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Kommentare zu:
"Aktenzeichen XY" greift Mord an jungem Schwulen auf


#1 stephan
  • 20.05.2015, 13:53h
  • Hoffentlich redet der ältere KHK (vom BKA glaube ich) nicht wieder mit gespitzten Lippen von der 'Homosexuellen-Szene' als sei es eine ansteckende Krankheit! Der scheint auch noch nicht ganz im 21. Jh. angekommen zu sein!
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#2 Harry1972Profil
  • 21.05.2015, 02:53hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #1 von stephan
  • Mit Sicherheit wird da wieder "Homosexuellen-Szene" oder gar "Homosexuellen-Milieu" erwähnt.

    Direkt beschwert habe ich mich mal, als es um einen ermordeten 13 jährigen ging. Da faselte dieser Kriminalbeamte auch etwas davon, man suche noch Zeugen aus dem Homosexuellen-Milieu und verknüpfte dabei vermutlich ganz bewusst pädosexuelle Straftäter mit Homosexualität, obwohl er aus seiner Ermittlungstätigkeit wissen müsste, daß die meisten Pädosexuellen sich als hetero definieren, selbst die, die sich an Jungen vergehen. So kann man Ermittlungen natürlich auch in die falsche Richtung lenken, wenn vielleicht auch unbeabsichtigt.
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#3 AlbertAnonym
  • 21.05.2015, 13:42h

  • Meine Güte, macht euch doch nicht immer so wichtig mit eurer Waldorf- und Malbuch-Mentalität! Es gibt ein Homo-Milieu. Und im Dunstkreis desselbigen geschehen auch Straftaten. Hauptsache, der Mord wird aufgeklärt!
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#4 Harry1972Profil
  • 21.05.2015, 13:58hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #3 von Albert
  • Ein "Homo-Milieu" gibt es genauso, wie es ein "Hetero-Milieu" gibt, inklusive Dunstkreis und Straftaten.

    Von dem Heterosexuellen-Milieu spricht aber niemand und da liegt der Unterschied.
    Oder hast Du schonmal im Zusammenhand mit dem Mord an einer jungen Frau, die auf dem Heimweg von einer Disco ermordet wurde, gehört, daß von "Ermittlungen im Heterosexuellen-Milieu" geredet wurde?

    Eben.
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#5 AlbertAnonym
  • 21.05.2015, 14:10h
  • Antwort auf #4 von Harry1972

  • Dein unermüdlicher Drang nach einer vermeintlichen Gleichbehandlung der sexuellen Neigungen bei polizeilichen Ermittlungen in allen Ehren - nur ist der leider in diesem Fall völlig fehl am Platze.
    Denn erstens sind - und ich denke, dass man das ruhig glauben darf - die Ermittlungen so weit fortgeschritten, dass der Weg wohl zu einschlägig bekannten Homo-Treffs führt. Dass sich dort auch Personen aufhalten, die nicht gern öffentlich erkannt werden wollen (aus beruflichen oder familiären Gründen), macht solche Treffs eben zu einer "Szene" oder "Milieu" - nenn es doch wie du willst...
    Deshalb sind Ermittlungen in diesem Dunstkreis (auch diesen Begriff kannst Du dir wahlweise auch selber aussuchen - er entspricht in diesem Fall aber der Realität) sehr schwer.
    Kurz: Ich finde, seinen persönlichen Gleichberechtigungs- und Genderwahn sollte man nicht unbedingt unter diesem Artikel zum Ausdruck bringen.
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#6 QueerGeistProfil
  • 21.05.2015, 14:44hBerlin
  • Antwort auf #5 von Albert
  • Ich habe stark den Eindruck, dass du den Einwand von Harry1972 einfach nicht verstehen willst. Er führt an, dass die explizite Herausstellung nur bei Homosexualität geschieht, während es bei heterosexuellen Menschen nicht markiert wird. Das ist in der Tat ein massives Wahrnehmungsproblem und Medien, die eine derartige Rhetorik verwenden, sind oder stellen sich hier blind. So etwas nennt sich entweder Unreflektiertheit oder schlicht Ignoranz. Niemand bestreitet, dass es Orte gibt, die (fast) ausschließlich von schwulen oder bisexuellen Männern besucht werden, und niemand bestreitet, dass es (auch) hier Kriminalität gibt. Es geht einzig darum, dass der negativ konnotierte Begriff 'Milieu' suggeriert, diesen Orten wohne per se eine stärkere Kriminalität inne, als unmarkiert (heterosexuellen) Orten. Das ist schlicht falsch und schürt Vorurteile.
    Was du mit dem letzten Satz zum Ausdruck bringen möchtest, erschließt sich mir nicht. Was soll am Hinweisen auf das oben beschriebene Wahrnehmungsproblem 'Gleichberechtigungs- oder gar Genderwahn' sein? Und wie kann es falsche Gelegenheiten geben, auf Ungleichbehandlung hinzuweisen? Das verharmlost weder den Mord, noch nimmt es die möglichen Täter_innen in Schutz. Ich glaube nicht, dass du wirklich weißt, wovon du eigentlich sprichst.
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#7 Harry1972Profil
  • 21.05.2015, 14:59hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #5 von Albert
  • Es geht um die Generalisierung von Begrifflichkeiten und da spielst Du selbst doch ganz offensichtlich auch mit Begriffen, die herabwürdigen sollen.
    Oder wie kommst Du zu Aussagen wie "Waldorf- und Malbuch-Mentalität" und "Gleichberechtigungs- und Genderwahn"?

