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Aufklärung über Vielfalt

Rheinland-Pfalz: Kita-Koffer ist ein Erfolg


  • 9. Juli 2015, 14:05h 15 2 Min.

Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz reißen sich laut dem Familienministerium um Info-Materialien, die über die Vielfalt von Familienformen aufklären.

Die rheinland-pfälzische Familienministerin Irene Alt (Grüne) hat ein Jahr nach der Einführung des Kita-Koffers "Familien- und Lebensvielfalt" eine positive Bilanz gezogen. "Der Kita-Koffer hat sich bewährt, um den vorurteilsfreien Umgang mit Familien- und Lebensvielfalt zu fördern, der Kinder in ihrem Alltag und in ihrer Kita begegnen", erklärte Alt am Donnerstag. "Die große Nachfrage der Kitas und die positiven Rückmeldungen der Fachkräfte bestätigen uns in diesem Konzept."

In dem Koffer sind Bilderbücher und Spiele für die Arbeit mit Kindern zwischen zwei und sechs Jahren sowie Informations-Materialien für Erzieher enthalten. Sie sollen die Kinder mit dem Thema Vielfalt im Alltag vertraut machen – sowohl was Vielfalt von Einzelpersonen, aber auch von Familienformen betrifft. So werden hier neben der klassischen Vater-Mutter-Kind-Familie auch Alleinerziehende, Patchwork-Familien, Pflegefamilien, Familien mit adoptierten Kindern oder Migrationshintergrund oder auch Regenbogenfamilien thematisiert. Kitas können den Koffer kostenlos ausleihen.

Koffer soll weiterentwickelt werden


Landesfamilienministerin Irene Alt

"Wegen der großen Nachfrage sind mittlerweile mehrere Koffer im Einsatz. Viele Kitas nahmen die Ausleihe des Koffers zum Anlass, einzelne Medien selbst für ihre Einrichtung dauerhaft anzuschaffen", erklärte Joachim Schulte, Sprecher von QueerNet Rheinland-Pfalz e.V. "Wir nehmen die Gespräche mit den Facheinrichtungen zum Anlass, den Koffer weiterzuentwickeln".

Der Koffer wurde von QueerNet in Kooperation mit der Initiative lesbischer und schwuler Eltern (ILSE) mit Unterstützung des Landesfamilienministeriums erstellt. Die Eignung für Kindertagesstätten ist unter anderem von der Evangelischen Erziehungsberatungsstelle Mainz bestätigt worden. Homo-Gegner halten die Aufklärung über Vielfalt dagegen für "Indoktrination" oder "Porno-Unterricht". An der Kampagne haben sich auch "Focus" und die FAS beteiligt (queer.de berichtete). (cw)

-w-

#1 SebiAnonym
  • 09.07.2015, 17:18h
  • Toll!

    Da sieht man wieder mal, dass Aufklärung und Akzeptanzförderung sehr gut funktioniert und auch durchaus altersgerecht geschieht, wenn die Homohasser nicht ständig Lügenmärchen erzählen und damit Proteste forcieren.
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#2 Harry1972
  • 09.07.2015, 18:17hBad Oeynhausen
  • Neben dem großen Getöse tut sich was im Kleinen, Schritt für Schritt. So war es bisher und so wird es wohl noch lange Zeit weitergehen.
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#3 Dietrichei
  • 09.07.2015, 19:32hKaiserslautern
  • Hängt wohl damit zusammen, dass hier die CDU schon lange weg von der Macht ist. In Baden-Württemberg hat sie den totalen Absturz noch nicht verkraftet.
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