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Fluchtgrund Homophobie
Schwules Paar aus Russland erhält Asyl in Finnland
- 4. Juli 2015, 14:08h 1 Min.

Die finnischen Behörden haben nach einem Bericht der Tageszeitung "Helsingin Sanomat" zwei homosexuelle Männer aus Russland als politische Flüchtlinge anerkannt.
Der positive Asyl-Bescheid für Wladimir Naumow und Wasili Kolesnikow sei in der vergangenen Woche ausgestellt worden. Das schwule Paar war im September 2014 nach Finnland geflüchtet und hatte dort politisches Asyl beantragt. Die beiden Männer begründeten ihren Schritt damit, dass sie in ihrer Heimat massiver Diskriminierung bis hin zu körperlicher Gewalt ausgesetzt seien. Sie verwiesen auch auf das 2013 eingeführte landesweite Gesetz, das "homosexuelle Propaganda" vor Minderjährigen unter Strafe stellt.
Dass Paar lebt jetzt in der Stadt Rovaniemi im Norden des Landes und lernt Finnisch.
Auch in Deutschland sind mehrere Asylverfahren schwuler und lesbischer Russen bekannt (queer.de berichtete). Unter den Flüchtlingen ist mit Kirill Kalugin einer der bekanntesten russischen LGBT-Aktivisten (queer.de berichtete). Um sie kümmern sich Organisationen wie QueerHouse und Quarteera.
Mehr zu LGBT-Flüchtlingen in Deutschland, ihren Beweggründen und den Problemen, die auf sie warten, findet sich in diesem Bericht über eine Tagung in Düsseldorf. (cw)















In allen zivilisierten Staaten...