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60. Eurovision Song Contest

ESC-Finale aus Wien: Das sind alle Teilnehmer


Belgiens Loïc Nottet hat am meisten bei den Wettbüros aufgeholt. Was lange nach einem Duell zwischen Schweden und Australien aussah, könnte auch für Russland oder Italien ausgehen.

  • 23. Mai 2015 43 12 Min.

Queer.de stellt alle 27 Beiträge vor. Inklusive aller Tops, Flops, Homo-Faktoren und einer letzten Prognose.

Von Carsten Weidemann

Keine Chance für Ann Sophie? Schweden, Italien und Russland stehen bei den Wetten hoch im Kurs. Für Deutschland sieht es beim Finale des Eurovision Song Contests dagegen so schlecht wie schon lange nicht mehr aus. Als krasser Außenseiter kämpfen wir laut den neuesten Prognosen scheinbar nur noch verzweifelt darum, nicht Letzter zu werden.

Ab 21 Uhr beginnt die Live-Übertragung im Ersten sowie auf eurovision.de. Vorab überträgt das Erste ab 20.15 Uhr den "Countdown für Wien", auch RTL stimmt auf die Show ein. Die deutschen Punkte vergibt in diesem Jahr Barbara Schöneberger. In der deutschen Jury sitzen nur ESC-Nobodys: Mark Forster ("Flash mich"), Ferris MC ("Zur Erinnerung") und Johannes Strate ("Es tut mir weh dich so zu sehen") sowie die Sängerin Leslie Clio ("I Couldn't Care Less") und der Produzent Swen Meyer (Kettcar, Tomte). Ihre Wertung fließt zu 50 Prozent in das Endergebnis ein.

1. Slowenien: Maarya – "Here For You"
Top: Der Pop-Song mit Geigenuntermalung gehört zu den modernsten Liedern im Wettbewerb und verschafft den Slowenen ein Platz im erweiterten Favoritenkreis.
Flop: Stricklieselalarm! Das weiße Kleid von Marjetka sieht furchtbar altbacken aus und die Kopfhörer erscheinen besonders sinnlos.
Homo-Faktor: Marjetkas Ehemann Aleš Vovk alias "Raay" ist süß und lacht und zwinkert zwischendurch in die Kamera.
Prognose: Eine knackige Eröffnung, die dank Outfit und Kopfhörer gleich für Lästerpotential sorgt. Das beste Ergebnis für Slowenien aller Zeiten ist möglich!

2. Frankreich: Lisa Angell – "N'oubliez pas"
Top: Eine Friedensbotschaft! Keine Frage, die Dame kann singen und ihr Titel kommt aus der guten alten Chanson-Schule.
Flop: Lisa Angell wirkt wie eine Kassiererin von Lidl, die sich schnell den Abendfummel übergeworfen hat – da fehlt es an Glanz und Glamour.
Homo-Faktor: Das ganz große Divengefühl will hier nicht so richtig aufkommen, das machen Griechenland, Spanien und vor allen Dingen Russland besser.
Prognose: Wer sollte dafür anrufen? Wird sich vermutlich weit hinten wiederfinden.



3. Israel: Nadav Guedj – "Golden Boy"
Top: Sorgt als einer der wenigen Beiträge für echte Partystimmung!
Flop: Das ist natürlich absoluter Trash! Ein schrecklicher Text ("I'm a golden boy, come here to enjoy, I'm the king of fun") und die Döner-Stimmung des Refrains.
Homo-Faktor: Nadav ist zwar erst 16, sieht aber älter aus. Vor allen Dingen sind es aber die wild um ihn herumtanzenden Jungs, die lecker aussehen.
Prognose: Extrem schwer einzuschätzen. Der Party-Bonus könnte letztendlich aber für einen Platz in der ersten Hälfte des Tableaus reichen.

4. Estland: Elina Born & Stig Rästa – "Goodbye To Yesterday"
Top: Einer der stimmungsvollsten Beiträge mit großartiger Lichts- und Bühnenshow und den intensiven Blicken der beiden Interpreten. Ganz starker Favorit und Gänsehaut!
Flop: Da wird nicht gelacht – das Lied ist schließlich traurig. Kann sich Europa für ein solch ernstes Lied mit 60s-Feeling erwärmen?
Homo-Faktor: Stig Rästa spielte einen Schwulen auf der Bühne: In der estnischen Fassung des Musicalerfolgs "Frühlings Erwachen", das auf dem weltberühmten Roman von Frank Wedekind basiert, war er als Moritz zu sehen.
Prognose: Singen mit den Top-Favoriten ganz oben mit. Nach zwei schlechten Platzierungen geht es dieses Jahr wieder aufwärts!

