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Der "Vater der Homo-Ehe" wird für seinen Einsatz gegen Antisemitismus und für Israel geehrt (Bild: Böll-Stiftung)

Große Ehre für den Kölner Politiker: Volker Beck erhält für seinen Kampf gegen Antisemitismus den prestigeträchtigen Leo-Baeck-Preis.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat am Montag bekanntgegeben, dass er in diesem Jahr den Leo-Baeck-Preis an den Bundestagsabgeordneten Volker Beck (Grüne) verleiht. Die Preisverleihung wird Anfang November in Berlin stattfinden.

"Volker Beck engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland und über die Grenzen Deutschlands hinaus", begründeten Präsidium und Direktorium des Zentralrats der Juden ihre Entscheidung. "Sein Kampf gegen Antisemitismus und Israelfeindlichkeit ist vorbildlich."

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"Gegen viele Widerstände" für Juden eingesetzt

Schon in den Neunzigerjahren habe sich der schwule Abgeordnete vehement und "gegen viele Widerstände" für die Entschädigung der früheren NS-Zwangsarbeiter sowie für Rentenzahlungen an Juden in Osteuropa eingesetzt. In der Beschneidungsdebatte 2012 habe sich Beck zudem als erster Bundespolitiker an die Seite der jüdischen Gemeinschaft gestellt. Der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe engagiere sich zudem in herausragender Weise für Israel.

"Volker Beck setzt auf würdige Weise die Reihe unser Leo-Baeck-Preisträger fort", erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster. "In seinem Engagement für die jüdische Gemeinschaft und in seinem Kampf gegen jede Form von Antisemitismus hat er nie nachgelassen. Damit hat er diese Auszeichnung mehr als verdient."

Auf seiner Facebook-Seite bedankte sich Beck, der derzeit innen- und religionspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, in einer ersten Reaktion auf Hebräisch mit den Worten "Toda Raba" (Vielen Dank). "Ich fühle mich sehr geehrt und freue mich über die Anerkennung für meine Arbeit. Das ist einfach großartig", so Beck.

Mit dem seit 1957 vergebenen Leo-Baeck-Preis ehrt der Zentralrat der Juden Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise für die jüdische Gemeinschaft eingesetzt und sich damit um sie verdient gemacht haben. Zu den Preisträgern früherer Jahre gehören unter anderem Bundeskanzler Helmut Kohl, der 1997 ausgezeichnet wurde, und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auch die Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Christian Wulff hatten den Preis erhalten.

Im vergangenen Jahr wurde der Preis, der nach dem Rabbiner Leo Baeck (1873-1956) benannt worden ist, nicht verliehen. 2013 war der damalige EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider ausgezeichnet worden. (dk/cw)

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#1 SaschaHAnonym
#2 TheDad
  • 22.06.2015, 15:57hHannover
  • Absolut verdient..

    Wohl kaum ein Mensch setzt sich so umfassend gegen Hass gegen Minderheiten ein wie Volker Beck..
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 22.06.2015, 16:03h
  • Herzliche Gratulation!

    Hier zeigt sich ein bürgerrechtliches Bündnis zwischen Minderheiten, das in den USA auch ohne Preise seit Jahrzehnten hervorrragend funktioniert und in Frankreich nicht.

    Dort verfasst der (inzwischen zurückgetretene) Großrabbiner homosexuellenfeindliche Traktate und schwule Prominente liebäugeln traditionell ab und an mit dem Faschismus, wenn er grad mal a la mode ist (Cocteau, Genet etc.).

    Das Bündnis zwischen Minderheiten basiert aber auf einer Schicksalsgemeinschaft (schon im Mittelalter wurden manchmal Sodomiter und Juden gemeinsam verbrannt).
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