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Kommentare zu:
30 Jahre Haft für HIV-Positiven: Aktivisten empört über hartes Urteil


#1 relationAnonym
  • 15.07.2015, 13:35h
  • So etwas geht da auch.

    "Die Dreißigjährige wurde von einem Gericht in Tampa, Florida zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie sich mit zwei Siebzehnjährigen und einem Schüler eingelassen hatte, dessen Alter nicht öffentlich bekannt wurde. Das geschah zwar einvernehmlich (und kam nur durch die Mutter eines der Schüler zur Anzeige), gilt in weiten Teilen der USA aber trotzdem als "statutory rape", weil dort Gesetze festlegen, dass Personen vor ihrem 18. Lebensjahr ohne Ausnahme sexuell zustimmungsunfähig sind."

    www.heise.de/tp/artikel/45/45431/1.html
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#2 ThorinAnonym
  • 15.07.2015, 13:40h
  • Richtig so, wer andere mutwillig mit dieser schlimmen Krankheit ansteckt und es verheimlicht, gehört dafür bestraft, denn er begeht Körperverletzung, die im schlimmsten Fall mit Tod enden kann!
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#3 VeganBearEhemaliges Profil
#4 ManuelAnonym
  • 15.07.2015, 14:05h
  • Im Vergleich zu der Verurteilung des nicht Torten backenden Konditors ist das Urteil natürlich angemessen.
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#5 ursus
  • 15.07.2015, 14:27h
  • >"Nach dem Gesetz könnten sogar Positive belangt werden, deren Viruslast nicht nachgewiesen werden kann und die ein Kondom benutzt haben."

    das hat mit einer rationalen gesetzgebung nichts zu tun. ressentiments dürfen nicht basis von gesetzen sein.
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#6 ursus
  • 15.07.2015, 14:32h
  • Antwort auf #3 von VeganBear
  • >"daß sich die gleiche, mühselige und teils völlig absurde Diskussion hier nicht wiederholen muß"

    deine worte in des schicksals ohr...

    ich weiß nicht, ob man sich sisyphos wirklich als einen glücklichen menschen vorstellen sollte. aber wenn doch, käme er heute in einer aidsberatungsstelle sicher auf seine kosten.
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#7 wiking77
  • 15.07.2015, 14:35h
  • eine schwierige Sache, wenn ich mit einem Typen ohne Gummi ficke, muss ich immer in dieser Befürchtung sein, das ich mir was "hole".

    Und selbst wenn ich vor dem Ficken frage: " Brauche ich bei Dir einen Gummi oder ist ist HIV-Status negativ?" Kann ich mich auch nicht auf eine wahrheitsgemäße aussage verlassen.
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#8 NilsAnonym
  • 15.07.2015, 14:36h
  • abgesehen von der völlig lächerlichen Länge der Strafe.... entscheiden ist, dass er behauptet hat gesund zu sein! Ja...wenn ich weiß dass ich eine potentiell tödlich gefahr bin, dann muss ich darüber informieren! Auch wenn der Gegenüber eigentlich die Pflicht hat sich selbst zu schützen. Bringe ich andere absichtlich in Gefahr, muss ich mit einer Strafe rechnen (nochmal: 30 Jahre ist eine lächerliche Strafe.... wenn überhaupt handelt es sich hier um leichte Körperverletzung, der Sexpartner wusste ja um die Risiken als er ohne Gummi...). Und übrigens...solche Gesetze gibt es auch bei uns... wenn ich als Fahrer eines Autos zulasse, dass mein Beifahrer nicht angeschnallt ist, werde ich auch bestraft und kann mich shclecht darauf berufen, der hätte sich selber schützen müssen.
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#9 seb1983
  • 15.07.2015, 15:04h
  • Antwort auf #8 von Nils
  • Ich sehe das so dass der dumme Sexpartner bereits seine Strafe hat. Er ist positiv für den Rest seines Lebens.

    Klar gehören dazu immer zwei. Was ich aber nicht akzeptieren kann ist dass ein Positiver quasi Null Verantwortung übernehmen muss. Was hat er schon zu verlieren, er ist ja schon positiv, also kann er nach Belieben Dumme suchen und die stecken sich dann eben an oder nicht?

    Das geht gegen mein Rechtsgefühl und hier wird mit ungleichen Voraussetzungen gekämpft.
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#10 PorokusiAnonym
  • 15.07.2015, 16:18h
  • So lange man kein Test gemacht hat, darf man blank vögeln so viel man will.