5. Großbritannien: Electro Velvet – "Still In Love With You"
Top: Immerhin, hier schläft keiner ein. Zudem ist das Genre Electro-Swing so etwas wie ein Underground-Hit.
Flop: Kämpft mit Israel um die Trash-Krone. Das Lied ist fast ebenso albern (kennt noch einer "Doop"?). Bianca wirkt wie eine ferngesteuerte Puppe.
Homo-Faktor: Nur für kleine Jungs, die schrill bunten Quatsch mögen!
Prognose: Haben die Briten wirklich nichts anderes zu bieten? Ein Armutszeugnis, das sich in die lange Reihe von Flops der letzten Jahre einreihen wird.

6. Armenien: Genealogy – "Face The Shadow"
Top: Drama, Baby, Drama. Hier wackeln die Wände und das Sextett singt so lange, bis der gesamte schwarz-lila Wald hinter ihnen – gefühlt – zusammenbricht.
Flop: Die letzte halbe Minute verlangt den Zuschauern alles ab. Das übersteigt die Grenzen des Ertragbaren.
Homo-Faktor: Wer nicht genug von kreischenden, hohen Stimmen bekommen kann und Céline Dion mit samt ihren diesjährigen Töchtern als zu harmlos erachtet, bekommt hier ein feuchtes Höschen.
Prognose: Könnte im Osten durchaus einschlagen, aber letztendlich zu schwermütig, um richtig viele Punkte einzukassieren.

7. Litauen: Monika Linkyte & Vaidas Baumila – "This Time"
Top: Das ist schon sehr sonnig und neutralisiert die bedrohliche Stimmung von Armenien wieder etwas.
Flop: Gesanglich war das im Halbfinale etwas wackelig. Auch sonst stimmt die Chemie hier nicht 100%.
Homo-Faktor: Links und rechts von Monika und Vaidas ganz genau auf den Kuss-Moment achten: Hier dürfen auch ein schwules bzw. lesbischen Paar ran. Mutig für Litauen!
Prognose: Liebe Belanglosigkeit, die überraschend den Finaleinzug schaffte. Das war's dann aber auch…

8. Serbien: Bojana Stamenov – "Beauty Never Lies"
Top: Die Stimme und Ausstrahlung von Bojana ist gewaltig und hätte den Firlefanz drumherum nicht nötig.
Flop: Die Tänzer sind total unnötig und reißen Bojana mithilfe von "Trickumhängen" endgültig ins Verderben.
Homo-Faktor: Immer wieder dabei: die schwule Disco-Hymne mit 90s-Beats.
Prognose: Disco-Kracher dieser Machart landeten in den letzten zehn Jahren regelmäßig ganz hinten, vor allen Dingen, wenn drumherum soviel Mist passierte.



9. Norwegen: Mørland & Debrah Scarlett – "A Monster Like Me"
Top: Die Chemie stimmt! Kommt ohne große Show und jeglichen Schnickschnack aus. Gänsehaut-Feeling garantiert!
Flop: Der großartige Text geht unter die Haut, doch wer hört schon auf den beim ersten Durchlauf?
Homo-Faktor: Kjetil Mørland zählt unter anderem den frühen Elton John und David Bowie zu seinen großen Idolen.
Prognose: Der größte Geheimtipp in diesem Finale! Alles ist möglich!

10. Schweden: Måns Zelmerlöw – "Heroes"
Top: Die Bühnenshow ist erste Sahne – der Song eingängig ohne Ende. Måns Zelmerlöw ist zudem ein Vollprofi!
Flop: Die Schweden sind sich wie jedes Jahr sehr siegessicher und lassen sich das leider all zu sehr anmerken.
Homo-Faktor: Måns ist eine Augenweide, bei schwulen Fans aber aufgrund homophober Äußerungen heftig umstritten.
Prognose: Alles außerhalb der Top 3 wäre eine Riesenenttäuschung für das schwedische Team oder eine späte Genugtuung für uns.

11. Zypern: John Karayiannis – "One Thing I Should Have Done"
Top: Die Ruhe nach dem Sturm, der Zypriote setzt auf leise Folk-Klänge.
Flop: Der Song könnte zwischen den Knallern von Schweden und Australien leicht in Vergessenheit geraten.
Homo-Faktor: Süßer Kerl im Anzug! Dazu ein kleines Backstreet-Boys-Feeling.
Prognose: Viel zu lieb, Måns und Guy werden ihn kräftig… hinweg singen.



