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Der linke Vorderreifen des Paradewagens wurde mit einem Messer aufgeschlitzt (Bild: Schwusos NRW)

  • 24. Mai 2015 10 2 Min.

Die Lesben und Schwulen in der NRW-SPD vermuten einen "homophoben Anschlag", der ihre Teilnahme an der CSD-Parade verhindern sollte.

In der Nacht zum 23. Mai, dem Tag der CSD-Parade in Düsseldorf, wurde der Paradewagen der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der NRW-SPD (Schwusos) mutwillig beschädigt. Offensichtlich wurde der linke Vorderreifen absichtlich mit einem Messer aufgeschlitzt.

Da der PKW, der über Nacht auf einem Düsseldorfer Parkplatz abgestellt wurde, schon mit politischen Botschaften wie "Homophobie ist eine Bildungslücke" dekoriert war, vermuten die Schwusos, dass es sich gezielt um einen "homophoben Anschlag handelt, der darauf abzielte, die Teilnahme an der CSD-Parade zu verhindern". Partei-Logos oder andere Abbildungen waren nach Angaben der Schwusos zum Zeitpunkt der Beschädigung noch nicht angebracht – dies sollte erst kurz vor der Demo passieren.

Schwusos wollen Strafanzeige stellen

"Es ist unfassbar, dass solch ein mutwilliger Akt des Vandalismus eine friedliche Demonstration für Akzeptanz und Vielfalt sabotieren wollte", kommentierte Sascha Roncevic, Leiter der CSD-Kampagne "Homophobie ist eine Bildungslücke", den Vorfall. "Hier wird deutlich, dass Homophobie auch in unserer Zeit nicht nur unterschwellig vorhanden ist, sondern auch offen und gewaltig zu Tage tritt. Die Tatsache, dass eine Parteizugehörigkeit des PKWs nicht zu erkennen war, zwingt uns, diesen feigen Anschlag nicht nur gegen uns gerichtet zu sehen. Es handelt sich vielmehr um einen Akt gegen alle offenen lebenden Schwule, Lesben, Bi- oder Transsexuellen!"

Schwusos-Landeschef Fabian Spies zeigte sich erleichtet, dass der zerstörte linke Vorderreifen rechtzeitig auffiel und ausgetauscht werden konnte. "Nicht auszudenken, wenn es aufgrund der Manipulation während der Parade zu einem Unfall gekommen wäre. Hier wäre die Gesundheit und das Leben von Paradeteilnehmer und Zuschauern akut gefährdet gewesen."

Die Schwusos kündigten an, Strafanzeige gegen Unbekannt zu erstatten.


Die Paradeteilnahme gelang den Schwusos in letzter Minute

An Düsseldorfs 12. CSD-Parade unter dem Motto "Unser Dorf" beteiligten sich am Samstag mehrere Tausend Menschen. Eröffnet wurde die Demonstration um 14 Uhr vom neuen Oberbürgermeister Thomas Geisel. Der SPD-Politiker hatte am Pfingst-Wochenende auch erstmals eine Regenbogenflagge am Rathaus gehisst (queer.de berichtete). (cw/pm)

Galerie:
CSD Düsseldorf 2015
45 Bilder

#1 Harry1972
  • 25.05.2015, 08:31hBad Oeynhausen
  • "...dass eine Parteizugehörigkeit des PKWs nicht zu erkennen war..."

    Ja nee, is klar. Da steht ja auch bloß www.nrwschwusos.de an der Seite. Also komplett anonym, der Karren.

    Auf die Idee, daß da jemand aus den "eigenen Reihen" den Reifen aufgeschlitzt hat, um sich für die 11% Gleichstellung zu bedanken, kommen die gar nicht oder verdrängen es.
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#2 NRWCoronaExtra-deAnonym
  • 25.05.2015, 09:45h

  • ...oder die Tatsache, dass in Cities andauernd Lack zerkratzt oder Reifen aufgestochen werden, einfach aus Spaß an der Freud (auch wenn ich den Lustertrag dabei nicht nachvollziehen kann)...

    ES MUSS HOMOPHOBIE SEIN.
    ES MUSS.
    Es muss.
    Bestimmt.
    Oder so.

    PS: Dieser Post war anonym und hat nichts mit dem NRW-Landesverband von CoronaExtra zu tun, auch wenn die Internetadresse angegeben ist.
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#3 thecrowAnonym
  • 25.05.2015, 10:57h

  • Ich fand den Slogan "Homophobie ist eine Bildungslücke" unglücklich gewählt. Soll man das also zuerst lernen, oder wie?
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