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Kommentare zu:
Deutschland meldet mehr HIV-Neudiagnosen


#1 schwTaAnonym
  • 06.07.2015, 16:50h

  • Es geht mir nicht in den Kopf, warum sich Unsereins überhaupt noch anstecken muss. Schalten die beim Sex die Großhirnrinde vollständig aus? Haben die Jahrzehnte der Aufklärung wirklich nichs gebracht? Ich verstehe das nicht...
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#2 So WhatAnonym
  • 06.07.2015, 17:13h
  • Antwort auf #1 von schwTa

  • Schwieriges Thema. Einerseits besteht ein deutlicher Unterschied zur einer Infektion noch von vor 20 Jahren und man kann mit einer "eine Pille pro Tag" ART ziemlich gut leben. Andererseits ist das Thema dadurch immer weniger präsent. Wer weiß z.B. schon, welche seiner Bekannten positiv sind? In den seltensten Fällen spricht man drüber und HIV wird zu einem Thema, das weit weg ist. Das führt zu einer ziemlich naiven Sorglosigkeit und zu vielen Kerlen, die als Late-Presenter aus allen Wolken fallen und sich vorher durchaus dann unwissentlich selbst als Verbreiter betätigt haben. Das sollte eine Warnung sein, die Aufklärungskampagnen weiter zurückzufahren.
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#3 seb1983
#4 FredinbkkProfil
  • 06.07.2015, 17:22hBangkok
  • Antwort auf #1 von schwTa
  • ..man muesste mal die Neu-Infizierten fragen ,was sie selber denken,weshalb es dazu kam?
    Ich vermute ,dass vielleicht unter Alkohol oder Drogeneinfluss die "Vorsicht" einfach wegfiehl..
    aber ist nur eine Vermuten ..vielleicht gibts auch wenige Faelle von "Uebergriffen " ,denke da an Strafvollzug usw.
    Schlimm ist es auf jeden Fall,jeder Infizierte ist einer zuviel ..deshalb weiterhin massiv Aufklaeren
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#5 PelayoProfil
  • 06.07.2015, 18:23hBerlin
  • Es war ein Fehler, den Schwulen zu sagen, Aids sei durch neue Medikamente zwar nicht heilbar, aber doch beherrschbar.
    Eine Stunde nach dieser Meldung waren die ersten Schwulen wieder in der Szene, um sich auszutoben nach dem Motto "Jetzt muss ich nicht mehr aufpassen. Es gibt ja jetzt gute Medikamente"...
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#6 andreMucAnonym
#7 Georg OAnonym
#8 ursus
  • 06.07.2015, 18:44h
  • Antwort auf #5 von Pelayo
  • >"Es war ein Fehler, den Schwulen zu sagen, Aids sei durch neue Medikamente zwar nicht heilbar, aber doch beherrschbar."

    es ist nie ein fehler, den menschen die wahrheit zu sagen.

    das gilt auch für die deutsche präventionspolitik, die in der regel auf differenzierte aufklärung und eigenverantwortung setzt und nicht auf plumpes bangemachen und paternalistisches regulieren. der relativ gute erfolg dieser herangehensweise hat sich immer wieder bestätigt.

    wer den erfolg von prävention daran messen will, dass es gar keine neudiagnosen mehr geben dürfte (nicht zu verwechseln mit den realen neuinfektionen - siehe artikel), oder dass die neuinfektionsrate in deutschland sinken müsste, während sie in anderen ländern vergleichsweise stark ansteigt, der legt einen unrealistischen maßstab an.
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#9 ursus
  • 06.07.2015, 18:51h
  • Antwort auf #4 von Fredinbkk
  • es gab auch hier schon user, die sich erst darüber empörten, dass diese schrecklichen verantwortungslosen hiv-positiven nicht mit einem tattoo auf der stirn rumlaufen, und die im nächsten satz beiläufig erwähnen, dass sie selbst seit jahrzehnten unsafe poppen. weil, sie sind ja angeblich negativ und dürfen das also. ich denke, schlichte ignoranz spielt mindestens eine genauso große rolle wie drogen.
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#10 Harry1972Profil
  • 06.07.2015, 19:25hBad Oeynhausen
  • Die Gründe, warum Menschen sich überhaupt anstecken, dürften ebenso vielfältig sein wie die Menschen selbst.
    Ob nun unter Drogeneinfluss (inkl.Alk), Unwissenheit, selbstmörderische Tendenzen oder sonstwas. Die Gründe sind letztenendes doch egal.Warum das überhaupt diskutiert wird, interessiert mich viel mehr. Nährboden für Moralisten?
    Jedes Jahr kommen in Deutschland knapp 400 Menschen bei Badeunfällen ums Leben. Dazu werden auch regelmäßig Meldungen veröffentlicht aber nicht auf diese Weise diskutiert.
    Erhitzen sich die Gemüter beim Thema HIV nur, weil es um Sex geht und man sich dann so wunderbar von denen abgrenzen kann, die es erwischt?
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#11 Patroklos
#12 porokusiAnonym
  • 06.07.2015, 20:53h
  • Antwort auf #10 von Harry1972
  • Bei Diabetes Typ 2 oder Krebs fragt auch keiner nach den Lebensgewohnheiten vor der Erkrankung. Wenn aber Sex im Spiel ist hört der Spass auf. Da hat jeder hinz und kunz das Recht zu erfahren wie es passiert ist und nimmt sich raus zu richten, ob ein Infizierter zu verurteilen oder zu bemitleiden ist.
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#13 Dont_talk_aboutProfil
  • 06.07.2015, 20:59hFrankfurt
  • Wegen der hohen Infektionszahlen wird die schwule Community immer angreifbar sein. Daher sollten sich deren Vertreter intensiver für Safer Sex einsetzen, auch wenn viele derer, die sie vertreten, darauf keinen Bock mehr haben.

    Ich bin mal gespannt, ob Frauke Petry das Thema aufgreifen wird.
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#14 SchwTAAnonym
  • 06.07.2015, 21:09h
  • Antwort auf #10 von Harry1972
  • Gut, die Gründe mögen vielfältigst sein. Bleiben wir 'mal bei den Fällen, bei denen (Voll)rausch, suizidale Tendenzen oder Vergewaltigung keine Rolle spielen.

    "Unwissenheit"? Bei allem Respekt, wer steckt sich heutzutage in Deutschland aus "Unwissenheit" mit HIV an? Den Einzigen, denen ich das zubilligen würde, wären Zugewanderte, die in ihrem Heimatland keine Chance auf eine entspr. Schulbildung gehabt haben. Diese Leute haben mein vollstes Mitgefühl.
    Aber in Deutschland wurden Millionen für Aufklärung investiert. Gut, in den vielen Fällen war das effektiv, und die Neuinfektionsrate ist zum Glück nicht so hoch wie in anderen Ländern. Dennoch gibt es offensichtlich Berufs-Renitente, denen ihr Leben egal ist - meinetwegen, denn jeder sollte ein Recht darauf haben, mit seinem Körper nach eigenem Gutdünken umzugehen. Aber dann möchte später auch kein Gejammere hören, wie schlecht es doch den Patienten geht!

    "Moral"? Meiner Meinung nach geht es nicht um Moral, sondern um Verantwortung sich selbst bzw. Anderen gegenüber.

    "Badeunfälle". Interessante Zahl, danke dafür! Auch dort gibt es Fälle, dass sich Leute mit offenen Augen in die Gefahr begeben - und darin umkommen. Der Umstand, warum wir hier mehr über die Neuinfektionsrate für HIV als über Badeunfälle diskutieren, liegt meines Erachtens darin begründet, dass vor allem MSM sich neu infizieren, während laut Wikipedia die Risikogruppe par excellence für Badeunfälle Männer ab 50 sind. Tendenziell gibt es mehr Heten als Schwule, und damit ist die Sache für mich klar :-).

    "Abgrenzung": Glaube ich eher nicht. Ich verstehe es nur einfach nicht, wie man sich heute noch sehenden Auges noch anstecken kann. Wahrscheinlich eines der für mich unlösbaren Rätsel, wie politischer, gesellschaftlicher und/oder religiöser Extremismus.
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#15 David77Anonym
#16 HammersmithAnonym
  • 06.07.2015, 21:47h
  • Antwort auf #14 von SchwTA
  • Du bist der perfekte Mensch der jederzeit alles genau plant, unter Kontrolle hat, nie gutgläubig ist, nie übertölpelt wird und dem nie Fehler, Dummheiten und Unfälle geschehen.

    Nützt dem Patienten auch sehr, ihm unter die Nase reiben: selbst Schuld.
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#17 So WhatAnonym
  • 06.07.2015, 21:47h
  • Antwort auf #14 von SchwTA
  • Bei den meisten sexuellen Übertragungen dürfte wohl tatsächlich bareback und ggf. die mit "ja" wissentlich oder unwissentlich falsch beantwortete Frage "bist Du gesund?" eine Rolle gespielt haben.

    ABER

    Es heißt nur safer Sex, nicht safe Sex. Ein Restrisiko besteht immer, Kondome können kaputtgehen etc. Man kann sich übrigens auch bei Dingen anstecken, die für gewöhnlich als safe erachtet werden, wenn der andere eine ungewöhlich hohe Viruslast hat, was bei frischen unbehandelten Infektionen der Fall sein kann. Selten, aber nicht unmöglich.

    Insofern solltest Du mit Deiner 100%igen Verallgemeinerung vorsichtig sein. Statistisch am sichersten vor Ansteckung bist Du dann übrigens beim Sex mit Kondom mit einem HIV Positiven, der unter der Nachweisgrenze ist. Wusstest Du das?
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#18 Harry1972Profil
  • 06.07.2015, 22:36hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #14 von SchwTA
  • Vielleicht doch nur, weil Sex im Spiel ist und da ist die Hemmschwelle, moralisch zu urteilen eben viel niedriger?
    Unsere Gesellschaft ist insbesondere in Bezug auf Sex noch überaus lustfeindlich. Zwar ist Sex allgegenwärtig aber sobald jemand seine Sexualität offensiv lebt, erscheint das wie ein Tabubruch.

    Da finde ich das Beispiel mit Diabetes und Krebs sehr treffend. Da gibt es diese Verurteilung kaum, man wird sogar noch bedauert. Kaum ist Sex im Spiel, werden ganz andere Saiten aufgezogen.
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#19 LovesternProfil
  • 06.07.2015, 23:26hGreifswald
  • Badeunfälle sind aber Unfälle, während die meisten Ansteckungen keineswegs Unfälle aka geplatztes Kondom sind, sondern da wurde einfach bareback rumgemacht, also bewusst das Risiko in Kauf genommen.
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#20 ComevoAnonym
  • 07.07.2015, 02:02h

  • Man braucht sich auch nicht wundern, wenn z.B. bei einer bekannten Internetseite beim Thema "Safer Sex" eine mögliche Option "Nach Absprache" lautet. Ich bin schon ziemlich desillusioniert, weil für mich als Schwuler weniger die Gesellschaft ein Problem ist, sondern wir selber. Es geht nur noch um rein und raus ohne irgendwelche sozialen Ansprüche - eine Beziehung scheint kaum erstrebenswert. Nach gefühlten tausenden "Detail-Bildern" von bestimmten Körperregionen mit armseeligem Vokabular zur Begrüßung wird man irgendwann müde...
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#21 HellseherAnonym
  • 07.07.2015, 03:05h

  • Da haben wir es... wir werden immer angreifbarer... und nun möchte man auch noch unbedingt das Blutspendeverbot aufheben...
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#22 Harry1972Profil
#23 PorokusiAnonym
#24 PorokusiAnonym
#25 PorokusiAnonym
#26 SchwTAAnonym
#27 SchwTAAnonym
#28 SchwTAAnonym
  • 07.07.2015, 06:32h
  • Antwort auf #18 von Harry1972
  • Vielleicht...vielleicht auch eben nicht.

    Na ja, und Krebs und Diabetes sind insofern etwas problematische Beispiele, als dass es viele verschiedene Sorten davon gibt, und die Enstehung der Krankheit bei einigen davon nicht unerheblich von der Vererbbarkeit beeinflusst wird, soll heißen, ich kann trotz eines gesunden Lebenswandels Krebs bekommen, wenn's in meinen Genen liegt. Bei HIV besteht meines Wissens nach keine genetische Prädisposition.
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#29 SchwTAAnonym
#30 Harry1972Profil
  • 07.07.2015, 07:05hBad Oeynhausen
  • Ich wollte nur darauf hinaus, daß sobald Sex im Spiel ist, die Hemmschwelle zu einem "Selbst schuld" viel niedriger ist als bei anderen denkbaren Krankheiten oder lebensbedrohlichen Situationen.
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#31 Rosa SoliAnonym
  • 07.07.2015, 09:34h
  • Du darfst dich in Deutschland problemlos zu Tode saufen. Die Bewunderung der anderen, dass du einen "ordentlichen Stiefel verträgst" ist dir gewiss. 75.000 Tote im Jahr durch Alkoholabusus sind überhaupt kein Thema.

    Aber wehe, wenn sich einer beim Ficken mit HIV ansteckt, dann geht die moralsinsaure Welt unter. Es ist immer wieder bezeichnend, wie sexualitäts- und lustfeindlich wir bis heute sind. Die Kirchen haben mit ihrer Sexualmoral in der Vergangenheit ganze Arbeit geleistet. Sie prägt unseren Umgang mit der Sexualität bis heute.

    Ich brauche jetzt erst ein Tässchen Cognac zum Frühstück. Prost!
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#32 johannes90Anonym
#33 seb1983
  • 07.07.2015, 10:58h
  • Antwort auf #30 von Harry1972
  • Grade bei deinem Beispiel Badeunfall kann das allerdings ganz anders aussehen.
    Wenn du nämlich nicht hops gehst sondern irgendwie doch noch raus gefischt wirst wartet danach eine Überraschung:
    Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte darfst du nämlich aus eigener Tasche löhnen wenn keine Versicherung einspringt, denn hier gilt genau das was du sagst: selbst Schuld.

    Auch bei einem Sportunfall wie dem von Michael Schumacher wird die Schuldfrage gestellt, bei einem Autounfall sowieso.

    Die Hemmschwelle ist bei HIV tatsächlich niedriger das stimmt. Das mag teils auch daran liegen dass derjenige ja nicht akut im Sterben liegt und man Mitleid hat sondern in der Regel noch munter vor einem steht.
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#34 yelimSEhemaliges Profil
  • 07.07.2015, 11:59h
  • Antwort auf #32 von johannes90
  • Ich kenne keinen einzigen Astrophysiker der so etwas sagt.

    Die beste Behandlung, selbst wenn alles "perfekt" funktioniert, kann den Verlauf der Erkrankung nur verlangsamen. Sie ist keine Gewähr für Überleben, sondern sie verringert das Risiko zu Sterben. Die Nebenwirkungen sind auch nicht zu verachten.

    Die Chance daß AIDS irgendwann einmal heilbar sein wird sind extrem gering. Nahe Null. Es ist auch unwahrscheinlich daß es jemals einen Impfstoff geben wird.

    Dein Gesülze ist brandgefährliche Verhamlosung.
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#35 Harry1972Profil
#36 seb1983
  • 07.07.2015, 12:52h
  • Antwort auf #35 von Harry1972
  • Ein bisschen Höflichkeit statt der üblichen Giftspritzerei hier schadet auch nicht...

    Und wie gesagt, ein Faktor ist oft wie sehr derjenige grade leidet, und das tut er als HIV Positiver erst mal nur innerlich.

    Ein Faktor dürfte auch das offensichtliche Risiko und der Grad des "selbst Schuld" sein.
    Bleiben wir beim Baden:
    Grundsätzlich eher ungefährlich. Aber zu weit raus geschwommen, eine tückische Strömung, ein Krampf, Panikanfall, Kraft verloren, alles schwammig, subjektiv, schnell passiert, vorher vielleicht schwer einzuschätzen.

    99% der HIV Ansteckungen beim Sex dürften durch Ficken ohne Gummi passieren.
    Das passiert nicht plötzlich, da gibt es keine falsche Risikoabwägung, da ist genug Zeit zum überlegen, da ist das Wissen vorhanden.
    Also die bewusste Entscheidung: Ja ich ficke jetzt ohne Gummi.
    Wir gingen zu mir, ich wollte keinen Gummi
    Wir zogen uns aus, ich wollte keinen Gummi
    Er steckte ihn rein, ich wollte keinen Gummi
    Er hat abgespritzt, ich wollte es in mir.

    Ein Bekannter ist mit 46 Jahren an Speiseröhrenkrebs ziemlich elendig verreckt. Das war alles sehr tragisch, aber allen war immer bewusst, und das hat er auch so gesagt: Er hat 30 Jahre lang stark geraucht.
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#37 schwTaAnonym
  • 07.07.2015, 13:08h
  • Antwort auf #32 von johannes90

  • Das war doch wohl Comedy, oder? Das kann nicht Dein Ernst sein. Auf eine wissenschaftliche Entwicklung, die vielleicht in 10 Jahren eintreffen könnte, würde ich mich nicht verlassen - und ich bin Wissenschaftler. Selbst wenn es dann heilbar sein sollte, ist eine halbe Stunde Gerödel ohne Gummi wirklich zehn Jahre (teure) Therapie wert?
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#38 Harry1972Profil
  • 07.07.2015, 13:21hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #36 von seb1983
  • Meine Höflichkeit hat auch ihre Grenzen. Meistens da, wo altbekannte User mit den immer gleichen "Denkschwächen" um die Ecke geschossen kommen.
    Diese bewusste Fehlinterpretieren nervt auf Dauer, scheint Dir aber umso mehr Spaß zu bereiten.

    Gerade beim Baden ist das Risiko ja wohl mehr als offensichtlich. Jedes Jahr sieht man Leute, die sich kopfüber in unbekannte Gewässer stürzen und das, obwohl seit Jahrzehnten davor gewarnt wird.
    Dagegen ist die Möglichkeit einer Infektion oft ein viel abstrakteres Risiko.
    Deine 99% sind doch auch keine nachprüfbaren Zahlen sondern sollen bloß Deinen Ansatz unterstützen.

    Zumindest sind Deine Kommentare nicht dazu geeignet, mich von der Überzeugung abzubringen, daß gerade bei dem Thema HIV besonders auf die Betroffenen eingedroschen wird, weil es mit dem Thema Sex zu tun hat.
    Im Gegenteil haust Du ja in dieselbe Kerbe.

    Da fand ich übrigens das Beispiel mit dem Alkoholmissbrauch super. Da muss schon einer kotzend im Rinnstein liegen, damit die Leute den Kopf schütteln aber alle nicken anerkennend, wenn einer nach einer Flasche Schnaps noch geradeaus laufen kann.
    Dabei ist Alkoholmissbrauch, wie die Zahlen beweisen, tödlich.
    Warum wird Leuten, die ohne Gummi bumsen, nicht mit demselben Gleichmut begegnet?
    Warum ist es okay, sich mit Alkohol umzubringen aber verwerflich, wenn man sich totfickt?
    Bei welchem Thema wird ein gesellschaftliches Tabu angerührt und bei welchem Thema handelt es sich um etwas, was gesellschaftlich akzeptiert ist?
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#39 MargotAnonym
  • 07.07.2015, 13:44h
  • Antwort auf #24 von Porokusi
  • " Baby, es gibt kein Safe sex. Es ist immer nur safer sex. Sowohl Kondome als auch Media bieten keinen vollständigen Schutz."

    Leider muss man ja auch feststellen, dass die Aufklärung zB in den Schulen oder auf diesen Plakaten der BzGA diese Tatsache verschweigt bzw. höchsten im Kleingedruckten nennt.

    Könnte das nicht neben der Nicht-benutzung von Kondomen auch eine Ursache der hohen Ansteckungsrate sein? Dass manche ohne und manche aber auch MIT Kondomen sich in einer falschen Sicherheit wiegen statt aus Sicherheitserwägungen heraus ihre Sexualität besser zu kontrollieren?
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#40 Harry1972Profil
#41 seb1983
  • 07.07.2015, 14:16h
  • Antwort auf #38 von Harry1972
  • So ist das mit Meinungen die einem nicht passen..

    Das Risiko beim Baden finde ich nun abstrakter als wenn ich meinen Schwanz irgendwo rein stecke aber nun gut...
    Und Tausende Gummis werden wohl nicht platzen beim MSM...

    Beim Alkohol bin ich bei dir, Problem nur: Wenn das zum Thema wird dann kommen die gleichen Leute wie du um die Ecke mit Argumenten wie.... tja moralinsauer, lass mir meine Freiheit. Die Diskussion schwelt aber auch schon seit Jahren.
    Nur das Argument "aba aba aba beim Alkohol dürfen die das auch einfach" ist wenig hilfreich.