    Wenn ein junger Mann ermordet wird und er sich kurz zuvor in einer Cruising-Area aufgehalten hat, dann muss natürlich in die Richtung ermittelt werden.
    Kritikpunkt hier ist aber, daß das so nicht vermittelt wird. Es ist allzu oft nebulös von "Dunstkreisen" oder "Milieu" die Rede, was einer Stigmatisierung gleich kommt.

    Ein heterosexuelles Opfer würde in dem Fall als "lebenslustig" umschrieben, um anzudeuten, daß die Person sexuelle Kontakte gesucht hat.
    Es wäre von Bekanntenkreis und nicht von Dunstkreis die Rede, verstehst Du?
    Die Wortwahl ist ganz entscheidend.
    Spricht jemand von dem Homo-Milieu, dann transportiert er eine moralische Bewertung und das ist nicht hinnehmbar.
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#8 TheDadProfil
  • 21.05.2015, 15:12hHannover
  • Antwort auf #5 von Albert
  • Mit Gleichberechtigung hat das überhaupt nichts zu tun, und noch viel weniger mit "Gender-Wahn", der sich nur in den Köpfen solcher Leute wie Du einer bist, abspielt..

    Zunächst ist es ein erheblicher Unterschied ob man verunglimpfend von "Homo-Milieu" spricht, oder von einer Szene..

    Diese Szenen gibt es unter Heten nämlich auch..
    Aber kein Mensch spricht dort von "Milieu" um in Anlehnung an alte Strafrechtsvorschriften eine Verbindung mit dem "halbseidenem", dem "Rotlichtmilieu" herzustellen..

    Schwulen Kneipen wurde und wird damit nämlich per se unterstellt analog zur "Bier-Bar" ein reiner Ort der Anbahnung von Prostitution zu sein, was so nie stimmte..

    Dazu kommt dann noch diese "kleine Unverschämtheit" an der Ecke, mit der dann grundsätzlich unterstellt wird, der Täter könnte nur aus diesem "Milieu", diesem Dunstkreis stammen..

    Die Möglichkeit das der Junge Mann von einem Hetero-Täter aus völlig anderen Motiven heraus, die mit Sex überhaupt nichts zu tun haben, sondern mit Geld und ähnlichen Dingen, ermordet worden sein kann, wird hier von Anfang an komplett ausgeblendet..

    Mithin ein Grund warum Morde an Schwulen Männern eine schlechtere Aufklärungs-Quote haben, als andere Mord-Taten..

    Insgesamt verwendest Du hier immer noch die Sprache, die man aus der Berichterstattung Mitte der Achtziger Jahre im Fall Kiesling kennt, oder beim Mord an Walter Sedlmayr..