12. Australien: Guy Sebastian – "Tonight Again"
Top: Geht ohne Umwege sofort ins Ohr! Ein top produzierter Ohrwurm, der auch im Radio gute Chancen hat. Zudem rührt Guy seit Wochen die Werbetrommel. Aus der Gerüchteküche: Gewinnt Australien, findet der ESC wegen der Zeitverschiebung in Deutschland statt!
Flop: In Australien ist Guy ein Megastar, jedoch scheiterten bislang alle Versuche, ihn auch international zu lancieren. Ein böses Omen?
Homo-Faktor: Hetero Guy Sebastian galt als bibelfester Christ, bekam aber Ärger mit seiner Kirche, als er 2012 verkündete, dass er die Homo-Ehe unterstütze und für gleiche Rechte sei.
Prognose: Kraftvoller Pop mit einem mehr als überzeugenden Protagonisten – hat viel vom berühmten "kleinsten gemeinsamen Nenner", mit dem sich ganz Europa anfreunden kann.

13. Belgien: Loïc Nottet – "Rhythm Inside"
Top: Neben Lettland sicher die kunstvollste, avantgardistischste Aufführung in diesem Jahr. Und der coole Song ragt ebenfalls heraus!
Flop: "Rhythm Inside" ist sehr modern und elektronisch, ob sich dafür auch ältere Menschen erwärmen können?
Homo-Faktor: Das Gerücht, dass der blonde Schnuckel mit der androgynen Stimme schwul ist, hält sich hartnäckig. Mit 19 hat er ja noch alle Zeit der Welt, sich zu entdecken.
Prognose: Könnte für Sensation sorgen, denn in den Wetten steigt Loïc von Tag zu Tag! Mittlerweile hat er die Top 5 und zahllose Download-Charts in Europa erreicht.

14. Österreich: The Makemakes – "I Am Yours"
Top: Leadsänger Dominic "Dodo" Muhrer hat eine richtig geile Stimme mit viel Gefühl, die der Soulballade Leben einhaucht.
Flop: Der brennende Flügel – ein bisschen "too much".
Homo-Faktor: Der sechste männliche Act in der Startreihenfolge – extrem selten beim ESC. Und auch wieder gutaussehend, wenn man auf Jungs mit 70s-Matte steht. Witzig: Die Jungs coverten auch schon "Ur So Gay" von Katy Perry.
Prognose: Ein schönes, gut dargebotenes Lied – das darf nicht untergehen!

15. Griechenland: Maria Elena Kyriakou – "One Last Breath"
Top: Perfekte Inszenierung, eine tolle Stimme und ein geschickter Aufbau. Gute Zutaten für einen großen Kitschmoment!
Flop: Es sind viele starke Balladen mit dem gewissen Etwas (Norwegen, Italien, Estland) im Finale vertreten, dagegen wirkt "One Last Breath" ein bisschen antiquiert.
Homo-Faktor: So wie die Serbien die typische Gay-Disco-Hymne schmettert, vertritt Maria Elena die Schmalz-Diven-Fraktion. Céline Dion wäre verzückt.
Prognose: 12 Punkte aus Zypern! Ansonsten wird das leider nur für das Mittelfeld reichen, trotz Jury.

16. Montenegro: Knez – "Adio"
Top: Die typische Balkan-Ballade darf einfach nicht fehlen. Und singen kann Knez!
Flop: Komponist und Superstar Željko Joksimovic hatte schon beeindruckendere Songs am Start. Auch der Ausdruckstanz wirkt zu bemüht.
Homo-Faktor: Für die Altherrenrunde sicher nicht ganz uninteressant.
Prognose: Letztes Jahr hatten die Montenegriner eine stilistisch ähnliche, aber wesentlich schönere Melodie am Start und gingen gnadenlos unter.