    Gut zu wissen.
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#11 seb1983
#12 David77Anonym
#13 PorokusiAnonym
  • 15.07.2015, 17:15h
  • Antwort auf #8 von Nils
  • Sein eigenziger Fehler war irgendwann mal einen Test gemacht zu haben. Hätte er alles genau gleich gemacht, ohne sich testen zu lassen wäre er ein freier Mann und müsste sich von niemanden Vorwürfe machen lassen. Das ist blödsinnig.

    Übrigens ist die Aussage ich bin "gesund" immer eine Lüge. Der Antikörpertest gibt nur Aufschluss über den Status von vor 3 Monaten. Wer sich über den Serostatus abspricht muss immer mit einer Infektion rechnen. Die ganze Geschichte ist einfach nur absurd.
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#14 seb1983
#15 VeganBearEhemaliges Profil
  • 15.07.2015, 17:24h
  • Antwort auf #14 von seb1983
  • Nur zum Verständnis -

    "aber wer so denkt sollte am besten gleich weggesperrt werden."

    ...Dir ist klar, daß das auf Zwangstests hinauslaufen würde?

    In welchem Rhythmus hättest Du diese denn gern, damit's "sicher" ist? Monatlich? Vierteljährlich?
    Und wer soll diese Tests machen? "Nur" die Schwulen als "Hochrisikogruppe", oder alle?

    Wie hättest Du gern das diesbezügliche Strafmaß?

    Fragen über Fragen...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#16 seb1983
  • 15.07.2015, 17:32h
  • Antwort auf #15 von VeganBear
  • Das ließe sich ja individuell in einer Verhandlung feststellen und kann ins Strafmaß einfließen ob und wie bewusst oder fahrlässig es war.

    Bei einem Familienvater der ungeschützt mit Nutten vögelt und dann die Ehefrau ansteckt würde ich genauso Verantwortung sehen.
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#17 VeganBearEhemaliges Profil
#18 seb1983
#19 ursus
  • 15.07.2015, 17:38h
  • einige sätze dieser kurzen diskussion zeigen mir wieder mal eines: diskussionen über strafrechtliche verfolgung von hiv-positiven sind oft aus präventionsstrategischer sicht ziemlich kontraproduktiv.

    es ist aus meiner sicht schädlich, strafrechtliches vokabular und denken in die diskussion über prävention hinüberzutragen, und das ist es, was hier wieder einmal passiert.

    bei hiv geht es eben nicht um "schuld", "strafe", "verbrechen", "totschlag" oder sonstiges.

    es geht um verantwortung, für sich und für andere. das ist etwas völlig anderes. die art von verantwortung, um die es hier geht, kann aber nicht über das strafrecht gefördert werden, jedenfalls nicht nachhaltig.
  • Antworten » | Direktlink »
#20 seb1983
#21 seb1983
#22 Patroklos
  • 15.07.2015, 17:50h
  • Die USA sind für ihre langen Haftstrafen bekannt, aber 30 Jahre Knast sind zuviel! Der Mann ist mit seiner HIV-Infektion schon genug gestraft!
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#23 ursus
#24 seb1983
  • 15.07.2015, 18:09h
  • Antwort auf #23 von ursus
  • Da gibts auch nicht viel zu argumentieren wie ich finde.

    Dummheit ist in diesem Fall nicht strafrechtlich relevant, wird aber mit lebenslänglich HIV belohnt.
    Wie so schön gesagt wird gehören immer zwei dazu, also muss für denjenigen der ansteckt auch noch was übrig bleiben.

    Wie in dem Augsburger Urteil so schön gesagt wird:
    "Der Angeklagte, so das Gericht, habe billigend in Kauf genommen, dass sich seine Partnerin mit der Krankheit ansteckt...."
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#25 PorokusiAnonym
  • 15.07.2015, 18:55h
  • Antwort auf #24 von seb1983

  • Und der böse positive gehört natürlich nur bestraft wenn er von seiner Infektion weiss, ansonsten ist er ja noch in der Rolle des Opfers.

    Lies dir deine Kommentare einfach noch mal selbst laut vor. Wenn du dann nicht merkst wie seltsam sich das anhört ist dir wohl nicht zu helfen.
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#26 Harry1972Profil
  • 15.07.2015, 19:14hBad Oeynhausen
  • Mich erschreckt, daß die Geschworenen kaum zwei Stunden gebraucht haben, um den Mann zu verurteilen. Im Prozess hat er angegeben, seinen HIV-Status nicht verheimlicht zu haben, über die Krankheit und Übertragungswege ansich aber wenig zu wissen. Mit "ich bin gesund" kann durchaus auch gemeint sein, daß er ohne Symptome ist. Ich bin mir nicht sicher, wie deutlich die amerikanische Sprache diesbezüglich ist und ich traue seinen Sexkontakten auch ohne Weiteres zu, vor Gericht gelogen zu haben, um nicht als Barebacker geächtet zu werden.

