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Kommentare zu:
De Maizière: Ehe für alle erfordert Änderung des Grundgesetzes


#1 üöpoikuzAnonym
  • 07.06.2015, 13:45h
  • Naja, DIE MISERE kann viel Erzählen. Ansich wäre es aber ein fortschritt wenn die sexuelle Identität ins GG rein käme. Jedoch ist das nicht mit Parteien machbar, die alle Nase lang Gesetze machen die eklatant gegen das GG verstoßen (VDS, TEG, etc) und ganz sicher nicht mit einem Innenminister der anscheinend auch gut in der NPD oder AfD aufgehoben wäre, so weit rechts wie er steht und redet.

    Aber das auf dem Rechten Auge blind sein ist ja Mindestvoraussetzung um in der CDUCSU Karriere zu machen.
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#2 Harry1972Profil
  • 07.06.2015, 13:47hBad Oeynhausen
  • Wenn die Union so weitermacht, bekomme ich dann nächstes Jahr beim CSD die Augen von nem Wasserwerfer weggeschossen oder werde von Sondereinsatzkräften niedergeknüppelt?
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#3 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 07.06.2015, 14:00h
  • Es ist einfach nur beschämend von einem Land das sich liberal nennt.
    KEINE MACHT MEHR DEN ANTIDEMOKRATISCHEN UNIONEN!!!!
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#4 userer
  • 07.06.2015, 14:01h
  • So so, der Innenminister widerspricht dem (gegenparteilichen) Justizminister in Rechtsfragen.

    Dies kann wohl nur passieren, wenn der Justizminister schwach oder uninteressiert ist (er hat ja nicht mal sein eigenes Haus im Griff).

    Und Merkel lässt das alles gewähren, weil die Sachfrage ihr sowieso missfällt und sie gegen das Verfassungsgericht homophob regiert.

    Ich habe den Eindruck, dass Deutschland von seiner derzeitigen Regierung zunehmend dem Ränkespiel der Christen überlassen wird, weil diese Christen sich in der Regierung breitgemacht haben und ein erhebliches Interesse daran haben, die Demokratie zu schwächen zugunsten christlicher Lobbypolitik.

    Und die SPD macht das alles willfährig und machtverliebt mit.
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#5 Harry1972Profil
#6 NicoAnonym
  • 07.06.2015, 14:13h
  • Dass die Bundesregierung gerne die Bürger belügt, ist ja nichts neues. Das macht sie regelmäßig.

    Aber dann muss man eben jedesmal die Lüge aufdecken.

    Fakt ist: laut Grundgesetz stehen Ehe und Familie unter besonderem Schutz. Da steht aber nirgends, dass die Ehe auf verschiedengeschlechtliche Paare festgelegt ist. Gleichgeschlechtliche Ehen und Familien verdienen eben denselben Schutz.

    Und auch wenn De Maiziere behauptet, das folge aus den Urteilen des BVerfG lügt er.

    Wie die Grünen schon sagen:
    bereits 1993 hat das BVerfG gesagt, dass es durchaus einen Wandel im Eheverständnis geben kann. Diesen Wandel gibt es in der Gesellschaft - übrigens nicht nur in Deutschland, aber auch hier. Und mit seinen diversen Urteilen der letzten Jahre hat das BVerfG bewiesen, dass es diesen Wandel anerkennt.
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#7 FreeyourgenderProfil
  • 07.06.2015, 14:14hBamberg
  • Interessant,
    wie wir diese Tage vorgeführt bekommen,
    wie demokratische Bedürfnisse
    durch Regierungsmanöver blockiert werden.

    Es gäbe eine Mehrheit bei eine Volksabstimmung, die Mehrheit in der Länderkammer werden wir am 12. Juni sehen,
    und dann gibt es die Entscheidung im Bundestag,
    die bei einer Gewissensabstimmung auch für die Öffnung der Ehe ausfallen würde.
    (wenn die Bundes-SPD nicht blockiert...)

    Wir haben also 3 legislative Ebenen zur Verfügung, die im Demokratieverständnis zur Öffnung der Ehe führen, und trotzdem wird über Koalitionsvertrags-Argumente und GG-Argumente so getan, als wären einem die Hände gebunden.

    Unfassbar. Wenn man es nicht selbst diese Tage erleben könnte, würde man denken, man sitzt im Kino.
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#8 HeinerAnonym
  • 07.06.2015, 14:15h
  • Mal ganz unabhängig von der Sachfrage:
    aber inwiefern ist eine Regierung, deren Mitglieder sich konstant gegenseitig widersprechen, die sich gegenseitig drohen und erpressen müssen, etc. überhaupt noch regierungsfähig?
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#9 FreeyourgenderProfil
  • 07.06.2015, 14:29hBamberg
  • Bundesverfassungsgericht 19.2.2013:
    "Leben eingetragene Lebenspartner mit dem leiblichen oder angenommenen
    Kind eines Lebenspartners in sozial-familiärer Gemeinschaft,
    bilden sie mit diesem eine durch Art. 6 Abs. 1 GG geschützte Familie im Sinne des Grundgesetzes."

    Warum wird hier überhaupt noch debattiert ?

    Wie Familie definiert ist, hat das BVerfG
    bereits vor über 22 Jahren formuliert.

    Damit ist die gleichgeschlechtliche Verbindung im gleichen Sinne eine Familie im Sinne des GG, wie es eine im Sinne von Frau und Mann ist.
    Sie muss daher gleichwertig gesetzlich gewürdigt werden.

    Volker Beck argumentiert völlig logisch,
    wenn er sagt, dass das GG eine komplette Öffnung und Gleichstellung sogar gebietet.
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#10 LucaAnonym
  • 07.06.2015, 14:30h
  • Antwort auf #6 von Nico
  • Und mal ganz abgesehen davon:
    gerade die 3 bisherigen Regierungen unter Angela Merkel wurden so oft vom Bundesverfassungsgericht korrigiert wie keine andere zuvor.

    Die beschließen laufend Sachen, von denen sie wissen, dass das früher oder später wieder von Gerichten kassiert wird, weil es nicht verfassungsmäßig ist oder gegen EU-Recht verstößt.

    Und ausgerechnet die kommen jetzt bei Homorechten mit angeblichen Verfassungsproblemen. Wo es wirklich Verfassungsprobleme gibt, machen sie das dennoch, aber bei Homorechten spielen sie plötzlich die verfassungstreuen Leute und wollen sich mit der Verfassung rausreden.
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#11 TimonAnonym
  • 07.06.2015, 14:37h
  • Immer interessant zu sehen, wie die Union sich anmaßt, über dem höchsten deutschen Gericht zu stehen und meint, deren Urteile vorwegnehmen zu können.

    Aber selbst wenn eine Grundgesetz-Ändeurng nötig wäre:
    wenn das Grundgesetz Diskriminierung vorschreibt und gegen das demokratische Gleichheitsprinzip verstößt, dann muss es eben geändert werden.

    Es wurde schon für zig andere Dinge das Grundgesetz geändert. Dann muss das doch in dieser zentralen Menschenrechtsfrage auch möglich sein.

    Aber vermutlich ist das nicht mal nötig, da Art. 6 GG den Raum für gesellschaftliche Entwicklungen lässt, wie das Bundesverfassungsgericht schon 1993 festgestellt hat...
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#13 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 07.06.2015, 14:47h
  • Antwort auf #9 von Freeyourgender
  • "Warum wird hier überhaupt noch debattiert ?"

    Na warum denn, weil die Unionen ewigvorgestrige Parteien sind. Das typische konservativistische ist; es wird nur in eine Richtung diskutiert, Menschenrechte, Gewissen, Diskriminierung sind alles Fremdwörter für diese erkonservativen Personen.

    Weil die Religionen immer mehr auch bei uns Einfluß gewinnen.
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#14 JasperAnonym
  • 07.06.2015, 14:47h
  • Ich finde es unerträglich, wie die Union ständig die Fakten verdreht, die Bürger belügt und sich die Realität zurechtbiegt...

    Und ich finde es genauso unerträglich, wie die SPD die Union an der Macht hält, obwohl es eine Mehrheit links der Union gibt.

    Und eh jetzt wieder jemand kommt mit "Aber wir brauchen die SPD": Wofür? Damit es nochmal Große Koalition und weitere Diskriminierung gibt?!
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#15 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 07.06.2015, 14:49h
  • Antwort auf #10 von Luca
  • "Die beschließen laufend Sachen, von denen sie wissen, dass das früher oder später wieder von Gerichten kassiert wird, weil es nicht verfassungsmäßig ist oder gegen EU-Recht verstößt."

    Da sieht man was für Parteien die Unionen sind, nähmlich verfassungswiedrige Parteien, die verboten werden müßen.
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#16 miepmiep
  • 07.06.2015, 14:52h

  • "Ständige Rechtsprechung"?

    BVerfGE 10, 59 - Elterliche Gewalt

    von 1959 (!!!!)