    Was du kritisierst ist dass Risiko auch noch anerkannt wird: Mit dem Auto rasant in die Kurve, durch nen unbekannten Fluss geschwommen, am meisten Schnaps vertragen, solange es gut geht gibts Lob, naja zumindest von Männern... kann man kritisieren.
    Seine Nudel ohne Gummi in den Arsch stecken bekommt solche Anerkennung nicht das stimmt.

    Beim Alkohol gilt dann das gleiche wie beim Vögeln, kenne deine Grenzen.
    Jede Woche ein anderer? Kein Problem mit Gummi.
    Kotzend im Rinnstein liegen? Kein Problem wenns nicht jedes Wochenende ist und man Montags wieder im Büro sitzt.
    So Zeiten macht eigentlich jeder mal durch. Damit bin ich immer gut gefahren.
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#42 yelimSEhemaliges Profil
  • 07.07.2015, 14:24h
  • Man kann solide Informationen gut aufbereiten, verständlich formulieren, ansprechend gestalten, weit verbreiten. Was die Adressaten dieser Information dann daraus machen, ist eine völlig andere Sache. Was nicht nur deren Verantwortung betrifft, sondern auch der Komplexität des Themas geschuldet ist. Begreifen beispielsweise die Leute daß ein negatives Ergebnis eines aktuellen Tests nicht bedeutet daß man momentan sicher HIV-frei ist, sondern die Situation vor ein, zwei, drei Monaten abbildet?

    Um herauszufinden warum die Warnungen und Ratschläge der Präventionskampagnen im Einzelfall nicht beachtet wurden, oder warum auch immer sonst es zu einer Infektion gekommen sein mag, die Motivation zu ungeschütztem Sex, bräuchte es eine eigene Erhebung, Umfrage unter den neu Diagnostizierten.

    Solange solche Daten nicht vorliegen kann man auch keine Aussagen darüber festmachen. Nur Mutmaßen.
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#43 So WhatAnonym
#44 Harry1972Profil
  • 07.07.2015, 15:46hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #41 von seb1983
  • Ja, da sind wir wieder beim Mitdenken. Du begreifst nicht, was ich sage sondern interpretierst frei drauf los.
    Ich be- oder verurteile nicht, wie Du scheinbar denkst, ob Leute sich nun totsaufen oder totficken.
    Ich habe lediglich danach gefragt, wie es wohl sein kann, daß HIV-Positive stigmatisiert werden, während andere völlig frei davon sind.
    Mir ist auch völlig klar, daß viele Positive durch fahrlässiges Verhalten positiv geworden sind, ebenso, wie viele Alkoholiker auch fahrlässig gehandelt haben.
    Ich kritisiere nicht, daß Risiko anerkannt wird. Ich kritisiere, daß moralisch gewertet wird.
    Mir selbst ist es nämlich völlig egal, wie sich jemand Schaden zufügt. Jeder hat das Recht, sich umzubringen.
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#45 XenomorphaEhemaliges Profil
  • 07.07.2015, 16:47h
  • Leute, es ist mir ein Rätsel was da immer so Diskutiert wird, mit Verlaub.
    Die oft schützende Lösung lautet:" USE CONDOMS"
    Ich hasse Gummi und dieses Latexzeug, aber ich nutze Kondome grundsätzlich.
    Tja, und wenn es mal platzt und ich habe mich dann infiziert, muss ich es hinnehmen, dass ist das sogen. "Lebensrestrisiko", nicht fair, aber es ist so.
    Ich würde auch lieber die blanke Waffe spüren, aber wenn ich einigermaßen sicher sein kann, dass mein/e Partner/in nicht promiskoitiv lebt und gesund ist, weg mit dem Gummi und..... juhuuuu.
    Allerdings kann man auch seinen Partner "nur" vor den Kopf schauen und da haben wir es wieder, dass Lebensrestrisiko!
    Und wem das nicht passt, der solle aufhören sich sexuell zu betätigen, sich zurückziehen und "Hosianna" singen.
    Wer allerdings wissendlich ohne Schutz fummelt und auch oft wechselnde Geschlechtspartner hat, muss wissen was er da tut, dass allerdings halte ich für egoistisch-bösartig und da lasse ich mich in Zeiten dieser Krankheit auf keine Diskussion ein.
    Geilheit hin Geilheit her, jeder der mal schnell ne`kleine Nummer mag (daran ist nichts Verwerfliches) sollte Gummis bei sich haben.
    Ich habe schon so viele geil ausschauende Männer abgelehnt die mir erklärten, dass sie immer oder öfter mal ohne Gummi bumsen und mir erklärten, sie seien gesund......dieses Date war sofort beendet, auch wenn er dann sagte: er will jetzt mit mir ein Kondom gebrauchen.
    Die ganze schöne geile Stimmungzerstört!
    Ach, was ich mir da manchmal anhören musste.
    Also, ein wenig Eigenverantwortung und auch Verantwortung gegenüber anderen sollte doch wenigstens eine Grunddirektive für die eigene moralische Bildung sein, um sich selbst und anderen nicht noch mehr Leid zuzufügen.
    Menno, es muss doch nicht immer alles in diesen (mehr als) leidenschaftlichen Diskussionen zerredet werden, völlig egal, welche Gründe oder Beispiele auch immer aufgezählt werden.
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#46 Harry1972Profil
  • 07.07.2015, 17:48hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #45 von Xenomorpha
  • Verantwortung gegenüber anderen? Sowas gibt es zurecht im Strassenverkehr aber beim Sex sollte doch jeder auf sich selbst achten.
    Mit diesem Argument der "Verantwortung anderen gegenüber" werden Positive kriminalisiert.
    Meiner Meinung nach schreiendes Unrecht, denn da gehören immer zwei dazu.
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#47 MargotAnonym
  • 07.07.2015, 18:35h
  • Antwort auf #43 von So What
  • "es katholische Moralpredigten wie Deine nicht braucht."

    Bitte? An verantwortungsvolles, kontrolliertes Verhalten zu denken ist gleich katholisch? Heisst das, das nur die Katholiken Selbstkontrolle kennen? Kennt der grosse Rest etwa keinen Verzicht? Nimmst du alle(s) mit ohne Rücksicht auf Verluste?

    "Der Schutzfaktor von Kondomen ist immer noch so groß"
    Wenn die Zahlen bei einer eh schon nicht vernachlässigbaren Grundlast steigen, könnte das ein Indiz dafür sein, dass der Schutz vielleicht doch nicth so gross ist wie propagiert. Zumindest sollte man die Möglichkeit prüfen, oder nicht. Soweit ich weiss, gibt es in diesem Bereich aber wenige aussagekräftige Studien, die den Schutzfaktor beziffern, wenn überhaupt.
    Und zudem: der Schutzfaktor von AKWs ist auch gross. Trotzdem will die Dinger heutzutage keiner mehr bei uns aus Sorge, deswegen draufzugehen oder krank zu werden (und natürlich wollen alle trotzdem Strom)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#48 Harry1972Profil
  • 07.07.2015, 18:43hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #47 von Margot
  • Klingt schon sehr katholisch...

    "...aus Sicherheitserwägungen heraus ihre Sexualität besser zu kontrollieren?"

    ...und wenn Du das nicht näher erläutern magst oder kannst, dann musst Du eben damit leben, daß Du für irgendwas Verdummbibeltes aus der katholischen Ecke gehalten wirst.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #47 springen »
#50 yelimSEhemaliges Profil
#51 yelimSEhemaliges Profil
  • 07.07.2015, 20:24h
  • Antwort auf #49 von johannes90
  • Zunächsteinmal: ich bin sehr grob gewesen, ich bitte um Entschuldigung. Es tut mir leid.

    In dem von Dir verlinkten Artikel kann man auch lesen: "Warum wirkt Vorinostat bei manchen HIV-Trägern überhaupt nicht? Profitieren nur HIV-Infizierte oder auch bereits an Aids Erkrankte? Wie bekommt man die schweren Nebenwirkungen in den Griff?"

    Das heißt daß es vielleicht Hoffnungen gibt daß es irgendwann möglicherweise mal klappt. Nur ist die Geschichte von AIDS voll von bitter enttäuschten Hoffnungen und Zeitungsartikeln die versichern "in fünf Jahren ist es heilbar". Die ältesten dieser Zeitungsmeldungen sind jetzt dreißig Jahre alt. Aber AIDS ist nicht seit fünfundzwanzig Jahren heilbar ..

    Ab und zu gehe ich Gräber besuchen, wo solche Hoffnungen ein kaltes Ende gefunden haben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#52 seb1983
#53 David77Anonym
  • 07.07.2015, 21:35h
  • Antwort auf #47 von Margot
  • Ist der Gebrauch von Gummis etwa KEIN verantwortungsvoller Umgang?!?

    Wenn du nicht differenzieren kannst oder willst zwischen völlig unsicher und erheblich sicherer, ich bin sicher (sic!) , diejenigen, die auf Gummis verzichten, denken auch so wie du.
    Ist ja eh nicht 100% sicher, dann kann man gleich aufs Gummi verzichten und am besten die Safer Sex Kampagnen einstampfen.
    Am besten verzichtet man beim Autofahren auch auf Sicherheitsgurte, die verhindern ja eh keine Unfälle...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #47 springen »
#54 DannyCologne89Profil
  • 07.07.2015, 23:55hKöln
  • Es geht mir langsam auf den Geist, das immer gesagt wird, ohne Gummi könne man sich nur mit Aids infizieren.

    Was die Leute immer vergessen: Auch die Zahlen von Hepatitis und Syphilis steigen in unserer Community rasant an! Auch davor schützt ein Kondom.

    Das ist doch alles gar kein Diskussionsthema. Kondome müssen benutzt werden, basta! Egal ob der HIV Wert unter der Nachweisgrenze liegt oder nicht. Hat der Partner, der dann HIV-negativ ist eine andere Geschlechtskrankheit, kann diese die HIV-Therapie stören und verschimmern! Bedenkt bitte auch das!
  • Antworten » | Direktlink »
#56 johannes90Anonym
  • 08.07.2015, 11:50h
  • Antwort auf #37 von schwTa
  • Hier in queer gibt es ebenfalls einen relativ aktuellen Aritkel der lautet "Ende von Aids bis 2020 möglich".

    Du solltest Dich schämen, mir zu unterstellen, ich würde den Leuten dazu raten, gummilosen Sex zu haben, weil es mehr Spaß macht und in zehn Jahren die Krankheit ja sowieso geheilt werden kann. Ich habe das geschrieben, weil ich Menschen, die sich damit angesteckt haben, Mut machen möchte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#57 MargotAnonym
  • 08.07.2015, 12:46h
  • Antwort auf #53 von David77
  • Ich hab nicht gesagt, dass mit Gummi nicht auch von Verantwortung zeugt. Allerdings sollte man wohl auch hier differenzieren: verantwortungsvoller kann oftmals der Verzicht auf Sex sein.

    "Am besten verzichtet man beim Autofahren auch auf Sicherheitsgurte, die verhindern ja eh keine Unfälle..."
    Trotz Sicherheitsgurte gibt es Geschwindigkeitsbeschränkungen etc. Niemand sagt: "Fahr völlig ungehemmt bzw. unkontrolliert, solange du nur den Gurt anziehst."

    "am besten die Safer Sex Kampagnen einstampfen"
    Natürlich nicht. Wie gesagt, wäre es nur im wahren Sinn des Wortes "aufklärerisch", wenn klar darauf hingewiesen würde, dass der Schutz weit entfernt von 100% ist. Danke an yelimS für die Zahlen, das kannte ich noch nicht in der Form.
    Ich finde es fahrlässig vor allem in Bezug auf Jugendliche, dass immer suggeriert wird, Kondome schützen völlig. Genau diese Zahlen, die yelimS anführt, sollten deutlich genannt werden. Bei den Themen Alk und Rauchen handelt man ja auch nicht so, im Gegenteil versucht man die Jugendlichen davon abzuhalten, weil man das Risiko nicht verheimlicht.
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#58 David77Anonym
  • 08.07.2015, 13:11h
  • Antwort auf #57 von Margot
  • "wenn klar darauf hingewiesen würde, dass der Schutz weit entfernt von 100% ist."

    Wow... dann braucht man sich ja gar nicht wundern, wenn manche sagen: ob WEIT von 100% sicher oder 0% sicher ist dann doch eh egal!!!

    DIE LEUTE HABEN JA NUNMAL SEX!!!
    Es geht darum wie man sich schützt, WENN man Sex hat!
    Mit welcher Dreistigkeit maßt du dir an den Menschen vorschreiben, ob sie Sex haben sollen oder nicht?
    Nochmal: Sollen die dann auf Gummis verzichten?

    "Bei den Themen Alk und Rauchen handelt man ja auch nicht so, im Gegenteil versucht man die Jugendlichen davon abzuhalten, weil man das Risiko nicht verheimlicht."

    Also sollen Menschen davon abgehalten werden Sex zu haben?!?! AM besten ihr Leben lang?
    Für wen hältst du dich??! Die Menschen haben doch sowieso Sex!! Egal ob mit oder ohne Aufklärung.
    Sorry, aber wer einen natürlichen Trieb mit Alk und Rauchen gleichsetzt, hat sie nicht mehr alle!!
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#59 So WhatAnonym
#60 David77Anonym
  • 08.07.2015, 13:20h
  • Antwort auf #57 von Margot
  • Zur Ergänzung:
    Jugendliche sollen also NICHT aufgeklärt werden, da der Schutz nicht 100% ist, sondern man soll ihnen vom Sex abraten?
    Was meinst du, was passiert, wenn sie ihre ersten Kontakte haben und nicht über Gummis aufgeklärt wurden? Diese Ignoranz IST ein Risiko!
    Jugendliche probieren sich sowieso sexuell aus wenn sie sich sexuell entdecken (anders als bei Tabak oder Alk wo man von außen neugierig gemacht wird) und da haben sich Erwachsene gefälligst rauszuhalten!! Sie haben ein Recht zu erfahren wie man sich schützt und mit Verboten erreicht man das Gegenteil. Mit religiösen Verboten richtet man sogar schaden an.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #57 springen »
#61 David77Anonym
#62 XenomorphaEhemaliges Profil
  • 08.07.2015, 14:59h
  • Antwort auf #46 von Harry1972
  • Du hast absolut Recht.

    Wenn ein Positiver wissendlich ohne Schutz mit jemanden Verkehr hat, ist das kriminell, ich werte das sogar als "kriminellen Egoismus" wenn Du es genau wissen willst.

    Solche Aktionen werden allerdings bestraft.
    Und wenn der Partner das ohne Schutz hinnimmt, sollte er wegen Dummheit auch bestraft werden, aber Dummheit ist nicht strafbar, und Unwissenheit schützt auch nicht vor Strafe.

    Wenn ich mich auf etwas einlasse, muss ich wissen was ich da tue und welche Folgen es haben könnte.

    Du schriebst:"....Jeder auf sich selbst achten", wie Du schon sagtest:" es gehören immer 2 dazu."
    Und aus diesem Grund hat man auch dem anderen gegenüber eine Verantwortung und mit einem klarem Verstand erst recht mir selbst gegenüber.

    Denn, wenn ich jemanden gut finde, geil auf ihn bin, dann stecke ich ihn nicht mit so einem Mist an, dann will ich, dass es ihm lange Zeit gut geht.

    Weiter meintest Du:"...sollte doch jeder auf sich selbst achten."
    So ist es, dann wäre ja für alle gesorgt, wenn ALLE Verantwortung übernehmen.

    Wieso muss ich das denn wieder und wieder erklären, ist das so schwer zu verstehen!?
    Oder ist meine Ausdrucksweise zu kryptisch?

    Naja, das Argument mit dem Straßenverkehr kommentiere ich besser nicht, denn da sehe ich mich ansonsten genötigt, und behalte mir mein altgermanisches Recht vor, mich in deftiger Obszönität über diesen Vergleich zu echauffieren, vielleicht wäre das ja verständlicher.
    Harrymit dem Leben zu zocken (egal wie) ist kein Spiel, es gibt kein vernünftiges Argument, was dagegen spricht, sich zu schützen.
    Ich sagte doch, für mich gibt es da keine Diskussion, auch, wenn ich mich hier wieder dazu hinreißen lies, für mich ist diese Diskussion beendet.
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#63 Harry1972Profil
  • 08.07.2015, 15:13hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #62 von Xenomorpha
  • Ich muss da auch nicht diskutieren.
    Das Thema hat mich seit meiner Pubertät begleitet und für mich stand immer fest, daß ich alleine mich darum kümmern muss, will ich mich nicht infizieren.
    In dem Moment, wo ich auf ein Gummi verzichte, muss ich davon ausgehen, mich mit HIV zu infizieren. Nie käme ich auf die Idee, dem anderen die Schuld zu geben, sollte ich mir beim Sex ohne Gummi HIV oder andere Krankheiten einfangen.

    Nochmal. Ich halte es für Unrecht, daß in Deutschland Menschen verurteilt werden, weil sie bei einvernehmlichen ungeschütztem Sex jemanden mit HIV infiziert haben.
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#64 MargotAnonym
  • 08.07.2015, 15:46h
  • Antwort auf #60 von David77
  • Moment mal. Den völligen, auch noch lebenslangen Verzicht auf Sex habt ihr in meine Aussagen reininterpretiert. (Auch wenn ich zugeben muss, dass das Wort "abhalten" missverständlich war- ich wollte mit dem Vergleich mit Alk und Tabak nur den gesellschaftl. unterschiedlichen Umgang mit Gefahrenpotenzial illustrieren).

    "Jugendliche probieren sich sowieso sexuell aus wenn sie sich sexuell entdecken (anders als bei Tabak oder Alk wo man von außen neugierig gemacht wird)"
    Sicher hinkt der Vergleich mit Alk; Aber: bei Sex wird man d.E. nicht von aussen neugierig gemacht? Wann hast du zuletzt ferngesehen, in Magazinen geblättert oder im Internet gesurft?

    Ich zitiere einfach mal Xenomorpha:
    " Wenn ich mich auf etwas einlasse, muss ich wissen was ich da tue und welche Folgen es haben könnte."

    Und genau das fehlt bei der Sexualaufklärung: es wird eben NICHT ehrlich auf die möglichen Folgen hingewiesen, weil NICHT deutlich gemacht wird, dass Kondome nicth 100% ig schützen. Die Jugendlichen werden teilwissend gelassen - ich weiss das als Lehrer aus der Schule.

    Xenomorpha:"Und aus diesem Grund hat man auch dem anderen gegenüber eine Verantwortung und mit einem klarem Verstand erst recht mir selbst gegenüber.."

    Es ist bei klarem Verstand angesichts des bei echter Aufklärung erkannten ernstzunehmenden Risikos einer todbringenden Infektion dann eben NICHT unrealistisch, seinen natürlichen Trieb zu zügeln. Selbst bei grösstem Durst trinkt man entgegen seinem Dursttrieb bei klarem Verstand nicht aus einem womöglich vergifteten Brunnen, sondern wartet mit dem Trinken. Ich denke also nicht an Vorschriften, wie hier manche meinen, sondern an das, was alle wollen: wahre Infos, um verantwortungsvoll entscheiden zu können.
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#65 ursus
  • 08.07.2015, 16:09h
  • Antwort auf #30 von Harry1972
  • ich stimme deiner beobachtung zu, dass hiv unter völlig anderen aspekten diskutiert wird als andere krankheiten. ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt jemals irgendwo eine hiv-diskussion geführt habe, in der nicht nach zwei beiträgen irgendein moralhammer auf den tisch krachte.

    ich glaube, dass das nicht nur damit zu tun hat, dass es dabei um sex geht, sondern nicht zuletzt damit, dass es dabei immer noch überproportional oft um SCHWULEN sex geht.

    da sind teilweise einfach die moralischen verurteilungen, die traditionell auf schwule angewandt wurden, auch auf hiv übertragen worden.