    Wie da eine Jury kaum zwei Stunden benötigt, einen 23 jährigen abzuurteilen, ist mir unbegreiflich und abgesehen davon, daß ich die Kriminalisierung von Positiven ohnehin ablehne, halte ich das Strafmaß für völlig überzogen.
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#27 PorokuAnonym
#28 ursus
#29 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 15.07.2015, 20:31h
  • "Verfolgung auch in Deutschland"

    Währe die Welt nicht besser ohne die konservativischen religiösen machtgeilen Wesen?
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#30 hugo1970Ehemaliges Profil
#31 hugo1970Ehemaliges Profil
#32 hugo1970Ehemaliges Profil
#33 herve64Ehemaliges Profil
  • 15.07.2015, 22:05h
  • Na ja, ich bin bei diesem Urteil etwas zwiegespalten: auf der einen Seite sind 30 Jahre schon eine ganz schöne Menge Holz, und man sollte niemals glauben, was einem ein bis dato wildfremder Mensch erzählt, gerade wenn es um seinen Gesundheitszustand ALLGEMEIN geht, vor allem dann, wenn man ungeschützt herum vögeln will. Andererseits halte ich auch sein Verhalten für unfair: das kann es auch nicht sein, dass man seinen HIV-Status anderen potenziellen Sexualpartnern verschweigt. Also, das geht gar nicht! Salomonischer Vorschlag meinerseits: Geldstrafe für den Positiven, aber keine Entschädigung für die "Opfer": auch Dummheit muss bestraft werden!
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#34 BarneyAnonym
#35 seb1983
  • 15.07.2015, 22:29h
  • Antwort auf #25 von Porokusi
  • Dann lies noch mal.
    Bestraft gehört er so oder so. Er hat nun mal jemanden angesteckt, bewusst oder fahrlässig. Sein Sexpartner ist schon bestraft, er ist jetzt positiv.
    Das Strafmaß lässt sich dann aber gerne am Wissenstand und Verhalten messen.
    "Meistens" Safer Sex, regelmäßig testen lassen kann man positiv einfließen lassen.
    Häufig ungeschützter Sex, vielleicht noch ein paar Nutten, aber aus Angst vor dem Ergebnis, Desinteresse oder gar Angst vor Strafverfolgung nie testen lassen negativ.

    Eine Aussage vor Gericht wie "ich hab mich nie testen lassen denn sowas würde ja in einer Verhandlung wie der hier bestraft" würde dann schwer nach hinten losgehen.
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#36 StevenAnonym
#37 TheDadProfil
  • 16.07.2015, 00:03hHannover
  • Antwort auf #7 von wiking77
  • ""Während des Prozesses gab der 23-Jährige zu, positiv getestet worden zu sein; er habe aber nicht viel über das Virus und die Übetragungswege gewusst.""..

    Analog zu dieser Aussage erhält man von Teenie´s und Tweens hier die gleiche Antwort über die Aufklärung Sex und LGBTTIQ´s an Schulen, Berufsschulen und Universitäten..

    Eine Bekannte von mir wird nun zum 2.mal Großmutter..
    Im Alter von 38 Jahren..
    Ihre Dritte Tochter, die im Oktober 17 wird, wird zum 2.Mal Mutter..
    Das erste Kind bekam sie im Alter von 14 Jahren und 3 Monaten..

    Omi war beim erstem eigenem Kind auch erst 15..

    Die Verhältnisse sind hier durchaus vergleichbar..
    Die Leute die nichts über Sex wissen, wissen auch nichts über STI´s..

    Und anstatt aus dieser Geschichte ein Lehre zu ziehen, und die Aufklärung und Prävention massiv zu verändern, sperrt man lieber die Leute in den Knast..

    Ist ja auch viel billiger..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#38 TheDadProfil
  • 16.07.2015, 00:12hHannover
  • Antwort auf #8 von Nils
  • ""entscheiden ist, dass er behauptet hat gesund zu sein! ""..

    Das stimmt ja auch..

    Wer nur HIV+ ist, ist ja auch nicht krank..

    Nur ansteckend..

    Das die Leute in den USA das nicht wissen, und/oder den Unterschied eben nicht kennen, ist das Problem, und nicht das hier offensichtlich einer völlig unaufgeklärt Fehler begangen hat..

    Natürlich kann man den dafür bestrafen..

    Aber für Aufklärung zu sorgen, und solchen Unsinn für die Zukunft unmöglich zu machen, ist wichtiger als der unsinnige Rachegedanke der Geschworenen, die wahrscheinlich über HIV&AIDS nicht viel mehr wissen, als der Angeklagte..