    Ich wiederhole es - hier und anderswo - mantramäßig:

    EIN EINZIGER NEBENSATZ, 56 JAHRE ALT, d.h. IM ZEITGEIST VON "BÜRGERLICHER" NACHKRIEGS-WOHLGEFÄLLIGKEIT UND ADENAUER-MIEF; MISINTERPRETIERT UND AUS DEM INHALTLICHEN KONTEXT DES DAMALIGEN URTEILS GERISSEN!

    WIE LANGE WILL DIE CDU DIE DEUTSCHE ÖFFENTLICHKEIT NOCH MIT DIESEM SCHWACHSINN AN DER NASE RUMFÜHREN?!

    Und wo bleibt der beherzte Widerspruch von Verfassungsrechtler_innen und Politiker_innen?
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#17 birkenhainAnonym
  • 07.06.2015, 14:52h
  • Antwort auf #10 von Luca
  • >>gerade die 3 bisherigen Regierungen unter Angela Merkel wurden so oft vom Bundesverfassungsgericht korrigiert wie keine andere zuvor

    das scheint mir ein (weiterer) beweis dafür zu sein, dass merkel eben keine demokratin ist, sondern ein blütenreiner betonkopf im sinne von zk der sed der ddr und fähnlein fieselschweif führerin bei der fdj.
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#18 GeorgB
  • 07.06.2015, 15:19h
  • Es bedarf keiner Grundgesetzänderung. "Ehe" und "Familie" stehen unter dem Schutz des Art. 6. Die Familie hat das Bundesverfassungsgericht bereits im Jahr 2013 für gleichgeschlechtlich Eltern geöffnet, obwohl das die Väter und Mütter des Grundgesetzes nicht vor Augen hatten. Jetzt ist die Familie aber geöffnet. Und? Hat irgendwer mitbekommen, dass deshalb des Grundgesetz geändert werden musste. Habe ich die große Abstimmung verpasst? Nein. Genausowenig wie für die Öffnung der Familie eine Grundgesetzänderung nötig war, braucht sie auch nicht für die Ehe zu sein. Aber die Bundesverfassungsgerichtsentscheidung von 2013 liegt bei der CDU/CSU im Giftschrank unter Verschluss. So eine Leuteverdummung. Es braucht keine Grundgesetzänderung. Was wollte man im Übrigen ändern? Den Begriff "Ehe" durch den Begriff "Ehe" ersetzen?
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#19 LorenProfil
  • 07.06.2015, 15:47hGreifswald
  • Der familienpolitisch rückwärtsgewandte Protestant und Bundesinnenminister verschleiert den Diskriminierungswunsch sowie die Ressentiments gegen Lesben und Schwule der Unionsmehrheit mit rechtsstaatlichen Bedenken. Eine Verzögerungs- und Vernebelungsstrategie, die für Konservative und Reaktionäre zum Instrumentarium ihrer Politik gehört.
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#20 ThomasMucAnonym
  • 07.06.2015, 16:39h
  • Man mag darüber streiten können, ob für die "Ehe für Alle" ein normales Gesetz oder eine Grundgesetzänderung notwendig ist.
    Letztendlich finde ich eine Grundgesetzänderung nicht schlecht, wenn sich die Vernunft durchsetzt. Die Zeit dafür ist fast reif und dann sollte es auch im Grundgesetz verankert sein. Man darf nicht vergessen, dass bei einer "einfachen" Gesetzesänderung dann auch ein Gesetz viel einfacher - bei geänderten politischen Mehrheiten - wieder zurückgenommen werden kann. Dann wäre die Hürde für eine Rücknahme bei einer Grundgesetzänderung viel höher. Ich bin daher für eine "Ehe für Alle" mit einer Grundgesetzänderung!
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#21 Patroklos
  • 07.06.2015, 16:50h
  • Wieder das alte Dilemma: der Eine sagt so und der Andere sagt so! Da soll noch einer durchblicken!

    Am besten, man ändert folgende GG-Artikel:

    Abschaffung Artikel 19 Absatz 2:

    " In keinem Falle darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden."

    Änderung Artikel 6 Absatz 1 von:

    "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung."

    in

    "Jeder Bundesbürger steht unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung."

    Damit wird den C-Parteien schon einmal der Wind aus den Segeln genommen!
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#22 Torsten_Ilg
  • 07.06.2015, 16:54h
  • Offensichtlich werden in Berlin einige Politiker recht nervös, nachdem Irland und auch das konservativ regierte Großbritannien "Nägel mit Köpfen" gemacht haben. Es ist letztlich egal ob man zur Öffnung der Ehe das Grundgesetz ändern muss oder nicht. Ich habe auch innerhalb der AfD u.a. zuletzt mit meinem "öffentlichen Brief" an Prof. Lucke auf die Möglichkeit hingewiesen, dass das BVerfG klargestellt hat, dass unter dem Begriff einer "Ehe" nicht zwangsläufig immer und für alle Zeit, der dauerhafte Bund von Mann und Frau" alleine zu verstehen sein muss. - Was jetzt offensichtlich zutage tritt ist der übliche "Reflex" der etablierten Volksparteien, möglichst ÜBER das Volk "regieren", es aber nicht direkt an solchen grundlegenden Fragen beteiligen zu wollen. Herr de Maiziére gibt den Bedenkenträger, Frau von der Leyen gibt sich "offen", die SPD sowieso. Aber statt endlich Nägel mit Köpfen zu machen und die juristische Grauzone zu überwinden, indem man z.B.Volksentscheide auf Bundesebene endlich zulässt, überbieten sich CDU/CSU und SPD gegenseitig mit Meinungsdebatten. Ich fordere Schluß damit. Das Volk ist gefragt und reif genug, gerade über dieses Thema selbst zu entscheiden.
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#23 DietricheiProfil
  • 07.06.2015, 17:23hKaiserslautern
  • Sehen wir das Ganze doch mal positiv : Das ganze unsägliche Gemache der CdU ist Ausdruck der Erkenntnis, dass die gesellschaftliche Entwicklung voll an ihr vorbei gegangen ist. So etwas ist ihr in den siebziger Jahren mit der Ostpolitik passiert, mit anschließendem Machtverlust. Und jetzt ertönt der vielstimmige Chaos Chor
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#24 metooAnonym
  • 07.06.2015, 17:25h
  • Was würde eigentlich passieren, wenn jemand, der/die in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt, zusätzlich eine Ehe mit einem gegengeschlechtlichen Partner schließen möchte? Da Ehe geschützt ist, und Ehe und Eingetragene Lebenspartnerschaft nicht dasselbe (und nicht gleichwertig) sind, dürfte das aus logischen Gründen eigentlich nicht verwehrt werden. Wird es aber verwehrt, dann spräche das wohl doch wieder für das Vorliegen einer Gleichwertigkeit. Daraus ließe sich ableiten, dass beides auch genau gleich behandelt werden muss, und es wäre geradezu geboten, beides als dasselbe Institut auch gleich zu nennen.
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#25 David77Anonym
  • 07.06.2015, 17:34h
  • Antwort auf #24 von metoo
  • So ist es!
    Auf diesen Widerspruch habe ich auch schon öfters hingewiesen.
    Genau diese Definition - "etwas GANZ anderes" - wäre ein Hintertürchen für die gefürchtete Mehrehe, die aber rechtlich ja doch keine sein könnte. Ein Eigentor für die AKKs in der Union.
    Mit der Ehe für alle würde man diesen Widerspruch ja lösen.
    Das ist genauso ein Zwickmühle wie einst die Ablehnung des Ehegattensplittings mit einer Begründung (Kinder), weshalb man es für viele Paare eher abschaffen müsste, wo sich die Gegner aber dann an die eigene Nase packen müssten. Das wurde ausgesessen. Im Fall der Fälle hätten die Gegner dann doch lieber dafür gestimmt, anstatt auf den eigenen Vorteil zu verzichten.
    Das hatte ich schon vor 10 Jahren vorhergesehen.
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#26 hugo1970Ehemaliges Profil
#27 metooAnonym
#28 Katrin
  • 07.06.2015, 17:45h
  • De Maiziere hatte bereits als Verteidigungsminister bewiesen, dass er keine Ahnung von seinem Resort hat. Jetzt wird er zum Wiederholungstäter aus Überzeugung. Der Mann ist als Bundesminister bestens qualifiziert.
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#29 yelimSEhemaliges Profil
#30 metooAnonym
#31 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 07.06.2015, 18:40h
  • Ich nehme Bezug auf die Anderswo Rubrik um zu zeigen, das es egal ist wo man lebt, das die konservativen Lügner und Diskriminierer sind:
    DW.DE über Homosexuelle in der Türkei: Irgendwie überleben

    www.dw.de/homosexuelle-irgendwie-%C3%BCberleben/a-18500949

    Zum Beweis folgen Zitate:
    "Zwanzig wahre Antworten" prangt in großen Lettern auf der Broschüre der religiös-konservativen AKP. Ich traue meinen Augen kaum: Auf Seite 17 behauptet die Partei, die Türkei sei offen für alle Menschen. Auch für Homosexuelle. "

    "Eigentlich will die AKP nichts mit uns zu tun haben", stellt er klar. "Aber offensichtlich will sie sich der Vorstellung hingeben, dass sie auch uns für da ist - das ist doch gut!"

