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Kommentare zu:
Ehe für alle: Berliner CDU lässt die Mitglieder abstimmen


#1 ForMarriageEqualityAnonym
#2 GeorgGAnonym
  • 05.06.2015, 08:34h
  • " hätten Parteifreunde wie Jens Spahn Argumente, "die gewichtig sind, und die ich ernst nehme"

    Ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, die CDU von innen(!) heraus zu reformieren.

    Queer.de sollte aufhören, auf Leute wie Jens Spahn herum zu hacken, sondern ihm danken für seine schwierige Tätigkeit in der CDU.
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#3 VeganBearEhemaliges Profil
  • 05.06.2015, 08:40h
  • Wenigstens mal nicht GANZ so selbstherrlich und starrsinnig wie die CDU als Ganzes...

    ...am End' muß die Partei noch einsehen, daß ihre Mitglieder mehrheitlich FÜR die Eheöffnung sind?

    Wenngleich ich hier nun wirklich nichts "pro CDU" äußern möchte (ich komme ursprünglich aus Bayern und bin quasi unter CSU-"Diktatur" aufgewachsen), aber das wäre ja wenigstens mal ein WINZIGER Silberstreif am Horizont.
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#4 Simon1979Anonym
  • 05.06.2015, 08:51h
  • Ein sehr richtiger und wichtiger Hinweis, die Lesben und Schwulen in der Union verdienen unsere Unterstützung!
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#5 retfgf4ertgrAnonym
  • 05.06.2015, 09:11h
  • Augenwischerei.

    Im Bundesrat wird Mitte Juni darüber abgestimmt. Berliner CDU will aber viele Wochen diskutieren. Dh Berlin wird im Bundesrat nicht dafür stimmen.

    Ziel der Berliner CDU ist die Ehe zu blockieren ohne in der Großstadt Wähler zu verlieren. Der Plan: Diskriminierung über die Zeit. Man tut so als sei man offen in dr Frage Eheöffnung, wählt aber ein internes Abstimmungsverfahren mit laaaaaaaangem Zeithorizont. Bis das interne Abstimmungsverfahren durch ist, ist die Eheöffnung schon längst wieder in der medialen Versenkung verschwunden und dann wird die Berliner CDU das Thema natürlich "vergessen".

    Durchsichtiges homophobes Ablenkungsmanöver.

    Und wie ich sehe, fallen hier viele drauf rein. Ist schon ziemlich peinlich, wenn man auf durchsichtige Manöver der Homohasserpartei CDU reinfällt.
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#6 SilencioProfil
  • 05.06.2015, 09:22hBerlin
  • Hier wäre DIE Gelegenheit gewesen für die CDU, sich als Großstadtpartei zu präsentieren. Sie vergibt leichtfertig eine große Chance. Sie hätte durchaus argumentieren können, dass die SPD als stärkerer Koalitionspartner das Ja forciert. So legt die CDU einfach ein Veto ein und blockiert so eine Möglichkeit Stimmen aus dem Lager zu bekommen, der etwas moderner und liberaler denkt. In der Hinsicht hat Spahn tatsächlich Recht, wenn er sagt, es gehe hier nicht nur um die Ehe, sondern um ein generelles Image, dass der CDU in Großstädten jedenfalls schadet.
    Jammern darf die Partei nicht, wenn sie in keiner einzigen Großstadt mehr führende Partei ist, da hilft auch kein Großstadtbeauftragter.
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#7 undertow_Anonym
  • 05.06.2015, 09:29h
  • Antwort auf #5 von retfgf4ertgr
  • Berlin hätte aber auch ohne diese Mitgliederbefragung nicht dafür gestimmt im Bundesrat. Und natürlich ist das allein die Schuld der CDU. Aber diese Mitgliederbefragung wird den Druck auf Merkel erhöhen, kommt sie doch aus ihrer eigenen Partei. Ich glaube, dass ihr DAS viel mehr zu denken geben wird, wenn die Mehrheit der Berliner Mitglieder pro Ehe für Alle ist.
    Vielleicht ziehen ja andere Landesorganisationen nach. Zu hoffen wäre es.

