieses Getue ist so unnütz wie der Streit um Kaisers Bart.
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#30 goddamn liberalAnonym
  • 14.05.2015, 09:40h
  • Antwort auf #22 von Defragmentierung
  • "Ist GLADT vielleicht ein rechter Verein? "

    Ich glaub eher, die haben zuviel Seminare in 'Postcolonial Studies' besucht und darüber vergessen, dass die Türkei nie eine Kolonie war. Sondern eher eine Kolonialmacht.

    Zur 'Magie':

    Als ein Freund sich gegenüber seiner Mutter outete, sagte sie:

    "Allah wird sich schon etwas dabei gedacht haben, dass er Dich so gemacht hat."

    Fazit: Interkulturelle Sensibilität darf nicht in Feigheit umschlagen.
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