    "".wenn ich weiß dass ich eine potentiell tödlich gefahr bin""..

    Genau das ist hier doch dass Problem..
    Die Leute haben irgendwo schon einmal über HIV&AIDS "gehört"..

    Wissen aber NICHTS darüber..

    Das ist wie mit der Ebola-Krise in afrikanischen Ländern..
    Die Leute wissen dass die Seuche sehr tödlich ist, und kriegen trotzdem ihre "Trauer-Riten" nicht in den Griff, und "stehlen" die Toten aus den Krankenhäusern, und verbreiten damit die Seuche weiter..unkontrolliert..
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#39 TheDadProfil
  • 16.07.2015, 00:19hHannover
  • Antwort auf #13 von Porokusi
  • ""Übrigens ist die Aussage ich bin "gesund" immer eine Lüge. ""..

    Nöö..

    HIV+ zu sein ist KEINE Krankheit !

    Es ist ein Zeichen dafür, Kontakt mit dem Virus gehabt und Antikörper ausgebildet zu haben, und POTENTIELL ansteckend zu sein..

    Das gleiche gilt für Menschen die mit allen möglichen Viren in Kontakt kamen, vom Influenza-Virus, der die echte Grippe auslöst, bis hin zu Salmonellen..

    Mann kann mit einigen Infektionen auch andere anstecken, ohne jemals selber zu erkranken..
    Auch ohne Behandlung, weil das eigene Immun-System die Infektion im Griff hat..
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#40 TheDadProfil
#41 TheDadProfil
#42 TheDadProfil
#43 TheDadProfil
  • 16.07.2015, 00:26hHannover
  • Antwort auf #21 von seb1983
  • ""Es kann aber nicht sein dass hier bewusst bis fahrlässig""..

    Welchen Teil der Einlassung des Angeklagten, er habe nicht gewusst was es bedeutet Positiv zu sein, haben weder Du, noch der Richter und die Geschworenen verstanden, um hier von "bewusst" zu reden ?
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#44 TheDadProfil
#45 ursus
  • 16.07.2015, 00:48h
  • Antwort auf #36 von Steven
  • >"unschuldige mit Krankheiten anzustecken und das mit voller absicht"

    woher nimmst du die information, dass der angeklagte sich bewusst vorgenommen hatte, seine sexpartner zu infizieren? im artikel ist davon keine rede.

    reden wir hier über die fakten oder über deine fantasien?

    und kann man eigentlich auch "schuldige" mit irgendwas infizieren? wer genau wäre das dann zum beispiel?
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#46 seb1983
  • 16.07.2015, 00:57h
  • Antwort auf #43 von TheDad
  • Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

    Ich fordere keine härteren Strafen sondern grundsätzlich eine Bestrafung.

    Zwangstests nö, aber einfach das Verhalten bei der Strafe einbeziehen so wie ich es gesagt habe, das Maß der Fahrlässigkeit davor und dabei oder eben bewussten Täuschung.
    Regelmäßige HIV Tests könnte ich mir da als strafmindernd vorstellen.
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#47 ursus
  • 16.07.2015, 00:57h
  • Antwort auf #35 von seb1983
  • >"aber aus Angst vor dem Ergebnis, Desinteresse oder gar Angst vor Strafverfolgung nie testen lassen negativ."

    wir reden hier von einem gesetz, das nur *wissentlich* hiv-positive zur rechenschaft zieht. der test ist hier also das gegenteil eines mildernden umstands, er ist die voraussetzung zur anklage. du wirst in ein gesetz, dass dir aus dem wissen um deine infektion den entscheidenden strick dreht, das testen nicht als mildernden umstand hineinbekommen.

    jetzt wäre ich aber vor allem gespannt auf deine idee, wie ein system aussehen soll, in dem auch ein *ungetesteter* wegen angeblicher weitergabe des hi-virus vor gericht landen könnte.

    sind wir da wieder bei den zwangstests?
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#48 Harry1972Profil
  • 16.07.2015, 01:13hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #44 von TheDad
  • Ja, mir ist klar, daß diese Verurteilung höchstwahrscheinlich einen Hintergrund aus Rassismus, Homophobie und moralischer Bigotterie hat. Irgendein Gemenge aus Gründen, die aber eine Jury nicht leiten darf.

    Deshalb ist es mir unbegreiflich.
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#49 wuermchenEhemaliges Profil
#50 ElopAnonym
  • 16.07.2015, 07:56h

  • Was ist denn so schwer einfach den Sexpartner zu sagen, dass man "HIV positiv" ist? Man findet damit noch genug Sexpartner.