    Du hast aber vollkommen recht, dass man diese Befragung jetzt nicht als Beruhigungspille hinnehmen soll. Ganz im Gegenteil: der Druck muss aufrecht erhalten bleiben! Solange bis die Eheöffnung beschlossen ist!
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#8 David77Anonym
#9 GeorgFalkenhagenProfil
#10 SilencioProfil
  • 05.06.2015, 10:14hBerlin
  • Antwort auf #8 von David77
  • Was USA angeht, da ist meine Hoffnung nicht so groß, dass es da ein für alle Bundesstaaten geltendes Urteil geben wird. Der Supreme Court wird eher eine kleine Lösung suchen, denn es ist ziemlich gespalten in konservative und liberale Richter, wobei die Konservativen leicht in der Überzahl sind. Kennedy (auf den es wahrscheinlich ankommt) hat im Kalifornien-Fall betont, dass den Bundesstaaten die Rolle zukommt, ob die Ehe eingeführt werden soll. Er hat damit den Supreme Court in gewisser Weise als nicht zuständig erklärt. Das Problem, das aber jetzt auftaucht, welches Recht gilt, wenn ein legal verheiratetes Paar in einen Staat zieht, wo die Ehe zwischen Mann und Mann / Frau und Frau verboten ist. Da bin ich gespannt, was Kennedy dazu zu sagen hat.
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#11 234zutjhgfdAnonym
  • 05.06.2015, 10:43h
  • Antwort auf #8 von David77
  • Tja, weißt du, dass es Ende Juni nochmal ein Aufflammen des Themas geben wird, das hat die CDU schon längst eingeplant. Deswegen soll es ja auch viele Wochen dauern bis überhaupt erstmal das Abstimmungsverfahren bestimmt wurde.

    Und Spätestens irgendwann im Juli fängt das große Sommerloch an, und dann vergehen viele Wochen bis irgendwann im September, bis die Politik wieder richtig aufwacht. Und dann aber ist, durch die vielen Wochen des Sommerlochs, das Thema gleichgeschlechtliche Ehe wieder in der medialen Versenkung verschwunden. Und dann gibt es nichts mehr was die CDU noch daran hindern kann das Thema einfach zu verschweigen und die Diskriminierung fortlaufen zu lassen.

    Ich erinnere auch daran, dass es in absehbarer Zeit auch kein Bundesverfassungsgerichtsurteil in Deutschland geben wird, weil es immer noch keine Klage zum vollen Adoptionsrecht gibt. Das heißt wir werden nach der Eheöffnung in den USA einen sehr langen Zeitraum von vielen, vielen Monaten haben, vielleicht sogar von mehr als einem Jahr, in dem das Thema Eheöffnung in der medialen Versenkung verbleibt.

    Und wer weiß, vielleicht wird das Erdbeben nach der Eheöffnung in den USA nicht ganz so heftig ausfallen wie wir uns das wünschen würden. Und im Übrigen hat Merkel schon vorgesorgt, indem sie nämlich nach der Eheöffnung in Irland nur einen winzigen Teil der Rechte der Lebenspartnerschaften denen der Ehe gleichgestellt hat. Die weitaus größere Zahl der noch bestehenden Ungleichbehandlungen will benutzt sie als Puffer für das Erdbeben aus der Eheöffnung in den USA. Dann wird die tagesschau wieder darüber berichten, dass die Regierung ein weiteres Gesetz zur Gelichstellung auf den weg gebracht hat, wie es in der tagesschau immer so schön heißt. Aber ich kann dir schon jetzt sagen, dass die Merkel garantiert nicht die Ehe öffnen lässt. Die will unsere Diskriminierung nämlich unbedingt noch verwenden um Wählerstimmen aus dem homophoben Teil der Bevölkerung zu gewinnen und dazu braucht sie eine rechtliche Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Paaren.

    Ihr habt alle nicht begriffen was für ein mieser Sauhaufen die CDU ist. Ich beobachte das schon seit vielen Jahren. All diese Taktikmanöver der CDU dienen nur dazu den Druck abzulassen oder abzufedern, im Kern will man beim Diskriminieren hart bleiben. Erinnert ihr euch noch an 2012/2013, wo die steuerrechtliche Gleichstellung ein großes Thema war? Da hat sogar die heute-show darüber berichtet dass die CDU die Homo-Ehe gleichstellen will bzw. das zumindest überlegt. Aber am Ende dieser für die CDU gelungen PR-Kampagne ist die CDU genauso hart geblieben beim Diskriminieren wie zuvor auch. Und warum hat die CDU das gemacht? Weil 2013 Bundestagswahlen waren! Und da die CDU mit diesem Manöver positive Erfahrungen gemacht hat, will sie das jetzt auch wann immer möglich machen. Und offensichtlich will die CDU das nun in Großstädten so machen, d. h. Offenheit bei der Gleichstellung antäuschen um ihre Defizite in Großstädten zu glätten.

