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Die Polizei konnte einen Täter stellen (Bild: flickr / Maik Meid / by 2.0)

  • 8. Juli 2015, 10:56h 42 2 Min.

Zwei Transsexuelle sind in Berlin-Lankwitz von einem Mann und einer Frau transphob beleidigt und mit brühendem Kaffee übergossen worden.

Im südwestlich gelegenen Berliner Stadtteil Lankwitz ist am Dienstagnachmittag ein transsexuelles Pärchen von einem Hetero-Paar beleidigt und angegriffen worden, teilte die Berliner Polizei mit. Einer der Täter wurden später festgenommen.

Der Vorfall ereignete sich gegen 17.20 Uhr in einem Lokal in der Kaiser-Wilhelm-Straße. Demnach sind die 21 und 25 Jahre alten transsexuellen Frauen zunächst von einer 38-jährigen Frau beleidigt worden, die den beiden vorwarf, ihren männlichen 33-jährigen Partner zu lange angeschaut zu haben.

Später habe sich auch der Mann den Beleidigungen angeschlossen, die speziell auf die Geschlechtsidentität der Transsexuellen abgezielt habe ("Ihr Transen"). Zudem sollen beide Täter den Angegriffenen frisch gebrühten Kaffee ins Gesicht geschüttet haben.

Identität der Täter festgestellt, Mann festgenommen

Noch vor dem Eintreffen der alarmierten Polizisten entkamen die beiden Täter zunächst. Durch einen Zeugen konnte die Polizei die Identität der Frau sowie ihres Begleiters ausfindig machen. Der 33-Jährige wurde kurz darauf in seiner Wohnung angetroffen. Eine Überprüfung seiner Personalien ergab, dass er wegen Diebstahls und einer noch offenen, mehrmonatigen Haftstrafe gesucht wurde. Die Beamten nahmen ihn daraufhin sofort fest und überstellten ihn den Justizbehörden.

Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Die beiden Angegriffenen haben nach der Tat auf eine ärztliche Behandlung verzichtet.

In der Pressemitteilung der Polizei wurden die Opfer als Männer bezeichnet. Die Polizei sagte auf Anfrage, dass es sich um transsexuelle Frauen gehandelt habe, die in Frauenkleidern im Lokal saßen. Sie seien aber in ihren Papieren noch als Männer gemeldet.

Das schwule Anti-Gewalt-Projekt Maneo hat erst im Mai in seinem Jahresbericht beklagt, dass die LGBT-feindlichen Übergriffe in der Bundeshauptstadt "auf gleichbleibend hohem Niveau" verharrten (queer.de berichtete). (pm/dk)

#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 08.07.2015, 13:01h
  • Die "Transen" waren bestimmt Muslima
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#2 Oeffentl rechtlAnonym
  • 08.07.2015, 13:13h
  • In einer Gesellschaft, in der rund um die Uhr auf allen Kanälen, allen voran das Millionärsfernsehen mit dem gesetzlichen Bildungsauftrag und Milliarden Euro an Gebührengeldern, neben immer selbstverständlicherem Chauvinismus und Rassismus andauernd und immer penetranter die heteronormativ-/sexistische Mann-Frau-Ordnung inszeniert und alle anderen Menschen und ihre Lebensweisen, gerade auch gleichberechtigt dargestellte Schwule, Lesben und Trans*, nicht zuletzt als Identifikationsfiguren für junge Menschen, so gut wie nicht vorkommen, braucht einen diese Entwicklung wahrlich nicht zu wundern.
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#3 ursusEhemaliges Profil
  • 08.07.2015, 13:35h
  • >"In der Pressemitteilung der Polizei wurden die Opfer als Männer bezeichnet."

    na super. da werden die beiden erst beleidigt und angegriffen und hinterher auch noch seitens der polizei als männer im fummel eingestuft. muss ja wirklich ein vergnüglicher tag für die beiden gewesen sein.

    manchmal bin ich echt froh, "nur" schwul zu sein.
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