    Außerdem kenne ich genug "HIV positive" die nie jemanden anstecken würden und alle Vorsichtsmaßnamen bei "HIV negativen" treffen, damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet!
  • Antworten » | Direktlink »
#51 VeganBearEhemaliges Profil
  • 16.07.2015, 08:01h
  • Antwort auf #50 von Elop
  • Solange der Status "HIV-positiv" weiterhin so tabuisiert, stigmatisiert und kriminalisiert wird, kann es für den einen oder anderen schon mal sehr schwierig sein, das dem Sexpartner "einfach zu sagen".

    Tabuisierung, Stigmatisierung und Kriminalisierung tragen also erst recht zur Problematik bei.
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#52 JW GrimmAnonym
  • 16.07.2015, 08:42h
  • Antwort auf #50 von Elop

  • Ich würde behaupten, dass einige User hier in diesem Thread bei einem HIV Outing sofort schreiend auf die Straße rennen und nach Polizei, Bundeswehr und CIA schreien würden, wenn ihnen der Andere nur die Hand gegeben hat. Seit 1983 nichts dazugelernt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#53 ManuelAnonym
  • 16.07.2015, 09:07h
  • Wenn hier ernsthaft behauptet wird, als Positiver bei der Frage, ob er gesund ist, guten Gewissens mit 'ja' antworten zu können, da eine Infektion ja keine Krankheit sei, ist dies nicht nur Haarspalterei, sondern absolut gewissen- und verantwortungslos; eine ernsthafte Diskussion ist daher schlicht unmöglich.
  • Antworten » | Direktlink »
#54 wiking77
  • 16.07.2015, 09:40h
  • Antwort auf #48 von Harry1972
  • wieso "höchstwahrscheinlich"? Ich sehe keine Anzeichen, dass es in der Jury einen rassistischen und homophoben Grundgegeben hätte.

    Man kann nicht automatisch unterstellen, das ein US-Bürger mit schwarzer Hautfarbe automatisch aus "rassistischen" Gründen verurteilt wurde. Das ist wiederum Rassimus, positiver vielleicht! Aber dennoch genauso verwerflich.
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#55 JW GrimmAnonym
  • 16.07.2015, 09:41h
  • Antwort auf #53 von Manuel

  • Eine ernsthafte Diskussion ist bei dieser Hysterie tatsächlich unmöglich.

    Das allersicherste dürfte Sex mit Kondom mit jemandem sein, der positiv aber stabil unter der Nachweisgrenze ist. Und auch von diesen Personen wird hier hysterisch ein Outing gefordert.

    Fickt nur schön mit Leuten, die Ihren Status nicht kennen und sich deswegen nach Eurer Logik nicht "outen" müssen.

    Viel Spaß dabei, eine VL im Millionenbereich ist nicht ohne. Aber in diesem Fall ohne jegliche rechtliche Relevanz und genau das richtige für eure verlogene Selbstgerechtigkeit.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #53 springen »
#56 Dennis
  • 16.07.2015, 10:44h
  • "Der Staat (über die Hälfte der Bundesstaaten in den USA) verfolgt Menschen strafrechtlich, deren Testergebnis positiv ist und die nicht beweisen können, dass sie ihren Sexpartnern davon erzählt haben. Das ergibt keinen Sinn."

    Diese Miteilungspflicht seinen HIV Status - wenn man um seine HIV Infizierung weiß - vor Sex demderPartnerIn mitzuteilen ist überholt, unzeitgemäß. Der Mindeststandard sollte der sein das man sich (und eben Andere) schützt wenn man weiß das man HIV + ist. Sei es durch ein Kondom oder sei es durch eine funktionierende HIV Medikation.

    Im Falle eines einvernehmlich GV bei einer HIV Infizierung ohne Schutz kommt ist dieses Frage nach Schutz Ja oder Nein starfrechtlich nicht mehr relevant da eben Einvernehmlichkeit bestand.

    Kritisch wird es ab dem Punkt wenn es zu einer "Auseinandersetzung" im Gericht kommt. Wie will man beweisen das man den PartnerIn informiert hat, bzw das zwischen Beiden EInfernehmlichkeit bestand?

    Videoaufzeichnung des Gespräches vor dem Sex? Schriftlich Bestätiging der Einvernehmlichkeit ohne Schutz, bzw das man dendie PartnerIn informiert hat?

    Hinzu kommt das USA Phänomen der mangelnden HIV Prävention - Aufklärung - Versorgung mit HIV Medikamenten in den Südstaaten der USA.