    Oder kennt ihr noch die Geschichte der Wilden 13 aus der CDU? Die Wilden 13 wurden in queeren Medien glorifiziert, quasi wie Helden. Aber auch diese PR-Aktion lässt sich durch einen nüchternen Blick auf die Fakten entlarven. Fast alle der Wilden 13 haben bei namentlichen Abstimmungen im Bundestag IMMER GEGEN die rechtliche Gleichstellung gestimmt. Das sind Fakten. Konkretes Beispiel, damit ihr es noch besser kapiert: ich musste wirklich kotzen als hier auf queer.de diese Nadine Schön (CDU), die zu den Wilden 13 der CDU gehörte, positiv dargestellt wurde. Ein nüchterner Blick auf deren Verhalten bei namentlichen Abstimmungen zeigt, dass sie in acht von acht namentlichen Abstimmungen im Bundestag, wo es um rechtlcihe Gleichstellung ging, GEGEN die Gleichstellung gestimmt hat. Also in allen acht! Gegen gleiche Rechte. Es ist ziemlich dumm auf diese miesen, durchsichtigen Politikmanöver der CDU reinzufallen!

    Ich find es immer schlimm wenn sogar queere Medien darauf reinfallen.
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#12 panzernashorn
#13 reiserobbyEhemaliges Profil
#14 SilencioProfil
#15 Patroklos
  • 05.06.2015, 11:43h
  • Herr Henkel, ich prophezeie Ihnen jetzt bereits, daß die Mehrheit Ihrer Mitglieder FÜR die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule stimmen wird!
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#16 userer
  • 05.06.2015, 11:47h
  • Ehe für alle: Berliner CDU lässt die Mitglieder abstimmen

    Ehe für Linkshänder: Berliner CDU lässt die Mitglieder abstimmen

    Ehe für Rothaarige: Berliner CDU lässt die Mitglieder abstimmen

    Ehe für Braunäugige: Berliner CDU lässt die Mitglieder abstimmen
    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    Solche Abstimmungen sind per se diskriminierend.
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#17 hugo1970Ehemaliges Profil
#18 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 05.06.2015, 12:02h
  • Antwort auf #11 von 234zutjhgfd
  • Die Unionen, werden hart bleiben bei LGBTI Rechten, warum?, weil Diskrimierung ein unterdrückerinstrument ist.
    Die Zeiten werden schlimmer werden, und die Unionen wissen, das sie das unterdrückerinstrument aufrecht erhalten müßen, wenn sie auch dann an der Macht bleiben wollen.
    Vorgestern waren es die Juden, gestern waren es die Gastarbeiter, heute die Asylanten und morgen, wir die LGBTI's.
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#19 ThorinAnonym
  • 05.06.2015, 12:17h
  • Das Ganze geht ganz einfach: Termin ausmachen für ein nationales Referendum, beide Seiten können ihre Argumente vortragen, nach ein paar Wochen: jeder Deutsche ab 18 darf wählen, es gibt zwei Option Ehe für alle - Ja/Nein, Stimmen auszählen, zeitnah umsetzen.
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#20 David77Anonym
#21 Foxie
  • 05.06.2015, 12:25h
  • Antwort auf #5 von retfgf4ertgr

  • Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis tatsächlich eine Abstimmung kommt.
    Falls doch, noch dazu mit einer "Pro"-Entscheidung, werden wohl die CDU-Mitglieder die gleiche Erfahrung machen wie die Katholiken vom ZdK.
    Ihren Öberen ist die Basis piepegal, die haben zu gehorchen. Und zu zahlen.
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#22 reiserobbyEhemaliges Profil
#23 ProDemokratieAnonym
#24 GeorgGAnonym
  • 05.06.2015, 13:21h
  • Antwort auf #17 von hugo1970
  • Wieso ist es "rechtsgerichtetes Gedankengut", wenn ich darauf hinweise, dass die CDU sich nur von innen heraus ändern wird? Die Grünen, die Linke, die Piraten und die SPD müssen nicht mehr bzw kaum noch bearbeitet werden, wohl aber die CDU.