    "sünde" wurde zu "schuld", die dämonisierung der promiskuität als grundübel einfach übernommen, die teils irrationale verherrlichung der zweierbeziehung als sicherem hort wiederaufgenommen usw.

    ganz interessant dabei: auch der vorwurf der "gesellschafts-schädlichkeit", den man uns schwulen ja immer um die ohren gehauen hat (und der ja gerade so ein schönes revival erlebt) taucht in der hiv-diskussion wieder auf. nun geht es nicht mehr nur um die moralische verderbnis, sondern um die versicherungskassen. hiv-positive als volksschädlinge...

    es schadet nix, sich solche ähnlichkeiten mal klar zu machen, wenn man nicht in dieselben abwertungsstrategien verfallen will, unter denen man als schwuler mann leidet. deshalb danke, dass du diesen aspekt hier einbringst.
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#66 ursus
  • 08.07.2015, 16:17h
  • Antwort auf #62 von Xenomorpha
  • >"Wenn ein Positiver wissendlich ohne Schutz mit jemanden Verkehr hat, ist das kriminell"

    die frage, ob der andere auch positiv ist, ob und was vorher besprochen oder nicht besprochen wurde, ob der positive dank behandlung unter der viren-nachweisgrenze liegt, ob es vielleicht der andere ist, der den schutz aktiv verweigert, ob der andere schon seit jahrzehnten nur ohne fickt - alles vollkommen nebensächlich? der positive ist kriminell, und basta?

    ist auch jemand kriminell, der regelmäßig ungeschützt fickt, sich aber nie testen lässt? wenn nein, warum nicht? wenn ja, warum redest du nicht auch über ihn?

    aber entschuldige, du willst ja nicht diskutieren. die fragen stelle ich trotzdem.
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#67 David77Anonym
  • 08.07.2015, 16:40h
  • Antwort auf #64 von Margot
  • "Moment mal. Den völligen, auch noch lebenslangen Verzicht auf Sex habt ihr in meine Aussagen reininterpretiert. "

    Nee?!?! Hast du nicht?!? Sondern was? Wann soll man denn als schwuler Mann denn Sex haben dürfen und wie? Mit 30, nach ausreichender Aufklärung von Enthaltsamkeit mit Erlaubnis der Eltern, nach der Verpartnerung? Dann auch ohne Gummi?

    (Auch wenn ich zugeben muss, dass das Wort "abhalten" missverständlich war- ich wollte mit dem Vergleich mit Alk und Tabak nur den gesellschaftl. unterschiedlichen Umgang mit Gefahrenpotenzial illustrieren)."

    GESCHÜTZTE(RE)N Sex generell als gefahrenpotenzial wie Alk und Tabak darzustellen ist ja wohl unter aller Sau...

    "Aber: bei Sex wird man d.E. nicht von aussen neugierig gemacht? Wann hast du zuletzt ferngesehen, in Magazinen geblättert oder im Internet gesurft?"

    Wo siehst du im Fernsehen HOMO-Sex, sodass man darauf neugierig gemacht wird?
    Wow, wieso ist die Menschheit nicht längst ausgestorben, wenn es früher kein TV und Internet gab um dafür neugierig gemacht zu werden und wenn die Menschen früher nicht aufgeklärt wurden?

    Ich bin extrem sexualfeindlich aufgewachsen, ohne Internet und Magazine und kannte bis 20 (!!!!) keine offenen Schwulen und habe nichts von Homosexualität mitbekommen...
    Wie kann es denn sein, dass ich ohne neugierig gemacht worden zu sein schon in der Pubertät mit Gleichaltrigen erste Erfahrungen sammelte? (Die übrigens dank Moralapostel wie euch nicht safe waren, da das Thema Schweinskram war und man damals NULL Aufklärung erhielt). Woher kamen eigentlich meine ersten homosexuellen Fantasien im Alter von 11, wenn ich nirgendwo dafür neugierig gemacht werden konnte??! Ich hatte die Fantasien und konnte sie nicht deuten. Sie waren sicher nicht eingebildet...

    Im Gegenzug wurde in meiner Umgebung geraucht - ich habe trotzdem nie damit angefangen...
    Komisch, wie kann das sein?
    Vielleicht weil oberes ein NATÜRLICHER Trieb, ist, der sich VON ALLEINE MELDET?!?

    "wahre Infos, um verantwortungsvoll entscheiden zu können."

    Die Info "Kondome sind SICHERER" ist wahr und die Entscheidung dazu ist verwantwortungsvoll! So what?!?

    "Es ist bei klarem Verstand angesichts des bei echter Aufklärung erkannten ernstzunehmenden Risikos einer todbringenden Infektion dann eben NICHT unrealistisch, seinen natürlichen Trieb zu zügeln."
    Heißt also in der Praxis WAS?!?!?! Zügeln bis ... wann eigentlich? So eine Aussage läuft auf lebenslange Enthaltsamkeit hinaus. Wie sehen ja am Zölibat wohin das führt...
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#68 XenomorphaEhemaliges Profil
  • 08.07.2015, 16:42h
  • Antwort auf #66 von ursus
  • Mmmmbooooaahhh,
    ich sage doch:" SCHUTZ MUSS", nichts anderes.
    Also nochmal, was gibt es da zu spekulieren ?
    Wenn es nicht so komisch wäre, wäre es zum heulen, wenn man immer wieder sieht, auf welche Weise manche Postings in manchen Köpfen abgespeichert werden.
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#69 David77Anonym
  • 08.07.2015, 16:43h
  • Antwort auf #64 von Margot
  • "Moment mal. Den völligen, auch noch lebenslangen Verzicht auf Sex habt ihr in meine Aussagen reininterpretiert."

    So? Wie darf man das hier denn deuten?!?

    "Es ist bei klarem Verstand angesichts des bei echter Aufklärung erkannten ernstzunehmenden Risikos einer todbringenden Infektion dann eben NICHT unrealistisch, seinen natürlichen Trieb zu zügeln."

    Bis wann denn?

    "Selbst bei grösstem Durst trinkt man entgegen seinem Dursttrieb bei klarem Verstand nicht aus einem womöglich vergifteten Brunnen, sondern wartet mit dem Trinken. "

    (Oder aber man entwickelt eine Technik, mit der man das Gift auf ein Minimum reduziert *Klugscheissermodus aus*)

    Und das wäre hier in dem Fall WANN?!?!?
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#70 Harry1972Profil
#71 MargotAnonym
  • 08.07.2015, 17:24h
  • Antwort auf #69 von David77
  • Ihr erwartet, das jemand für euch entscheidet, "bis wann"?

    Es ist euer Todesrisiko, auch mit Kondom wie die Zahlen zeigen. Wir reden hier von einer tödlichen Infektion! Ich für mich versuche lieber, meinen Triebe zu beherrschen, als dass diese mich beherrschen und mich evtl. krank machen oder gar töten.

    "Die Info "Kondome sind SICHERER" ist wahr"
    Sag ich ja auch. Aber es WIRD so eben nicht öffentlich aufgeklärt, sondern in den Köpfen kommt an: Kondome sind SICHER.
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#72 David77Anonym
  • 08.07.2015, 17:52h
  • Antwort auf #71 von Margot
  • Aha. Und du meinst, ohne Kondom wären die Zahlen nur minimal höher?!?

    "Ich für mich versuche lieber, meinen Triebe zu beherrschen, als dass diese mich beherrschen und mich evtl. krank machen oder gar töten"

    Dann viel Spaß dabei.
    Ich hoffe, du gehst auch nicht raus aus dem Haus und schon gar nicht über die Strasse gehst, es könnte ja sein, dass du von einem Auto überfahren wirst...Pass auch beim Atmen auf... du könntest dir ein paar Keime einfangen.
    Am besten wird man gar nicht erst geboren, denn das Leben endet tödlich!

    Warum erwartest du, dass homosexuelle Paare ihr Leben lang enthaltsam bleiben?
    Und NOCHMAL: BIS WANN enthaltsam? Du hast die Andeutung, die du so nicht gesagt haben willst, noch immer nicht widerlegt.

    Todesrisiko? Du tust ja gerade so, als ob man MIT Gummi Russisch Roulette spielt! Wenn beide negativ sind und trotzdem weiter auf Gummis setzen, ist da auch noch ein Todesrisiko? Warum?
    Unglaublich, dass man auf dem unterirdischen Niveau noch diskutieren muss! Mir wurde schon attestiert, ich würde es selber mit dem Safer Sex übertreiben und zu diszipliniert sein, aber so eine Paranoia habe ich noch nie erlebt.

    "Aber es WIRD so eben nicht öffentlich aufgeklärt, sondern in den Köpfen kommt an: Kondome sind SICHER."
    Natürlich muss das in den Köpfen ankommen!!! Guck mal, was in Afrika passiert, wo das eben nicht in den Köpfen ankommt!
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#73 wiking77
  • 08.07.2015, 18:50h
  • Antwort auf #63 von Harry1972
  • ich finde schon, dass jemand der positiv ist seinem Geschlechtspartner Auskunft über seinen HIV-Status geben sollte.

    Selbst wenn ich mit jemanden Sex habe mit Kondom, so würde ich es dennoch gerne wissen wollen, ob er positiv ist.

    Ein Jüngerer bot mir an mit ihm Sex ohne Gummi zu haben und fragte mich vorher "ob er sich Sorgen machen müsste", wenn er ohne Gummi mit mir schläft. Daraufhin haben wir mit Gummi gefickt, weil ich mir den Stress nicht antun wollte, das sowohl er, als auch ich und von Zweifeln zerfressen.
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#74 So WhatAnonym
  • 08.07.2015, 19:58h
  • Antwort auf #71 von Margot
  • Lass Die gesagt sein, wenn Kondome nicht schützen und auch nicht benutzt würden, dann hätten wir Infektionszahlen jenseits von gut und böse, denn im Gegensatz zu Dir haben die meisten viel, gern und regelmäßig Sex.

    Dein Beispiel zeigt, dass es nicht unbedingt gut sein muss, seine Triebe zu unterdrücken. In meinem Bekanntenkreis sind das meistens sehr unausgeglichene und griesgrämige Menschen.

    Wenn Du Deine Maßstäbe von Sicherheit an den Straßenverkehr anlegen würdest, dann würdest Du kein Auto fahren und Motorräder aufs heftigste bekämpfen.
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#75 Rosa SoliAnonym
  • 08.07.2015, 20:20h
  • Antwort auf #71 von Margot
  • Ja, klar. Kondome sind überhaupt nicht sicher. Deshalb werden pro Jahr mehr als 210 Mio. davon in Deutschland verkauft und deshalb haben wir weltweit eine der niedrigsten HIV-Prävalenzen, um die uns andere europäische Staaten beneiden.

    Und das alles, wo Sex so gefährlich ist und Kondome unverschämterweise kaum Schutz bieten.

    Merkst Du eigentlich noch, was für einen Blödsinn Du schreibst?
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#76 Harry1972Profil
  • 08.07.2015, 21:10hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #73 von wiking77
  • Es dürfte wohl sehr von der Situation abhängen.
    Ich gehe jetzt mal von anonymen Kontakten aus und da sehe ich keinen Grund, warum ein Positiver sich jedes Mal erklären sollte, erst recht nicht, wenn ein Gummi benutzt wird.
    Wenn Dir das so wichtig ist, dann musst Du denjenigen eben fragen, was meiner Einstellung entspricht, daß jeder selbst für sich verantwortlich ist.
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#77 ursus
  • 09.07.2015, 01:41h
  • Antwort auf #71 von Margot
  • >"Wir reden hier von einer tödlichen Infektion!"

    wir reden von einer chronischen, mit einigen nebenwirkungen in den meisten fällen recht gut behandelbaren krankheit. auch in deutschland bleiben einige fälle, in denen die behandlung nicht (mehr) möglich ist. hiv ist aber kein automatisches todesurteil mehr.

    du bist doch für realistische aufklärung. was soll dann diese unsachliche dramatisierung?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #71 springen »
#78 ursus
  • 09.07.2015, 01:48h
  • Antwort auf #68 von Xenomorpha
  • >"ich sage doch:" SCHUTZ MUSS", nichts anderes."

    du schriebst von "kriminell."

    kriminalisierung ist etwas anderes als die bloße aufforderung zum schutz. dir ist schon klar, dass eine kriminalisierung von hiv-positiven buchstäblich stattfindet, oder? und zwar ausschließlich von *wissentlich* hiv-positiven. in diesem zusammenhang wird dein satz aufgenommen.

    wenn du das gar nicht so meinst, solltest du mit solchen formulierungen vorsichtiger sein.
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#79 MargotAnonym
  • 09.07.2015, 09:49h
  • Antwort auf #74 von So What
  • "Dein Beispiel zeigt, dass es nicht unbedingt gut sein muss, seine Triebe zu unterdrücken. In meinem Bekanntenkreis sind das meistens sehr unausgeglichene und griesgrämige Menschen. "

    Ich hätte meinen A.... drauf verwettet, dass solch eine Antwort kommt. Viele Kommentare hier, die vor Giftigkeit nur so spritzen, deuten u.U. viel mehr daraufhin, dass womöglich andere unausgeglichen und nicht froh sind. Im Übrigen ist Selbstbeherrschung einen menschlich-zivilisatorische Errungenschaft, oder haust du jedem eins in die Fresse, der dich aufregt, weil du dich dann besser fühlst?

    Und: Sagst Du das dem Dalai Lama auch ins Gesicht? Nicht, dass ich den als grosses Vorbild sehe, aber dessen Triebbeherrschung scheint ihn eher zu einem frohen Menschen zu machen.

    Zu recht wird hier angekreidet, dass HIV-Positive von vielen runtergeputzt werden, nach dem Motto: selbst schuld wegen deiner Lebensweise. Umgekehrt hat hier aber keiner Probleme, Menschen, die nicht einer Promiskuität wie man selbst huldigen, zu verurteilen.
    Wasser predigen, Wein trinken...

    "hiv ist aber kein automatisches todesurteil mehr. du bist doch für realistische aufklärung. was soll dann diese unsachliche dramatisierung?"
    Ja, das ist wahr.

    "Deshalb werden pro Jahr mehr als 210 Mio. davon in Deutschland verkauft "
    Wie viele homöopathische Mittel werden jedes Jahr verkauft? Ist das ein Beweis für Ihre Wirksamkeit? Allerdings habe ich nie behauptet, dass Kondome gar nicth schützen.

    ""Aber es WIRD so eben nicht öffentlich aufgeklärt, sondern in den Köpfen kommt an: Kondome sind SICHER." Natürlich muss das in den Köpfen ankommen!!! "
    Es ist also besser, der Bevölkerung nicth die ganze Wahrheit mitzuteilen, sondern sie in einer falschen Sicherheit zu wiegen?
    Unfassbar! Als ob sich das jemals in unserem Land ein Regierender erlauben würde!

    ....der letzte Satz war Ironie. Ich sags in diesem ironiefreien Forum lieber dazu, bevor mir wieder alles mögliche unterstellt wird.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #74 springen »
#80 XenomorphaEhemaliges Profil
  • 09.07.2015, 10:36h
  • Antwort auf #78 von ursus
  • Ich habe 2 Kumpels, sie sind ein Paar,
    die sind Beide Positiv, und wenn ich höre, dass andere Menschen die beiden nicht einmal berühren mögen empfinde ich das als widerwärtig.
    Sie wurden aus dem Pflegeberuf gefeuert.
    Und was sie sonst noch auszustehen haben möchte ich gar nicht erst aufzählen.
    Drücke ich mich so schlecht aus, was ich mit der Kriminalisierung meine, dass da immer so was von draufrumgeritten wird?
    Und noch mal, wenn jemand weiß, dass er positiv ist und ungeschützten Verkehr mit anderen hat, ist er für mich nicht nur kriminell, sondern dazu noch bösartig.
    Ist auch die Aussage von meinen Freunden.
    Und wenn HIV-Positive pauschal kriminalisiert werden, ist das ein Frevel an diesen Menschen, so einen Scheiß kann man sich tatsächlich auch unverschuldet einfangen, aber was rede ich da, ist ja eh sinnlos, versuchen zu erklären.
    Wer meine Ausführungen aus dem Kontext reißt und sich immer nur unzusammenhängend das raus pickt was "allein" negativ ausgelegt werden kann und dann auch wird, dem kann ich auch nicht weiter zu erklären versuchen, denn dann habe ich das Gefühl, dass es gewollt nicht verstanden wird.
    Ich für meinen Teil, habe ein wundervolles soziales Umfeld an Menschen um mich herum, da ist alles dabei, was die Sexuelle Artung betrifft, und mit diesen Menschen kann ich wunderbar über solche Dinge diskutieren, stundenlang und komischerweise werde ich da verstanden.
    Tja, ob ich mit einigen Aussagen von mir vorsichtiger sein sollte, mag dahingestellt sein, jedoch bin ich nur dafür verantwortlich, was ich sage, meine und schreibe, und nicht dafür, was andere verstehen.
    Diese Formulierung mit dem "ich sollte vorsichtiger sein, fasse ich als wink mit dem Zaunpfahl auf und wer das Bedürfnis hat, mich dafür juristisch zu belegen, dem sage ich:" na und tuts doch." Da wird mit Sicherheit geklärt!
    Ich lebe in einem freien föderalistischem, noch sozialen und repräsentativen Bundesstaat, in dem ich meine Meinung frei in Wort, Bild, Schrift und Form äußern darf, dass habe ich lediglich getan.
    Und nicht zuletzt, wenn ihr das Glück habt, so alt zu werden wie ich, werdet ihr auch Erfahrungen machen, aus denen sich eure moralische Bildung entwickelt, entweder tut sie es, oder nicht, dann, viel Glück.
    Meine Selbstsicherheit begründet sich in meiner eigenen moralischen Bildung und darin, jene Fehler zu vermeiden, die in unserer heutigen Zivilisation so viele Leiden schaffen und bis jetzt kann ich nicht klagen, bin Kern gesund u.s.w.
    Trotzdem mache ich Fehler, aber dazu stehe ich, ich bin nur ein Mensch.
    Und glaubt mir, ich spüre ganz genau, wer ein Interesse daran hat, sich an Diskussionen zu beteiligen, oder nur wütende Kommentare provozieren will, ohne Interesse an einer leidenschaftlichen und soliden gewinnbringenden Diskussion.
    So einfach ist das!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #78 springen »
#81 stromboliProfil
  • 09.07.2015, 11:51hberlin
  • Antwort auf #79 von Margot
  • "Zu recht wird hier angekreidet, dass HIV-Positive von vielen runtergeputzt werden, nach dem Motto: selbst schuld wegen deiner Lebensweise. Umgekehrt hat hier aber keiner Probleme, Menschen, die nicht einer Promiskuität wie man selbst huldigen, zu verurteilen.
    Wasser predigen, Wein trinken..."
    Wirf mal eine blick auf die untersuchungen bezüglich der übertragungswerte, du wirst erstaunt sein wieviel da angeben doch monogam in treuebeziehugen gelebt zu haben..
    ein schelm wer arges denkt.
    Hier einer der gründe, warum teile der subkultur den sprüchen der enthaltsamkeit reserviert gegenüber stehen.
    Auch die tatsache das hedonistische promiskuität die rate erhöht ist nur bedingt richtig, ist doch sexualität unter männern in einer anderen weiße zu betrachten als die von frauen oder mann zu frau.
    Wobei wir an ein grenzwertiges urteil fällen kommen, dass schon gauweiler in den 80zigern umtreiben lies..
    Die schwule lust am sex.

    Setzt man aber promiskuität in beziehung zu "enthaltsamkeit, muss man die beiden auf ihre sozialen funktionen hin abtasten..
    Enthaltsamkeit mag vor infektion schützen aber im fall doch aktiven sexuellen handelns hebt sich diese geistige ganzkörperkondomideologie selbst auf.
    Der männliche mensch ist nicht enthaltsam , wäre er es, würde die welt anders aussehen.
    Die frau hingegen ist sexuell, bis ihr eisprung sie zum ziel führt.
    Zudem ist sexuelle "enthaltsamkeit KEINE historisch belegbare "zivilisatorische errungenschaft" , sondern ein zu machtpolitisch- religiösen zwecken in die welt gesetzes konstrukt.

    Für einen sexuell vorbelasteten mag promiskuität unverständlich oder gar bedroglich erscheinen, aber dem promisken eine alleinverantwortung per se aus seinem handeln heraus zu unterstellen, ist einfach nur polemisch & dumm.
    Da wird propaganda für ein eigenes konzept veranstaltet, dass der nachträglichen untersuchung in keinem falle stand hält.

    Nehmen wir mal die kampagne der no_sex_before_marriage leute uns vor:
    zum einen halten die beteiligten die "selbstgesetzten " ziele meiost nicht durch, scheitern mit schuldgefühlen und excessiven ausbrüchen ins promiske lager hin, so amerikanische untersuchung hierzu..., oder sie verinnerlichen diese vorstellung in religiöser weise um dann in irrationalen a_sexuellen diskursen ihre unbeflecktheitsagenda zu propagieren.
    Das aber ist eher ein feld für die psychoanalyse.