    "Parlamentsabgeordnete sollten mit ihrer Unterschrift signalisieren, dass sie für die Rechte der Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen eintreten. Von 550 Abgeordneten haben 57 die Liste unterschrieben. Von der AKP war kein Einziger dabei."

    "die Zivilgesellschaft sei in der Türkei viel weiter entwickelt als die etablierten Parteien."

    "Wie dringend notwendig eine breite Unterstützung der gesamten Bevölkerung ist, wird klar, wenn man das Vorhaben der AKP betrachtet, ein separates Gefängnis für Homosexuelle zu errichten - vorgeblich, um Schwule und Lesben vor Diskriminierung zu schützen."

    "Sedef Çakmak packt bei dieser Vorstellung das kalte Grauen: "Am Schluss werden sie Gefängnisse für alle Minderheiten bauen. Für Homosexuelle, für Armenier, für Kurden. Diese Entwicklung ist einfach zu gefährlich." Falls die AKP noch mehr Stimmen bekomme, werde sie noch aggressiver gegen die schwul-lesbische Bewegung vorgehen."

    Und zu guter Letzt, ein schönes Schlußwort von Sedef Çakmak:

    Für einen kurzen Moment wirkt sie verzagt. Doch dann siegt ihr Kämpferherz: "Man kann sein Leben nicht nach Angst ausrichten. Man hat nur zwei Optionen. Entweder du fliehst oder du kämpfst. Und wir, die Aktivisten, haben uns schon lange dazu entschlossen zu kämpfen."
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#32 kuesschen11Profil
  • 07.06.2015, 18:55hFrankfurt
  • Jetzt fängt der Bundesinnenminister de Maizière auch noch mit undemokratischen Äußerungen an.

    Mutiert unsere Regierung so langsam zum Narrenkabinett?

    Demokratische Bürger sind im Jahre 2015 nicht mehr in der Adenauer-Ära stehen geblieben. Wer im gestern verharrt ist unsere Regierung.

    Eine Ehe besteht aus zwei mündigen, erwachsenen Personen, die vor dem Staat einen zivilen Vertrag in einer Lebensgemeinschaft eingehen. Es gibt weiterhin gleichgeschlechtliche Partnerschaften, die die Erziehung von Kindern in der Gemeinschaft übernehmen. Das ist Realität.

    Das BVerfG hat wegen der immer noch gegenwärtigen Diskriminierung zigmal die Regierung gerügt. Es reicht so langsam mit der ignoranten Verzögerung der Rechte.

    GEÄNDERT werden muss gar nichts im Grundgesetz, es geht hier im Höchstfalle um eine bezeichnende ERGÄNZUNG, um den kleinen Schritt zur Gleichstellung zu gehen.

    Wenn Menschengruppen in einer freien Demokratie in ihren Grundrechten einen erdenklichen Nachteil erleiden, dann muss die Regierung auf das Volksbegehren reagieren. Es ist mehr eine Sache der AUFARBEITUNG der Grundrechte, als eine Änderung.

    Wie läuft es denn in anderen europäischen Ländern, die die gleichgeschlechtliche Ehe geöffnet haben; mussten die auch ihr Grundgesetz ändern? Ich weiß es bis dato nicht.
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#33 Robby69Ehemaliges Profil
  • 07.06.2015, 18:56h
  • Schwulenhasser-Parteien CDU und CSU - ab mit euch in die Opposition! Für immer! GLEICHE RECHTE FÜR UNS LGBTIs, und das sofort!
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#34 Robby69Ehemaliges Profil
#35 Markus44Anonym
  • 07.06.2015, 19:00h
  • Herr Thomas De Maiziére sollte dringend einmal den Artikel 6 Grundgesetz durchlesen. Mit keinem einzigem Satz ist dort vom Wortlaut formuliert, das eine Ehe aus Mann und Frau besteht.

    *
    www.gesetze-im-internet.de/gg/art_6.html

    "(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
    (2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
    (3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.
    (4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
    (5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern."
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#36 Robby69Ehemaliges Profil
  • 07.06.2015, 19:03h
  • Antwort auf #22 von Torsten_Ilg
  • Das übliche Blablabla des Märchenonkels. Tja, Herr Lig, schon Pech für Sie, dass Ihr "toller" Noch-Chef da komplett anderes sagt - sprich: Klartext redet, nicht so einen zusammengequirlten Blödsinn wie Sie.
    Fakt ist:
    Die RECHTE, HOMOPHOBE AfD ist GEGEN uns Schwule, GEGEN die Gleichstellung von LGBTIs mit Heteros, GEGEN die Rehabilitierung von uns 175ern, GEGEN den verdammt notwenigen, richtigen und wichtigen Bildungsplan etc.
    Beispiel für die TATSÄCHLICHE Position IHRER Partei AfD bzgl. Ehe-Öffnung gefällig?! Bitteschön:
    Hier auf queer.de am 04.06.2015, 11:34h, der Artikel '
    Debatte um Ehe für alle
    Lucke warnt vor "Aushöhlung der Ehe"'.
    Noch Fragen, Märchenonkel Lig?!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#37 yelimSEhemaliges Profil
  • 07.06.2015, 19:16h
  • Antwort auf #30 von metoo
  • "Gleichwertig" ist in diesem Zusammenhang ein politischer Begriff.

    Daß wer in einer Ehe steckt keine ELP nebenbei eingehen kann bzw umgekehrt, geht darauf zurück daß die Zivilehe als säkularisierte Form der traditionell christlichen monogamen Ehe formuliert wurde. Aufklärung, frz Revolution und so.

    Tatsächlich stellt der christliche monogame Ehebegriff ja durchaus einen Schutz für die Frau dar, die zwar geschäftsunfähig und unmündig praktisch Privatbesitz des Mannes ist. Durch die Unlösbarkeit, das "ewige Sakrament", und die Fürsorgepflicht des Mannes ist sie aber auch dann noch wirtschaftlich versorgt und sozial geschützt wenn sie ihm nach einiger Zeit aufgrund zB Alterungserscheinungen oder nach Verbrauch der Mitgift nicht mehr als Konsumartikel genehm ist. Sorry, aber die christliche Ehe ist nun mal im Rom des ersten nachchristlichen Jahrhunderts dem Vorblid der jüdischen Ehe nachgebildet worden - und stellte gegenüber den damaligen Verhältnissen im "heidnischen" römischen Recht eine unerhörte Verbesserung des Rechtszustands der Frau dar.

    Die Frage der Polygamie ist immer auch die Frage nach Haremsbildung - dem Partnerhäufen als Statussymbol, mit eher unklaren Grenzen zur Sklaverei.

    Das ELP wurde analog zum "richtigen" Eherecht formuliert. Daher die Begrenzung auf zwei natürliche Personen.
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#38 TheDadProfil
#39 David77Anonym
  • 07.06.2015, 22:52h
  • Antwort auf #35 von Markus44
  • "(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern."

    Gerade dieser Punkt zeigt doch, dass man das GG sehr wohl ergänzen kann und auch muss, wenn man will!! Denn auch diese SIND Familie und deren Schutz hätte sich schon von Punkt 1 ableiten lassen müssen.

    Unter diesem Punkt müsste sich auch die Eheöffnung herleiten lassen können, denn was sind denn Kinder in Regenbogenfamilien? "Unehelich", weil die Elternteile "verpartnert", aber nicht "verheiratet" sind?!
    Hier zeigt sich auch, warum es blöd ist, dazwischen zu unterscheiden.
    Ein Kind in einer Patchworkfamilie zählt doch auch nicht als "unehelich".
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#40 wiking77
  • 07.06.2015, 23:44h
  • Antwort auf #33 von Robby69
  • eine etwas differenzierte Antwort, wäre schon wünschenswert. schließlich gibt es ja auch innert der CDU/CSU schwule Männer, die Posten haben. z. B. Bernd Fabricius der (Berufs)Vertriebenenchef, der die Blümelein Erika beerbt hat. So in Bausch und Bogen Verurteilung sind eigentlich dem Kampf um Rechte von schwulen Menschen abträglich, wenn man so wahnsinnig emotional argumentiert, finde ich.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#41 Patroklos
  • 08.06.2015, 00:13h
  • Antwort auf #38 von TheDad
  • Das war wieder klar, daß Deiner Meinung nach der Schwachsinn mit dem Schutz von Ehe und Familie weiter bestehen bleiben soll, wo doch die Ehe kein Grund- und auch kein Menschenrecht ist, sondern eine Institution! Jeder Mensch muß den staatlichen Schutz haben, denn nicht jeder Mensch ist nämlich verheiratet oder hat Verwandte und Bekannte!

