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Kommentare zu:
De Maizière: Ehe für alle erfordert Änderung des Grundgesetzes


#41 Patroklos
  • 08.06.2015, 00:13h
  • Antwort auf #38 von TheDad
  • Das war wieder klar, daß Deiner Meinung nach der Schwachsinn mit dem Schutz von Ehe und Familie weiter bestehen bleiben soll, wo doch die Ehe kein Grund- und auch kein Menschenrecht ist, sondern eine Institution! Jeder Mensch muß den staatlichen Schutz haben, denn nicht jeder Mensch ist nämlich verheiratet oder hat Verwandte und Bekannte!

    Wenn die Ehe ein Grund- oder Menschenrecht sein soll, dann müßte es auch ein Grundrecht auf Sex geben, was im Grundgesetz leider nicht drinsteht, aber soweit denkst Du ja nicht! Jeder Mensch hat ein Recht auf Sex!
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#42 Miguel53deProfil
#43 Miguel53deProfil
  • 08.06.2015, 01:10hOttawa
  • Antwort auf #9 von Freeyourgender
  • Warum wird ueberhaupt noch debattiert? Gute Frage und das koennte laengst vorbei sein.

    Abgesehen davon, dass die CDU das einfach nicht will, was ja laengst offenbar geworden ist, geht es nach meinem Eindruck schlicht darum:

    Sie haelt das Thema am koecheln. Laesst es beinahe taeglich mit laengst widerlegten Argumenten in die Presse gelangen. Bringt die Menschen dazu, sich genervt zu fuehlen, wie schon geaeussert. Um dann selbst mit dem Hinweis, es wuerde zuviel und militant ueber Minderheitenrechte debattiert, die Masse der Abnicker und der lauten Bravo Rufer auf ihre Seite zu ziehen. Auch schon genau so geschehen. (Steinbach)

    So laesst sich Stimmung machen und zugleich mit dem Hinweis auf die "Ueberfuetterung" zur "Abruestung" aufzurufen. So als seien die Unterdrueckten die Angreifer. Auch geschehen. (Spahn)

    Um dann wieder mit dem Grundgesetz zu wedeln und die Leute sagen lassen, "ach so, ja dann geht das ja gar nicht". Politikertaktik a la Merkels CDU. Unter Beteiligung eine ehemaligen sozialen Arbeiterpartei.

    Das ist so infam und so raffiniert, dass die Menschen nicht einmal merken, welches Spiel da mit ihnen gespielt wird. Es geht dann soweit, dass hier bei queer ein Schwuler meint, einem Kind koenne man keine schwulen Eltern zumuten, wegen der Gefahr der Diskriminierung bei den anderen Kindern.

    Umkehrung von Ursache und Wirkung also.

    Wenn da die Politik nicht genau das erreicht hat, was sie beabsichtigt.....
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#44 Miguel53deProfil
  • 08.06.2015, 01:26hOttawa
  • Antwort auf #22 von Torsten_Ilg
  • Abgesehen davon, dass sich der Herr Prof. seinen Allerwertesten mit Ihrem gut gemeinten offenen Brief abwischen wird. Ach was sage ich, der liest den nicht und nimmt keine Kenntnis davon. Zudem ist, wie wir wissen, gut gemeint das Gegenteil von gut gemacht.

    Dass ausgerechnet Sie als Vertreter einer Partei, die nun gerade gar nicht "unsere" Rechte vertreten hat, vertreten will oder vertreten wird, allen Ihren Bemerkungen zum Trotz, die anderen Parteien hier kritisieren, ist wirklich unglaublich albern.

    Woher Sie die Beharrlichkeit fuer Ihre Mission nehmen, erklaert sich mir nur daraus, dass Sie einfach nicht anders koennen, als zu missionieren. Unabhaengig davon, welchen Inhalt sie mit den leeren Floskeln der AFD auch verbreiten wollen.

    Im jetzigen Konflikt zeigt sich doch diese inhaltliche Leere. Der eine Fluegel hat nichts in Haenden, ausser der Euro- und EU-Kritik. Und doch lassen sich ein paar Abgeordneten bestens bezahlen. Lucke inbegriffen. Der andere will eine laengst vergangene Zeit wieder aufleben lassen. Den Nationalismus.