17. Deutschland: Ann Sophie – "Black Smoke"
Top: In den Proben zeigte Ann Sophie keine Nerven und zog ihre elegant inszenierte Show routiniert durch. Auch stimmlich hat sie ihren souligen Ohrwurm fest im Griff.
Flop: Alle haben sich gegen Ann Sophie verschworen: Wetten, Presse, viele Fans – fast alle sehen die Newcomerin ganz hinten. Auch in den Charts ist "Black Smoke" bisher ein Desaster. Platz 29 in Deutschland – so schlecht war zuletzt Lou, als sie 2003 mit "Let's Get Happy" komplett an den Charts vorbei rauschte.
Homo-Faktor: Kein wirklicher, außer das wir sie gerne dazu einladen, sich bei uns auszuheulen, wenn es am Ende doch nicht geklappt hat.
Prognose: Die Konkurrenz ist einfach zu stark, ein Platz in der oberen Hälfte des Tableaus wäre eine (schöne) Überraschung!

18. Polen: Monika Kuszynska – "In The Name Of Love"
Top: Der Rollstuhl ist wirklich egal: Mutmacherin Monika sieht toll aus, zeigt Bein und singt ordentlich.
Flop: Wo sind denn die drallen Butterstampferinnen aus dem letzten Jahr??? Stattdessen gibt es soviel Kitsch, dass man gar nicht mehr auf das Lied achtet.
Homo-Faktor: Rosa, rosa, rosa!
Prognose: Das verwässerte Lied, das nicht hängen bleibt. Leider die schwächste Ballade des Abends.

19. Lettland: Aminata – "Love Injected"
Top: Ein Fest für die Augen, die opulente Inszenierung gehört zu den stärksten Momenten des diesjährigen Contests.
Flop: Das Lied ist gut und anspruchsvoll, hat aber viele Höhen, die bei vielen Zuschauern sicher schräg ankommen und als "kreischen" wahrgenommen werden.
Homo-Faktor: So ein Kleid hatte Homo-Ikone Diana Ross in ihren besten Zeiten an. Ein Traum für jede Drag Queen!
Prognose: Lettland überwindet endlich seine Pechsträhne und mischt wieder vorne mit.

20. Rumänien: Voltaj – "De la capat – All Over Again"
Top: So viele ernste Themen beim ESC gab es selten: Hier geht es um das Schicksal alleingelassener Kinder! Die rührende Geschichte wird von Glatzkopf Calin Goia sehr überzeugend vorgetragen.
Flop: Die Bilder von traurigen Kinder berühren, könnte vom feierwütigen Eurovisionsvolk aber auch als zu anbiedernd empfunden werden.
Homo-Faktor: Goia zeigte keine Berührungsängste und sang beim "Life Ball" mit Dana International, Jedward und Conchita Wurst den ABBA-Klassiker "Waterloo".
Prognose: Wird sicher nicht ganz hinten landen, aber leider auch nicht vorne.



21. Spanien: Edurne – "Amanecer"
Top: Endlich wieder so etwas wie ein Trickkleid. Das darf nicht fehlen! Edurne ist außerdem eine Augenweide und singt stark. Außerdem steht hinter dem Song der ESC-Gewinner Thomas G:son (2012, "Euphoria") – das bürgt für Qualität!
Flop: Extrem viele Höhen im Lied und die etwas konfuse Fantasy-Inszenierung.
Homo-Faktor: Von dem gut gebauten Beau im Hintergrund würde sich bestimmt so mancher den Umhang herunterreißen lassen.
Prognose: G:son-Kompositionen segeln in der Regel in die Top 10, die sind auch dieses Jahr mit einem Bombenauftritt drin.

22. Ungarn: Boggie – "Wars For Nothing"
Top: Das Folk-Feeling und die unaufgeregte Performance von der wunderbaren Boggie und ihrem Background-Chor. Die Friedensbotschaft braucht keinen großen Tamtam.
Flop: Ein leises Lied wird immer wieder gerne als Pipi-Pause missbraucht. Hier liegt das große Risiko für Boggie und Co.
Homo-Faktor: Ein kleiner im ungarischen Vorentscheid, denn Boggie konnte sich u. a. knapp gegen den offen schwulen Sänger Zoltán Mujahid durchsetzen.
Prognose: Gehört nach wie vor zu den Geheimtipps im Finale, ein guter Platz ist nach wie vor drin.

23. Georgien: Nina Sublatti – "Warrior"
Top: Nina Sublatti wuchs in den Proben und im Halbfinale über sich hinaus und zeigte eine sehr gute Leistung.
Flop: Düster und aggressiv – scheint eine georgische Angewohnheit zu sein.
Homo-Faktor: Nur was für Lesben mit Lackfetisch!
Prognose: Die rockige Nummer hebt sich gehörig ab! Gehört zu den Überraschungskandidaten, die an den Top 10 kratzen können.



