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Repräsentative Umfrage
Zwei Drittel der Deutschen befürworten Ehe für alle

Das unabhängige Marktforschungsinstitut Ipsos hat 17.030 repräsentativ ausgewählte Personen im Alter von 16 bis 64 Jahren in 23 Ländern befragt (Bild: Ipsos)
- 30. Juni 2015, 07:16h 2 Min.
Eine weltweite, repräsentative Umfrage von Ipsos zeigt leicht zunehmende Akzeptanz, aber auch weniger Zustimmung für LGBT-Rechte etwa in Schweden oder Frankreich.
In Deutschland dürfen lesbische und schwule Paare bislang nur eine eingetragene Partnerschaft eingehen, die Heirat bleibt ihnen verwehrt. Laut einer kürzlich in 23 Ländern durchgeführten repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos treten jedoch fast sieben von zehn Deutschen (68%) dafür ein, das Ehe-Verbot für Homosexuelle zu beenden.
Das Ergebnis entspricht ähnlichen Umfragen von Spiegel, TNS Emnid und YouGov, die bereits Ende Mai veröffentlicht wurden (queer.de berichtete).
Nur 10 Prozent der Befragten in Deutschland sind laut der Ipsos-Studie der Ansicht, homosexuelle Paare sollten eine rechtliche Anerkennung erfahren, aber nicht heiraten dürfen, 11 Prozent meinen, sie sollten weder anerkannt werden noch heiraten dürfen und weitere 11 Prozent sind sich in dieser Frage nicht sicher.
Unterstützung in Spanien weltweit am größten
Knapp jeder zweite der Befragten in 23 Ländern weltweit stimmt für die Ehe-Öffnung in seinem Land. In Spanien ist die Unterstützung mit 77 Prozent weltweit am größten. Aber auch in Schweden (74 Prozent), Belgien (69 Prozent), Großbritannien (67 Prozent) und Kanada (62 Prozent) bekräftigen teilweise über zwei Drittel der Befragten das Recht auf Heirat von schwulen und lesbischen Paaren.
Wenig Zustimmung findet die gleichgeschlechtliche Ehe hingegen in Russland. Dort sind zwei Drittel der Befragten der Überzeugung, dass homosexuelle Paare nicht heiraten oder ihre Partnerschaft in irgendeiner Weise rechtlich anerkannt werden sollte. Auch in Polen (32 Prozent), Südkorea (29 Prozent), Indien (29 Prozent), Südafrika (27 Prozent) und der Türkei (25 Prozent) teilen immerhin mehr als ein Viertel der Studienteilnehmer diese Ansicht.
Studie bestätigt Ergebnisse der Vorgängerbefragung von 2013
Bereits 2013 hatte das Marktforschungsinstitut Ipsos eine globale Befragung zur Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften durchgeführt (queer.de berichtete). Die Ergebnisse spiegeln die Ergebnisse der aktuellen Studie wider. Die Zustimmung, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften in irgendeiner Weise rechtlich anerkannt werden sollten, variiert jeweils nur um wenige Prozent.
In Japan stimmen 2015 sogar sieben Prozent mehr dieser Aussage zu. Auch in den USA (vier Prozent) und Argentinien (vier Prozent) ist die Zustimmung gewachsen. In Schweden hingegen befürworten neun Prozent weniger die rechtliche Anerkennung von homosexuellen Partnerschaften. Auch in Frankreich (vier Prozent) und Italien (vier Prozent) ging die Zustimmung leicht zurück.
Die Studie wurden zwischen dem 24. April und dem 8. Mai durchgeführt – also noch vor dem irischen Referendum zur Ehe-Öffnung. Die Stichprobe wurde aus dem Ipsos Global @dvisor Online Panel gezogen und gewichtet, um die Bevölkerung in den jeweiligen Ländern zu repräsentieren. Für die vorliegende Studie wurden 17.030 Personen im Alter von 16 bis 64 Jahren in 23 Ländern befragt. (cw/pm)















Aber unsere Regierung interessiert sich leider nicht dafür, was der demokratische Souverän (das Volk) will, sondern die verstehen sich als absolutistische Herrscher von Gottes Gnaden, die den Bürgern ihr Weltbild aufzwingen wollen.