    Beides brauchen wir weder in den Stadt- und Landesparlamenten. Nicht im Bundestag. Und schon gar nicht im EU-Parlament.

    Zudem sind Sie, das Haeufchen der Feigenblatt-Schwulen dieser rechten Partei, voellig zerstritten und bekaempfen sich gegenseitig. Und das oeffentlich.

    Von daher, wer soll Ihre Mission eigentlich ernst nehmen?
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#45 1990johannesAnonym
  • 08.06.2015, 10:07h
  • Antwort auf #14 von Jasper
  • Ich als schwuler Linker, der sich eine rot-rot-grüne Koalition nicht nur aufgrund der Homo-Gleichstellung, sondern auch aufgrund aller anderen politischen Themen (Arbeits- und Sozialpolitik, Energiepolitik, Gesellschaftspolitik insgesamt etc.) wünscht, finde es von vielen hier heuchlerisch, wie man immer wieder betont, dass es im Bundestag doch diese rechnerische Mehrheit für die Homo-Gleichstellung gibt. Für Eure Ehe ist diese Koalition gut genug, aber wenn dieses Thema bereits abgehakt wäre und dieses Bündnis debattiert würde, würdet ihr doch die ersten sein, die sich von der "Roten Socken Kampagne" der Bild-Zeitung empört mobilisieren lassen würden.
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#46 FreeyourgenderProfil
  • 08.06.2015, 10:38hBamberg
  • Antwort auf #22 von Torsten_Ilg
  • Sehr geehrter Herr Ilg,

    dass Sie hier in Geschlechterfragen für die AfD Position beziehen ist interessant.
    Mich wundert das.
    Wie steht denn die AfD in Bezug zu LGBT Fragen?

    Wenn ich mir das Wahlprogramm der AfD-Bremen ansehe, dass ja aktuell sein sollte, denn die Wahl war ja erst vor wenigen Tagen, sehe ich, dass die AfD Schutz für Lesben und Schwule zu proklamiert.

    Als Gefahr für die LGBT-Menschen führt sie weiterhin den Islam an, der ja patriarchisch LGBT angreifen würde. (Gegen diese Behauptung würden sich sicher einige Muslime wehren).

    Aber - wenn wir dieses Argument auf uns wirken lassen, ist es unverständlich, dass die AfD im gleichen Wahlprogramm sich gegen den Bildungsplan ausspricht, der ja einen Schutz gewährleistet in dem Maße, dass Menschen dazulernen.

    Denn über das Thema etwa zu lernen ist der Erste wichtige Schritt für eine vorurteilsfreihe Gesellschaft.

    Dieses Lernen unterbindet die AfD in dem sie sich vehement gegen Aufklärung stellt, und gleichsam spricht sie von Schutz der LGBT-Menschen.

    Das ist absolut unglaubwürtig Herr Ilg.

    FreeYourGender beschäftigt sich speziell mit biologischen Geschlechtern.
    (sexuelle Präferenzen sind ein Seitenthema)

    Daher springt dieser Absatz des Bremer Wahlprogramms sofort ins Auge, den ich hier zitieren möchte:

    "Das Gender Mainstreaming trägt dazu nichts bei und versucht künstlich, die
    menschlichen Geschlechter in biologisch auf der einen und gesellschaftlich
    auf der anderen Seite zu teilen. Hieraus leitet das Gender Mainstreaming
    entgegen aller Wissenschaftlichkeit die These ab, Männer und Frauen seien
    in Bezug auf ihren Neigungen, Interessen und Fähigkeiten absolut identisch.
    Diese Unwissenschaftlichkeit entlarvt das Gender Mainstreaming als
    ideologisierte Scheinwissenschaft, die an den Universitäten keinen Platz
    haben darf."

    Quelle:

    www.alternativefuer-bremen.de/wp/wp-content/uploads/2015/05/
    2015-05-04_AfD-Bremen_Wahlprogramm-2015_V2.6-3.pdf


    Was hier steht ist sachlich falsch.

    Gender Mainstreaming will keine biologischen Geschlechter dekonstruieren.

    Die Genderforschung, die die AfD hier mit "Gendermainstreaming" bezeichnet,
    beschäftigt sich mit der Konstruktion und den Auswirkungen von Geschlechterrollen-Stereotypen auf die Menschen innerhalb der Gesellschaft.