    Die präventionsarbeit der letzten 20 jahre hat gezeigt, dass das dauernde ansprechen - thematisieren der folgen und nebenwirkungen ohne keuchheitsgeboten mehr leute anspricht als die enthaltsamkeitsapelle und angedachten zwangsregelungen durch den gesetzgeber.

    Auch wenn nun infolge der medialen entrückung und den optimistischen werbekampagnen der pharmaindustrie, trotz der tatsächlichen leidensgeschichten die hiv-aidserkrankte weiter durchmachen müssen, die angstschwelle vor ansteckung gesunken sein mag, ist das veröffentlichen von den gesundheitlichen NEBENWIRKUNGEN, den reduzierten lebensfreuden auf ein "erträgliches minimum einer halben leistungsfähigkeit" , wichtiger als die dümmlichen versuche über panik und berechtigtem warnen, sexualität als mittel zum eigentlichen zweck zu missbrauchen.
    Hierzu deine einlassung über die "selbstbeherrschung als menschlich-zivilisatorische erungenschaft"...
    So selbsterhöht daherkommend, muss man dem geschwätz schon mal die rote karte zeigen.

    "Enthaltsamkeit" ist so kein lösungsvorschlag, sondern reaktionäre sexualpolitik auf höchsten diffamierenden niveau
    Ziehen wir den kondomdiskurs hinzu, stellst du fest:
    "Es ist also besser, der Bevölkerung nicth die ganze Wahrheit mitzuteilen, sondern sie in einer falschen Sicherheit zu wiegen?"
    Welche "wahrheiten denn..?
    Die der fehlenden enthaltsamkeitsmöglichkeit als angebot oder gar als GEBOT?
    Mal wieder die leute unter die kalte dusche zur abreaktion schicken?

    Du hast recht, es ist UNFASSBAR was da verbraten wird im namen der volksgesundheit!
    Da reichen sich kelle, v.stroch und sonstwer ideologisch mit dir die hand.
    Sanftpfotig daherkommend, noch nicht auf krawall gebürstet, ums mal ironiebelasstet zurück zu geben...

    Es zeigt sich, dass frauen offensichtlich zunehmend sich in schwulen foren tummeln die mit solchen restriktiven "männersexualität" bändigenden vorstellungen eine neue sexualmoral zu postulieren suchen.

    Ich brauch nicht diese art der beeinflussung, ich setze auf vernunft und selbstverantwortung, und nicht auf eine sexualität unter "frauenaspekten" oder rkk-pflaumenstürzen, die hedonistische sexualität als zeugungsvorgang zu schätzen weiß, aber dann die stabilität -monogamie als ernährer vom mann abfordert...
    nur um mal so die enthaltsamkeitsmasche um ihre ihr innewohnenden erwartungsgewohnheiten hin zu erläutern.

    Und da wo es daneben geht gilt: das leben ist insgesamt gefährlich, und führt mit der geburt irgendwann zum tode...
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#82 stromboliProfil
  • 09.07.2015, 11:59hberlin
  • Antwort auf #73 von wiking77
  • aber seine frage hast du offensichtlich unbeantwortet gelassen..
    Musste er nun angst haben beim verkehr mit dir..

    Das zeigt die ambivalenz solcher ansprüche sich selbst und anderen gegenüber auf.

    Aber schon recht... es ist eben nicht einfach mit der wahrheit wie mit der dem unwissen über sich selbst umzugehen; wie also dies vom anderen uneingeschränkt einfordern wollen.
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#83 wiking77
#84 MargotAnonym
  • 09.07.2015, 12:41h
  • Antwort auf #81 von stromboli
  • Oh Mann, checkt denn keiner, dass Selbstbeherrschung und Enthaltsamkeit nicht deckungsgleich sind?

    Für einen sexuell vorbelasteten mag promiskuität unverständlich oder gar bedroglich erscheinen "
    Nur der, der Promiskuität verständlich/gut findet, ist also sexuell unbelastet?
    Offensichtlich kannst du dir nicht vorstellen, dass man Sex in Treue/Liebe auch nur mit einer Person haben kann, lebenslang, bzw. dass dies ein lohnenswertes Ziel ist. Das dürfte das grundlegend Trennende zwischen uns sein. Glaub mir: ich hab schon beides ausprobiert: lebensfroh und zufrieden hat mich nur

    "Die der fehlenden enthaltsamkeitsmögli chkeit" Im Gegenteil beweisen seit Jahrtausenden Millionen von Menschen, dass Enthaltsamkeit sehr wohl möglich ist. Schwierig, ja, unmöglich-nein. Die Fähigkeit, seine Triebe zu beherrschen, hebt den Menschn von Tier ab (und nein, damit sind nicht diejenigen, die damit Schwierigkeiten haben, Tiere)

    " ich setze auf vernunft und Selbstverantwortung"
    Ja eben. Und angesichts des alles andere 100%igen Schutzes erscheint mir Promiskuität wenig verantwortlich und ziemlich unvernünftig.

    "Der männliche mensch ist nicht enthaltsam , wäre er es, würde die welt anders aussehen"
    Die Welt würde tatsächlich anders, nämclih besser aussehen, wenn vor allem die Männer mehr Selbstbeherrschung zeigen würden (wie gesagt: nicht deckungsgleich mit Enthaltsamkeit): weniger Ausbreitung von Sexualkrankheiten (keine Schuldzuweisung, sondern Fakt), keine Ausbeutung von Menschen, auch Kindern, als Prostituierte(r) oder Pornodarsteller(in), stabilere Beziehungen und damit Familien und damit frohere Kinder und Erwachsene,... und weniger Internetraffic.
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#85 Harry1972Profil
  • 09.07.2015, 12:54hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #84 von Margot
  • "Die Welt würde tatsächlich anders, nämclih besser aussehen, wenn vor allem die Männer mehr Selbstbeherrschung zeigen würden ..."

    Besser? Na, für die Männer eben nicht und die sind beileibe nicht die einzigen Menschen, die andere Menschen ausbeuten und knechten. Sowas konnten Frauen auch schon immer sehr gut.

    Bei den Sexualkrankheiten sind Frauen, zumindest bei den Heteros, ebenso an der Verbreitung beteiligt. Die könnten ja echt auch mal etwas mehr Selbstbeherrschung zeigen, oder?
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#86 ursus
  • 09.07.2015, 13:05h
  • Antwort auf #80 von Xenomorpha
  • >"Drücke ich mich so schlecht aus, was ich mit der Kriminalisierung meine, dass da immer so was von draufrumgeritten wird?"

    ja. denn ich verstehe immer noch nicht, weshalb du ausgerechnet das wort "kriminell" verwendest, wenn du niemanden kriminalisieren möchtest.

    >"Und noch mal, wenn jemand weiß, dass er positiv ist und ungeschützten Verkehr mit anderen hat, ist er für mich nicht nur kriminell, sondern dazu noch bösartig."

    mir erscheint das als eine allzu undifferenzierte sichtweise. die fragen, die ich in #66 gestellt hatte, um herauszufinden, ob du dir wirklich nicht vorstellen kannst, dass es auch situationen gibt, in denen ein hiv-positiver, der ohne kondom poppt, kein verbrecher sein könnte, waren nicht nur provokationen. sie waren ernst gemeint.

    vielleicht möchtest du die ja noch beantworten, wenn es dir um eine klärung geht.

    meine forderung, "vorsichtiger" mit den formulierungen zu sein, war keine drohung. tut mir leid, wenn du das so verstanden hast. ich bin sicher nicht der typ, der wegen eines privaten internetkommentars zur staatsanwaltschaft rennt.

    >"Und nicht zuletzt, wenn ihr das Glück habt, so alt zu werden wie ich, werdet ihr auch Erfahrungen machen, aus denen sich eure moralische Bildung entwickelt,"

    du weißt nichts über mein alter und meine lebenserfahrung. den seltsamen unterton dieser bemerkung finde ich ziemlich unangebracht. können wir hier bitte einfach auf der sachebene weiterdiskutieren?
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#87 ursus
  • 09.07.2015, 13:20h
  • Antwort auf #84 von Margot
  • >"Die Fähigkeit, seine Triebe zu beherrschen, hebt den Menschn von Tier ab"

    a) das ist eine unwissenschaftliche anthropozentrische selbstüberhöhung. trieb- und impulskontrolle gibt es selbstverständlich auch im tierreich.

    b) ich glaube, niemand vertritt hier die these, alle menschen sollten jederzeit jedem trieb folgen. was soll das argument also überhaupt, wenn nicht doch irgendwem eine minderwertigkeit unterstellen?

    >"Und angesichts des alles andere 100%igen Schutzes erscheint mir Promiskuität wenig verantwortlich und ziemlich unvernünftig."

    es wurde wohl schon erwähnt: 100-prozentige sicherheit gibt es auch in vermeintlich monogamen beziehungen nicht. sind die auch unvernünftig und verantwortungslos? wieviel prozent brauchst du, um einer sexuellen aktivität den qualitätsstempel der verantwortungsvollen tat zu verleihen?

    auch die anderen lebensrisiken wurden ja schon angesprochen: autofahren - ziemlich gefährlich, jedenfalls nicht zu 100% sicher. fußball, grillen, skifahren, fenster putzen - alles ziemlich riskant.

    also alles "verantwortungslos"?

    und können wir uns wirklich eine welt wünschen, in der sex (und all das andere) immer nur dann stattfindet, wenn vorher sorgfältig abgewogen und geprüft wurde, dass es jetzt "100-prozentig sicher" ist?
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#88 Rosa SoliAnonym
  • 09.07.2015, 13:33h
  • Antwort auf #79 von Margot
  • Ich finde Deine Anwandlungen immer noch sehr krude. UNd die Wirksamkeit von Kondomen mit homöopathischen Mitteln zu vergleichen entbehrt jeder Grundlage. Wenn ich nach der Einnahme von Bachblüten subjektiv eine Linderung meiner Beschwerden empfinde, dann mag das ja sehr toll sein, aber wir alle kennen den Placebo-Effekt.

    Einem Virus ist der aber ziemlich egal und mir hilft es nun wirklich nicht, wenn ich mir einbilde, mich nicht infiziert zu haben.

    Der sehr gute Schutz von Kondomen ist erwiesen. Bei der jüngsten PrEP-Studie wird den Gummis ein Schutzfaktor von 94 Prozent eingeräumt, der PrEP gar von 96 Prozent.

    Und wenn das mit den Gummis anders wäre, dann hätten wir in Deutschland nicht bloß 80.000 Infizierte, sondern 800.000 oder gar 8 Mio. Schalt doch bitte mal Deinen Verstand ein!
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#89 TheDadProfil
  • 09.07.2015, 13:57hHannover
  • Antwort auf #5 von Pelayo
  • Das heißt dann also, wenn die BILD-Zeitung vermelden würde, es gibt gar keinen "Gott", dann träten eine Stunde später sämtliche "Christen" aus ihren Sekten aus ?

    Wie absurd anzunehmen die richtigen Informationen würden zu solchen Folgen führen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#90 TheDadProfil
  • 09.07.2015, 14:03hHannover
  • Antwort auf #13 von Dont_talk_about
  • ""Wegen der hohen Infektionszahlen wird die schwule Community immer angreifbar sein.""..

    Stimmt..
    Weil Menschen wie Du aus einer Erkrankung ein STIGMA entwickeln, das einzig dazu taugt, Menschen abzuwerten und zu entrechten, und sie als minderwertig zu bezeichnen, damit das "christliche Konstrukt" "Barmherzigkeit" einen Angelpunkt findet, an dem er ansetzen kann..

    ""Daher sollten sich deren Vertreter intensiver für Safer Sex einsetzen,""..

    Keine andere gesellschaftliche Gruppe setzt sich so gegen HIV und AIDS ein, wie diese Schwule Cmmunity, ohne die es weder die Deutsche AIDS-Hilfe, noch wirklich wirksame Aufklärungsarbeit der zuständigen Gesundheitsbehörden gäbe !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#91 TheDadProfil
  • 09.07.2015, 14:18hHannover
  • Antwort auf #39 von Margot
  • "" statt aus Sicherheitserwägungen heraus ihre Sexualität besser zu kontrollieren?""..

    Verdummbibelte Vorstellungen und Begriffe haben in einer Diskussion um HIV und AIDS NICHTS zu suchen !

    Vor allem deshalb weil es schon viel zu viel KONTROLLE der Sexualität gibt, die rein gar nichts mit Verantwortungsbewusstsein für sich und seinen Partner zu tun hat !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#92 So WhatAnonym
  • 09.07.2015, 14:25h
  • Antwort auf #79 von Margot

  • Was technisches zuerst: es passt irgendwie nicht, in einer Antwort auf einen Beitrag Zitate zu bringen und sich drüber aufzuregen, wenn sich diese Zitate nicht im referenzierten Beitrag wiederfinden.

    Ansonsten empfehle ich, sich mal mit der Interpretation statistischer Angaben zu beschäftigen: Die 94% Sicherheitsquote für Kondome, die man immer liest, bedeutet eben nicht, dass man sich beim Sex mit einem Positiven mit einer Wahrscheinlichkeit von 6% mit HIV ansteckt. Diese Wahrscheinlichkeit ist schon bei ungeschütztem Sex deutlich kleiner.

    Es ist geschickt, wie Du Dich zum Opfer stilisierst. Vergiss nicht, dass Du ganz gewaltig ausgeteilt hast.
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#93 TheDadProfil
  • 09.07.2015, 14:26hHannover
  • Antwort auf #41 von seb1983
  • ""Das Risiko beim Baden finde ich nun abstrakter als wenn ich meinen Schwanz irgendwo rein stecke aber nun gut...
    Und Tausende Gummis werden wohl nicht platzen beim MSM...""..

    Dann dürfte Dich sicher etwas überraschen dass viele gar nicht Schwimmen können, und trotzdem Baden gehen..

    ""446 Menschen ertranken 2013 in Deutschland an der Küste, in Binnengewässern oder Schwimmbädern,""..

    www.ksta.de/panorama/dlrg-statistik-zahl-der-badeunfaelle-ge
    stiegen,15189504,26546540.html


    Ficken kann irgendwie jeder..

    Ist doch dann erstaunlich das die Zahlen der Neuinfizierten gar nicht so hoch sind..

    Oder gehen die Leut dann tatsächlich viel häufiger im Jahr Schwimmen, als sie ficken ?

    Bei einigen stimmt das dann wohl..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#94 TheDadProfil
  • 09.07.2015, 14:37hHannover
  • Antwort auf #57 von Margot
  • ""Allerdings sollte man wohl auch hier differenzieren: verantwortungsvoller kann oftmals der Verzicht auf Sex sein. ""..

    WOZU ?

    Verantwortungsvoller ist es hier an dieser Stelle, dann einfach mal die Fresse zu halten !

    Die Zahlen der Neuinfiektionen sind angestiegen, weil dieser Anstieg ÜBERWIEGEND aus Menschen besteht, die schlicht Sex haben !

    Zu erwarten, man könnte diese Zahlen verringern, indem man die Menschen auffordert enthaltsam zu leben, ist einfach nur absurd !
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#95 stromboliProfil
  • 09.07.2015, 14:39hberlin
  • Antwort auf #84 von Margot
  • oh jottchen , die tier -mensch analogie..
    schuster bleib bei deinen leisten und versuch nicht hier eine moraldiskussion zu inzinieren die ob ihrer selbstgefälligkeit zwar religiot glänzt aber das angesprochene thema der verhütung nicht abklärt.

    Natürlich kann ich selbstbeherrscht über meine sexualität verfügen, aber ohne deine konstante die sex nur über treue /liebe zum zentrum macht.
    Das sind von den situationen abhängige möglichkeiten .. nicht die situation vorgebende zielsetzungen.
    Es fängt damit an, dass meine vorstellung von treue und liebe sich von deiner begriffswelt fundamental unterscheiden und andere schwerpunkte setzt.

    Was du ausprobiert hast und wie es nun in deiner persönlickeitsdarstellung herüber kommt ist deine sache, nicht als maßstab der diskussion zu werten.
    Ich mache promiskuität auch nicht zum maßstab meiner vorstellung von sexualität, sondern räume ihm lediglich den ihm zukommenden, den gleichberechtigten platz neben anderen entscheidungen ein.
    Wenn also behauptet wird, dass enthaltsamkeit vor ansteckungen schütze ist dies eine entsexualisierende aussage die nicht zu teilen ist.
    Wenn wir selbstverantwortung nur unter dem begriff gezügelte sexualität verstehen , haben wir von selbstverantwortung nichts begriffen.
    Wir können uns nur in die vorgeformten restriktiven sexualmoralismen retten mit der schon historisch zuviel unsinn und menschliche unterdrückung vorgenommen wurde.. man hatte ja die "kultur, die "moral und den klerus auf seiner seite.. da kann man ja nicht falsch liegen.
    Und mal auf die heten gemünzt: nach zyklus messen und dazwischen keinen Knaus-Oginosex, nun das enthaltbarkeits angebot in der männersexwelt.
    Oder wie die kirchen sagen: zölibiat leben um dem sündenfall und der damit verbundenen strafe zu entgehen...

    Es gibt keinen 100% tigen schutz!
    Weder in deinem noch meinem denkkonstrukt, aber darum darf es auch hier auch gar nicht gehen.
    Worum es aber auf jeden fall gehen muss, ist die entgegnung gegenüber dem unglaublich naiven -dummen versprechen, dass da gemacht wird mit der enthaltsamkeitsnummer...
    Gerade weil wie schon zuvor bemerkt, da tür und tor geöffnet wird für die leidigen selbst und rundumvorwürfe all jener die eben jene enthaltsamkeit-in paarestreue hier neuerdings den moralischen ton angeben...
    Da ist der promisk ja schon der personiofizierte sündenfall.
    Umgedreht müsstet du schreiben..
    probleme gibt es doch für jene, die nicht sich dem enthaltsamkeitzölibiat oder mindest der monogamen partnerschaft unterwerfen..
    Da stehn doch die "normal fühlenden/denken mit ihren eregt eobenen zeigefingern hier im forum und drausen beim fackelumzug.

    "warum hast du nicht besser aufgepasst, warum nicht den schniedel mal in der hose gelassen, warum nicht auf keuchheit statt geilheit gesetzt."
    Selber schuld!

    Was heißt nun weniger sexualkrankheiten..
    Wie oft lassen sich im vergleich frauen explizit bei reizungen hin auf erkrankungen ihrer genitalbereiche hin untersuchen.. statistisch eine unbekannte ziffer.
    Es ist nicht der mann alleiniger überträger dieser krankheiten und die "hygiene" bei frauen ist auch nicht die geeignetste, um geschlechtskrankheiten vorzubeugen oder ganz zu verhindern!
    Eigenartig, es gibt keine kampagnen im öffentlichen raum, die frauen zu geschlechtsuntersuchungen aufrufen um vorbeuge zu leisten.. allenfalls die üblichen krebserkrankungen.. von geschlechtserkrankungen sieht man medial nichts..
    Das machen die homos mit ihren antiaidskampagnen, so sich an ihre leute wendend wenn auch die nebenwirkung im heteronormativen immer eine negative bleibt..
    Aids immer noch in deren augen eine ausschließliche "schwulenkrankheit"!
    Und die frau?
    Mutter , heilige ohne folgen..
    Und nur die männermissbrauchte hure stellt so die sicht auf den natürlichen verursacher wieder her?
    Macht ihr erst mal auch eure hausaufgaben; "...keine Schuldzuweisung, sondern Fakt"

    Ich möchte hierbei mal wissen, wie hoch tatsächlich der anteil hiv- betroffener prozentual auf frauen verteilt liegt..
    Warum die gretchenfrage: weil frauen generell sich nicht so geschlossen untersuchen lassen wie es männliche homos z.b. tun.
    Wir wären erstaunt wie hoch der anteil nach einer zwangsuntersuchung unter allen geschlechtsfähigen läge.
    Aber auch hier tun wir erstaunt...
    Die asylsuchenden werden z.b. gesundheitsamtlich zwangsuntersucht!
    Plötzlich werden da ein neuer anstieg vermeldet..
    Alles nur männer?

    Und zu guter letzt der ewig selben these vom glücklichen familienbild dank treue und selbstbeschränkung was entgegen gehalten:
    Wären die beteiligten mit ihren selbstlügen , ihrer bigotten moral und besitzanspruchsdenken nicht so selbstzerstörend in den "normalen beziehungen ", wäre das fragliche familienidyll im sinne einer offen und ehrlich geführten beziehung weitaus stabiler und überlebensfähig.