    Diesbezüglich ist in den USA tiefstes Mittelalter.
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#57 seb1983
#59 Syro36Profil
  • 16.07.2015, 13:43hBerlin
  • Antwort auf #58 von seb1983
  • Nein wird es eben nicht. Obwohl es im Vergleich zu HIV mehr Hepatitis C Fälle gibt, wird dessen Übertragung nur sehr selten strafrechtlich verfolgt.
    Der von dir verlinkte Fall ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt.
    (Falls du das nicht glaubst, google doch mal ein bisschen weiter, wie viele Strafverfahren du in Deutschland zu HepC noch findest. Kein Vergleich)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #58 springen »
#60 seb1983
#61 Syro36Profil
  • 16.07.2015, 13:56hBerlin
  • Antwort auf #53 von Manuel
  • Nein, gewissens- oder verantwortungslos ist es nicht zwangsläufig.
    Verantwortungslos wäre es nur, wenn der Positive als Folge dessen seinen Sexpartner einer Gefahr der Infektion aussetzen würde. Das ist jedoch nicht der Fall, wenn der Positive Dank gut eingestellter Therapie dauerhaft unter der Nachweisgrenze ist.

    Und wie definierst du denn "gesund"? Ein Großteil der sexuell aktiven Bevölkerung trägt einen oder mehrere Herpes-Stämme (HSV-1 oder HSV-2) oder einen der über hundert humanen Papillomaviren (HPV) mit sich herum. Jeder Mensch trägt unzählige Viren und Bakterien in sich herum. Deshalb ist man nicht automatisch krank.

    Die Tabletten der antiretroviralen Therapie dienen ja gerade dazu den Ausbruch der Krankheit zu verhindern. Von da aus ist es nicht abwegig, wenn sich ein HIV-Positiver unter Therapie in dessen Blut kein Virus mehr nachweisbar ist, als gesund bezeichnet.

    Falls du den HIV-Status eines potentiellen Sexpartners erfahren möchtest, frag besser explizit nach, statt schwammige Ausdrücke wie "gesund" oder "sauber" zu verwenden, die sehr unterschiedlich ausgelegt werden können.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #53 springen »
#62 ursus
#63 Syro36Profil
#64 TheDadProfil
  • 16.07.2015, 14:32hHannover
  • Antwort auf #46 von seb1983
  • Die Zustimmung zu DIESER Bestrafung ist bereits die Forderung nach allgemein höheren Strafen..

    Eine vernünftige Bestrafung in diesem Fall hätte z.B. bedeutet, ALLE Beteiligten zu Menschen auszubilden, die ihre Geschichte erzählen, um darüber aufzuklären, was aus zu wenigen und falschen Informationen werden kann..

    Aber dazu sind US-Amerikanische Gerichte viel zu uncreativ..

    ""Zwangstests nö, aber einfach das Verhalten bei der Strafe einbeziehen so wie ich es gesagt habe, das Maß der Fahrlässigkeit davor und dabei oder eben bewussten Täuschung.""..

    Wo genau in dem Artikel steht, dass das maß der Fahrlässigkeit hier keine Rolle gespielt hätte ?

    Ganz im Gegenteil ist es doch hier allein völlig überzogenes Kriterium für das völlig absurde Strafmaß, bei einer angeklagten "einfachen körperverletzung", denn mehr war es in diesem Fall schlicht nicht..

    Und zusätzlich hat das Opfer den "Irrtum" der fahrlässigen Einwilligung gegeben..

    Das wirkt sich im allgemeinen StrafMILDERND für den Angeklagten aus..

    Das kann hier aber nicht erkannt werden..
    Im Gegenteil muß darauf verwiesen werden das hier ganz offenbar nach Rassistischen Kriterien geurteilt wurde, und ich bin mir fast sicher, das KEINER der 12 Geschworenen genau wie der Angeklagte unter 30, Schwarz und Schwul war..
    Oder auch nur 2 dieser Attribute zusammen in sich vereinigte..

    ""Regelmäßige HIV Tests könnte ich mir da als strafmindernd vorstellen.""..

    Wie veränderte sich dadurch die Beurteilung hinsichtlich der unbewiesenen, weil Aussage gegen Aussage stehenden Behauptung, er hätte seine HIV-Infektion VORSÄTZLICH verschwiegen ?

    Und was genau soll dass dann bringen, kommen wir mit den regelmäßigen Test´s dann doch wieder zu der Spaltung, die "ursus" bereits woanders beschrieben hat :
    Derjenige, der sich dann regelmäßig testen läßt, und dann doch jemanden ansteckt, ist das "größere Schwein", als derjenige, der sich niemals testen läßt, und so überhaupt nichts von der eigenen Infektion weiß ?

