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Demo unter Polizeischutz
Friedlicher Europride in Lettland

Der bislang größte CSD in der Geschichte Lettlands
- 20. Juni 2015, 19:24h 1 Min.
Rund 5.000 Menschen zogen begleitet von wenigen Gegenprotesten durch die Innenstadt von Riga.
In der lettischen Hauptstadt Riga haben am Samstag tausende Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender aus ganz Europa friedlich für ihre Rechte demonstriert. Die Polizei schützte die Demonstration, die in einer Abschlusskundgebung in einem Park endete, durch einen Großeinsatz.
Letztlich waren aber nur wenig Gegendemonstranten erschienen, die am Wegrand mit Plakaten gegen Homo-Rechte skandierten. Ein Mann verbrannte eine selbst mitgeführte Regenbogenflagge und wurde von der Polizei festgenommen, die DPA spricht von zwei weiteren Festnahmen.
Botschaften mehrerer EU-Länder, darunter von Deutschland, beteiligten sich an dem Pride-Umzug, der nach Schätzungen von Veranstaltern und Polizei auf rund 5.000 Teilnehmer kam. Die organisierende LGBT-Gruppe Mozaika hatte mit weniger Teilnehmern gerechnet; rund die Hälfte dürfte aus dem Inland gekommen sein, schätzt sie. Angereiste Teilnehmer aus Russland und der Ukraine küssten sich vor Kameras, ein Plakat forderte einen Europride in Moskau.
Der CSD schloss eine Woche von Kultur-, Politik- und Partyveranstaltungen ab. Der Europride fand nach Warschau 2010 erst zum zweiten Mal im ehemaligen Ostblock statt; in den nächsten beiden Jahren sind Amsterdam und Madrid an der Reihe. (nb)
Links zum Thema:
» Galerie: Bilder vom Europride in Riga bei meduza.io
» Webseite von Mozaika















Eine gute Nachricht - und doch auch deprimierend, so wenige, zur Hälfte ausländische Unterstützer, Gegendemonstranten...
Mensch, wir schreiben 2015!