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Kommentare zu:
De Maizière: Ehe für alle erfordert Änderung des Grundgesetzes


#51 ursus
#52 Torsten_Ilg
  • 08.06.2015, 15:33h
  • Antwort auf #46 von Freeyourgender
  • Hallo Frau freeyourgender,
    danke für Ihre Rückfrage. Zunächst muss ich mal zu Bremen Stellung beziehen. Dort hat sich meines Wissens vor allem der schwule AfD-Landtagsabgeordnete Alexander Tassis mit der Erarbeitung der von Ihnen erwähnten Passage des Landeswahlprogramms befasst. Wahlprogramme in Bundesländern sind natürlich immer auch regional geprägt. Stichwort Islam: Selbstverständlich gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen kultureller Prägung und Herkunft von Menschen und deren Toleranz und Akzeptanz gegenüber offen ausgelebter Homosexualität westlicher Prägung. Ich meine Sie brauchen doch nur mal die Rechtslage und den Umgang mit LGBT-Menschen in Ländern die vorwiegend islamisch geprägt sind, mit der Rechtslage hier in Europa zu vergleichen. In sieben islamischen Ländern kann homosexueller Geschlechtsverkehr bei Männern mit dem Tode bestraft werden: im Jemen, Iran, Sudan, Saudi-Arabien, Nigeria, Mauretanien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. In vielen anderen islamisch geprägten Staaten werden Haftstrafen verhängt, während nur in wenigen islamisch geprägten Staaten wie in Albanien, in der Türkei, in Indonesien und in Jordanien homosexuelle Akte nicht kriminalisiert werden. - Vor kurzem erst gab es diese unsägliche Debatte darüber, ob öffentliches Küssen nicht vielleicht die Gefühle homosexueller Moslems in Deutschland verletzen könnte und dies deswegen diskriminierend sei!? Wissen Sie wenn ich solche Forderungen unter dem Deckmantel der kulturellen Vielfalt lese, hört bei mir das Verständnis auf. Natürlich gibt es sehr viele tolerante, aufgeklärte und gut integrierte Menschen muslimischen Glaubens in Deutschland. Aber wir dürfen doch auch die Probleme nicht verschweigen, die durch eine ungeregelte Zuwanderung in Deutschland entstehen? Übrigens sehen dies gerade gut integrierte Zuwanderer so, weil sie eben nicht mit diesen intoleranten Gruppen in Verbindung gebracht werden möchten. Was den Bildungsplan betrifft: Hier habe ich persönlich eine etwas andere Auffassung als z.B. Herr Tassis. Ich sehe in einem liberalen Bildungsplan auch eine Chance, Vorurteile zu überwinden. Aber auch das ist Ländersache und da gibt es auch unterschiedliche Gewichtungen. Ich denke, dass in Baden-Württemberg vielleicht ein wenig über das Ziel hinaus geschossen wurde, zumal ja der Protest der Eltern nicht zu überhören war. Ich wünsche mir für zukünftige Bildungspläne mehr Einbindung und Einklang mit der Elternschaft. Aber leider ist es so, dass es von konservativer Seite innerhalb der AfD noch starken Widerstand gegen Aufklärung von Kindern und Jugendlichen im Schulunterricht gibt, den ich so nicht nachvollziehen kann, schon allein aufgrund meiner liberalen Geisteshaltung nicht. Ich biete Ihnen also persönlich wohl eher weniger "Reibungsfläche" beim Thema Gender als beispielsweise Herr Tassis, der ja auch der Sprecher der BIG Homosexuelle in der AfD ist. Wenn ich den Kontakt herstellen soll - schreiben Sie mir einfach Torsten.Ilg@stadt-koeln.de
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#53 Torsten_Ilg
  • 08.06.2015, 16:54h
  • Antwort auf #50 von yelimS
  • Sie gehören offenbar zu den wenigen hier, die noch nicht mitbekommen haben dass ich NICHT gegen eine Öffnung der Ehe bin. Dies ist auch nicht Programm der AfD, sondern noch in der Diskussion. Gauland wiederholt den dämlichen "Hitzlsperger" Vergleich auf andere, nicht weniger dümmliche Art und Weise. Als wenn durch die Einführung der Homo-Ehe ein Kind weniger gebohren würde in Deutschland !? Niemandem würde dadurch etwas weggenommen, im Gegenteil. Ein einziges Rechtsinstiutut für hetreo- und homosexuelle Paarbeziehungen würde deutlich weniger Bürokratie, weniger Verwaltungsaufwand und weniger Kosten verursachen. Fakt ist: Um die verfassungsrechtlich geforderte Gleichstellung beider bestehender Modelle (Ehe und ELP) umzusetzen, müssen noch an die 100 Gesetze und Verordnungen geändert werden. Typisch deutsch. Großbritannien und Irland haben dies erkannt und kurz und schmerzlos die Ehe geöffnet. Der Widerstand gegen die Umsetzung von Rechtsstaatlichkeit für eine Minderheit ist lächerlich und völlig überflüssig!
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#54 yelimSEhemaliges Profil
  • 08.06.2015, 17:11h
  • Antwort auf #53 von Torsten_Ilg
  • Ich lese durchaus Ihre Texte, sofern mich das Thema zu dem Sie kommentieren interessiert. Allerdings nehme ich an daß meine Vermutung daß die Eheöffnung als politischer Programmpunkt eher vom Papst als von der AfD vertreten werden wird nicht gänzlich unrealistisch ist. Insbesondere wenn ich die Aussagen der Vertreter der AfD zu Rate ziehe komme ich nicht umhin diese so zu interpretieren. Als ziemlich einheitlich homophob.
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#55 TheDadProfil
  • 08.06.2015, 18:23hHannover
  • Antwort auf #41 von Patroklos
  • ""wo doch die Ehe kein Grund- und auch kein Menschenrecht ist,""..