    Wenn die Ehe ein Grund- oder Menschenrecht sein soll, dann müßte es auch ein Grundrecht auf Sex geben, was im Grundgesetz leider nicht drinsteht, aber soweit denkst Du ja nicht! Jeder Mensch hat ein Recht auf Sex!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#42 Miguel53deProfil
#43 Miguel53deProfil
  • 08.06.2015, 01:10hOttawa
  • Antwort auf #9 von Freeyourgender
  • Warum wird ueberhaupt noch debattiert? Gute Frage und das koennte laengst vorbei sein.

    Abgesehen davon, dass die CDU das einfach nicht will, was ja laengst offenbar geworden ist, geht es nach meinem Eindruck schlicht darum:

    Sie haelt das Thema am koecheln. Laesst es beinahe taeglich mit laengst widerlegten Argumenten in die Presse gelangen. Bringt die Menschen dazu, sich genervt zu fuehlen, wie schon geaeussert. Um dann selbst mit dem Hinweis, es wuerde zuviel und militant ueber Minderheitenrechte debattiert, die Masse der Abnicker und der lauten Bravo Rufer auf ihre Seite zu ziehen. Auch schon genau so geschehen. (Steinbach)

    So laesst sich Stimmung machen und zugleich mit dem Hinweis auf die "Ueberfuetterung" zur "Abruestung" aufzurufen. So als seien die Unterdrueckten die Angreifer. Auch geschehen. (Spahn)

    Um dann wieder mit dem Grundgesetz zu wedeln und die Leute sagen lassen, "ach so, ja dann geht das ja gar nicht". Politikertaktik a la Merkels CDU. Unter Beteiligung eine ehemaligen sozialen Arbeiterpartei.

    Das ist so infam und so raffiniert, dass die Menschen nicht einmal merken, welches Spiel da mit ihnen gespielt wird. Es geht dann soweit, dass hier bei queer ein Schwuler meint, einem Kind koenne man keine schwulen Eltern zumuten, wegen der Gefahr der Diskriminierung bei den anderen Kindern.

    Umkehrung von Ursache und Wirkung also.

    Wenn da die Politik nicht genau das erreicht hat, was sie beabsichtigt.....
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#44 Miguel53deProfil
  • 08.06.2015, 01:26hOttawa
  • Antwort auf #22 von Torsten_Ilg
  • Abgesehen davon, dass sich der Herr Prof. seinen Allerwertesten mit Ihrem gut gemeinten offenen Brief abwischen wird. Ach was sage ich, der liest den nicht und nimmt keine Kenntnis davon. Zudem ist, wie wir wissen, gut gemeint das Gegenteil von gut gemacht.

    Dass ausgerechnet Sie als Vertreter einer Partei, die nun gerade gar nicht "unsere" Rechte vertreten hat, vertreten will oder vertreten wird, allen Ihren Bemerkungen zum Trotz, die anderen Parteien hier kritisieren, ist wirklich unglaublich albern.

    Woher Sie die Beharrlichkeit fuer Ihre Mission nehmen, erklaert sich mir nur daraus, dass Sie einfach nicht anders koennen, als zu missionieren. Unabhaengig davon, welchen Inhalt sie mit den leeren Floskeln der AFD auch verbreiten wollen.

    Im jetzigen Konflikt zeigt sich doch diese inhaltliche Leere. Der eine Fluegel hat nichts in Haenden, ausser der Euro- und EU-Kritik. Und doch lassen sich ein paar Abgeordneten bestens bezahlen. Lucke inbegriffen. Der andere will eine laengst vergangene Zeit wieder aufleben lassen. Den Nationalismus.

    Beides brauchen wir weder in den Stadt- und Landesparlamenten. Nicht im Bundestag. Und schon gar nicht im EU-Parlament.

    Zudem sind Sie, das Haeufchen der Feigenblatt-Schwulen dieser rechten Partei, voellig zerstritten und bekaempfen sich gegenseitig. Und das oeffentlich.

    Von daher, wer soll Ihre Mission eigentlich ernst nehmen?
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#45 1990johannesAnonym
  • 08.06.2015, 10:07h
  • Antwort auf #14 von Jasper
  • Ich als schwuler Linker, der sich eine rot-rot-grüne Koalition nicht nur aufgrund der Homo-Gleichstellung, sondern auch aufgrund aller anderen politischen Themen (Arbeits- und Sozialpolitik, Energiepolitik, Gesellschaftspolitik insgesamt etc.) wünscht, finde es von vielen hier heuchlerisch, wie man immer wieder betont, dass es im Bundestag doch diese rechnerische Mehrheit für die Homo-Gleichstellung gibt. Für Eure Ehe ist diese Koalition gut genug, aber wenn dieses Thema bereits abgehakt wäre und dieses Bündnis debattiert würde, würdet ihr doch die ersten sein, die sich von der "Roten Socken Kampagne" der Bild-Zeitung empört mobilisieren lassen würden.
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#46 FreeyourgenderProfil
  • 08.06.2015, 10:38hBamberg
  • Antwort auf #22 von Torsten_Ilg
  • Sehr geehrter Herr Ilg,

    dass Sie hier in Geschlechterfragen für die AfD Position beziehen ist interessant.
    Mich wundert das.
    Wie steht denn die AfD in Bezug zu LGBT Fragen?

    Wenn ich mir das Wahlprogramm der AfD-Bremen ansehe, dass ja aktuell sein sollte, denn die Wahl war ja erst vor wenigen Tagen, sehe ich, dass die AfD Schutz für Lesben und Schwule zu proklamiert.

    Als Gefahr für die LGBT-Menschen führt sie weiterhin den Islam an, der ja patriarchisch LGBT angreifen würde. (Gegen diese Behauptung würden sich sicher einige Muslime wehren).

    Aber - wenn wir dieses Argument auf uns wirken lassen, ist es unverständlich, dass die AfD im gleichen Wahlprogramm sich gegen den Bildungsplan ausspricht, der ja einen Schutz gewährleistet in dem Maße, dass Menschen dazulernen.

    Denn über das Thema etwa zu lernen ist der Erste wichtige Schritt für eine vorurteilsfreihe Gesellschaft.

    Dieses Lernen unterbindet die AfD in dem sie sich vehement gegen Aufklärung stellt, und gleichsam spricht sie von Schutz der LGBT-Menschen.

    Das ist absolut unglaubwürtig Herr Ilg.

    FreeYourGender beschäftigt sich speziell mit biologischen Geschlechtern.
    (sexuelle Präferenzen sind ein Seitenthema)

    Daher springt dieser Absatz des Bremer Wahlprogramms sofort ins Auge, den ich hier zitieren möchte:

    "Das Gender Mainstreaming trägt dazu nichts bei und versucht künstlich, die
    menschlichen Geschlechter in biologisch auf der einen und gesellschaftlich
    auf der anderen Seite zu teilen. Hieraus leitet das Gender Mainstreaming
    entgegen aller Wissenschaftlichkeit die These ab, Männer und Frauen seien
    in Bezug auf ihren Neigungen, Interessen und Fähigkeiten absolut identisch.
    Diese Unwissenschaftlichkeit entlarvt das Gender Mainstreaming als
    ideologisierte Scheinwissenschaft, die an den Universitäten keinen Platz
    haben darf."

    Quelle:

    www.alternativefuer-bremen.de/wp/wp-content/uploads/2015/05/
    2015-05-04_AfD-Bremen_Wahlprogramm-2015_V2.6-3.pdf


    Was hier steht ist sachlich falsch.

    Gender Mainstreaming will keine biologischen Geschlechter dekonstruieren.

    Die Genderforschung, die die AfD hier mit "Gendermainstreaming" bezeichnet,
    beschäftigt sich mit der Konstruktion und den Auswirkungen von Geschlechterrollen-Stereotypen auf die Menschen innerhalb der Gesellschaft.

    Es geht darum die Frage zu erlauben, warum ein Mädchen ein pinkfarbenes Pony geschenkt bekommt, wenn es lieber ein Modellauto haben möchte, und sich dass aber nicht mehr zu sagen traut.
    Wenn ich diesem Mädchen, dass die Stereotype verlassen will ein Auto schenke, darf ich und das Mädchen und die Gesellschaft damit kein Problem haben.
    Dass ist Gendermainstreaming in Kurzform.
    Desshalb löse ich aber nicht ihr biologisches Geschlecht auf.

    Die AfD hat mit diesem Absatz in ihrem Wahlprogramm bewiesen, dass sie das Thema völlig falsch darstellt.

