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  • 8. Juni 2015, 10:48h 71 2 Min.

Kardinal Gerhard Ludwig Müller ist seit 2012 Chef der Glaubenskongregation. Der 67-Jährige hält die Anerkennung von Homo-Paaren für eine Gefahr

Für den obersten katholischen Glaubenshüter ist klar: Wenn Schwule und Lesben heiraten dürfen, führt das in die "Selbstzerstörung".

Die katholische Kirche erhält ihre Abwehrfront gegen die Ehe für alle aufrecht: Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der Chef der katholischen Glaubenskongregation, hat in einem am Samstag veröffentlichten Interview die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht erneut mit scharfen Worten abgelehnt.

Gegenüber der katholischen Zeitung "Die Tagespost" aus Würzburg sagte der 67-Jährige, die Zustimmung der Iren zur Ehe-Öffnung bedeute eine "Diskriminierung des Ehebundes von Mann und Frau und somit eben auch der Familie". Im tiefkatholischen Land hatten vor zwei Wochen fast zwei Drittel der Wähler in einem Volksentscheid für die Gleichstellung gestimmt (queer.de berichtete).

Der Kardinal erklärte, dass die Mehrheit beim Volksentscheid nichts über die Wahrheit aussage. "Die Wahrheit wird sich durchsetzen, wenn auch unter großen Opfern", erklärte der Kardinal. Außerdem beglückwünschte er diejenigen, "die ihre Knie nicht gebeugt haben vor den Götzen der Selbsterschaffung und Selbsterlösung, die uns zielsicher in die Selbstzerstörung führen werden – wie andere politischen Ideologien auch".

Müller ist seit 2012 Präfekt der Glaubenskongregation und wacht somit über die Reinheit der katholischen Lehre. Er war zuvor zehn Jahre lang Bischof von Regensburg gewesen, bevor er von Papst Benedikt XVI. ins Amt des Glaubenshüters befördert wurde.

Kardinal: Kirche wird Schwule und Lesben "niemals" akzeptieren

Bereits vor wenigen Monaten hatte Müller gegenüber einer polnischen Zeitung seine Abneigung gegenüber Schwulen und Lesben bekundet, als er erklärte, dass die Kirche gelebte Homosexualität "niemals" akzeptieren werde (queer.de berichtete). Nur keusche Schwule und Lesben könnten Teil der Kirche sein.

Im aktuellen Interview stellte sich der Glaubenshüter ausdrücklich hinter Kardinal Pietro Parolin, der die Ehe-Öffnung im katholischen Irland als "Niederlage für die Menschheit" bezeichnet hatte (queer.de berichtete). Müller erklärte, dass die Ehe für Kinder offen sein müsse und nicht "mit beliebigen Inhalten" gefüllt werden dürfe. Gleichzeitig behauptete er, dass seine Einstellung keine Diskriminierung von homosexuellen Menschen darstelle.

Der Glaubenshüter kritisierte auch das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), weil die Laienvertretung bei ihrer Vollversammlung im vergangenen Monat die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren gefordert hatte (queer.de berichtete). "Man hat dort keine Kompetenz, anstelle des Lehramts wesentliche Inhalte der Offenbarung zu interpretieren oder ihres Inhalts zu entleeren", sagte Müller. Er warf den im ZdK organisierten Gläubigen vor, mit säkularisiertem Denken die Kirche beeinflussen zu wollen. Die Forderung nach Segnung homosexueller Paare sei ein "schreiender Widerspruch zum Wort Gottes". (dk)

-w-

#1 MArcelddAnonym
#2 YannickAnonym
  • 08.06.2015, 13:09h
  • Die Kinderschänder-Sekte will wieder mal von ihren Verbrechen ablenken, indem sie gegen andere hetzt.

    Gegen Hassprediger hilft nur eines:
    Kirchenaustritt

    www.kirchenaustritt.de/
  • Direktlink »
#3 yelimSEhemaliges Profil
  • 08.06.2015, 13:11h
  • "Müller erklärte, dass die Ehe für Kinder offen sein müsse"

    Im Ernst?

    ---===:::===---

    Falls die Ehe für alle diesem Herrn Gott so mißfällt, warum geht er dann nicht mal selbst an die Öffentlichkeit? Warum hören wir von ihm immer nur aus zweiter Hand, nicht verifizierbar, anekdotenhaft? Immer nur aus dem Mund nachrangiger Angestellter.

    "Gott will dies", "Gott will jenes" - dann soll er's doch bitteschön mal selber sagen, wir beißen ja nicht. Oder wenn, dann ganz zärtlich. Knabbern eher.
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