    Es wird keine Gleichberechtigung der Schwulen und Lesben an der CDU vorbei geben!

    Wenn man dies feststellt, bedeutet das doch nicht, dass man die CDU wählt oder sogar "rechtsgerichtet" ist. Aber, ob es einem gefällt oder nicht, wenn wir die Öffnung der Ehe wollen, müssen gerade die Schwulen und Lesben in der CDU kräftig unterstützt werden.
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#25 MichaelTh
  • 05.06.2015, 13:44h
  • Antwort auf #23 von ProDemokratie
  • Ich finde es für eine Demokratie beschämend, wenn sie über Grund- und Menschenrechte abstimmen lässt
    Solche Rechte sind eigentlich im Grundgesetz bereits verankert. Dass es Blödmänner/frauen in der Regierung gibt, die sich weigern, diese umzusetzen und einzuhalten, dafür falsch nach ihrem Gusto "auslegen", ist schlimm genug.
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#26 ProDemokratieAnonym
#27 ProMarriageEqualityAnonym
#28 SilencioProfil
  • 05.06.2015, 14:12hBerlin
  • Antwort auf #22 von reiserobby
  • Soso, viele "normale" Männer reagieren sexuell auf Kinder. Okay, dann ist das ja ein hinreichender Grund genug, dass man übergriffig werden darf.

    Aber es ist toll, was du mir hier alles unterstellst in deinem simplen Denken...stellst mich in die Nähe von Todesstrafebefürwortern, wahrscheinlich bin ich in deinen Augen auch noch CDU-Wähler und bin Jens Spahn-Fan. Das ist halt die kleine Robby-Welt. Für dich gibt es nur das eine oder andere Extrem. Für Zwischenstufen ist dein ideologischer Blick nicht empfänglich. Aber gut, dass du deine vereinfachte Welt hier nochmal so anschaulich demonstriert hast. Nur du bist der Gute, alle anderen sind die Bösen, die nicht 100% deiner Meinung sind. Kann ich gut mit leben. Denn mit Radikalen möchte ich nichts zu tun haben und du bist definitiv einer. (wie man übrigens auch an deinen Nachstellungen bei Facebook sehen kann, schickst da irgendwelche privaten Nachrichten an Leute, die überhaupt nichts mit dir zu tun haben... kein Wunder, dass du geblockt wirst)
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#29 Patroklos
#30 reiserobbyEhemaliges Profil
#31 SilencioProfil
#32 reiserobbyEhemaliges Profil
#33 TheDadProfil
  • 05.06.2015, 19:03hHannover
  • Antwort auf #28 von Silencio
  • ""Aber es ist toll, was du mir hier alles unterstellst in deinem simplen Denken.""..

    Ganz im Gegenteil..
    Vielleicht versuchst Du einmal ganz simpel zu denken, und suchst mal nach einer Erklärung, warum man Pädosexuellen Menschen keine Menschenrechte zugestehen darf ?

    Die Antwort darauf interessiert mich dann auch..

    Und das komplizierte Denken beginnt dann erst wieder mit dieser Antwort..
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#34 ffgggastAnonym
  • 05.06.2015, 19:09h
  • Grundrechte auf dem Krabbeltisch? Wer will, wer hat noch nicht.

    Ist das wirklich Demokratie?

    Aber die CDU muss was tun. Insbesondere in Städten. Denn wenn sie weiter so hinterwäldlerisch bleibt (im wortwörtlichen Sinne), dann gehen ihr bald die Stimmen aus.

    Am kommenden Wochenende wird in DD ein Bürgermeister gewählt. DD war die letzte Großstadt, die (bis zum Rücktritt der Amtsinhaberin aus gesundheitlichen Gründen) einen CDU-OB hatte.
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#35 LarsAnonym
#36 RobertIIAnonym
  • 05.06.2015, 21:48h
  • Hm. Schwierig. Ich gehe mal davon aus, dass das Ergebnis richtungsweisend ist. Die Mitglieder, die für die Öffnung der Ehe sind, halten sich in der Abstimmung sicher zurück - man fühlt sich sicher Frau Merkel zumindest im Geiste verpflichtet. Sollte dann "gegen" eine Öffnung der Ehe abgestimmt werden, können sich die reaktionären Mitglieder (Steinbach und Co.) immer wieder auf das Ergebnis beziehen: "Ist von der CDU nicht gewünscht - siehe Umfrage".
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#37 reiserobbyEhemaliges Profil
#38 HeinerAnonym
  • 05.06.2015, 21:53h
  • Jetzt lässt die CDU also schon über Grunrechte abstimmen.