    Falls Sie Interesse haben mit FreeYourGender ein Telefoninterview zu führen, das aufgezeichnet wird und als Podcast zu Verfügung stehen kann, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
    Vielleicht hat die AfD Interesse,
    auch "mal" mit Fachleuten zu sprechen,
    und dies für ihre Wähler zu dokumentieren?

    www.freeyourgender.de/forum/viewtopic.php?f=419&t=791&am
    p;sid=4fbaa59a842155321ed8e1e8b7b05924


    Bei Gender geht es nie um biologische Geschlechter, sondern immer um das Verhalten der Geschlechter, die uns die Erziehung aufbürdet, bzw. das Verhalten dass wir automatisch abliefern sollen, weil wir ein männliches oder weibliches Genital haben.

    Die Einladung zum Telefon-Interview hätte für die AfD die Möglichkeit, auf fachliche Diskursebene zu gehen,
    und ihr Wahlprogramm entsprechend anpassen zu können.
    Jeder, der im Thema ist, wird sonst diese AfD-Äußerungen als populistisch einschätzen.
    Eine Kontaktaufnahme mit mir wäre also im Interesse der AfD, sich nicht als inkompetent selbst abzuqualifizieren.

    Dazu noch der Satz im Wahlprogramm:

    "Wir fordern daher die sofortige Einstellung der Finanzierung der Genderideologie
    in ganz Bremen. "

    Mit dem Begriffskonstrukt "Genderideologie"
    disqualifiziert sich die AFD wiederum als Unwissende.
    Es handelt sich nicht um eine Ideologie,
    sondern um ein Aufzeigen von Sachverhalten.

    Gender ist z.B auch, warum Sie einen Querbinder hier in ihrem Avatarbild tragen.
    Denn die Entscheidung für Ihr Outfit,
    soll eine Assoziation beim Betrachter auslösen.
    Sonst könnten sie ja auch eine Damenbluse tragen.
    (Allein schon, dass diese Assoziation beim Betrachter manifestiert ist, erklärt die Genderforschung, auch erklärt sie, warum diese manifestiert wurde)

    Dieses Acessoire, ihr Querbinder oder Krawattenschleife, wurde vor allem von vornehmen Herren getragen, um ihren Stand und Status zu illustrieren, zusammen mit Zylinder, Stock usw..

    Stellen Sie sich vor, jemand hätte versucht, seinen Stand und Status 1870 in Rock und Bluse während eines Balls zu untermauern.
    Was wäre dann passiert ?
    Und jetzt scannen sie die Zeit in die Gegenwart:
    Was passiert heute ?
    Ist das nicht interessant, dass dies heute auch nicht ginge, ohne dass dieser "Herr" sich lächerlich machen würde ?

    Um genau diese Kausalitäten geht es bei der Genderforschung, nicht um Genitalien.

    Gender = soziales Geschlecht
    sex = biologisches Geschlecht

    Simone de Beauvoir

    de.wikipedia.org/wiki/Simone_de_Beauvoir

    wird in Diskussionen von Rechtspopulisten auch öfters genannt, wenn es um die Behauptung der AFD geht (Behauptung: Gender dekonstruiert biologische Geschlechter)

    In meinen Worten:
    de Beauvoir war enttäuscht, dass nach der späten Einführung des Wahlrechts für Frauen keine Verbesserung dieser Frauen in der Gesellschaft eintrat.
    Darauf schrieb sie ein paar Jahre später, das war 1949 ihr Buch: "Le Deuxième Sexe"
    Darin zeigte sie auf, dass eine Frau in der Gesellschaft erst zur "Frau" (Im Sinne ihrer Frauenrolle) gemacht wird, und diese Rolle nicht von Geburt an besitzt.

    Falls Sie sich auf unser Telefoninterview vorbereiten wollen, lesen sie diese Argumentationsanalyse von FreeYourGender, eines Gespräches zwischen Ken Jebsen und Jürgen Elsässer, hier werden fast deckungsgleiche Argumente gegen "Gender" angeführt, sie hätten dann zumindest den Vorteil, nicht die gleichen Gegenargumente von mir zu hören, wie dort bereits stehen:

    www.freeyourgender.de/forum/viewtopic.php?f=331&t=502&am
    p;sid=e0ce8215c8e773de5d22914f1c01d2fc


    Mit der AfD sollte es ein Gespräch geben,
    es fragt sich für mich nur,
    wer sich freiwillig zur Verfügung stellt?

    Ansonsten bleibt, wenn man nicht MIT uns reden will, dass wir ÜBER die AfD reden, was bleibt uns übrig ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#47 Homonklin44Profil
  • 08.06.2015, 12:27hTauroa Point
  • Timon schrieb : "Immer interessant zu sehen, wie die Union sich anmaßt, über dem höchsten deutschen Gericht zu stehen und meint, deren Urteile vorwegnehmen zu können."

    Und das ist weiter eine typisch religiotische Eigenschaft,die aufzeigt,wie diese Partei tickt.

    Meiner Ansicht nach ist die Schliche mit der unnötigen Änderung des Grundgesetzes ein strategischer Versuch,das Ganze doch noch konservativ zu beeinflussen. Damit sie den fehlenden Frau und Mann-Bezug als Unterschied verankern können,und uns doch wieder ein Stück weit minderwertig zur göttlich-heiligen Hetero-Ehe stellen können.

    Deshalb muss deutlich gemacht werden,was schon in der Familie deutlich geworden ist : Es gibt keine Festlegung auf die Geschlechter-Konstellation im Artikel 6 GG!

    Die GG-Änderung wäre ein trojanisches Pferd der Union...
  • Antworten » | Direktlink »
#48 Homonklin44Profil
  • 08.06.2015, 13:06hTauroa Point
  • Ich stelle mir die gesamte Debatte jetzt mal mit versetzten Begriffen vor,wie wenn es darum ginge,zu entscheiden,ob Menschen mit dunkler Hautfarbe künftig Menschen sein dürfen sollen oder nicht,und das eine Frage parteiischer Einflüsse zu sein hätte.

    Welch eine Demütigung,über ein Menschenrecht so zu schachern.Wie rückständig ist Deutschland eigentlich?
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#49 thorium222Profil
  • 08.06.2015, 13:29hMr
  • Ich hab da einen Vorschlag: Einfach die Ehe per Gesetz öffnen und wenn dann jemand klagt und dann das Bundesverfassungsgericht dieser Person Recht geben sollte, dann kann immer noch das Grundgesetz ändern!
    Diese Überlegung ist auf jeden Fall keine Entschuldigung dafür, die Ehe nicht zu öffnen!
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#50 yelimSEhemaliges Profil
  • 08.06.2015, 13:48h
  • Antwort auf #44 von Miguel53de
  • "dass sich der Herr Prof. seinen Allerwertesten mit Ihrem gut gemeinten offenen Brief abwischen wird"

    Oh, im Gegenteil.

    Der Ilg ist samt Briefeschreiben für die AfD ein nützlicher Idiot - mit ihm und seinem "Engagement" können sie behaupten doch gar nicht so arg homophob zu sein. Zusätzlich können sie ihn als Beleg dafür verwenden daß ja bei weitem nicht alle Schwuchteln für die Eheöffnung sind. Gell, sonst wäre er ja nicht in der AfD.
    ..

    Anmerkung:

    "nützlicher Idiot" ist hier als eine allgemeine Redewendung für jemanden gemeint der weil er ein wenig einfach gestrickt ist nicht versteht daß er seinen Interessen schadet indem er anderen den Bückling macht. Nicht als Pejorativ für den hier als solchen Benannten.
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#51 ursus
#52 Torsten_Ilg
  • 08.06.2015, 15:33h
  • Antwort auf #46 von Freeyourgender
  • Hallo Frau freeyourgender,
    danke für Ihre Rückfrage. Zunächst muss ich mal zu Bremen Stellung beziehen. Dort hat sich meines Wissens vor allem der schwule AfD-Landtagsabgeordnete Alexander Tassis mit der Erarbeitung der von Ihnen erwähnten Passage des Landeswahlprogramms befasst. Wahlprogramme in Bundesländern sind natürlich immer auch regional geprägt. Stichwort Islam: Selbstverständlich gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen kultureller Prägung und Herkunft von Menschen und deren Toleranz und Akzeptanz gegenüber offen ausgelebter Homosexualität westlicher Prägung. Ich meine Sie brauchen doch nur mal die Rechtslage und den Umgang mit LGBT-Menschen in Ländern die vorwiegend islamisch geprägt sind, mit der Rechtslage hier in Europa zu vergleichen. In sieben islamischen Ländern kann homosexueller Geschlechtsverkehr bei Männern mit dem Tode bestraft werden: im Jemen, Iran, Sudan, Saudi-Arabien, Nigeria, Mauretanien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. In vielen anderen islamisch geprägten Staaten werden Haftstrafen verhängt, während nur in wenigen islamisch geprägten Staaten wie in Albanien, in der Türkei, in Indonesien und in Jordanien homosexuelle Akte nicht kriminalisiert werden. - Vor kurzem erst gab es diese unsägliche Debatte darüber, ob öffentliches Küssen nicht vielleicht die Gefühle homosexueller Moslems in Deutschland verletzen könnte und dies deswegen diskriminierend sei!? Wissen Sie wenn ich solche Forderungen unter dem Deckmantel der kulturellen Vielfalt lese, hört bei mir das Verständnis auf. Natürlich gibt es sehr viele tolerante, aufgeklärte und gut integrierte Menschen muslimischen Glaubens in Deutschland. Aber wir dürfen doch auch die Probleme nicht verschweigen, die durch eine ungeregelte Zuwanderung in Deutschland entstehen? Übrigens sehen dies gerade gut integrierte Zuwanderer so, weil sie eben nicht mit diesen intoleranten Gruppen in Verbindung gebracht werden möchten. Was den Bildungsplan betrifft: Hier habe ich persönlich eine etwas andere Auffassung als z.B. Herr Tassis. Ich sehe in einem liberalen Bildungsplan auch eine Chance, Vorurteile zu überwinden. Aber auch das ist Ländersache und da gibt es auch unterschiedliche Gewichtungen. Ich denke, dass in Baden-Württemberg vielleicht ein wenig über das Ziel hinaus geschossen wurde, zumal ja der Protest der Eltern nicht zu überhören war. Ich wünsche mir für zukünftige Bildungspläne mehr Einbindung und Einklang mit der Elternschaft. Aber leider ist es so, dass es von konservativer Seite innerhalb der AfD noch starken Widerstand gegen Aufklärung von Kindern und Jugendlichen im Schulunterricht gibt, den ich so nicht nachvollziehen kann, schon allein aufgrund meiner liberalen Geisteshaltung nicht. Ich biete Ihnen also persönlich wohl eher weniger "Reibungsfläche" beim Thema Gender als beispielsweise Herr Tassis, der ja auch der Sprecher der BIG Homosexuelle in der AfD ist. Wenn ich den Kontakt herstellen soll - schreiben Sie mir einfach Torsten.Ilg@stadt-koeln.de
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#53 Torsten_Ilg
  • 08.06.2015, 16:54h
  • Antwort auf #50 von yelimS
  • Sie gehören offenbar zu den wenigen hier, die noch nicht mitbekommen haben dass ich NICHT gegen eine Öffnung der Ehe bin. Dies ist auch nicht Programm der AfD, sondern noch in der Diskussion. Gauland wiederholt den dämlichen "Hitzlsperger" Vergleich auf andere, nicht weniger dümmliche Art und Weise. Als wenn durch die Einführung der Homo-Ehe ein Kind weniger gebohren würde in Deutschland !? Niemandem würde dadurch etwas weggenommen, im Gegenteil. Ein einziges Rechtsinstiutut für hetreo- und homosexuelle Paarbeziehungen würde deutlich weniger Bürokratie, weniger Verwaltungsaufwand und weniger Kosten verursachen. Fakt ist: Um die verfassungsrechtlich geforderte Gleichstellung beider bestehender Modelle (Ehe und ELP) umzusetzen, müssen noch an die 100 Gesetze und Verordnungen geändert werden. Typisch deutsch. Großbritannien und Irland haben dies erkannt und kurz und schmerzlos die Ehe geöffnet. Der Widerstand gegen die Umsetzung von Rechtsstaatlichkeit für eine Minderheit ist lächerlich und völlig überflüssig!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#54 yelimSEhemaliges Profil
  • 08.06.2015, 17:11h
  • Antwort auf #53 von Torsten_Ilg
  • Ich lese durchaus Ihre Texte, sofern mich das Thema zu dem Sie kommentieren interessiert. Allerdings nehme ich an daß meine Vermutung daß die Eheöffnung als politischer Programmpunkt eher vom Papst als von der AfD vertreten werden wird nicht gänzlich unrealistisch ist. Insbesondere wenn ich die Aussagen der Vertreter der AfD zu Rate ziehe komme ich nicht umhin diese so zu interpretieren. Als ziemlich einheitlich homophob.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #53 springen »
#55 TheDadProfil
  • 08.06.2015, 18:23hHannover
  • Antwort auf #41 von Patroklos
  • ""wo doch die Ehe kein Grund- und auch kein Menschenrecht ist,""..

    Wie oft denn noch ?

    Die Ehe IST ein Menschenrecht und ALLE Artikel der Menschenrechtskonvention Bestandteil der Verfassung !

    Siehe Artikel 16 !

    www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-de
    r-menschenrechte


    Wenn Du zusätzlich noch "persönlichen individuellen Schutz" formulieren willst, der über Artikel 1 GG hinaus geht, denn dort steht er drinn, der persönliche Schutz, dann versuch Dein Glück mit einer Verfassungsänderung..

    Und trotzdem bekommt man keinen keinen zusätzlichen Grundrechte indem man andere dafür abschafft..

    Wenn Du die Verfassung nicht verstehst, laß sie Dir von einem Menschenrechtler erklären..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#56 Patroklos
  • 08.06.2015, 18:29h
  • Antwort auf #55 von TheDad
  • Die Ehe ist KEIN Menschenrecht und wird auch nie eins sein und darum bedarf sie auch keinen Schutz, darum sollte sie aus ALLEN Verfassungen und allen Konventionen gestrichen werden! Die Ehe wird aus freien Stücken geschlossen, sonst müßte es auch ein Grundrecht auf Sex und Scheidung geben und das sieht der Gesetzgeber leider nicht vor!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #55 springen »
#57 Robby69Ehemaliges Profil
  • 08.06.2015, 18:39h
  • Antwort auf #56 von Patroklos
  • "Die Ehe wird aus freien Stücken geschlossen"
    Stimmt so nicht ganz. Was ist mit der "Zwangsheirat", die es teilweise immer noch gibt?! Die ist schließlich alles andere als "freiwillig".
    Eine "Ehe" ist für ALLE da. Ob nun Heteros, oder Lesben oder Schwule. JEDER, der einen anderen Menschen liebt, sollte auch das Recht haben, diesen Menschen zu heiraten (, wenn das Paar das möchte).
    Und was dieses idiotischen "eine Ehe darf nur aus Mann und Frau bestehen" betrifft: Das ist rein auf dem Mist der Gehirnwäsche-Sekten gewachsen und darf deshalb meiner Meinung nach auch nicht "bindend" für ALLE Menschen sein.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #56 springen »
#58 LorenProfil
  • 08.06.2015, 18:47hGreifswald
  • Antwort auf #56 von Patroklos
  • Manche Kommentare sind soweit ab vom Schuss, was Wissen und gedankliche Durchdringung von Sachverhalten angeht, dass ich aufpassen muss, beim Kopfschütteln keine Gehirnerschütterung zu erleiden. Meine Empfehlung: Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte mal lesen und die historischen Grundlagen, die zu GG Art. 6 geführt haben, ernstnehmen. Wer aus der Geschichte nicht zu lernen vermag, könnte dazu verdammt sein sie zu wiederholen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #56 springen »
#59 TheDadProfil
  • 08.06.2015, 19:26hHannover
  • Antwort auf #56 von Patroklos
  • ""Die Ehe ist KEIN Menschenrecht und wird auch nie eins sein ""

    Was genau hindert Dich jetzt daran die Realität zu erfassen ?

    Ist Artikel 16 der AEMR zu kompliziert für Dich formuliert, um ihn zu verstehen ?

    In der örtlichen Vertretung von Amnesty wird man Dir das gerne erklären..

    Das was Du mit "Grundrecht" auf Scheidung missverstehst, laß Dir dann mal von Deinem Pfaffen erklären..

    Denn wie es ein Recht auf freie und freiwillige Ehe gibt, gibt es auch ein Recht auf Single-sein und Scheidung..
    Man muß nicht einmal für Leute wie Dich alles aufschreiben, was erlaubt ist..

    Und es gibt auch ein Grundrecht auf Sex..
    Vielleicht in Deinem Fall sogar eines auf schlechten Sex..
    Wer weiß !?..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #56 springen »
#60 FreeyourgenderProfil
  • 08.06.2015, 23:19hBamberg
  • Antwort auf #56 von Patroklos
  • Ihr Zitat:
    "Die Ehe ist kein Menschenrecht"

    auch hatte ich schon auch von ihnen gelesen,
    dass das Adoptionsrecht kein Menschenrecht wäre, im Sinne, niemand hat das RECHT auf Adoption (hier ist das Ergebnis gemeint, also die Kinder anvertraut zu bekommen)

    Ist das nun Absicht, dass Sie hier Subjekt und Objekt vertauschen ?

    Es geht nicht um das RECHT auf Ehe und um das RECHT auf Adoption.

    Sondern um das RECHT, das gleiche RECHT wie andere zu bekommen.

    Hier kann EHE und ADOPTION beliebig ausgetauscht werden.