    Das wird mal die zukunft zeigen, wenn vergleichende statistiken über homo und heterobeziehungen gemacht werden.
    Dann nämlich, wenn das promiske, das "fremdgehen" nicht mehr die biedere moralische sprengkapsel ist, die klammerbeziehungen und die so von ihren "konservativen" erwartungen enttäuschten als gebeutelte "getäuschte" opfer darstellen .

    Die dabei als zeugen herangezogenen frohen kinder sind mehr von den "kulturlügen und selbsbeschränkungsansprüchen belasstet , denn von den unterschiedlichen wegen, die ihre erzeuger im laufe ihres kindlichen lebens dann einschlagen, solange sie, die kinder nicht auch noch zum zankapfel und beweisgut kleinbürgerlichen anspruchsdenkens benutzt werden..
    Auch das kann man empirisch bewiesen nachlesen!

    Wo wir bei der ausbeutung von kindern wären:
    Um dich nicht mit der tiefergehenden unterscheidung dieser ausbeutung zu beschäftigen , mischst du mal alle im selben mixer.. mann der kinder nötigt und prostitution erschaffen hat und erhält.
    Es ist nun mal mit der prostitution wie mit der prohibition.. sie schafft das illegale und schafft abhängigkeiten.
    Das frauen beim blick auf ihre gesellschaftliche stellung nicht unisono darüber klagen, dass die ihnen zugestandene rolle ohnehin eine gesellschaftlich sanktionierte, staatlich geförderte prostitition ist , zeigt wie verwoben und unanalysiert da das eigene dasein als "richtig" in den geselschaftsdiskurs geworfen wird..
    Als hätte es nicht genügend frauenrechtlerinnen gegeben, die dies zu genüge herausgearbeitet haben..
    Aber die häusliche prostitution ist eben eine andere, als die am strassenrand.
    Letztere hingegen die ehrlichere!
    Das dabei die männer so als häusliche zuhälter rüberkommen, soll von mir nicht unterschlagen sein.

    Die von dir angedachte ausbeutung von kindern und prostituierten nur beim mann zu suchen, vermischt die marktverhältnisse im kapitalistischen wertekanon.
    Zugegeben hat der mann im patriaschalichen mehr zugriff auf die markverwertung.
    Frauen beuten aber ebenso fremdkinder wie ihre eigenen für ihre interessen aus.
    Man muss nur einem scheidungskrimi zuschauen, um diese dialektik zu durchschauen.

    Die welt also durch frauen auch nicht wesentlich besser wird, zudem frauen ja zunehmend die machtpositionen eben jener männer einnehmen, ohne wirklich die macht an sich zu beseitigen.

    Oh frau, checkt den keine, das wir uns nur selbstgefälligkeiten zuschreiben statt diese welt wirklich ändern zu wollen.
    Als erstes schaffen wir die "dualität" von frau & mann ab!
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#96 TheDadProfil
  • 09.07.2015, 14:45hHannover
  • Antwort auf #71 von Margot
  • ""Es ist euer Todesrisiko, auch mit Kondom wie die Zahlen zeigen.""..

    So ein Schwachsinn..

    HIV+ zu sein, bedeutet noch lange nicht Tod zu sein !

    Wozu sollte ich leben wollen, wenn ich mir Sex versagte, bloß weil ich mich infizieren könnte ?

    Beachte den Konjunktiv !

    Ich habe keine Lust auf Sex zu verzichten..
    Nicht einmal dann, wenn ich auf einen Menschen treffe, der selbst infiziert ist..
    Man kann sich schützen !

    Punkt..
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#97 stromboliProfil
#98 MargotAnonym
  • 09.07.2015, 14:50h
  • Antwort auf #92 von So What
  • "Die 94% Sicherheitsquote für Kondome, die man immer liest, bedeutet eben nicht, dass man sich beim Sex mit einem Positiven mit einer Wahrscheinlichkeit von 6% mit HIV ansteckt."

    Ach was! ... Es wäre viel geholfen, wenn hier nicht jeder den anderen als DAU ansehen würde.

    ("es passt irgendwie nicht, in einer Antwort auf einen Beitrag Zitate zu bringen und sich drüber aufzuregen, wenn sich diese Zitate nicht im referenzierten Beitrag wiederfinden."
    ??? hast du dann mal in anderen Kommentaren mit Bezug dazu geschaut?)

    "wenn vorher sorgfältig abgewogen und geprüft wurde, dass es jetzt "100-prozentig sicher" ist"
    Und wieder wird die Ansicht des anderen ins Extreme überzeichnet...
    Als wenn nicht klar wäre, dass immer ein Risiko bleibt.
    "100-prozentige sicherheit gibt es auch in vermeintlich monogamen beziehungen nicht"
    Es gibt auch tatsächlich monogame Beziehungen. Und dort ist das Restrisiko zwar nicht gleich, aber gegen Null. Und das ist mir tausendmal lieber, als ein Risiko im unbestimmten Prozentbereich.
    Ja, Sex ist geil und viele Menschen sind attraktiv. Aber Sex mit dem einen Menschen ist nicht minder klasse, (eher im Gegenteil, weil man sich ja immer besser kennenlernt und weiss, was dem anderen gefällt) und für das andere ist mir der (potentielle) Preis einfach zu hoch.

    Nochmal: es geht mir vor allem darum, die Menschen ehrlich über das Risiko und die verschiedenen Wahlmöglichkeiten aufzuklären, damit sie dann informiert ihre Entscheidung treffen können. Das tut der Staat z.B. in Form der BzGA NICHT.
    Monogamie und Enthaltsamkeit von vorneherein als unrealistisch zu diskriminieren und deshalb als Optionen zu "verheimlichen" bzw. diskreditieren, ist weit entfernt von der Vielfalt und Toleranz die sonst ja gerne herangezogen werden.

    Diese übliche Masche der Mächtigen, ausgewählt ihre Politik mit hehren "Argumenten" zu bemänteln, damit die Menschen sich "frei" für die gewollte Option entscheiden, wird hier von den Untertanen auch noch verteidigt.
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#99 TheDadProfil
  • 09.07.2015, 14:54hHannover
  • Antwort auf #84 von Margot
  • """Die der fehlenden enthaltsamkeitsmögli chkeit" Im Gegenteil beweisen seit Jahrtausenden Millionen von Menschen, dass Enthaltsamkeit sehr wohl möglich ist.""..

    Enthaltsamkeit ist SINNLOS und zudem NUTZLOS !

    Enthaltsamkeit dient ausschließlich der Kontrolle des Individuum´s von außen, und damit dem Patriarchat und damit den Eltern ihre Kinder zu unterdrücken, den Religionen, und den Idioten..

    Es gibt nicht EINEN EINZIGEN vernünftigen Grund "enthaltsam" zu sein, denn Sex ist ein genetisches Programm, das in JEDER Körperzelle wohnt..

    Enthaltsamkeit ist gegen die Natur, und damit die einzig wirklich existente Perversion in der Gesellschaft !
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#100 ursus
  • 09.07.2015, 15:26h
  • Antwort auf #98 von Margot
  • >"Und wieder wird die Ansicht des anderen ins Extreme überzeichnet..."

    du hast die extreme haltung, die ich hier wiedergebe, selber in die diskussion gebracht:

    >"Und angesichts des alles andere 100%igen Schutzes erscheint mir Promiskuität wenig verantwortlich und ziemlich unvernünftig."

    beschwer dich nicht, wenn man dich beim wort nimmt.

    wenn jemand beim sex mit wechselnden partner_innen ein kondom benutzt, dann ist das nicht "wenig verantwortlich", nur weil da ein geringes restrisiko bleibt. so stellst du es aber dar.

    ausgerechnet ein sinnvolles schutzverhalten, das eben gerade einer verantwortungsvollen grundhaltung zu verdanken ist, moralisch zu diskreditieren, indem man sich an irgendwelchen restrisiken hochzieht, ist sicherlich nicht hilfreich für eine sinnvolle prävention.

    und für mich steckt auch eine fragwürdige ethik dahinter, wenn mangelndes verantwortungsgefühl an wenigen fehlenden prozentpunkten festgemacht wird.

    unbeantwortet bleibt die frage, weshalb du bei der sexualität andere maßstäbe anzulegen scheinst als bei anderen riskanten aktivitäten.
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#101 So WhatAnonym
  • 09.07.2015, 15:29h
  • Antwort auf #98 von Margot

  • ""wenn vorher sorgfältig abgewogen und geprüft wurde, dass es jetzt "100-prozentig sicher"
    ist wieder kein Zitat von mir.

    Wir haben bei Dir den besten Beweis, das gerade bei HIV die neutrale Bewertung des Themas äußerst schwerfällt.

    Wer enthaltsam leben will, soll das tun. Wer andere zu Enthaltsamkeit zwingen will, ist einfach nur unrealistisch. Wenn das ganze dann auch noch dramatsiert wird, dann wird es nur noch lächerlich und am Ende sogar gefährlich, da es die Leute einfach nicht mehr ernst nehmen und gar nichts machen.

    Ein großer Teil von Infektionen geschieht sogar in vermeintlich monogamen Beziehungen, die am Ende so monogam doch nicht sind. Da ist es doch besser, der Sache realistisch ins Auge zu sehen.

    Natürlich ist die 9 Tonnen schwere Pille zur HIV Prävention, die man nachts vor die Schlafzimmertür rollt, eine Alternative. Ich schätze die Marktchancen allerdings eher gering ein.
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#102 ursus
  • 09.07.2015, 15:37h
  • >"wenn jemand beim sex mit wechselnden partner_innen ein kondom benutzt"

    nicht falsch verstehen, liebe kinder an den bildschirmen: bei wechselnden partner_innen natürlich auch das kondom wechseln! ;-)
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#103 stromboliProfil
  • 09.07.2015, 15:47hberlin
  • Antwort auf #98 von Margot
  • es gibt statistiken seit Kinsey, die nachweisen das zwar schwankend aber doch eindeutig mehr als 2/3 der erwachsenen bevölkerung von 360 tagen im jahr durchschnittlich 10-12 tage fremdgehen einzuplanen war..
    bedenkt man die zeit, die prüde und verklemmtheit um 1950..
    Masters und Johnson gar davon ausgingen, dass das fremdgehen ein fest verankertes merkmal zwischenmenschlicher beziehungsstrukturen darstellt..

    Was bedeutet, dass hinter der fassade der monogamen gesellschaft, dass tier der selbstkontrollenenthobenen promiskuität lauert... kicher.
    Sicher, es gibt monogame beziehungen, wir finden sie in zumeist religiös denkenden , und in seltensten fällen auch in sich selbst genügsamen zweierbeziehungen. Kommt hinzu, wie hoch der triebanteil verteilt ist.. da machen sich heute die forscher ihre gedanken drüber.

    Also das monogame gibt es, aber sie sind eindeutig unzweideutig ausnahmen von einer anderen, verdrängten realität.
    Da kannst du dir die finger zu wund schreiben, es führt kein weg an dieser erkenntnis vorbei.

    Jetzt aber auf grund deiner statistisch hypothetischen annahme oder moralisch geleiteten überlegung, sexuelle enthaltung einzufordern für ein mittlerweile eindeutig definiertes übertragungsumfeld ist nur mit moralischer einfalt zu erklären.
    Krankheit benutzen, um ein ferneres "ideeles" ziel zu propagieren ist scheinheilig - durchschaubar.
    Als wäre selbstversicherung , sexualität nicht auch ohne einschränkung dieser möglich , weil tatsächlich die gabe der sprache und kommunikation uns ermöglichen, darüber zu reden.
    Ich z.b. hab für den "dialog" den weg einer am linken unterarm sichtbar eintätowierten aidsschleife genommen, die klar zu fragen auffordert. WARUM..
    so der einstieg ins zentrale thema für beide seiten erleichtet wird.

    Mag das jeder halten wie er will, auch ich fodere die ehrlichkeit zu seiner krankheit zu stehen um andere womöglich zu schützen.
    Aber auch so über die sonstigen wege hinweg über die infektion zu reden, ohne die angst im nacken, die man nun mal hat trifft man auf einen neuen liebespartner.
    Und sie unerfahrenen , noch uninfizierten zu nehmen , sichtlich weil hier die krankheit/übertragungsgefahr auch ein gesicht bekommt, dem man sich stellen kann.

    Das alles läuft unter dem begriff -- SAVER SEX --, der dir offentlich unbekannt oder verdrängt wurde in der eile, deine botschaft hier abzusetzten.

    Deine einzellenideologie bezüglich sex & selbstkontrolle...
    Die monogame treue als abwechslungsreiches sich selbsterfahren.
    Das mag ja alles stimmen und ist selbst von mir bestätigt: kennt man die person, fallen manche fehler nicht mehr so ins gewicht wie bei jeder neuerungenschaft.
    Aber das ist kein hinweis darauf, dass dieser sex, diese beziehung besser ist als die andere; allenfalls ist sie ANDERS!

    Was dir als frau ( ?) im preis zu hoch ist, ist die unsicherheit deiner eigene sexualität gegenüber, die mit ängsten überfrachtet die deine "gesundheit" vor deine libido stellt, nun einen radikalen schnitt sucht, der deine wünsche gegenüber dem mann als kommenden versorger und vater deiner kinder zur allgemeingültigen sozialklausel erhebt..
    Wohl auch als fernschutz dafür, dass wenn man doch mal fremd geht, dann der andere an den eigenen ansprüchen gemessen werden darf.
    Der hat gefälligst sauber zu sein.
    Auf ein gottvertrauen in diesem sinne...

    Um der angesprochen toleranz noch raum zum antworten zu geben...
    Schieb du deine karren vor dir her, wir den unseren.
    Leb dein leben in deinem sinne , aber komm mir nicht an und erzähl mir, was richtig und falsch ist..
    dann kriegst du es mit mir untertanen aber so richtig zu tun.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #98 springen »
#104 stromboliProfil
#105 TheDadProfil
#106 MargotAnonym
  • 09.07.2015, 16:14h
  • Antwort auf #100 von ursus
  • " unbeantwortet bleibt die frage, weshalb du bei der sexualität andere maßstäbe anzulegen scheinst als bei anderen riskanten aktivitäten."

    Wann habe ich das jemals behauptet? im übrigen sollte man natürlich auch bei Alk etc. Selbstbeherrschung zeigen. Beim Sex kommt im Gegensatz zu den meisten anderen Handlungen dazu, dass IMMER ein Zweiter tief, seelisch und körperlich, davon betroffen ist.

    "Da ist es doch besser, der Sache realistisch ins Auge zu sehen"
    Ein letztes Mal: nicht auch das Gelingen von einzigartiger Treue als Realität anzuerkennen, ist Teilblindheit.
    "mindest der monogamen partnerschaft unterwerfen"
    Unterwerfen... Ich darf erleben, dass ich durch meine Treue eine vermeintlcihe Freiheit aufgebe (die, mit "jedem" herumzumachen) und dafür was viel besseres erhalte: tiefgehende Zuneigung und das Wissen, voll und ganz angenommen zu sein. Der andere will auch mein Herz, nicht nur meinen Schwanz. Das könnte man wohl Liebe nennen und keineswegs Illusion.

    "Wer andere zu Enthaltsamkeit zwingen will,"
    Ich geb's auf. Echt partielle Wahrnehmungt. Als wenn ich nicht schon x-mal gesagt hätte, dass die Leute wahrhaftig informiert werden sollen, um verantwortungsvoll entscheiden zu können; und dass ich nicht (nur) von Enthaltsamkeit rede.

    "Es gibt nicht EINEN EINZIGEN vernünftigen Grund "enthaltsam" zu sein, denn Sex ist ein genetisches Programm, das in JEDER Körperzelle wohnt.."
    ...bis auf die von mir genannten Gründe. (abgesehen dass ich wie gesagt eigentlich von Beherrschung des Sexualtriebs rede und nicht von nur dem einen Punkt der Enthaltsamkeit)

    "dass die (den Frauen) ihnen zugestandene rolle ohnehin eine gesellschaftlich sanktionierte, staatlich geförderte prostitition ist"

    Letztlich ist das alles ein erbärmliches, entwürdigendes Menschenbild (das teilweise vom Marxismus herrührt), dass den Menschen als nicht fähig sieht, seinen Egoismus und die Ausnutzung des Andern zu überwinden, seine Sexualität vollumfänglich zu kontrollieren und zu formen. Ja, Sex ist von Natur aus angelegt, was man wohl auch vom Egoismus behaupten kann. Aber der Mensch ist ja gerade dazu da, die Natur zu gestalten. Macht nicht vor allem das den Menschen aus?
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#107 WolkeAnonym
  • 09.07.2015, 16:19h
  • Antwort auf #5 von Pelayo
  • Du scheinst dich in der Szene gut auszukennen und auch richtig viel Ahnung vom Thema zu haben, was?

    Schon mal davon gehört, dass auch Heterosexuelle Aids haben/bekommen können?

    Einfach furchtbar so ein Schubladendenken. Und als Blinder von der Farbe reden sollte man auch nicht.
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#108 ursus
  • 09.07.2015, 16:31h
  • Antwort auf #106 von Margot
  • >"Wann habe ich das jemals behauptet?"

    mein fehler, ich geb's zu. ich bin einfach davon ausgegangen, dass du nicht auf die idee kommen würdest, es als "wenig verantwortungsvoll" zu kritisieren, wenn jemand auto oder ski fährt und damit das risiko eingeht, sich und andere (!) zu verletzen. wenn ich mich da getäuscht habe und du auch autofahrer_innen als wenig verantwortungsvolle menschen ansiehst, dann korrigier mich einfach.

    >"seine Sexualität vollumfänglich zu kontrollieren und zu formen."

    mich gruselt. und du wundest dich, dass dir extreme ansichten "unterstellt" werden?
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#109 TheDadProfil
  • 09.07.2015, 16:39hHannover
  • Antwort auf #106 von Margot
  • ""im übrigen sollte man natürlich auch bei Alk etc. Selbstbeherrschung zeigen.""..

    Ach ?

    ""Beim Sex kommt im Gegensatz zu den meisten anderen Handlungen dazu, dass IMMER ein Zweiter tief, seelisch und körperlich, davon betroffen ist.""..

    Beim Sex sind vor allem Passive tief betroffen..
    Vor allem körperlich..

    Aber wir kriegen vor dem Hintergrund der "Selbstbeherrschung" in Punkto Alkohol sicher doch noch die Mär von der Sex-Sucht aufgetischt, die alle betrifft, die man so gerne etwas abfällig als Promiskuitiv bezeichnet !?..

    Dein Geschwafel um "tiefe Verbundenheit" die man "nur in monogamen Verbindungen erleben" könnte, oder der Unsinn der sich mit Liebe beschäftigt, sprechen Bände, und bestätigen meinen Eindruck der Verdummbibelung..

    Monogamie und Enthaltsamkeit sind KEINE Lösung für die logische Konsequenz, das zwischenmenschliches zu Infektionen führen kann..

    Diese Fluchten in die heile Welt sind innerhalb der Diskussion um Aufklärung und Prävention keinesfalls hilfreich !
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#110 Harry1972Profil
  • 09.07.2015, 16:42hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #106 von Margot
  • Auch wenn Du mich geflissentlich ignorierst, so muss ich auch hier noch einmal widersprechen.

    Dein Anspruch, tiefe Zuneigung oder gar Liebe exklusiv für monogame Beziehungen zu reklamieren, ist schlicht falsch und zeigt mir nur, wie wenig flexibel Du im Denken und im Fühlen bist.
    Bei all den Sexualkontakten, die ich in meinem Leben hatte, kam es bei wenigstens einem Drittel zu exakt diesen Gefühlen. Tiefe Zuneigung, Geborgenheit, das Verschmelzen zweier Individuen für lediglich ein paar Stunden.
    Wie überheblich von Dir, anderen Liebesformen solche Erfahrungen abzusprechen.

    Der Mensch ist eben nicht dazu da, die Natur zu gestalten. Er ist dazu da, die Natur zu erforschen und sie zu leben!

    Frage am Rande, wenn auch unwichtig. Hast Du hier kürzlich noch unter dem Pseudonym Angelika Oetken geschrieben? Ich entdecke da durchaus Ähnlichkeiten im Duktus.
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#111 TheDadProfil
  • 09.07.2015, 16:51hHannover
  • Antwort auf #106 von Margot
  • ""...bis auf die von mir genannten Gründe. ""..

    Die keine sind..
    Denn sonst würde das Fehlen echter Argumente nicht angemahnt..