    Steht nach dem Gleichheitsgrundsatz als nächstes die freie Rede zur Disposition? Oder die Versammlungsfreiheit? Oder die Gewaltenteilung?

    Achja, alles drei will die Union ja schon einschränken und z.B. das Bundesverfassungsgericht einschränken...
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#39 UtopieAnonym
  • 05.06.2015, 22:13h
  • Mir ist gerade wieder eingefallen, was mich an der (jetzigen und nicht nur hiesigen) Politiklandschaft stoert:
    es ist diese verfluchte Parteienlandschaft, in der die "Parteilinie" alles ist und die Meinung bzw. das Gewissen des Einzelnen nichts! Hier, in der westlichen "Demokratie", wird immer wieder ueber die Kommunistische Partei in China, Korea oder generell ueber die regierenden Gruppen in den verschiedenen (diktatorischen) Staaten geschimpft.
    Dabei wird offensichtlich geflissentlich ignoriert, dass es, in diesem Fall hier in D, GENAU DIE GLEICHE Art von UNTERORDNUNG unter die Parteidoktrin gibt, wie sie woanders kritisiert wird. Ein Beispiel, dass sich mir ins Gedaechtnis eingebrannt hat, ist Franz Muentefering, der damals von Abweichlern von der Parteilinie und Verraetern gefaselt hat, dabei aber wohl vergessen hat, dass Abgeordnete ALLEIN ihrem Gewissen verpflichtet sind und nicht der verdammten, in diesem Fall (Verraeter)Partei.
    Es freut mich immer wieder, wenn irgendwo ein Parteiloser Buergermeister wird, weil solche Leute in der Regel offener sind fuer alternative Loesungen und nicht aufgrund ihrer Konditionierung durch eine Partei vernuenftige Loesungen ablehnen, weil sie nicht in das Denkschema "ihrer" Partei passen.
    Auf der anderen Seite bekommen ich immer einen mittleren Brechreiz, wenn eine Partei, in der Oppositionsrolle, Gesetze oder Vorhaben der reg. Partei kritisiert und kaum sind sie "an der Macht", werden von derselben Partei fast genau dieselben Gesetze u.U. als alternativlos beschrieben und beschlossen, die (kurz) vorher bei "den Anderen" noch als Unsinn eingestuft wurden.
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#40 Miguel53deProfil
  • 06.06.2015, 00:32hOttawa
  • Antwort auf #2 von GeorgG
  • Seien Sie mir nicht boese. Aber das ist ziemlicher Quatsch. Und mir kommen garantiert nicht die Traenen.

    Es stimmt natuerlich, leicht hat er es da nicht. Aber warum entscheidet er sich fuer eine solche Partei, die ihm sein Leben unnoetig schwer macht? Warum vor allem stimmt er FUER Entscheidungen, die ausgewiesenermassen gegen seine eigenen Interessen gerichtet sind, ja sogar seinen Lebensentwurf verhoehnen, verspotten, verdammen? Nur wegen "ja aber die Wirtschaft"?

    Man kann es nur immer wiederholen. Eine Partei, die Minderheiten Rechte verweigern, kann auf anderen Feldern nun mal nicht ploetzlich fuer Menschenrechte wirken. Deren Wirtschaftspolitik kann nun einfach nicht zugunsten des normalen Buergers ausfallen. Sie wirkt - und hier wird es interessant - dann doch ploetzlich zugunsten einer Minderheit: der Industrie, den Multis, den Spekulanten. Da geht das dann doch. Wobei, da geht es dann sogar, dass ein "bisschen" Extra-Rechte gewaehrt werden. Und da stimmt Herr Spahn eifrig zu.

    Doch wenn es um gleiche Rechte fuer Alle geht, eiert eben auch ein Herr Spahn ganz fuerchterlich herum. Von Reformation sehe ich da nichts. Wer sich an die beruechtigte Diskussion bei Anne Will erinnert. Da ist der arme Herr Spahn dem Schwulenfeind (sein Name ist mir entfallen) doch foermlich in den Allerwertesten gekrochen, vor lauter innerer Reformation und Bestaetigung, wie Recht der Herr doch hatte.

