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Bischof Jean-Marie Lovey beim Händeschütteln im Schweizer Kanton Wallis (Bild: Diocèse de Sion)

  • 20. Mai 2015 59 2 Min.

Für Jean-Marie Lovey, katholischer Bischof von Sitten, ist Homosexualität eine "Schwäche der Natur".

Erst vor wenigen Wochen hatte Jean-Marie Lovey, der katholische Bischof von Sitten in der französischsprachigen Schweiz, es als "teuflisch" bezeichnet, wenn Lesben und Schwule für ihre Rechte zum CSD auf die Straße gehen (queer.de berichtete). Nun legte er in einem Interview mit der Walliser Zeitung "Nouvelliste" noch einmal nach.

Homosexualität sei "heilbar", erklärte der Bischof in dem am Dienstag veröffentlichten Gespräch. Der 64-Jährige sprach konkret von "psychologischen Heilmethoden". Seine Begründung: "Von Natur aus ist der Mensch männlich oder weiblich sexuell differenziert. Und er ist nur dann ganz Mensch, wenn er diese gegenseitige Ergänzung lebt." Auf die Rückfrage der Zeitung, ob er Homosexualität als Krankheit bezeichne, meinte Lovey: "Nein, es ist eine Schwäche der Natur."

Als "Beweis" für seine These führte der Bischof aus, dass eine Personen, die in Homosexualität lebe, darunter "leiden" würde, ebenso wie ihr Umfeld. Aber auch eine homosexuelle Person habe Würde, schob Lovey nach.

Lesbenorganisation Schweiz kritisiert "verbale Entgleisung"

Schweizer LGBT-Verbände verurteilten die Äußerungen des Bischofs scharf. "Wir verlangen von Bischof Lovey eine öffentliche Entschuldigung und den Rückzug seiner unbegründeten und trügerischen Äußerungen", heißt es in einer Stellungnahme von Pink Cross. "Homosexualität als eine Krankheit zu bezeichnen gefährdet nicht nur jeden einzelnen homosexuellen Menschen, sondern insbesondere auch durch alltägliche Homophobie konfrontierten Jugendlichen umso mehr."

Auch die Lesbenorganisation Schweiz (LOS) zeigte sich in einer Pressemitteilung "zutiefst schockiert und empört" über die "verbale Entgleisung": "Einmal mehr beleidigt ein Prälat der katholischen Kirche Tausende von Personen und vertritt eine mittelalterliche Meinung zur Sexualität", sagte Geschäftsleiterin Barbara Lanthemann. "Eine derartige Erklärung kann nur als Beleidigung und Provokation gegen viele Lesben und Schwule verstanden werden, die in einem Land leben, in dem es von nun an zum guten Ton gehört, zu behaupten, dass sie krank seien."

Jean-Marie Lovey, Jahrgang 1950, wurde erst im Juli des vergangenen Jahres von Papst Franziskus zum Bischof zum Sitten ernannt. Zuvor war er Generaloberer der Kongregation der Chorherren des Großen St. Bernhard. (cw)

-w-

#1 FinnAnonym
  • 20.05.2015, 08:36h
  • Es ist absurd, wenn ausgerechnet Mitglieder der Kinderschänder-Sekte andere als "teuflisch" bezeichnen, weil diese demokratische Grundrechte einfordern.

    Damit zeigt die katholische Kirche wieder mal, dass sie jenseits der Demokratie steht und als verfassungsfeindliche Organisation verboten gehört.
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#2 TimonAnonym
  • 20.05.2015, 08:38h
  • Gegen Hassprediger hilft nur eines:
    Kirchenaustritt

    www.kirchenaustritt.de/

    Nichts trifft diesen macht- und geldgeilen Konzern mehr, als wenn man denen Stück für Stück deren Macht und Geld nimmt.
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#3 HeinerAnonym
  • 20.05.2015, 08:47h
  • Wie lange wollen Politik und Justiz noch tatenlos zusehen, wie dieser menschenverachtende, scheinheilige Verein ungehindert hetzt und Amok läuft.
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