    Deine Muttersprache beherrscht Du doch recht ansehnlich..
    Begriffe wie "Enthaltsamkeit" und "Zurückhaltung" als weiteres Synonym für Kontrolle von Außen, gehen Dir doch locker von der Tastatur..

    ""Beherrschung des Sexualtriebs ""..

    Beherrschung der Sexualität im Sinne von "etwas können", ist hier weit wichtiger, als "Beherrschung des Sexualtriebes" im Sinne von Kontrolle zur Vermeidung, von der Du hier permanent schwadronierst..

    Dazu gehört Aufklärung im Sinne von Vermittlung von Wissen..

    ""Letztlich ist das alles ein erbärmliches, entwürdigendes Menschenbild (das teilweise vom Marxismus herrührt)""..

    Huih..
    Marx und AIDS..

    Was muß man einnehmen um hier eine Verbindung herzustellen ?

    ""Aber der Mensch ist ja gerade dazu da, die Natur zu gestalten. Macht nicht vor allem das den Menschen aus?""..

    Philosophische Ansätze zur Erklärung religiöser Ansätze in der HIV-Prävention durch Enthaltsamkeit..

    Der Mensch ist doch mehr als die Summe seiner Möglichkeiten..
    Man muß sich doch auf das große Ganze konzentrieren..

    ""Beim Sex kommt im Gegensatz zu den meisten anderen Handlungen dazu, dass IMMER ein Zweiter tief, seelisch und körperlich, davon betroffen ist. ""..

    Ich bezweifle dass Du diese je wirklich erlebt hast, weil Du noch nie Sex hattest, in und bei dem Du dich hast wirklich gehen lassen..

    Hier offenbart sich ein Kontroll-Freak, der den Akt des Fleischlichen konsequent durchplant und terminiert..

    Wie absonderlich..
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#112 David77Anonym
  • 09.07.2015, 16:54h
  • Antwort auf #106 von Margot
  • "Wann habe ich das jemals behauptet? im übrigen sollte man natürlich auch bei Alk etc. Selbstbeherrschung zeigen."

    Es ist unverschämt ein natürliches Bedürfnis wie Sex, der NICHT geweckt werden muss, sondern sich von ALLEINE meldet (auf die Tatsache, dass ich OHNE je von Homosexualität als Kind gehört zu haben und der Thema Sex generell tabu war, ich aber trotzdem früh schon so emfand, bist du gar nicht eingegangen. Warum wohl nur?!) mit Alkohol oder Tabak zu vergleichen, dessen Bedürfnis NICHT von selbst da ist!!!

    " Beim Sex kommt im Gegensatz zu den meisten anderen Handlungen dazu, dass IMMER ein Zweiter tief, seelisch und körperlich, davon betroffen ist."

    Toller Vergleich:
    Und bei Alkohol gefährde ich andere Menschen, wenn ich mich ans Steuer setze. Als Raucher zwinge ich andere mit passiv mitzurauchen. ANDERE werden mit geschadet! Wo ist da der größere Schaden?

    Was heißt "beim Sex betroffen?!?
    Wenn 2 es doch wollen, dann hast du denen gefälligst nicht vorzuschreiben, dass sie es nicht dürfen. Wenn 2 sich tief seelisch und körperlich begegnen wollen und sich dabei schützen - was geht dich das an?!

    Und zu guter Letzt:
    DU schreibst von Partnerschaft und Kinder. Was erwartest du von schwulen Männern? Eine heterosexuelle Ehe einzugehen, damit der Trieb gezähmt wird und die Kinder kommen?
    Und apropos Kinder:
    Findest du es nicht fahrlässig, sich für Kinder zu entscheiden? Bei der Zeugung setzt man sich einer tödlicher Gefahr aus!
    Konsequenterweise dürfte man gar keine Kinder mehr zeugen. Das ist ja unsicherer als Sex mit Gummis und niemals zu 100% sicher!!!
    Vielleicht wäre das aber auch besser für die Erde, dann könnte sich die Natur endlich von dem erholen, was die Menschen angerichtet haben. Und das AIDS-Problem wäre evtl. gelöst... oder auch nicht, wenn man an Affen denkt...
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#113 David77Anonym
  • 09.07.2015, 17:01h
  • Nachtrag:
    Wieviele AIDS-Tode hätte man in Afrika MIT Gummis verhindern können? Bei einem Rückgang um 94% (wahrscheinlich mehr) dürften das eine ganze Menge sein...
    Außerdem:
    Wer sein Leben lang "seine Sexualität kontrolliert", dem dürfte das doch schnuppe sein wie die anderen sich sexuell verhalten, da man doch nie mit ihnen sexuellen Kontakt haben wird...Wo ist dann da das Problem?
    Aber warum sollte man eigentlich soviel Energie darin stecken etwas NATURgegebenes zu kontrollieren, besser gesagt: zu bekämpfen, wenn man seine Energie in viel schönere und sinnvollere Dinge im Leben stecken könnte?
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#114 ursus
  • 09.07.2015, 17:05h
  • Antwort auf #110 von Harry1972
  • >"Dein Anspruch, tiefe Zuneigung oder gar Liebe exklusiv für monogame Beziehungen zu reklamieren, ist schlicht falsch"

    danke, das wollte ich auch noch anfügen.

    da schreibt ein mensch, der nicht mal zu merken scheint, wie stark die eigenen argumentationen von permanenten irrationalen abwertungen anderer lebensmodelle durchtränkt sind.
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#115 MargotAnonym
  • 09.07.2015, 17:30h
  • Antwort auf #110 von Harry1972
  • Nein, war nicht Andrea. Offensichtlich gibt es noch andere.

    "Wie überheblich von Dir, anderen Liebesformen solche Erfahrungen abzusprechen"
    Sorry, wenn das überheblich daherkommt. Da muss ich echt besser aufpassen.

    "Tiefe Zuneigung, Geborgenheit, das Verschmelzen zweier Individuen für lediglich ein paar Stunden"

    Aber (falls ich dich recht verstehe): ich rede tatsächlich von etwas besserem als nur von "ein paar Stunden". Ich meine lebenslang. Vergiss nicht: ich habe den Vergleich, ich weiss durchaus, wovon ich rede. Sicher hat man Erfahrungen des Geborgenseins etc nicht exklusiv in der Monogamie. Aber in der von mir erfahrenen Tiefe NUR in der Monogamie. Und diese Erfahrung können andere bestätigen, wie ich von diesen weiss. Das ist keine Überheblichkeit, sondern die Tatsache, dass ich nach durchaus leckerem FastFood das Gourmetrestaurant entdeckt habe, und deshalb McDo links liegen lasse, um einen Vergleich zu benutzen.

    " Ich bezweifle dass Du diese je wirklich erlebt hast, weil Du noch nie Sex hattest, in und bei dem Du dich hast wirklich gehen lassen.."
    Schade, dass du das offensitchtlich glauben musst. Solch wunderbaren Sex wie mit dem einzigen Partner hatte ich sonst nicht.

    ""seine Sexualität vollumfänglich zu kontrollieren und zu formen." mich gruselt."
    Vermutlich gruselts dich wegen eines Missverständnisses: Ich meine keineswegs vollumfängliche Kontrolle des einzelnen Sexualakts, sondern die Kontrolle darüber, ob es zu diesem kommt.
    Und gerade in der monogamen Beziehung ist letztere Kontrolle frei von irgendwelchen Zwängen: ich muss z.B. keine Sorge wegen Infektion haben. Man kann sich voll und ganz aufeinander einlassen. In diesem Sinne kann ich mich gerade DURCH die Monogamie "gehen lassen", auch wenn ich dies so nicht formulieren würde. Den grössten Genuss an einer Sache hat doch der, der sie meisterhaft beherrscht.

    Hat denn echt sonst niemand hier diese wunderbare Erfahrung machen dürfen?
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#116 Harry1972Profil
  • 09.07.2015, 18:12hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #115 von Margot
  • Ich fragte nach keiner Andrea...aber egal.
    Von der Sorte gibt es tatsächlich mehr als genug.

    Du musst Dich auch nicht entschuldigen und eine umsichtigere ortwahl geloben, wenn Du direkt im Anschluss nochmal genau denselben Fehler begehst.

    Wie willst Du beurteilen, was "besser" ist, wenn Du eine lebenslange Partnerschaft lebst. Du hast diesen Vergleich keineswegs! Wieder überheblich, wieder bewusst abwertend anderen Formen der Liebe gegenüber.
    Wie willst Du abschätzen können, ob die tief empfundene Zuneigung zu einer Vielzahl von Menschen nicht vielleicht sogar als wertvoller empfunden werden kann als die Fokussierung der Liebe auf nur einen Menschen?

    Dein Vergleich Fastfood vs. Gourmetspeisen ist kein Beweis dafür, daß Deine Vorstellung von "Tiefe" zutrifft. Bestenfalls ein Beweis dafür, daß Du vor Deiner monogamen Beziehung wahllos rumgefickt hast und dies nicht sehr befriedigend für Dich war. Du hast gar nicht begriffen, wie intensiv und erfüllend eine kurze Begegnung zweier Menschen sein kann.

    Das nächste Zitat, auf das Du Dich beziehst, stammt gar nicht von mir aber mit der Antwort bestätigst Du dieses Zitat ja und hebelt erneut Deine Behauptung aus, daß Du "den Vergleich" hättest.
    Im Gegensatz zu Dir habe ich jedoch zumindest ansatzweise einen Vergleich, da ich eine jahrelange monogame Beziehung hatte, jedoch nie auf die Idee gekommen wäre, diese als den besseren Entwurf zu betrachten.

    Auch das letzte von Dir angeführte Zitat stammt nicht von mir. Wenn Du derart in einer Diskussion schluderst, machst Du das dann bewusst oder wie?
    In Deiner Antwort begehst Du erneut einen kapitalen Fehler. Für Dich ist die Voraussetzung, Dich gehen lassen zu können, daß Dein Partner gesund ist und damit schliesst Du dieses "sich gehen lassen können" aus, sobald er es nicht ist, kannst Dich nicht mehr auf ihn einlassen. Traurig. Hat für mich nichts mit Liebe zu tun und mit Beherrschung.
    Mein langjähriger Partner, mit dem ich in einer monogamen Beziehung gelebt habe, war HIV positiv, was aber der Innigkeit unserer Beziehung keinen Abbruch getan hat.
    Da siehst Du, wie dumm Dein Vorschlag der Enthaltsamkeit zur Gefahrenabwehr ist. Sollen Paare, wo einer positiv ist und einer nicht, plötzlich keinen Sex mehr haben?

    Ich kann Dir nur raten, Dich von dem Gedankengerüst zu befreien, an welchem Du klammerst. Dann wirst Du vielleicht erkennen, daß es kein "besser" gibt. Es ist nämlich auch eine ganz wunderbare Erfahrung, zu erkennen, daß andere Lebensentwürfe vollkommen gleichberechtigt sind und die Menschen, die sie leben gleichsam glücklich und erfüllt sind.
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#117 ursus
  • 09.07.2015, 18:43h
  • Antwort auf #115 von Margot
  • ok, du hast etwas in einer bestimmten weise erlebt. ein paar andere in deinem umfeld auch. also stellst du es als eine universelle wahrheit hin, auch wenn dir jemand hier gerade von ganz anderen erfahrungen erzählt.

    und bei wem das problem liegt, fällt dir wirklich partout nicht auf, weil...? weil es nicht sein kann, dass deine erfahrungen vielleicht für dich und viele andere gelten, aber eben nicht für alle menschen auf der welt?

    sorry, das ist wirklich ganz schön ignorant und überheblich. und nach wie vor scheinst du das nicht einmal zu begreifen.
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#118 ursus
  • 09.07.2015, 19:00h
  • Antwort auf #115 von Margot
  • >"Hat denn echt sonst niemand hier diese wunderbare Erfahrung machen dürfen?"

    nur mal für's protokoll, damit diese überheblichkeit nicht so im raum stehenbleibt: ich habe mit hiv-positiven männern außerhalb monogamer beziehungen ganz wunderbare erfahrungen machen können. mit fallenlassen und nähe und liebe und allem pipapo. das kannst du jetzt gerne mit deinen skurrilen qualitäts-standards bewerten oder in frage stellen, aber das ist dann wirklich dein problem, nicht meins. ich werde mir weiterhin keine defizite einreden lassen, die ich nicht habe, nur weil sich irgendwer dann besser fühlt.

    vielleicht wird inzwischen deutlich, was mich an dieser diskussion so ärgert.

    davon abgesehen: es geht hier eigentlich nicht wirklich um die frage, welche beziehungsform angeblich die "bessere" ist - absurd genug, dass ich überhaupt über dieses stöckchen springe -, sondern um hiv.

    ---

    die behauptung, die bzga kläre *gar nicht* darüber auf, dass es bei kondomen ein geringes restrisiko gibt und verleite deshalb menschen zu verantwortungslosem verhalten, ist weiterhin völlig unbelegt. eine kurze recherche zeigt, dass zwar der slogan "kondome schützen" bei hiv verwendet wird, dass aber bei anderen sexuell übertragbaren krankheiten konsequent von einem "verringerten risiko" die rede ist.

    und dass kondome schützen, ist ja nach wie vor richtig. natürlich enthält das nicht die ganze wahrheit. aber welcher slogan sollte es denn bitte sein?

    "kondome schützen auch nicht hundertprozentig"?

    "wer promisk lebt und kondome verwendet ist verantwortungslos, denn gar keinen sex zu haben wäre noch sicherer"?

    wäre damit wohl der prävention gedient?
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#119 TheDadProfil
  • 09.07.2015, 21:55hHannover
  • Antwort auf #115 von Margot
  • ""Aber (falls ich dich recht verstehe): ich rede tatsächlich von etwas besserem als nur von "ein paar Stunden". Ich meine lebenslang. ""..

    Was genau ist der Effekt der hier erreichbar wäre ?

    Und woher nimmt man die Chuzpe anderen Menschen die Monogamie aufzuschwatzen ?

    Und ab wann gälte diese dann ?

    Müssen Jugendliche sich künftig mit 14 bis zum Tode binden, um Deinen Vorstellungen von "Partnerschaft als Verbindung" zu genügen ?

    Wie ginge das vor sich ?
    Ehe-Schließung unter Genehmigung der Eltern und des Vormundschaftsgerichtes ?

    Deine Vorstellungen von einer "besseren Welt" in der alle monogam lebten, sind schlicht absurd..

    Das gab es niemals in der Geschichte der Menschheit, und es wird es auch niemals geben..
    Finde Dich mit der Realität ab, und entwickle dann endlich einmal die Vorstellungen dazu, wie Prävention funktionieren kann, ohne die Menschen mit verdummbibelten Forderungen zu bevormunden..

    ""Nein, war nicht Andrea. Offensichtlich gibt es noch andere.""..

    Btw..
    Innerhalb eines Kommentares ohne genaue Hinweise auf zwei andere zu antworten, ist ebenso nervig wie die ansonsten üblichen Verweise auf Absätze, Sätze oder das Anbringen von Kommentar-Nummern..

    Was die Antwort angeht..

    ""Schade, dass du das offensitchtlich glauben musst. Solch wunderbaren Sex wie mit dem einzigen Partner hatte ich sonst nicht.""..

    Das war gar nicht die Frage, resp. der Vorwurf, sondern die Erkenntnis das Du Angst vor Kontrollverlust hast..

    Als Autist weiß ich genau wovon ich da schreibe..

    Aber Du outest Dich hier nicht als Autist, sondern als Kontroll-Freak, der das Heft in der Hand behalten will, und dazu das Konstrukt Monogamie, und bei nichtvorhandensein dieser Möglichkeit die Enthaltsamkeit in´s Feld führst..

    Nett Ficken ohne Zicken ist Dir entweder schlicht unvorstellbar, oder ein Graus..

    Die Tatsachen beweisen aber eben schlicht, die meisten Menschen sind mindestens zeitweise nicht monogam, oder leben einfach nicht in einer Beziehung..

    Serielle One Night Stand´s als "moralisch verwerfliche" Handlungen zu kennzeichnen die das "Problem HIV&AIDS" erst schaffen würden, ist plumpe Schuldzuweisung, frei nach dem Motto eines jeden Moralisten, der einzig sich selbst als Integer begreift, und sich so anmaßt anderen vorschreiben zu wollen, wie sie zu leben haben..

    In einer Diskussion um Präventions-Verbesserung ist derlei Haltung schlicht kontraproduktiv..

    ""Vermutlich gruselts dich wegen eines Missverständnisses: Ich meine keineswegs vollumfängliche Kontrolle des einzelnen Sexualakts, sondern die Kontrolle darüber, ob es zu diesem kommt. ""..

    Da war kein Missverständnis..
    Das was Du hier beschreibst ist schlicht serielle Enthaltsamkeit selbst innerhalb einer monogamen Beziehung..

    Der Begriff "Sexualtrieb" ist nämlich nicht identisch mit der Sexualität die es "zu beherrschen" im Sinne von KÖNNEN gälte..

    ""Hat denn echt sonst niemand hier diese wunderbare Erfahrung machen dürfen?""..

    Diese verdummbibelte Überhöhung der Monogamie bedarf eigentlich keines weiteren Kommentares..

    Trotzdem..
    Wie kommst Du eigentlich zu der Unverschämtheit hier generelle Beziehungs-Losigkeit gepaart mit Unerfahrenheit zu unterstellen, denn genau das impliziert dieser Satz ?

    Willst Du ernsthaft Antworten darauf ?

    Monogamie ist Scheiße..
    Beziehung ist eine Klammer, und eine Einengung meiner persönlichen Freiheit innerhalb meiner Wohnung..
    Mir kommt kein Kerl in´s Haus für den ich Morgens das Frühstück machen muß, weil meine Erfahrungen gezeigt haben, dass das mit mir nicht funktioniert, und ich das niemandem mehr zumute..

    Und nun komm mit der großen Moral-Keule..
    Sie wird mich niemals treffen..
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#120 MargotAnonym
  • 10.07.2015, 12:45h
  • Antwort auf #118 von ursus
  • "natürlich enthält das nicht die ganze wahrheit. aber welcher slogan sollte es denn bitte sein? "kondome schützen auch nicht hundertprozentig"? "wer promisk lebt und kondome verwendet ist verantwortungslos, denn gar keinen sex zu haben wäre noch sicherer"? wäre damit wohl der prävention gedient?"

    Über solch eine Aussage würde sich z.B. Putin sehr freuen. Man muss den Leuten ja nicht die ganze Wahrheit sagen. Viel zu kompliziert. Checken die eh nicht...
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#121 MargotAnonym
  • 10.07.2015, 13:06h
  • Antwort auf #116 von Harry1972
  • Von wegen Überheblichkeit und nicht beurteilen können, was besser ist:

    Vollumfängliche Liebe ist auf Dauer angelegt. Als Vergleich: Liebt ihr euren Vater, eure Mutter nur für eine Stunde, eine Woche, bis nächstes Jahr? Seid ihr nicht froh drum, dass sie nie aufhören, euch zu lieben?

    Ist das etwa nicht besser, als Liebe nur für einen begrenzten Zeitraum?

    Auch wenn ich nicht bestreite, dass "eine kurze Begegnung zweier Menschen" intensiv und erfüllend sein kann. (Weil ich es selbst erlebt habe!) Aber kennt ihr nicht das Loch, die Leere, das/die das Ende einer Beziehung hinterlässt?

    Und ist es nicht auch gut, dass Vater und Mutter monogam und treu sind? Wie viele "Väter" und "Mütter" hättet ihr denn gerne? Wie froh sind denn z.B. Scheidungs- bzw. Patchwork-Kinder wirklich?

    "da ich eine jahrelange monogame Beziehung hatte,"
    Hattet ihr euch fest vorgenommen, ein Leben lang zusammen zu bleiben?

    "Dich gehen lassen zu können, daß Dein Partner gesund ist und damit schliesst Du dieses "sich gehen lassen können" aus, sobald er es nicht ist, kannst Dich nicht mehr auf ihn einlassen. Traurig."
    Der Gesundheitsaspekt war ein Grund, der entspannt. wenn du weitere möchtest: Durch die Gewissheit der lebenslangen Treue weiss ich mich ganz und gar vom anderen angenommen. Ich kann völlig so sein, wie ich bin, weil und auch obwohl der andere mich ganz kennt, also auch meine Schattenseiten. Ich kann mich also ganz gehen lassen.