    Wie oft denn noch ?

    Die Ehe IST ein Menschenrecht und ALLE Artikel der Menschenrechtskonvention Bestandteil der Verfassung !

    Siehe Artikel 16 !

    www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-de
    r-menschenrechte


    Wenn Du zusätzlich noch "persönlichen individuellen Schutz" formulieren willst, der über Artikel 1 GG hinaus geht, denn dort steht er drinn, der persönliche Schutz, dann versuch Dein Glück mit einer Verfassungsänderung..

    Und trotzdem bekommt man keinen keinen zusätzlichen Grundrechte indem man andere dafür abschafft..

    Wenn Du die Verfassung nicht verstehst, laß sie Dir von einem Menschenrechtler erklären..
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#56 Patroklos
  • 08.06.2015, 18:29h
  • Antwort auf #55 von TheDad
  • Die Ehe ist KEIN Menschenrecht und wird auch nie eins sein und darum bedarf sie auch keinen Schutz, darum sollte sie aus ALLEN Verfassungen und allen Konventionen gestrichen werden! Die Ehe wird aus freien Stücken geschlossen, sonst müßte es auch ein Grundrecht auf Sex und Scheidung geben und das sieht der Gesetzgeber leider nicht vor!
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#57 Robby69Ehemaliges Profil
  • 08.06.2015, 18:39h
  • Antwort auf #56 von Patroklos
  • "Die Ehe wird aus freien Stücken geschlossen"
    Stimmt so nicht ganz. Was ist mit der "Zwangsheirat", die es teilweise immer noch gibt?! Die ist schließlich alles andere als "freiwillig".
    Eine "Ehe" ist für ALLE da. Ob nun Heteros, oder Lesben oder Schwule. JEDER, der einen anderen Menschen liebt, sollte auch das Recht haben, diesen Menschen zu heiraten (, wenn das Paar das möchte).
    Und was dieses idiotischen "eine Ehe darf nur aus Mann und Frau bestehen" betrifft: Das ist rein auf dem Mist der Gehirnwäsche-Sekten gewachsen und darf deshalb meiner Meinung nach auch nicht "bindend" für ALLE Menschen sein.
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#58 LorenProfil
  • 08.06.2015, 18:47hGreifswald
  • Antwort auf #56 von Patroklos
  • Manche Kommentare sind soweit ab vom Schuss, was Wissen und gedankliche Durchdringung von Sachverhalten angeht, dass ich aufpassen muss, beim Kopfschütteln keine Gehirnerschütterung zu erleiden. Meine Empfehlung: Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte mal lesen und die historischen Grundlagen, die zu GG Art. 6 geführt haben, ernstnehmen. Wer aus der Geschichte nicht zu lernen vermag, könnte dazu verdammt sein sie zu wiederholen.
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#59 TheDadProfil
  • 08.06.2015, 19:26hHannover
  • Antwort auf #56 von Patroklos
  • ""Die Ehe ist KEIN Menschenrecht und wird auch nie eins sein ""

    Was genau hindert Dich jetzt daran die Realität zu erfassen ?

    Ist Artikel 16 der AEMR zu kompliziert für Dich formuliert, um ihn zu verstehen ?

    In der örtlichen Vertretung von Amnesty wird man Dir das gerne erklären..

    Das was Du mit "Grundrecht" auf Scheidung missverstehst, laß Dir dann mal von Deinem Pfaffen erklären..

    Denn wie es ein Recht auf freie und freiwillige Ehe gibt, gibt es auch ein Recht auf Single-sein und Scheidung..
    Man muß nicht einmal für Leute wie Dich alles aufschreiben, was erlaubt ist..

    Und es gibt auch ein Grundrecht auf Sex..
    Vielleicht in Deinem Fall sogar eines auf schlechten Sex..
    Wer weiß !?..
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#60 FreeyourgenderProfil
  • 08.06.2015, 23:19hBamberg
  • Antwort auf #56 von Patroklos
  • Ihr Zitat:
    "Die Ehe ist kein Menschenrecht"

    auch hatte ich schon auch von ihnen gelesen,
    dass das Adoptionsrecht kein Menschenrecht wäre, im Sinne, niemand hat das RECHT auf Adoption (hier ist das Ergebnis gemeint, also die Kinder anvertraut zu bekommen)

    Ist das nun Absicht, dass Sie hier Subjekt und Objekt vertauschen ?

    Es geht nicht um das RECHT auf Ehe und um das RECHT auf Adoption.

    Sondern um das RECHT, das gleiche RECHT wie andere zu bekommen.

    Hier kann EHE und ADOPTION beliebig ausgetauscht werden.

    Hat jemand das Recht und einem anderen wird es verweigert, haben wir eine Benachteiligung, eine Diskriminierung.
    Im Falle von EHE und Adoption spielen direkt starke Gefühle mit in den Sachverhalt hinein.
    Es bedarf hier also keiner Fantasie, hier von Menschenrechten zu sprechen, die verletzt werden.

    Es gibt Menschen, die sind sensibler als andere und zerbrechen an dieser Diskriminierung, die sie hier erfahren,
    da diese Diskriminierung nachhaltig über ihr ganzes Leben verläuft und ihre Biographie beeinflusst, eine Zäsur bedeutet.

    Was ich hier beschrieben habe, musikalisch und lyrisch umgesetzt,
    vielleicht sollten Sie sich diese Minuten Zeit nehmen >>>

    www.youtube.com/watch?v=2r9VBWeL68U
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