    Moralische Prinzipien haben in solchen präventiven Diskussion keinen Platz..

    Prävention bedeutet Verantwortung für sich UND den Partner zu übernehmen, und diese gilt dann auch für BEIDE Seiten..

    Wer nicht miteinander reden/kommunizieren kann, sollte auch nicht miteinander vögeln..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #46 springen »
#65 seb1983
  • 16.07.2015, 14:33h
  • Antwort auf #62 von ursus
  • Ahh wie so ein System aussehen sollte bei dem ungetestete belangt werden?
    Na fahrlässige Körperverletzung.

    "Sie vögeln sich alle seit Jahren ohne Gummi durchs Leben, schon mal auf die Idee gekommen sich testen zu lassen? Das Risiko sollte klar gewesen sein. Tja jetzt haben sie jemanden angesteckt, der ist ist für seine Dummheit jetzt positiv für den Rest seines Lebens. Ist doch klar dass sie nicht so einfach davonkommen"

    Regelmäßiges Testen lassen und Schutzverhalten usw. könnte man dann als strafmildernd ansetzen. Derjenige hat halbwegs aufgepasst, jetzt ist es eben doch passiert, er hat das Risiko vorher halbwegs minimiert und würde nicht jahrelang andere anstecken.

    Böte einen ausreichenden Strafrahmen von Geldstrafe, Schmerzensgeld und Sozialstunden bis hin zu Gefängnisstrafe.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #62 springen »
#66 seb1983
  • 16.07.2015, 14:39h
  • Antwort auf #63 von Syro36
  • Das sagst du dass es dutzende gibt, ich kenne mich da nicht so aus wie du.

    Zudem, und da hat Verganbaer recht, HIV taugt für mehr Sensationspotenzial, allein der Prozess gegen die eine No Angels Sängerin dürfte Tausende Ergebnisse bringen. Daher ist eine google Recherche ziemlich fragwürdig.

    Wenn ich die Wahl hätte dann lieber Hep statt HIV.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #63 springen »
#67 ursus
  • 16.07.2015, 14:44h
  • Antwort auf #50 von Elop
  • gut, dass du ansprichst, dass sich ein großteil der wissentlich hiv-positiven verantwortungsvoll verhält. leider wird ja meistens nur über die anderen geredet, und so entsteht manchmal ein bild, als hätten sämtliche wissentlich hiv-positiven keine anderen hobbies als aus purem menschenhass ihre infektion weiterzugeben.

    wie einfach oder schwierig es ist, seine hiv-infektion kundzutun, das hängt sicher davon ab, wo und mit wem man zu tun hat.

    in manchen darkroomkneipen wird es vielleicht kein großes ding sein, in einer kleinstadt, kann es passieren, dass du danach nie wieder einen sex- oder gar beziehungspartner findest. es geht ja nicht immer nur um einen sexpartner, sondern auch um den buschfunk. und um beziehungen.

    ich möchte nicht darüber spekuklieren, wie viele von denen, die hier so fest auf einer bedingungslosen auskunftspflicht beharren, auch als betroffene noch an diesem ideal festhalten würden, sobald sie zum ersten mal nach einem aufregenden flirt einfach grußlos stehengelassen wurden.
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#68 TheDadProfil
  • 16.07.2015, 14:50hHannover
  • Antwort auf #53 von Manuel
  • Und deshalb ziehst Du hier die medizinisch allgemeingültige Definition von Infektion und Erkrankung als 2 grundsätzlich voneinander unterscheidbare Vorgänge in Zweifel ?

    Menschen die in der Kindheit Masern hatten, besitzen in ihrem Immunsystem dagegen Antikörper..
    Diese Schützen vor einer erneuten Erkrankung..

    Die gleiche Funktionalität besitzen auch HIV-Antikörper, sie sollen bei erneutem Eindringen des Virus dieses bekämpfen, und den Körper vor Erkrankung schützen..

    Der Kontakt mit dem HIV-Virus allein, und die Ausbildung von Antikörpern, ist KEINE Erkrankung, sondern "tägliches geschäft" des menschlichen Immunsystems..

    Übrigens sind Masern eine potentiell ebenso tödliche Erkrankung wie HIV&AIDS..