    "Sollen Paare, wo einer positiv ist und einer nicht, plötzlich keinen Sex mehr haben?"
    Ja, alles andere wäre mir zu sehr "Romeo und Julia": gemeinsam in den Tod gehen (überspritzt formuliert). Kein Sex bedeutet ja auch nicht, dass man sich nicht mehr auf den Partner einlässt. Man liebt sich ja immer noch. Es ist fatal, dass in unserer Gesellschaft Sex mit Liebe gleichgesetzt wird.

    "daß andere Lebensentwürfe vollkommen gleichberechtigt sind"
    Wenn ich nich schon selbst andere Lebensentwürfe ausprobiert hätte, würde ich dir vielleicht zustimmen.
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#122 MargotAnonym
  • 10.07.2015, 13:37h
  • Antwort auf #119 von TheDad
  • "Beziehung ist eine Klammer, und eine Einengung meiner persönlichen Freiheit innerhalb meiner Wohnung.. Mir kommt kein Kerl in´s Haus für den ich Morgens das Frühstück machen muß, weil meine Erfahrungen gezeigt haben, dass das mit mir nicht funktioniert, und ich das niemandem mehr zumute.."

    Ich werde nicth mit der Moral-Keule kommen. Wie du beschreibst, funktioniert da etwas nicht. Es ist also defizitär. Es ist schade, dass du eine Beziehung nicht als die wahre Freiheit wahrnehmen kannst. (Nach der von dir genannten Logik wäre der letzte Mensch auf Erden der Freieste.)
    Es scheint dir für dich halt einfach nicht mehr möglich zu sein. Das ist ok, wie sollte man dich dafür verurteilen?
    (Nun wird mir vorgeworfen werden, dass bereits das Bennenn eines Defizits eine Verurteilung wäre. Klar, aber nur wenn es in dieser Absicht erfolgt. Ansonsten tue ich umgekehrt jemanden einen Bärendienst, wenn ich so tue, als ob alles in Butter wäre: "Nee, du brauchst keine Brille, siehst ja genauso gut wie alle." )

    Ich möchte nur nicht, dass diskriminiert wird, indem gesagt wird, dass solch eine Lebenform genau so gut ist wie die monogame Beziehung, die eben nicht solche Defizite aufweist.
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#123 ursus
  • 10.07.2015, 13:42h
  • Antwort auf #121 von Margot
  • >""Sollen Paare, wo einer positiv ist und einer nicht, plötzlich keinen Sex mehr haben?"
    Ja, alles andere wäre mir zu sehr "Romeo und Julia": gemeinsam in den Tod gehen (überspritzt formuliert). Kein Sex bedeutet ja auch nicht, dass man sich nicht mehr auf den Partner einlässt."

    das wird ja immer toller. willst du damit sagen, in einer serodiskordanten beziehung solle kein sex stattfinden? hiv gleich tod? sex mit einem hiv-positiven gleich infektion?

    du hast von hiv und prävention wirklich überhaupt keine ahnung, hm? und willst offensichtlich auch gar keine haben.

    sorry, auf diesem albernen niveau diskutiere ich wirklich nicht mehr weiter. ich muss mich hier nicht mit jeder dummen zumutung auseinandersetzen.
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#124 TheDadProfil
  • 10.07.2015, 14:10hHannover
  • Antwort auf #121 von Margot
  • ""Vollumfängliche Liebe ist auf Dauer angelegt. Als Vergleich: Liebt ihr euren Vater, eure Mutter nur für eine Stunde, eine Woche, bis nächstes Jahr? Seid ihr nicht froh drum, dass sie nie aufhören, euch zu lieben? ""..

    Schon wieder so eine verdummbibelter Unsinn..

    Die "Liebe" zwischen den Eltern und ihren Kindern, oder auch anderen Verwandten untereinander, die KEINEN SEX miteinander haben, mit der Liebe vergleichen zu wollen, die ich als Mann gegenüber einem ZUNÄCHST völlig fremdem Mann entwickle, jaaaa, ENTWICKLE, denn sie bildet sich unter anderem täglich immer wieder neu aus, wächst oder schrumpft, je nach Tagesform und empfundener Macken, ist ein völlig untauglicher Versuch, hier das Konstrukt der Monogamie zu erklären, das Du in Deiner schon weihevollen Überhöhung, als das Non-Plus-Ultra anpreißt, wie den Pfingstochsen, der sich am Grillspieß dreht..

    Deine Pfaffen-Sprache in die Du ständig verfällst wenn Du über "vollumfänglichkeiten" oder über das ""Tiefe Zuneigung, Geborgenheit, das Verschmelzen zweier Individuen für lediglich ein paar Stunden"" schwadronierst, entlarvt Deine Intention, die aus Schuldzuweisungen im Sub-Text, und untauglichen "Ratschlägen" für "Liebeshungrige" bestehen..

    Aus Deinen Äußerungen tropft die "katholische Sexualmoral" wie überschüssiges Fett in die Schmalz-Pfanne..

    Daher muß man den Satz auch noch einmal wiederholen :
    Wenn doch die Kondome 94 % aller Infektionen verhinderten, wie viel hätten die afrikanischen Menschen doch von einem anderem, intelligenterem Papst profitieren können, der sich dazu durchgerungen hätte, die Sexualmoral an die Tatsachen der Zeit anzupassen..

    Du und Deine Haltung gehen Eins zu Eins mit Jey Pol Two konform, der Unsachlichkeit zur Maxime einer völlig irrsinnigen Haltung gegenüber Sexualität erhoben hat..

    Ich warte übrigens immer noch sehnsüchtig auf die Erklärungen zur Sex-Sucht, und die Aufforderung an die Schwulen dieser Welt, das Sex nur zum Zeugen von Nachwuchs dienen dürfe..

    ""Hattet ihr euch fest vorgenommen, ein Leben lang zusammen zu bleiben? ""..

    Was soll die unverschämte Frage vor dem Hintergrund des im Kommentar beschriebenen Todes des Partners ?

    Und nachfolgend wieder nur Pfaffen-Sprech..
    Da empfehle ich doch mal dringend ein Rhetorik-Seminar..
    Das kann man recht leicht abtrainieren..

    """Sollen Paare, wo einer positiv ist und einer nicht, plötzlich keinen Sex mehr haben?"
    Ja, alles andere wäre mir zu sehr "Romeo und Julia": gemeinsam in den Tod gehen (überspritzt formuliert).""..

    Und da ist sie ja..
    Die ultimative Forderung nach Enthaltsamkeit an die Positiven, gleichsam als Verbot den Partner in Gefahr zu bringen, verbunden mit dem Unsinn der Forderung an den Negativen, sich fortan aus "reiner solidarität" ebenfalls den Sex abzuschminken, denn der Positive Partner darf nicht mehr, und alles andere wäre sündiges Treiben im Fremdgehen, egal ob mit oder ohne Erlaubnis der einzig geliebten Partners, der als Beschläfer wegen der kleinen Infektion nun leider ausfällt..

    ""Kein Sex bedeutet ja auch nicht, dass man sich nicht mehr auf den Partner einlässt.""..

    Hübsch formuliert..
    Mal so nebenbei..
    Wieso dürfen dann Vater und Tochter, Mutter und Sohn, oder auch Geschwister nicht einander heiraten ?
    Oder zwei alte Freundinnen ?

    ""Es ist fatal, dass in unserer Gesellschaft Sex mit Liebe gleichgesetzt wird.""..

    Außer Dir tut das gar keiner hier..
    Denn die Neuinfektions-Zahlen sprechen da zum Teil auch für sich..
    Sex ist Sex..
    Das muß mit Liebe gar nichts zu tun haben..

    """daß andere Lebensentwürfe vollkommen gleichberechtigt sind"
    Wenn ich nich schon selbst andere Lebensentwürfe ausprobiert hätte, würde ich dir vielleicht zustimmen.""..

    Damit war sicher keine erzwungene Heten-Beziehung gemeint, die Du nun im Kopf hast..

    Schwul-Sein ist KEIN Lebens-Entwurf..

    Monogamie ist einer..
    Bigamie, Polygamie, oder eben einfach serieller Single ist ein Lebens-Entwurf..

    Und daher darf bezweifelt werden, das Du schon andere Lebens-Entwürfe FREIWILLIG ausprobiert hättest, denn die religiös erzwungene Enthaltsamkeit eines Singles ist KEIN Lebensentwurf in diesem Sinne..

    Dein Geschwafel bleibt unerträglicher Unsinn, und der Diskussion um Prävention völlig fern, und damit abträglich..
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#125 Harry1972Profil
  • 10.07.2015, 14:15hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #121 von Margot
  • Du bleibst überheblich und ich unterstelle Dir, noch immer nicht begriffen zu haben, was Dir geantwortet wurde.

    Warum zauberst Du jetzt die Eltern aus dem Hut? Was bezweckst Du mit diesem wenig passenden Vergleich? Darauf gehe ich nicht weiter ein, daß ist echt zu doof.

    Deine lebenslange Treue brauchst Du, um Dich ganz angenommen zu fühlen? Nur dann kannst Du sein, wie Du wirklich bist, auch Deine Schattenseiten offenbaren?
    Für mich klingt das eher nach einer ich-schwachen Persönlichkeit. Ich bin immer, wer ich bin und zeige auch fremden Menschen meine Schattenseiten, weil ich drauf pfeife, was andere wohl von mir denken könnten.
    Ich muss mich nicht durch den Zwang der Monogamie rückversichern, sie nicht zur Voraussetzung machen, ganz ich selbst zu sein.
    Monogamie, wie ich sie erlebt habe, war nicht abgesprochen oder verpflichtend. Sie war nichmal als solche formuliert.

    Ja, mein Freund und ich wollten zusammen alt werden, denn ich hatte die Hoffnung, daß die modernen Medikamente ihn überleben lassen und ob Du es glaubst oder nicht, wir hatten doch tatsächlich Sex! So ganz ohne Todeswunsch, denn ich wusste, daß ich eher von einem Auto überrollt werden würde, als mich beim Safer Sex zu infizieren.

    Nein, Du hast nicht das Recht, andere Lebensentwürfe als schlechter zu bezeichnen und ich kaufe Dir schlicht nicht ab, daß Du jemals einen anderen Lebensentwurf als Deine scheinheilige Monogamie gelebt hast.
    Schon gar nicht hast Du begriffen, was Beziehung und Partnerschaft bedeuten. Du missbrauchst Deinen Partner oder Partnerin lediglich als eine Art Liebesversicherung und er/sie Dich im Gegenzug wahrscheinlich auch. Aber bist Du Dir seiner oder ihrer Treue wirklich sicher?

    Deine kleine Welt würde zusammenbrechen.
    Krall Dich nur weiter an Deinem Konstrukt der biblischen Treue fest. Du wirst echtes Leben und echte Liebe niemals erfahren.
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#126 MargotAnonym
  • 10.07.2015, 15:16h
  • Antwort auf #123 von ursus
  • Den, den ich liebe, setze ich keiner Infektions- und Todesgefahr aus, auch wenn sie nicht besonders gross ist. Weil ich ihn liebe und möchte, dass er gesund und lange leben darf.

    Weil hier dauernd von "biblisch" die Rede ist: es ist meine menschliche, reale Erfahrung. Monogamie ist kein Konstrukt. Und die beste Prävention gegen HIV oder sonst was sex. Ansteckendes und verletzte Psyche.

    @Harry1972: tut mir leid um deinen Freund, auch wenn du darauf pfeifen wirst.

    @TheDad: "Damit war sicher keine erzwungene Heten-Beziehung gemeint, die Du nun im Kopf hast"
    Wo hab ich davon geredet? Du projizierst hier Vorurteile auf mich.
    Entwickelt sich die Liebe zu einem Kind und zu den Eltern nicht etwa auch? Liebe ist nie stastisch, weil sich Menschen immer verändern.

    Wenn das Reden über Liebe als "Pfaffensprache" verunglimpft werden muss... Ist das nicht auch eine Art von Moral-Keule? Du beschimpfst mich als Katholiken. Damit behauptest du übrigens, dass nur die Katholiken was von Liebe verstünden. Wie unsinnig.
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#127 MargotAnonym
  • 10.07.2015, 15:25h
  • Antwort auf #125 von Harry1972
  • "Aber bist Du Dir seiner oder ihrer Treue wirklich sicher?"

    Ja. Vertrauensvolle Liebe halt. Sicher im Sinne von definitiv wissen natürlich nicht. Das wäre ja Kontrolle und keine Liebe mehr.

    "Was bezweckst Du mit diesem wenig passenden Vergleich? "
    Dann halt noch mal anders: Ist es nicth gut für uns alle, dass unsere Eltern monogam und treu zueinander sind? Oder: wünscht man sich beim Sex nicht, dass es ewig anhalten würde?
    Dieser mensclhichen Sehnsucht nach dauerhaft Angenommensein ist durch die lebenslange Monogamie am besten entsprochen. Wer diese Sehnsucht in sich verklemmt, verpasst was.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #125 springen »
#128 stromboliProfil
  • 10.07.2015, 15:51hberlin
  • Antwort auf #121 von Margot
  • man liebt nicht seinen vater & mutter wie seine liebhaber ! Selbst in der lebenspartnerschaft ist das einfließen von sexualität der entscheidende unterschied hin zur elternliebe.

    Elternliebe ist eine gesellschaftlich diktierte/konditionierte abhängigkeit mit gegenseitiger stützfunktion ( erziehungserfüllungsauftrag gegen soziale anerkennung) , unmittelbarkeit des aus kindlicher abhängigkeit entstehenden zugehörigkeitsgefühles ( essen, trinken, lernen, klo gehen, streicheleinheit und geborgenheit!) und dem absolutheitgedanken von kind/erzeugern, der eine "trennung" undenkbar erscheinen lässt.
    Nützlich in seiner ganzheit, aber auch austauschbar wenn die austauschfaktoren das ursprüngliche ersetzten oder ergänzen..
    Alles nachlesbar bei Bruno Bettelheim..

    So sich das wunder der kindlichen bindung auf sein eigentliches gerüst reduziert, lässt sich die möglichkeit erkennen, dass es jenseits dieser vermeintlich einmaligen/unablösbaren "liebesvorstellung " weitere möglichkeiten der individuellen trieberfüllung im erwachsenen gibt..
    Geborgenheit also nicht in der "festheit vorgegebener struktur sich wiederspiegelt sondern in der fähigkeit der handelnden, diese struktur ständig zu erneuern oder zu erweitern.
    Womit wir bei dem üblichen paarverhalten angekommen wären.

    Nur ein drittel der verpaarungen halten auf eine dauer über 10 jahre. Bei 20 jahren liegt die scheidungsquote sogar noch höher.
    Was bedeutet, dass da ein überaus wichtiges problem vorhanden sein muss, dass die paare trennt.
    Nicht immer steht dabei das fremdgehen im vordergrund, aber die abnutzung der persönlichkeit im gegenseitigen alltag wohl ein wesentlicher schlüssel zum verstehen darstellt.
    Wie wachsen, wenn man nur auf den gegenüber verwiesen ist?

    Das die die scheidungskinder leiden wenn sie denn leiden, liegt an den modalitäten mit denen sich die erwachsenen trennen, nicht durch die trennung an sich. Hauptsache das kind steht nicht mittenmang als verhandlungsmasse und prellbock.
    Ich kenn das aus meiner verwandschaft im positiven wie aber auch im negativen sinne!

    Patchworkkinder leiden unter dem unvermögen der erwachsenen, sich über die erzeugeridentität hinaus emphatisch mit dem vorhandenen kind auseinander zu setzen.
    "Eigentums- kind und zugeordnete "verantwortung zu fremdkind" nicht auseinander halten wollen/ können.

    Die familiäre fama des glücklichen, geborgenen kindes ist eine sorgfältig konstruierte lüge!
    Konstruiert, um status - system und hierarische strukturen selbstbestätigend vorzuzeigen.

    Wichtig wäre, mit dieser vorzeigemär endlich aufzuräumen, um gerade den kindern die da unter die räder geraten, zu helfen.
    In der paarideologie wären diese therapien ebenfalls ein nützlicher neuanfang; weg von der biedermeierfamilienidyll hin zu einer gesamtverantwortung an liebe nähe und zuneigung aller mit allen!
    Les dich in die paartherapietheorie ein!

    Da würde das muster der elterlichen eheausdauer bis hin zur finalen erlösung neu interpretierbar..
    Jene zwangsewigkeitsehen, aufgelockert von den bronze-silber-gold und paltinhochzeitsfamilienzusammenkünften , in denen sich die glücklichen seit jahrzehnten nichts mehr zu sagen haben oder sich nur noch das gleiche seit jahrzehnten sagen...
    Hintergrundrauschen...
    Jenes verschämte schlafzimmer trennen, weil der andere ja unruhig schlafe..
    Die luftduftflacons, mit denen man den geruch des lebenspartners umstellt...
    Man verklausuliert so das nicht mehr miteinander können, so denn platz vorhanden, was was wiederum rückschluss auf besitz zulässt.
    Was zeigt, dass die meisten scheidungen in ehen schnell statt finden, in denen kein haus, kein besitz zu trennen wäre.
    Alternativ bleibt die resignation...
    Sprech mal mit altersheimbewohnern über ihre glücklichen ehejahre..
    Ein horror vacui parforcetrip..
    aber, man muss schon die fragen stellen wollen!
    Auch hier ein hinweis auf das heimelige in unserer gesellschaft.

    Sicher, wir lieben unsere eltern, und denken auch an die guten zeiten zurück.. an das gemeinsame. Mit dem eigenen älter werden , eigener erfahung und geschulten blick auf menschliches und allzumenschliches, relativiert sich auch diese idyll auf sein ursprüngliches allzumenschliches.

    www.queer.de/detail.php?article_id=24157&antwort_zeigen=
    ja#c46



    www.queer.de/detail.php?article_id=24157&antwort_zeigen=
    ja#c50


    Aber es ist sicher kein ausschließlicher lehrmeister für unsere eigen zu erbringende leistung, freundschaften zu gründen, zu pflegen und zu erhalten.. auch über das trennende hinweg.
    Ich denke da haben viele hier ihre eigenen - guten , von deine "vorschlägen abweichende erfahrungen gemacht..
    und das ist auch gut so!

    Lass es gut sein mit deinem kirchengesabbel anmaßender überheblichkeitsfragen.. "habt ihr euch schon mal vorgenommen.. angedacht"..
    Was bildest du dir ein zu sein, hier so von "oben herab " stellung zu meinem/unseren lebensplanungen zu machen.

    " Durch die Gewissheit der lebenslangen Treue weiss ich mich ganz und gar vom anderen angenommen.. ; ich kann mich also gehen lassen.."
    Das outet dich im religiösen denkmuster...
    Fehlt nur noch der hinweis, dass dich jesus gerettet habe .

    Wohin aber die verbortheit , enstirnigkeit verlogenheit und moralverblendung führt, sei hier dokumentiert:
    " "Sollen Paare, wo einer positiv ist und einer nicht, plötzlich keinen Sex mehr haben?" Ja, alles andere wäre mir zu sehr "Romeo und Julia": gemeinsam in den Tod gehen""
    Kommt als nächst wieder die aufforderung beim küssen vorher zu desinfizieren oder ein taschentuch dazwischen zu legen..

    Du hast tatsächlich immer noch nichts von SAFER SEX gehört..

    Was also zum teufel treibst du dich hier herum und schreibts deinen religiot angehauchten moralisierenden mist, voller unkenntnis über leben, prävention und leben mit virus und sex..
    Du ideologisches ganzkörperkondom!

    Muss man sich denn jeden ersichtlichen unsinn hier anhören.
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#129 ursus
  • 10.07.2015, 16:07h
  • Antwort auf #126 von Margot
  • du kannst für dich liebe definieren wie du willst. es ist aber vollkommen inakzeptabel, dass du anderen absprichst, zu lieben, und zwar vollkommen egal, mit welchen argumenten.

    offensichtlich geht es dir hier überhaupt nicht um eine diskussion über hiv, sondern darum, deine engstirnige mission dessen, was angeblich die einzig wahre liebe ausmacht, durchzuziehen. das wäre völlig okay, könntest du gleichzeitig auf die arroganz verzichten, andere formen von liebe ohne rücksicht auf die gefühle anderer menschen zu entwerten. das tust du hier nämlich permanent.

    da es dir ganz offensichtlich um eine faktenbasierte diskussion nicht geht, schreibe ich hier einfach noch mal für die anderen, die es vielleicht noch nicht verstanden haben, aber im gegensatz zu dir offen für informationen sind.

    1.) das infektionsrisiko bei safer sex ist extrem gering. ein restrisiko bleibt, damit muss jede_r umgehen, wie er_sie es für richtig hält.