    Es geht darum die Frage zu erlauben, warum ein Mädchen ein pinkfarbenes Pony geschenkt bekommt, wenn es lieber ein Modellauto haben möchte, und sich dass aber nicht mehr zu sagen traut.
    Wenn ich diesem Mädchen, dass die Stereotype verlassen will ein Auto schenke, darf ich und das Mädchen und die Gesellschaft damit kein Problem haben.
    Dass ist Gendermainstreaming in Kurzform.
    Desshalb löse ich aber nicht ihr biologisches Geschlecht auf.

    Die AfD hat mit diesem Absatz in ihrem Wahlprogramm bewiesen, dass sie das Thema völlig falsch darstellt.

    Falls Sie Interesse haben mit FreeYourGender ein Telefoninterview zu führen, das aufgezeichnet wird und als Podcast zu Verfügung stehen kann, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
    Vielleicht hat die AfD Interesse,
    auch "mal" mit Fachleuten zu sprechen,
    und dies für ihre Wähler zu dokumentieren?

    www.freeyourgender.de/forum/viewtopic.php?f=419&t=791&am
    p;sid=4fbaa59a842155321ed8e1e8b7b05924


    Bei Gender geht es nie um biologische Geschlechter, sondern immer um das Verhalten der Geschlechter, die uns die Erziehung aufbürdet, bzw. das Verhalten dass wir automatisch abliefern sollen, weil wir ein männliches oder weibliches Genital haben.

    Die Einladung zum Telefon-Interview hätte für die AfD die Möglichkeit, auf fachliche Diskursebene zu gehen,
    und ihr Wahlprogramm entsprechend anpassen zu können.
    Jeder, der im Thema ist, wird sonst diese AfD-Äußerungen als populistisch einschätzen.
    Eine Kontaktaufnahme mit mir wäre also im Interesse der AfD, sich nicht als inkompetent selbst abzuqualifizieren.

    Dazu noch der Satz im Wahlprogramm:

    "Wir fordern daher die sofortige Einstellung der Finanzierung der Genderideologie
    in ganz Bremen. "

    Mit dem Begriffskonstrukt "Genderideologie"
    disqualifiziert sich die AFD wiederum als Unwissende.
    Es handelt sich nicht um eine Ideologie,
    sondern um ein Aufzeigen von Sachverhalten.

    Gender ist z.B auch, warum Sie einen Querbinder hier in ihrem Avatarbild tragen.
    Denn die Entscheidung für Ihr Outfit,
    soll eine Assoziation beim Betrachter auslösen.
    Sonst könnten sie ja auch eine Damenbluse tragen.
    (Allein schon, dass diese Assoziation beim Betrachter manifestiert ist, erklärt die Genderforschung, auch erklärt sie, warum diese manifestiert wurde)

    Dieses Acessoire, ihr Querbinder oder Krawattenschleife, wurde vor allem von vornehmen Herren getragen, um ihren Stand und Status zu illustrieren, zusammen mit Zylinder, Stock usw..

    Stellen Sie sich vor, jemand hätte versucht, seinen Stand und Status 1870 in Rock und Bluse während eines Balls zu untermauern.
    Was wäre dann passiert ?
    Und jetzt scannen sie die Zeit in die Gegenwart:
    Was passiert heute ?
    Ist das nicht interessant, dass dies heute auch nicht ginge, ohne dass dieser "Herr" sich lächerlich machen würde ?

    Um genau diese Kausalitäten geht es bei der Genderforschung, nicht um Genitalien.

    Gender = soziales Geschlecht
    sex = biologisches Geschlecht

    Simone de Beauvoir

    de.wikipedia.org/wiki/Simone_de_Beauvoir

    wird in Diskussionen von Rechtspopulisten auch öfters genannt, wenn es um die Behauptung der AFD geht (Behauptung: Gender dekonstruiert biologische Geschlechter)

    In meinen Worten:
    de Beauvoir war enttäuscht, dass nach der späten Einführung des Wahlrechts für Frauen keine Verbesserung dieser Frauen in der Gesellschaft eintrat.
    Darauf schrieb sie ein paar Jahre später, das war 1949 ihr Buch: "Le Deuxième Sexe"
    Darin zeigte sie auf, dass eine Frau in der Gesellschaft erst zur "Frau" (Im Sinne ihrer Frauenrolle) gemacht wird, und diese Rolle nicht von Geburt an besitzt.