    Herr Spahn hat die Anfeindungen mehr als verdient. Und zwar deshalb, weil ihn der eigene Anspruch, den er gern heilig vor sich hertraegt, in den eintscheidenden Momenten nicht die Bohne interessiert. Anspruch und Wirklichkeit klaffen bei diesem Herrn meilenweit auseinander!
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#41 GrünerAnonym
  • 06.06.2015, 04:04h
  • Antwort auf #24 von GeorgG
  • " Es wird keine Gleichberechtigung der Schwulen und Lesben an der CDU vorbei geben! Wenn man dies feststellt, bedeutet das doch nicht, dass man die CDU wählt oder sogar "rechtsgerichtet" ist. Aber, ob es einem gefällt oder nicht, wenn wir die Öffnung der Ehe wollen, müssen gerade die Schwulen und Lesben in der CDU kräftig unterstützt werden."

    Sagen wir so: Angesichts der gegenwärtigen und für die Zukunft erwartbaren Mehrheitsverhältnisse brauchen wir eine Union, die wenigstens stillhält. D'accord. Es ist natürlich völlig richtig, dass die CDU niemals eine Wahlalternative für Schwule und Lesben sein wird; den Anspruch haben die auch gar nicht. Was aber möglich ist - und das hat es auch in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland mehrmals gegeben - sind Verabredungen zwischen den Parteien, dass man einander die politischen Projekte nicht (vollständig) zerschießt. Man motzt dann ein bisschen rum oder reicht eine Klage ein, aber danach ist dann auch Ruhe.

    Ich verstehe deinen Beitrag aber auch so, dass du bemängelst, dass es derzeit keine wählbare bürgerliche Partei für Schwule und Lesben gibt. Ich halte das auch für ein Problem. Grüne und Linke sind als Wahlalternativen einfach zu wenig; es wäre schon schön, wenn man da wenigstens noch eine dritte Partei hätte. Wenn es einer FDP gelingen könnte, mit der CDU eine freie Abstimmung im Bundestag zu verabreden, wäre das natürlich eine super Sache. Denn die FDP könnte damit wiedergutmachen, dass sie sich da mal unsensibel verhalten hat; auf der anderen Seite würden wir um eine bürgerliche Wahlalternative reicher. Und irgendwen müssen ja auch die schwulen und lesbischen Apotheker, Rechtsanwälte und Ärzte wählen . Wie gesagt: reine Spekulation und schon gar keine Wahlwerbung für die FDP. Die sollen erst mal liefern. Aber die Frage nach den Wahlalternativen, die implizit in deinem Beitrag enthalten war, hat schon grundsätzliche Bedeutung.
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#42 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 06.06.2015, 08:42h
  • Antwort auf #41 von Grüner
  • Die FDP werde ich nimmer und nimmer wählen, diese Partei ist der Inbegriff von Verrat höchster Güte.
    Auch wenn sie sich in Sachen queers Rechte gegen die Unionen, in einer Koalition stellen würde, würde sie für mich trotzdem nicht attraktiver.
    Und wie ich schon einmal erwähnte, diese Partei ist das "F" nicht Wert, weil sie alles andere als Freiheitliche Werte repräsentiert.
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#43 Homonklin44Profil
#44 GrünerAnonym
  • 06.06.2015, 18:50h
  • Antwort auf #42 von hugo1970
  • Na,Hugo, das musst du ja auch nicht, das habe ich ja auch nicht geschrieben. Aber es gibt Schwule und Lesben, die schon ganz gern FDP wählen würden, das aber nicht tun, weil die FDP sie in der Vergangenheit enttäuscht hat und sie nicht wissen, ob das in Zukunft anders sein wird.
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#46 AmpelmannAnonym
  • 07.06.2015, 13:39h
  • Antwort auf #23 von ProDemokratie
  • Das ist keine Demokratie, sondern christliche Parteidiktatur.

    Die CDU wurde mit nur 23,3 % in den Berliner Senat gewählt, also von einer Minderheit. Von dieser Minderheit soll nun eine weitere Minderheit, nämlich die Parteibuchinhaberinnen, über ein Grundrecht bestimmen?

    Das ist undemokratisch und nur möglich, weil die machtgeile Müller-SPD das mitmacht.
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#47 lokijuhzgtfrAnonym
  • 07.06.2015, 13:49h
  • Die Berliner CDU ist nicht die BundesCDU. Vielleicht möchte Herr Henkel damit von allem anderen ablenken?
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