    2.) das infektionsrisiko bei guter medikamentöser behandlung des partners geht gegen null.

    3.) hiv ist in den meisten fällen gut behandelbar und kein todesurteil mehr.

    wer augen hat zu lesen, der_die lese.

    und wer irrationales zeug predigen möchte, der_die predige irrationales zeug. hier ist nur m.e. nicht das richtige forum dafür.
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#130 stromboliProfil
  • 10.07.2015, 16:08hberlin
  • Antwort auf #126 von Margot
  • "Monogamie ist kein Konstrukt.."
    Wenigstens wissenschaftlich solltest du dich mal mit den gesellschaftlichen konstrukten ihre herkunft, ursachen und verwertungsmodalitäten beschäftigen.
    mal ein bischen völkerkunde - ethnologie - archäologie gucken,
    ansonsten bleibst du mit einer solchen aussage hier nicht satisfaktionfähig

    ----
    "tut mir leid um deinen Freund, auch wenn du darauf pfeifen wirst."
    Ob harry drauf pfeifen wird weiß ich nicht, aber
    bitte keine kondolenzen aus den falschen ecken.
    Wir trauern auch ohne dein beileidgeheuchel..
    den romeo&julia effekt werden wir dir hier nicht verzeihen.
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#131 seb1983
  • 10.07.2015, 16:20h
  • Da müsste man sich eigentlich mal wieder mit ner Tüte Popcorn davorsetzen und der "Community" beim diskutieren zugucken beim dekonstruieren des einen und aufschütten des anderen
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#132 ursus
  • 10.07.2015, 16:21h
  • ich bin übrigens weiterhin fest überzeugt, dass ein mensch, der wirklich zufrieden ist, es nicht nötig hat, andere abzuwerten, nur weil sie anders leben.

    wer mit dem eigenen leben im reinen ist, wird sich einfach darüber freuen und glücklich sein, dass andere menschen auch lieben und geliebt werden. wo und wie auch immer.
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#133 Harry1972Profil
  • 10.07.2015, 16:50hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #127 von Margot
  • Mir war es immer egal, ob meine Eltern monogam sind, bzw. waren. Ist ja schliesslich deren Leben, welches sie zusammen gestaltet haben und ich denke kaum, daß Monogamie eine Voraussetzung für tief empfundene Liebe ist.

    Es tut mir leid für Dich, daß Du unfähig bist, dieses "angenommen sein" durch mehr als einen Menschen zu erfahren. Ich habe mehrere Personen in dieser Welt, denen ich so innig zugetan bin, daß ich es Liebe nenne.
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#134 MargotAnonym
#135 stromboliProfil
  • 10.07.2015, 19:02hberlin
  • Antwort auf #133 von Harry1972
  • wer von uns hat schon hinter den vorhang unserer elternbeziehungen geguckt.. zum einen wollten wir es gar nicht wissen, schon der gedanke an deren körperlichkeit erschreckte doch... igitt die küssen sich.
    Wir haben von unseren eltern ausschließlich eine entsexualisierte, körperliche wahrnehmung .

    Aber wenn man im alter sich mit ihnen oder ähnlichen erfahrungen im bekanntenkreis auseinandersetzte, zum ersten mal tatsächlich die fragen gezielt und verständlich ohne verletzung zu setzen wusste, kam da schon eine menge an "fremdgehen" raus.
    Und da kehrte dann auch die erinnerung zurück , dass ja im haus gegenüber mittags oft der rolladen runtergezogen wurde und man den einen oder anderen fremden/ aus dem haus kommen sah..
    Selbst wir kinder flüssterten, ohne zu wissen worüber.

    Und die eigene eltern..
    Sie wussten/ahnten zumeist auch davon.. wenn abends der eine oder andere geschäftstermin dazwischen kam, und papi am nächsten morgen besonders aufgeräumt war.
    Aber was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß..
    Es durfte nicht öffentlich werden aus gesellschaftlichen gründen ( man macht es nicht), und aus besitzergreifenden gründen..
    untreue gleich verrat, eben weil diese form der partnerschaft auf besitzeinteilung aufgebaut war.

    Damit kommen wir aber an ein weiteres phänomen der wahrnehmung:
    Diese form der ehe wie wir sie heute definieren, hat ihren ursprung in der nach franz. revolution aufkommenden restauration und dem aufkommen der bürgerlichkeit, begleitet von der beginnenden industrialisierung, die widerum neue strukturen in den vormaligen zweckgebundenne ehevertrag einflocht.
    Zwar wurde weiterhin im bürgerlichen die zweckmäßigkeit in den vordergrund gestellt um besitz zu mehren, aber gleichzeitig konnte sich eine kleinbürgerliche ideologie der idylle des liebeslebens entwickeln.
    Sicher auch dem umstand geschultet das die frau immer mehr aus dem häuslichen gefängnis in das arbeitsgefängnis entlassen wurde.
    Die ehe so aber gleich auch ein kontrollinstrument in der hand der herrschenden mit moral- sitte und selbstbeschränkung idealisiert wurde.
    Beiläufig entwickelt sich auch da das kommende restrektive sexualdenken.. masturbation z.b. als berühmtestes beispiel.

    Ehegesetze, scheidungsverbote, weltlich-religiöse moralvorstellung, sittenrecht.. alles bündelt sich in dieser zeit und beeinflusst heute noch die diskussionen.
    Die margot kommt uns mit einem victorianischen konzept im jahre 2015 und hofft dabei auf historische unkenntnis.

    30 jahre aids und sein umgang damit, sollten da nicht dem/den verantwortungslosen kasteiungspredigern überlassen bleiben.
    Gerade wenn wir wissen, dass ein heranwachsender sehr wohl auch die erfüllung im sexuellen suchen soll und finden darf.

    Es mag sein im alter, dass man auf sex verzichtet weil entweder zu anstrengend, zu aufregend, zu konkurrent geworden ist als das man sich noch die mühe macht.
    Und man ist auch nicht mehr den gelegenheiten ausgesetzt, man geht nicht mehr zielgerichtet auf suche.. etc.
    Für mich normal als lebensentwicklung und kein drama. Ich lebe als positiver mehr oder weniger enthaltsam.
    Aber ich würde nun von einem 20zig jährigen nicht verlangen, er solle enthaltsamkeit üben .

    Ich würde ihm erzählen wie safer sex betrieben wird , was die möglichen ausraster auslöst die einem den kopf verlieren lassen, und ihm ein bewusstsein des gegenseitigen schützens vermitteln.
    Und ihm ein paket kondome mit lubricant in die hand drücken.

    Wünschen wir margot einen schutzheiligen so sie noch jung, und ausdauernde libidoverdrängung, und alles gute auf ihrem weiteren weg... hoffentlich weit weg von diesem forum!
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#136 Harry1972Profil
  • 10.07.2015, 21:06hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #135 von stromboli
  • Ja, dieses Familienidyll der Biedermeierzeit, als es die Zivilehe noch gar nicht so lange gab und das Industriezeitalter schon vor der Tür stand.
    Zweifellos prägend für Generationen.

    Auch ich wollte mir nie vorstellen, wie meine Eltern miteinander fickten. Ich konnte es mir auch nicht vorstellen, da war keine Körperlichkeit zwischen den beiden. Ich habe sie auch nie Zärtlichkeiten miteinander austauschen sehen, nichteinmal einen Kuss. Schade für die beiden.
    Später dann wurde dann klar, daß sie sich besser hätten scheiden lassen, zumindest für meine Mutter wäre das der bessere Weg gewesen aber sie war wohl selbst zu sehr von dem Gedanken gefangen, daß ihre Kinder darunter leiden würden.

    Nun lebten wir über dem eigenen Ladengeschäft, was Fremdgehen dann nicht leicht machte. Im Nachhinein betrachtet, hatten aber beide Gelegenheit genug aber wie gesagt, es war ja ihr Leben, nicht meines.

    Margots Konzept wundert mich nicht wirklich, beruht es doch auf den von Dir beschriebenen Mechanismen von Besitzdenken, Sittlichkeit und Enthaltsamkeit, lustfeindlich eben und die Frau war doch noch bis in die 1970er regelrecht dem Manne Untertan, bis in die 1990er war doch die Vergewaltigung in der Ehe noch nichteinmal strafbar, wenn ich mich recht entsinne.
    Klar, daß aus so einem wenig emanzipierten Heteromilieu derartige Stilblüten erwachsen, die Margot hier vorführt.
    Sie hat dieses Konzept, welches tatsächlich schwer religiös geprägt ist, niemals hinterfragt. Sie verteidigt es aus dem Impuls heraus, nicht dem Wahnsinn zu verfallen, aus Selbstschutz und merkt dabei gar nicht, diesem Wahnsinn schon lange anheim gefallen zu sein.
    Jeder ihrer Kommentare beweist es auf's Neue.

    Meine wilden Zeiten sind auch schon vorbei oder machen Pause, wer weiss das schon.
    Ein paar Teenager, mit denen ich mich vorletztes Jahr angefreundet habe, waren sehr aufgeschlossen und denen habe ich geraten, sich sexuell auszuprobieren und das es keinen falschen Weg gibt. Nur eben safe sollte es sein aber das wussten die schon. Alles gut beim Nachwuchs.
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#137 TheDadProfil
  • 10.07.2015, 22:44hHannover
  • Antwort auf #122 von Margot
  • ""Ich werde nicth mit der Moral-Keule kommen. Wie du beschreibst, funktioniert da etwas nicht. Es ist also defizitär.""..

    Ein nicht-funktionieren einer Sache wie Beziehung als "Defizit" wahrzunehmen, gelingt nur Menschen die verdummbibelt der Idee der Zweigeschlechtlichkeit und der damit ursächlich verbundenen Monogamie nachhängen..

    Auf derlei dummes Statement habe ich schon gewartet..

    Ich lebe keine Beziehung in räumlicher Nähe..
    Aber ich lebe als Schwuler Mann z.B. zur Zeit in einer Wohngemeinschaft mit 7 anderen Männern, weil das meinem zur Verfügung stehendem Budget zugute kommt, vorhandene Ressourcen bestmöglich zu teilen, und gemeinsam zu nutzen..

    ""Ich möchte nur nicht, dass diskriminiert wird, indem gesagt wird, dass solch eine Lebenform genau so gut ist wie die monogame Beziehung, die eben nicht solche Defizite aufweist.""..

    Die Diskriminierung kommt doch von Dir, weil Deine Definition der Monogamie als Non-Plus-Ultra und die Wahrnehmung des Single-Daseins als defizitäres Modell genau diese Wertung, und damit die Abwertung des Single-Daseins vormimmt, die Dir weder zusteht, noch das sie auf wirklich tragfähigen Argumenten basierte..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #122 springen »
#138 TheDadProfil
  • 10.07.2015, 23:08hHannover
  • Antwort auf #126 von Margot
  • ""Den, den ich liebe, setze ich keiner Infektions- und Todesgefahr aus, auch wenn sie nicht besonders gross ist. Weil ich ihn liebe und möchte, dass er gesund und lange leben darf.""..

    In Deiner Ehe mit Jesus dürfte dort keine Gefahr bestehen..

    Du schreibst Pfaffen-Sprech..

    ""Entwickelt sich die Liebe zu einem Kind und zu den Eltern nicht etwa auch? ""..

    Hat nicht genau das Dein Satz von oben infrage gestellt ?
    Ich würde den noch einmal richtig durchlesen..

    Die "bedingungslose liebe" zwischen Eltern und Kindern in Deiner Sprechweise, entwickelt sich nicht, die wird eingefordert wie die "Liebe zum Herrn", denn die Unterwürfigkeit dieser Aussage korreliert mit der Unterwürfigkeit Deiner Person..

    ""Den, den ich liebe, setze ich keiner Infektions- und Todesgefahr aus""..

    Millionen Mundbakterien die der eigenen Verdauung dienen bilden diese Gefahr schon aus, denn die Möglichkeit auf ein Zusammentreffen eines bakteriellen Phänotypus liegt bei Eins zu Drei, und ist außerhalb der eigenen Familie trotz der geringen Zahl der Typen recht selten..

    ""Wenn das Reden über Liebe als "Pfaffensprache" verunglimpft werden muss..""..

    Muss es nicht..
    Weil es sich nicht um Verunglimpfung handelt, sondern um Identifikation des Gegenüber..
    Sprache ist verräterisch, und offenbart dem Gesprächspartner Informationen über Ausbildung wie Schule und Studium, und der sozialen Familie der man angehört, und in der man sich ständig bewegt..
    Subtexte informieren über Intentionen und Beweggründe, wie Satzinhalte über Fachwissen informieren..

    Deine Texte offenbaren hier einen Menschen der einen Auftrag hat, der mMn darin besteht, Reklame für Monogamie zu betreiben; Schuldzuweisungen wechseln sich mit Halb-und Unwissen über die Thematik ab, und die Form Deiner Kommunikation ist bestenfalls rudimentär freundlich gesinnt..
    Das macht Dich zum Troll..

    ""Du beschimpfst mich als Katholiken. Damit behauptest du übrigens, dass nur die Katholiken was von Liebe verstünden. Wie unsinnig.""..

    Habe ich das behauptet ?
    Evangelikale sind die "besseren Katholiken", weil noch dogmatischer..
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#139 David77Anonym
  • 10.07.2015, 23:17h
  • Antwort auf #134 von Margot
  • Margot (warum eigentlich ein Frauenname? Doch kein schwuler Mann?), merkst du nicht, wie du dir widersprichst?
    Wenn du für dich eine treue Beziehung hast, dann ist das deine Sache.
    ABER:
    Da du doch auf 100% sicher gehen willst, wie willst du sicher gehen, dass deine Beziehung ein Leben lang halten wird? Die Wahrscheinlichkeit, dass einer untreu ist, ist größer, als die vermeintliche Unsicherheit beim Safer Sex.
    Wie willst du denn zu Beginn sicher gehen?
    Genau deshalb warten manche ihr Leben lang vergeblich, weil sie sich etwas erhoffen, was nicht passieren wird. Oder sie können sich deshalb erst gar nicht einlassen.
    Und dann leben sie genau so, was du als Makel bezeichnet: "defizitär", weil sie Single sind. Und dann ist der Zwang "man muss eine Beziehung haben" größer und der Zwang "sie muss ein Leben lang halten" noch größer.
    Wenn sie dann als alte Jungfer sterben, was haben sie dann vom Leben gehabt? Ist DAS etwas erstrebenswert? Weil man sich ja sonst einem winzigen Restrisiko aussetzen könnte?
    Wusstest du schon, dass das Leben tödlich ist?
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#140 TheDadProfil
  • 10.07.2015, 23:18hHannover
  • Antwort auf #127 von Margot
  • ""Dann halt noch mal anders: Ist es nicth gut für uns alle, dass unsere Eltern monogam und treu zueinander sind?""..

    Erneute Überhöhung der Monogamie, gepaart mit vorsätzlich falschen Informationen..

    Die Hälfte aller Ehen wird geschieden..
    Die durchschnittliche Ehe-Dauer liegt derzeit bei 14,7 Jahren..

    Das macht es unmöglich das wie von Bildungsplan-Gegnern und anderen Idioten behauptet, mehr als 80 % aller Kinder in "klassischen Familien", und damit schon gar nicht "alle" Eltern in Monogamie leben würden !

    Zusätzlich gibt es eine Bereitschaft von 40 % der Männer und um die 60 % der verheirateten Frauen in Heten-Beziehungen zum Seitensprung innerhalb der Ehe..

    Noch einmal 40 % der Ehe-Männer gehen mehrmals im Jahr in den Puff oder zu einer Prostituierten..

    ""Oder: wünscht man sich beim Sex nicht, dass es ewig anhalten würde?""..

    Das hält doch kein Arsch und keine Erektion durch..

    ""Dieser mensclhichen Sehnsucht nach dauerhaft Angenommensein ist durch die lebenslange Monogamie am besten entsprochen. Wer diese Sehnsucht in sich verklemmt, verpasst was.""..

    Schon wieder Pfaffen-Sprech..

    Sex ist Sex..
    Dazu bedarf es keinerlei Liebe als Beigabe oder stützendes Korsett..
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#141 Patroklos
#142 XenomorphaEhemaliges Profil
  • 10.07.2015, 23:41h
  • Antwort auf #86 von ursus
  • ""mir erscheint das als eine allzu undifferenzierte sichtweise. die fragen, die ich in #66 gestellt hatte, um herauszufinden, ob du dir wirklich nicht vorstellen kannst, dass es auch situationen gibt, in denen ein hiv-positiver, der ohne kondom poppt, kein verbrecher sein könnte, waren nicht nur provokationen. sie waren ernst gemeint.""

    Wenn er es nicht weiss, dass er positiv ist........
  • Antworten » | Direktlink » | zu #86 springen »
#143 So WhatAnonym
  • 11.07.2015, 08:27h
  • Antwort auf #122 von Margot
  • Zitat: "ich möchte nicht, dass diskriminiert wird, indem gesagt wird, dass solch eine Lebenform genauso gut ist wie die monogame Beziehung"

    Bingo. Die klassische Täter-Opfer Umkehr. Man stellt sich selbst als etwas besseres dar, und wenn etwas anderes plötzlich gleich sein soll, fühlt man sich diskriminiert. Erinnert mich sehr an die #EhefürAlle Diskussionen.

    Diese Selbstverständlichkeit, mit der man das Recht fordert, sich über andere zu erheben, widert mich an.
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#144 ursus
#145 ursus
  • 11.07.2015, 14:00h
  • Antwort auf #142 von Xenomorpha
  • lass mich zur verdeutlichung zwei beispiele konstruieren.

    --
    A ist wissentlich hiv-positiv, er nimmt regelmäßig die medikamente. seine viruslast ist seit langem unter der nachweisgrenze und wird regelmäßig überprüft, ebenso andere infektionen.

    risiko bei sex ohne kondom: gegen null.

    beitrag aller "A"-typen zum weiterführen des infektionsgeschehens: gegen null.

    --
    B poppt seit jahrzehnten nur ohne kondom, lässt sich aber nicht testen. er könnte mit guter wahrscheinlichkeit positiv sein und, weil er nicht behandelt wird, eine sehr hohe viruslast tragen.

    risiko bei sex ohne kondom: relativ hoch.

    beitrag aller "B"-typen zum weiterführen des infektionsgeschehens: vermutlich entscheidend.

    --
    A gilt als verbrecher. B nicht. A wird in öffentlichen foren immer wieder als veranwortungsloses monster angeprangert. über B spricht kaum jemand, und wenn doch, wird er im gegensatz zu A immer noch eher in schutz genommen.

    in der weiteren diskussion geht es dann nur noch um die verantwortungslosen positiven monster. gemeint sind immer die *wissentlich* positiven, über die anderen spricht kaum mal jemand. denn "verbrecher" sind ja nur die positiven, die von ihrer infektion auch wissen.

    --
    hast du dir mal überlegt, welche signale so etwas sendet? und bist du sicher, dass deine moralischen standards hier angemessen differenzieren?
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#146 TheDadProfil
  • 11.07.2015, 15:07hHannover
  • Antwort auf #145 von ursus
  • ""A gilt als verbrecher. B nicht. A wird in öffentlichen foren immer wieder als veranwortungsloses monster angeprangert. über B spricht kaum jemand, und wenn doch, wird er im gegensatz zu A immer noch eher in schutz genommen.""..

    Nach dem gleichem Muster verfährt hier auch "Margot", weil davon ausgegangen wird, der Partner sei entweder gar nicht positiv, oder eben ehrlich genug sich zu erklären..

    Das implizierte 2 Dinge :

    Der positive Partner war gar nicht so treu wie immer apostrophiert, was die Monogamie als "wertvollste aller Beziehungsformen" konterkariert..

    War der Partner schon vor dem Beginn der Beziehung positiv..
    Wozu sollte ich mit einem solchem Partner eine monogame Beziehung führen wollen, die dann Sex nach seinen Vorstellungen ausschließt ?

    Pfaffen-Sprech in Reinstform, welche hier die "Idee" einer "wertvollen monogamen Beziehung" transportiert, die nach den Vorstellungen des Vatikan nur dann als "rein" angesehen werden kann, wenn sie sich dem Diktat des Zölibates unterwirft..

    Dieses Geschwafel ist nichts weiter als der immer noch untaugliche Versuch den Positiven den Schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben, indem man ihnen generelle Verantwortungslosigkeit unterstellt..

    Völlig frei von präventiven Ansätzen trägt dieser Troll zu nichts bei..
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#147 Robby69Ehemaliges Profil
#148 Robby69Ehemaliges Profil

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