    Hat jemand das Recht und einem anderen wird es verweigert, haben wir eine Benachteiligung, eine Diskriminierung.
    Im Falle von EHE und Adoption spielen direkt starke Gefühle mit in den Sachverhalt hinein.
    Es bedarf hier also keiner Fantasie, hier von Menschenrechten zu sprechen, die verletzt werden.

    Es gibt Menschen, die sind sensibler als andere und zerbrechen an dieser Diskriminierung, die sie hier erfahren,
    da diese Diskriminierung nachhaltig über ihr ganzes Leben verläuft und ihre Biographie beeinflusst, eine Zäsur bedeutet.

    Was ich hier beschrieben habe, musikalisch und lyrisch umgesetzt,
    vielleicht sollten Sie sich diese Minuten Zeit nehmen >>>

    www.youtube.com/watch?v=2r9VBWeL68U
  • Antworten » | Direktlink » | zu #56 springen »
#61 FreeyourgenderProfil
  • 09.06.2015, 00:50hBamberg
  • Antwort auf #52 von Torsten_Ilg
  • Sehr geehrter Herr Ilg,

    ihre Antwort macht tatsächlich ein Gespräch mit Ihnen unnötig,
    da sie ja für die Öffnung der Ehe sind, wie sie schreiben - ups ! (als nicht die Meinung von H. Lucke vertreten)
    und zum Thema Gender keine "Reibungsfläche" bieten würden, oder sehr wenig, wie sie weiterhin ausführen.
    (was ich aber hier bezweifeln würde, aber lassen wir das einfach so stehen)
    Auch befürworten sie eine Art "liberalen Bildungsplan" - hier sehe ich auch die Fahrtrichtung, dass Sie eine Aufnahme von bisher tabuisierten Themen, die außerhalb der Heteronormativität liegen, sowie Themen über Transsexualität und Intersexualität befürworten?
    Ist die AfD denn für den Bildungsplan ?

    Sie scheinen daher nicht die Grundrichtung der AfD in diesen Punkten zu spiegeln.

    Für mich ist es interessant, die AfD als AfD anzusprechen, nicht auf Länderebene,
    wenn also Herr Tassis anscheinend hier für Bremen etwas eigenes entworfen haben sollte, sollte ich doch hier lieber auf Bundesebene nachsehen.

    Daher hab ich mir die politischen Leitlinien der AfD angesehen, auf der Parteiwebseite der Bundes-AfD, beschlosen am 22. März 2014, auf einem Mitgliederparteitag in Erfurt.

    www.alternativefuer.de/wp-content/uploads/2014/07/AfD_Leitli
    nien_2014_DE.pdf


    hier werden keine Geschlechter erwähnt.
    Das scheint also für die Leitlinien kein Thema zu sein. LGBT gibts hier defacto nicht bei der AfD.

    Aber:
    Im vollständigen Wahlprogramm zur Europwahl 2014 wurde ich aber fündig

    alternativefuer.de/wp-content/uploads/2014/04/Europaprogramm
    -der-AfD1.pdf


    Punkt IV.7

    Die ersten beiden Zeilen klingen sehr vielversprechend:

    "Die AfD strebt die Gleichberechtigung der Geschlechter unter Anerkennung ihrer unterschiedlichen
    Identitäten, sozialen Rollen und Lebenssituationen an. "

    Aber jetzt folgt:

    "Die AfD lehnt ein "Gender Mainstreaming, das auf eine Aufhebung der Geschlechteridentitäten
    zielt, ab."

    Das ist ein harter "Verständnisbrocken".
    Hier bedarf es wirlich eines Gespräches mit der AfD auf Bundesebene.

    1. Was versteht die AfD unter Gender Mainstreaming ?
    Darüber bin ich mir absolut im Unklaren.
    Ich vermute, dass die AfD mit Gendermainstreaming dass versteht, was ich unter Queer verstehe, Queer ist aber nicht Gendermainstreaming und Genderforschung.
    Für mich sind Geschlechteridentitäten, z.B. bei Transsexuellen, dass ich mein Geschlecht selbstbestimmt beschreiben kann (nicht das Genitalgeschlecht). (>Personenstandsänderungsgesetz und Novelle des TSG 2011)
    Ich gehe hier davon aus, dass die AfD aber dies nicht meint, wenn sie von Geschlechteridentitäten spricht, sondern evt. von Stereotypenzuordnungen Frau/Mann ?
    Also von Klischees ?
    Das müsste in einem Gespräche geklärt werden.

    Der Begriff Gendermainstream, der hier etwas umschreibt, was bekämpft werden will von der AfD, müsste doch tatsächlich einmal konkret formuliert werden ?

    Ich gehe davon aus, dass hier Diskussionsbedarf besteht.

    In Wiki finde ich keinen Eintrag unter Gendermainstream.

    Ich selbst beschäftige mich seit längerem mit dem Thema und benutze diesen Begriff nicht.
    Er ist nicht definiert.

    Darunter könnte ich jetzt einige Thesen verfassen, was darunter alles fallen könnte.
    Es ist ein Container-Begriff, der alles und nichts beschreibt.

    nochmal die wenigen Zeilen der AfD aus ihrem Programm zum Thema "Geschlechter":

    "Die AfD lehnt ein "Gender Mainstreaming, das auf eine Aufhebung der Geschlechteridentitäten
    zielt, ab. Entsprechende finanzielle Förderungen sind ebenso einzustellen wie etwaige Bestrebungen
    der EU, den Mitgliedsstaaten eine solche Politik aufzuzwingen. "

    Aus diesem Sinne würde ich erraten,
    dass die AfD mit Gendermainstreaming evt. die Genderforschung meint.
    Da bin ich mir aber nicht ganz sicher.

    Dann wars das gewesen zum Thema Geschlechter, in Bezug auf LGBT.

    Die restlichen Zeilen des Punkt IV.7 beschäftigen sich mit Frauenrechten.
    Es folgt ohne Überleitung also ein Schwenk im inhaltlichen Sinn von LGBT zu Frauenrechten !
    nur getrennt mit dem Hinweis:
    "die AfD fordert"

    ist da ein Malör passiert ?
    wurden hier Zeilen weggelassen ?

    Denn es geht weiter mit:

    "Die Offenlegung aller bislang zur Durchsetzung von angeblichen Gleichstellungsvorhaben
    geflossenen Gelder der EU."

    Gleichstellung ist das Thema Gleichheitsfeminismus -
    das ist das Thema, was Alice Schwarzer seit Jahrzehnten besetzt.

    Es geht hier also jetzt nicht mehr um Gender und LGBT; sondern um Gleichstellung Mann/Frau.

    Wir sind also im 3. Absatz von genderrelevanten Inhalten auf feministische Themen geshiftet.

    Es geht weiter mit feministischen Inhalten:

    "In der Privatwirtschaft wie im Öffentlichen Dienst muss bei Stellenbesetzungen im Grundsatz die
    Qualifikation, nicht das Geschlecht den Ausschlag geben. Chancengleichheit für Frau und Mann
    auf allen gesellschaftlichen Feldern zu unterstützen und einzufordern muss das übergeordnete
    Ziel der Politik sein, anstatt Quotenregelungen und einzelfallbezogene Vorschriften zu erlassen.
    "

    Nun gut, hier geht es um Frauenrechte,
    nachdem Manuela Schwesig nun die Quotenregelung realisiert hat, die Ursula von der Leyen auf den Weg brachte, ist dieser Punkt mittlerweile etwas überholt worden.

    Der Punkt IV.7, der übrigens die Überschrift trägt:

    "Keine Gleichstellungspolitik nach EU-Vorgaben
    "
    (> sind mit Gleichstellungspolitik auch LGBT-relevante Themen gemeint oder exclusiv Frauenrechte ? )

    schließt dann mit der Unterstützung für Behinderte:

    "Behinderte Mitbürger und ihre pflegenden Angehörigen sollen bei gleicher Qualifikation beruflich
    bevorzugt werden, denn ihnen stehen in besonderem Maße der Schutz und die Fürsorge der
    Gemeinschaft zu."

    Um es nochmal zu konkretisieren,
    die gesamte Aussage in Bezuf auf Gender wird in diesen Zeilen heruntergedampft:

    "Die AfD strebt die Gleichberechtigung der Geschlechter unter Anerkennung ihrer unterschiedlichen
    Identitäten, sozialen Rollen und Lebenssituationen an.

    Die AfD lehnt ein "Gender Mainstreaming, das auf eine Aufhebung der Geschlechteridentitäten
    zielt, ab. Entsprechende finanzielle Förderungen sind ebenso einzustellen wie etwaige Bestrebungen
    der EU, den Mitgliedsstaaten eine solche Politik aufzuzwingen."

    Das ist alles. Bemerkenswert.

    Solange nicht geklärt ist, was die AfD unter
    Gendermainstream überhaupt versteht,
    sind diese wenigen Zeilen nicht zu verstehen,
    wie auch ?