24. Aserbaidschan: Elnur Hüseynov – "Hour Of The Wolf"
Top: Eine gute schwedische Wolfsballade im asberbaidschanischen Schafspelz!
Flop: Die Tänzer im Wolfsrausch! Und warum kreischt und jault Elnur dazu noch schlimmer als die Griechin und der gesamte armenische Chor zusammen?
Homo-Faktor: Elnur ist ein Charmebolzen und wickelte die Fans mit seinem "Conchita UR Unstoppable"-T-Shirt schon bei den Proben um den kleinen Finger. Sein Land ist nicht ganz so freundlich.
Prognose: Bereits letztes Jahr gingen die Aserbaidschaner mit einer gefühlvollen Ballade baden. So wird es ihnen wohl auch dieses Jahr ergehen.

25. Russland: Polina Gagarina – "A Million Voices"
Top: Stimmlich übertrumpft Polina fast die gesamte Konkurrenz. Dazu sind Licht, Effekte und das Bühnenbild auf den Punkt! Kurz: Ein Traum!
Flop: Will irgendwer wirklich nächstes Jahr nach Russland? Nö, oder? Ganz oben ja, gewinnen bloß nicht!
Homo-Faktor: In Sachen großes Diven-Drama die absolute Königin des Abends. Dazu wehen die Regenbogenfahnen in der Wiener Stadthalle.
Prognose: Zu Recht ein Top-Favorit. Sie wird um die Krone kämpfen!

26. Albanien: Elhaida Dani – "I'm Alive"
Top: Eine schöne Lady singt ein nettes Lied für starke Frauen und hat auch eine dementsprechende Ausstrahlung.
Flop: Sie gewann "The Voice" in Italien, im Halbfinale patzte sie allerdings einige Male.
Homo-Faktor: Mit der aufrichtigen Frauenbotschaft geht sie bei Lesben auf Stimmenfang.
Prognose: Die Finalqualifikation kam für viele Zuschauer überraschend. Wenn sie wieder so daneben singt, wird sie wohl recht weit hinten landen.

27. Italien: Il Volo – "Grande amore"
Top: Il Volvo sind blutjung, stimmgewaltig und sehen gut aus. Darüber hinaus passt auch die üppige Ballade perfekt zu den Jungs.
Flop: Extrem dick aufgetragener Operettenbombast floppte unter anderem in den Jahren 2011 (Frankreich) und 2007 (Lettland).
Homo-Faktor: Die smarten Jungs tourten schon mit Homo-Ikone Barbra Streisand und sangen mit ihr den Charlie-Chaplin-Klassiker "Smile".
Prognose: Dick aufgetragener Edel-Kitsch, der sich dank hervorragender Proben weiterhin im Favoritenkreis bewegt. Zudem am Schluss platziert!



Unsere Prognose für die Top 10 (in der Startreihenfolge): Slowenien, Estland, Norwegen, Schweden, Australien, Belgien, Lettland, Ungarn, Russland, Italien. Die Außenseiter-Chancen gehen nach Georgien und Spanien dank starker Auftritte. Die frühen Startpositionen der Lange-Zeit-Favoriten und die späten Positionen für Russland und Italien lassen die Frage, wer gewinnen wird, weit offen.

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#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 23.05.2015, 14:05h
  • Weidemann ab in die Wüste, wenn einer vom megageilen Ethno-Orient-Popsound, der richtig steil geht gedanklich auf "Döner-Stimmung" kommt, dann erlaube ich es mir, das als typisch tuntenchauvinistische, rassistische Kackscheiße zu bezeichnen und der Text im Refrain ist der Hammer, bester Pop, keinesfalls trash. Und dann dieser verklemmte Hinweis auf das ältere Aussehen des 16-Jährigen, Das propere Bürschchen ist scharf und hat eine grandiose Bühnenpräsenz - basta.

    Okay, aber wegen der treffenden Einschätzung zu meinem zweiten Favorit (Estland) verzeihe ich Weidemann noch einmal, bist gerade noch mit einem blauen Augen davon gekommen, Sweetheart.
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#2 MinkAnonym
  • 23.05.2015, 15:07h
  • "Gewinnt Australien, findet der ESC wegen der Zeitverschiebung in Deutschland statt!"

    Verstehe ich nicht... :-(

    Steht nicht schon fest, dass der esc2015 dann in London ist?

    Allen eine schöne ESC-Party!
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#3 minkAnonym