    Das zeigt hier nur, wie wenig sich die Leute in den vergangenen 15 Jahren seit dem Mord, und den letzten 30 Jahren seit Kiesling verändert haben..

    Nämlich gar nicht..
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#9 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 21.05.2015, 17:17h
  • Antwort auf #3 von Albert
  • @albert: "Es gibt ein Homo-Milieu. Und im Dunstkreis desselbigen geschehen auch Straftaten."
    aber auch im hetero-milieu geschehen straftaten. keiner kriminalisiert eine heterosexuelle gruppe, oder kennst du begriffe wie hausfrauen-milieu, eifersüchtige-väter-milieu???
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#10 bravoAnonym
  • 22.05.2015, 11:22h
  • Antwort auf #3 von Albert
  • dem kann ich nur zustimmen - dieses ständige gejammer. das ist mitllerweile so schlimm, dass mikroskopisch genau jeder kleine pups-krümel zum anlass genommen wird auch nur im ansatz was gender-beschämendes auslegen zu können. und es sind immer wieder dieselben jammer-trinen hier.

    da geht´s um die aufklärung in einem mordfall und manche haben nichts besseres zu tun als in ihrem politisch-vogue behafteten genderwahn darauf zu achten wie sich nen BKA-hansel im fernsehen artikuliert.

    völlig banane - sucht euch n hobby!
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#11 TheDadProfil
  • 22.05.2015, 12:54hHannover
  • Antwort auf #10 von bravo
  • ""darauf zu achten wie sich nen BKA-hansel im fernsehen artikuliert. ""..

    Das sich ein BKA-Mann irgendwie korrekt zu äußern hat, vor allem um das Andenken des Opfers nicht auch noch einmal im Nachhinein zu beschädigen, hat mit "genderwahn", den es nur in Köpfen wie Deinem gibt, gar nichts zu tun..

    Es ist allgemeiner Konsens über Verstorbene nicht abwertend zu sprechen..

    Interessanterweise gilt das für ermordete Schwule Männer dann nicht, wenn sich abwertend darüber geäußert wird, in welchen "Dunstkreisen", " dem Rotlichtmilieu nahe", oder gar von "Homo-Milieu" die Rede ist, um dem Opfer mindestens eine Mitschuld zuzusprechen, frei nach dem Motto, wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um..

    Die Schwule Szene ist so gefährlich wie andere Kneipen-Szenen auch..

    Und was hast Du sonst noch so für Hobby´s ?
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#12 Harry1972Profil
  • 01.06.2015, 14:16hBad Oeynhausen
  • Nun habe ich die Sendung gesehen, zumindest den Teil um den es hier geht.
    Offenbar hat die Mutter von Patrick 1999 keine Vermisstenanzeige erstattet sondern erst gut 14 Jahre später, auf Drängen der Geschwister des Mordopfers.
    Zwar war sie bei der Polizei in Stuttgart, hätte die Vermisstenanzeige jedoch in Marbach erstatten müssen. Warum sie das nicht getan hat, geht nicht eindeutig aus dem Filmbeitrag hervor jedoch vermute ich, daß sie sich geschämt hat, weil ihr Sohn sich "herumgetrieben" hat.
    Auch gibt es in dem Film eine Szene, in der die Mutter ihren Sohn fragt, ob er schwul sei und dieser angibt, es nicht zu sein.
    Gleichwohl verkehrte er aber in einem schwulen Bordell (wurde im Film so genannt) und liess sich von "älteren Homosexuellen" Geld und Geschenke machen, wie in der Nachbesprechung zu erfahren war.

    Insgesamt dürfte klar sei, daß die Mutter ursächlich schuld daranist, warum die Mordermittlungen erst so spät angelaufen sind.
    Der Filmbeitrag hingegen deutet in die Richtung "Mord im Rotlichtmilieu" obwohl durchaus denkbar ist, daß Patrick unter ganz anderen Umständen ums Leben gekommen ist.
    So könnten auch ehemalige Kumpels ihn bei einer homophoben Attacke umgebracht haben. Vielleicht ist er aber auch von einem Freier getötet worden.
    Ich denke, daß lässt sich wohl kaum noch klären, nach all den Jahren.
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