    Falls Sie sich auf unser Telefoninterview vorbereiten wollen, lesen sie diese Argumentationsanalyse von FreeYourGender, eines Gespräches zwischen Ken Jebsen und Jürgen Elsässer, hier werden fast deckungsgleiche Argumente gegen "Gender" angeführt, sie hätten dann zumindest den Vorteil, nicht die gleichen Gegenargumente von mir zu hören, wie dort bereits stehen:

    www.freeyourgender.de/forum/viewtopic.php?f=331&t=502&am
    p;sid=e0ce8215c8e773de5d22914f1c01d2fc


    Mit der AfD sollte es ein Gespräch geben,
    es fragt sich für mich nur,
    wer sich freiwillig zur Verfügung stellt?

    Ansonsten bleibt, wenn man nicht MIT uns reden will, dass wir ÜBER die AfD reden, was bleibt uns übrig ?
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#47 Homonklin44Profil
  • 08.06.2015, 12:27hTauroa Point
  • Timon schrieb : "Immer interessant zu sehen, wie die Union sich anmaßt, über dem höchsten deutschen Gericht zu stehen und meint, deren Urteile vorwegnehmen zu können."

    Und das ist weiter eine typisch religiotische Eigenschaft,die aufzeigt,wie diese Partei tickt.

    Meiner Ansicht nach ist die Schliche mit der unnötigen Änderung des Grundgesetzes ein strategischer Versuch,das Ganze doch noch konservativ zu beeinflussen. Damit sie den fehlenden Frau und Mann-Bezug als Unterschied verankern können,und uns doch wieder ein Stück weit minderwertig zur göttlich-heiligen Hetero-Ehe stellen können.

    Deshalb muss deutlich gemacht werden,was schon in der Familie deutlich geworden ist : Es gibt keine Festlegung auf die Geschlechter-Konstellation im Artikel 6 GG!

    Die GG-Änderung wäre ein trojanisches Pferd der Union...
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#48 Homonklin44Profil
  • 08.06.2015, 13:06hTauroa Point
  • Ich stelle mir die gesamte Debatte jetzt mal mit versetzten Begriffen vor,wie wenn es darum ginge,zu entscheiden,ob Menschen mit dunkler Hautfarbe künftig Menschen sein dürfen sollen oder nicht,und das eine Frage parteiischer Einflüsse zu sein hätte.

    Welch eine Demütigung,über ein Menschenrecht so zu schachern.Wie rückständig ist Deutschland eigentlich?
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#49 thorium222Profil
  • 08.06.2015, 13:29hMr
  • Ich hab da einen Vorschlag: Einfach die Ehe per Gesetz öffnen und wenn dann jemand klagt und dann das Bundesverfassungsgericht dieser Person Recht geben sollte, dann kann immer noch das Grundgesetz ändern!
    Diese Überlegung ist auf jeden Fall keine Entschuldigung dafür, die Ehe nicht zu öffnen!
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#50 yelimSEhemaliges Profil
  • 08.06.2015, 13:48h
  • Antwort auf #44 von Miguel53de
  • "dass sich der Herr Prof. seinen Allerwertesten mit Ihrem gut gemeinten offenen Brief abwischen wird"

    Oh, im Gegenteil.

    Der Ilg ist samt Briefeschreiben für die AfD ein nützlicher Idiot - mit ihm und seinem "Engagement" können sie behaupten doch gar nicht so arg homophob zu sein. Zusätzlich können sie ihn als Beleg dafür verwenden daß ja bei weitem nicht alle Schwuchteln für die Eheöffnung sind. Gell, sonst wäre er ja nicht in der AfD.
    ..

    Anmerkung:

    "nützlicher Idiot" ist hier als eine allgemeine Redewendung für jemanden gemeint der weil er ein wenig einfach gestrickt ist nicht versteht daß er seinen Interessen schadet indem er anderen den Bückling macht. Nicht als Pejorativ für den hier als solchen Benannten.
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