    Und wo sind die LGBT Rechte ?

    nur wenige Beispiele:
    Die Verankerung von Homophobie im Strafrecht, dass überhaupt Statistiken geführt werden können, bei kriminellen Handlungen ?
    Im Moment läuft Homophobie unter "Sonstiges."

    Wo liegt die Fürsorge der AfD in Bezug auf das Transsexuellengesetz ? Das dieses endlich angepasst wird und novelliert, wie es das BVerfG bereits angeregt hat ?

    Die Problematik der (Zwangs) Geschlechtszuweisung bei intersexuellen Babies ? Das leidige Thema des Geburtseintrages, was Kristina Schröder kurz bevor sie aus Berlin wieder "ausgeladen" wurde noch angefasst hatte ?

    Wo steht etwas über die Gleichstellung von Homosexuellen, das Thema, dass wir jetzt
    wieder in Form von Ehefueralle auf dem Tisch haben ?

    Fazit:
    Ich sehe hier keine Rechte für Lesben und Schwule vertreten (andere Themen wie TS und IS auch nicht)
    Die Aussage neulich von Herrn Lucke,
    dass die Ehe nicht "ausgehölt" werden soll,
    als Begründung, dass homosexuelle Paare außen vor bleiben sollen, bestätigt meinen Verdacht, dass hier LGBT nicht nur nicht einfach nicht berücksichtigt, oder gefördert wird, sondern unterdrückt werden soll ?
    Aber Äußerungen in den Medien sind ja kein Wahlprogramm.
    Aber wenn im Wahlprogramm nichts steht ist man auch nicht dafür würde ich sagen...

    Eine erste Annäherung für mich mit der AfD wäre, dass die Bundes-AfD erklärt, wie sie die Begrifflichkeit "Gendermainstreaming" in ihrem Wahlprogramm verstanden haben will.

    P.S. die Anrede "Frau Freeyourgender", ist eigenartig.
    Freeyourgender ist ein Eigenname,
    eine Wortbildung, keine Person.
    Sie können mich einfach mit Du ansprechen,
    wie im englischen.
    Ich bin als Person auch nicht wichtig,
    es geht um Inhalte.

    Frau AfD würde ja auch eigenartig klingen.

    Wenn die AfD also den fachlichen Austausch mit mir sucht, bin ich gerne bereit für ein Gespräch, und das würde fachlich auf Augenhöhe geführt, ohne Polemik oder irgendwelchen populistischen Ausflüchten.
    Fragen müßten aber beantwortet werden,
    sonst kann ja kein Verständnis zwischen AfD und Wähler entstehen denke ich.

    Vielleicht hat die AfD Interesse daran,
    nicht als Partei zu gelten,
    die LGBT nicht auf der Agenda hat ?

    Für mich sind Argumente wie Mathematik.
    Und in der Mathematik sind Unbekannte,
    wie undefinierte Begriffe auch Unbekannte sind,
    immer ein Problem, die Formel kann dann nicht aufgelöst werden.

    Die beiden ersten Fragen wären also:
    1. "Gendermainstreaming" ist für die AfD ?
    2. "Geschlechtsidentitäten" sind für die AfD ?

    Weitere Fragen:

    Wie steht die AfD hinter den Bestrebungen der Gleichstellung von Homosexuellen ?

    >>> im Sinne der Grünen
    eines Volker Beck ?

    >>> oder eher im Sinne
    der CDU eines Volker Kauder ?

    Im Wahlprogramm steht über LGBT-Rechte nichts.

    Wir haben ja noch 2 Jahre bis zur BTW 2017...

    Aber vielleicht wird das LGBT-Thema beim
    4. Bundesparteitag
    13. bis 14. Juni besprochen ?
    Und es findet sich eine Formulierung,
    an der jeder Wähler erkennen kann,
    wofür die Bundes-AfD in Bezug auf LGBT steht ?

    Mein Interesse ist konkret die Positionen der Parteien zu sehen, bei den Grünen z.B. sehe ich diese konkret, das würde ich mir auch bei der AfD wünschen, direkte Aussagen,
    auch wenn diese negativ sind.
    Nichtssagende Texte, können doch keine Leitlinie sein - oder doch ?
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#62 Patroklos
#63 FreeyourgenderProfil
  • 09.06.2015, 12:38hBamberg
  • Antwort auf #62 von Patroklos
  • Ja - das Adoptionsrecht könnte von mir auch aus ein Menschenrecht und Grundrecht sein.
    Aber das müßte erst ja erstritten werden.
    Gleichstellung ist es heute schon.
    Daher gilt:
    Menschenrechte sind über die Gleichstellung betroffen.
    Das Objekt um das es geht (EHE, Adoption) ist dann sekundär.

    Der Denkfehler bei den #ehefueralle Gegnern liegt an der Ungleichbehandlung von sexuellen Präferenzen.
    Ein ähnlicher Denkfehler lag / oder liegt vor, bei der Ungleichbehandlung von Mann und Frau
    (>Frauenrechte)
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#64 TheDadProfil
#65 Homonklin44Profil
  • 09.06.2015, 13:26hTauroa Point
  • Antwort auf #60 von Freeyourgender
  • Zitat_Freeyourgender :"Es geht nicht um das RECHT auf Ehe und um das RECHT auf Adoption.

    Sondern um das RECHT, das gleiche RECHT wie andere zu bekommen."Zitat_Ende

    Genau! Und um die Selbstverständlichkeit,dass uns das wie jeder/jedem Heterosexuellen gewährt steht.

    Super Song übrigens. Danke für den Videolink.
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#66 LorenProfil
  • 09.06.2015, 13:43hGreifswald
  • Antwort auf #61 von Freeyourgender
  • "Nichtssagende Texte, können doch keine Leitlinie sein - oder doch ?"

    Nichtssagende Texte mit schwammigen, undefinierten Begriffen können Pawlowsche Reflexe bedienen bei denen, die mit Ressentiments vollgesogen sind wie ein alter Schwamm. Man braucht nur mit dem Glöckchen zu klingeln, auf dem "Gender Mainstreaming" oder "Homoehe" oder whatever eingraviert ist, und schon kommt die Meute hinterm Ofen hervor und fletscht die Zähne. Ich nenne das Primitiv-Politik, aber vielleicht wird der AfD-Propagandist neue Einsichten zum Thema liefern und auch zu den Strategien politischer Mobilisierung.
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#67 Robby69Ehemaliges Profil
#68 Patroklos
  • 09.06.2015, 21:25h
  • Antwort auf #67 von Robby69
  • Für Heteros gibts die Ehe, für Schwule/Lesben die Eingetragene Lebenspartnerschaft. Diese ist leider nicht durch Artikel 6 GG geschützt, ist jedoch für mich ein Menschenrecht, genauso wie Adoptieren von Kindern und Sex.

    Würde man die Eingetragene Lebenspartnerschaft auch für Heteros öffnen, dann wird die Ehe damit überflüssig. Die Ehe ist nur eine Institution und für die meisten ein Steuersparmodell und deshalb ist sie für mich kein Menschenrecht! Ehen werden auf freiwilliger Basis geschlossen und es bleibt jedem überlassen, ob er die Institution nutzt oder nicht.
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#69 TheDadProfil
  • 09.06.2015, 22:10hHannover
  • Antwort auf #68 von Patroklos
  • ""Für Heteros gibts die Ehe, für Schwule/Lesben die Eingetragene Lebenspartnerschaft. Diese ist leider nicht durch Artikel 6 GG geschützt, ist jedoch für mich ein Menschenrecht, genauso wie Adoptieren von Kindern und Sex""..

    Die Erklärung ist ebenso unlogisch, wie falsch,denn das BVG hat bereits in mehreren Entscheidungen klar gestellt, das die ELP unter dem gleichem Schutz des Artikel 6 GG steht, wie die Ehe, und die durch die ELP gebildeten Regenbogenfamilien ebenso, wie andere Familien..

    Übrigens..
    ""ist für mich"" ist keine "Begründung" die so wirklich gegen das GG oder die AEMR "anstinken" kann..

    ""Würde man die Eingetragene Lebenspartnerschaft auch für Heteros öffnen, dann wird die Ehe damit überflüssig.""..

    Das ist Unsinn, denn in anderen Ländern gibt es das..
    Das nennt sich übrigens GLEICHSTELLUNG..
    Schon mal gehört ?

    ""Die Ehe ist nur eine Institution und für die meisten ein Steuersparmodell und deshalb ist sie für mich kein Menschenrecht!""..

    Dumme "Begründung"..
    Das "Steuersparmodell Ehe" ist nur ein Nebeneffekt rechtskonservativer und verdummbibelter Politik zur Unterdrückung der Frauen..

    ""Ehen werden auf freiwilliger Basis geschlossen und es bleibt jedem überlassen, ob er die Institution nutzt oder nicht.""..

    Die ELP auch..
    Wo ist nun der Unterschied ?
    Und wieso versuchst Du hier eigentlich einen solchen Unterschied zu erklären ?
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