    Auch im letztem Jahr sind an den Masern hier bei uns in der BRD mehr Kinder gestorben, als an HIV&AIDS..
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#69 TheDadProfil
#70 TheDadProfil
#71 Harry1972Profil
#72 seb1983
  • 16.07.2015, 15:15h
  • Antwort auf #70 von TheDad
  • Lesen Hase, lesen.....

    fangen wir bei der Überschrift an:
    "Ungeschützter Sex trotz Hepatitis bringt Mann ins Gefängnis"

    und was du so aus dem Kontext gerissen hast:
    "Das Familiengericht hatte in der Zwischenzeit ein Kontaktverbot erlassen. Doch dagegen verstieß der Angeklagte in rund 20 Fällen, rief sie an, lauerte ihr auf, schaute durchs Fenster in ihre Wohnung. Auch diese Delikte waren jetzt angeklagt...."
    Wichtig in diesem Abschnitt das AUCH

    nebenbei auch noch falsch:
    er wurde nicht wegen einer übertragenen Infektion verurteilt, denn es hat keine stattgefunden, sondern nur wegen der fahrlässigen Möglichkeit dazu, denn:
    "Die Frau war, wie sich bei einem Test herausstellte, zum Glück nicht mit der Krankheit, die Leberschäden auslösen kann, angesteckt worden...."

    Aber Recht hast du schon, was soll dieser UNSINN denn du da schreibst? Lesen Hase, lesen...
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#73 TheDadProfil
  • 16.07.2015, 15:37hHannover
  • Antwort auf #72 von seb1983
  • ""fangen wir bei der Überschrift an:
    "Ungeschützter Sex trotz Hepatitis bringt Mann ins Gefängnis"""..

    DU verwechselst hier den sensationsgeilen Aufmacher als URSACHE mit der Wirkung !

    Die Verurteilung erfolgte zunächst wegen Würgens in einem Streit, und nun, nachdem er das Kontaktverbot des Familiengerichtes in 20 Fällen gebrochen hat, wegen Stalking !

    Lesen !
    Steht alles dort !

    Eine Verurteilung wegen der Übertragung von HEP wird MIT KEINEM WORT als angeklagtes Delikt erwähnt, sondern nur als URSACHE des Verfahrens !

    ""Weil er bei einem Streit seine Ex-Freundin würgte, wurde der Mann bereits im November 2011 wegen Körperverletzung verurteilt. Das Familiengericht hatte in der Zwischenzeit ein Kontaktverbot erlassen. Doch dagegen verstieß der Angeklagte in rund 20 Fällen, rief sie an, lauerte ihr auf, schaute durchs Fenster in ihre Wohnung. Auch diese Delikte waren jetzt angeklagt. Richterin Böttcher verurteilte den vorbestraften Angeklagten zu 21 Monaten Gefängnis und blieb damit unterhalb der Forderung von Staatsanwältin Eva Grosse.""..

    Und nur mal so nebenbei..
    Die Geschädigte, die sicher eine Rechtsanwältin an ihrer Seite hatte, die Richterin, die Staatsanwältin..

    Als Angeklagter ein Mann..

    Das stößt mir immer übel auf, weil ich hier niemals eine Form von "Waffengleichheit" erkennen kann..
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#74 wiking77
  • 16.07.2015, 15:44h
  • Antwort auf #71 von Harry1972
  • schade ... ich hätte mir da eine substantiiertere Erläuterung gewünscht. Denn einen Generalverdacht gegen die US-Justiz zu äußern ist nicht gerechtfertigt und unbillig; schließlich ist dieses Urteil ja nicht in Nordkorea erlassen worden sondern nach rechstaatlichen Standarts in den USA. Warum sollten da eigentlich Zweifel an der Rechtmäßigkeit aufkommen.
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#75 wiking77
  • 16.07.2015, 15:47h
  • Antwort auf #68 von TheDad
  • Statistiken kann man zurechtbiegen oder friesieren - naja interpretieren. Der angebliche Rassimus der US-Justiz finde ich herbei geredet. Außerdem ist der Rechtsweg ja auch auch offen, selbst wenn - bei allen rechtsstaatlichen Standarts der US-Justiz - mal solche Ausreißer in den unteren Instanzen geschen, so gibt es ja immer noch die Rechtsmittelinstanz, die sowas korrigiert . Im Gegensatz zur ehemaligen DDR, Sowjetunion oder Cuba und Nordkorea wo die Justiz unter dem Zeichen von Hammer und Sichel stand bzw. steht.
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#76 ursus
  • 16.07.2015, 15:50h
  • Antwort auf #64 von TheDad
  • >"Moralische Prinzipien haben in solchen präventiven Diskussion keinen Platz.."

    reden wir nicht von moral, sondern von ethik. ich finde es wichtig, dass wir nicht sagen, jede_r solle einfach machen, was er_sie will, sondern darauf beharren, dass man sich idealerweise immer der eigenen verantwortung stellt. für sich selbst und durchaus auch für den_die jeweils andere_n.

    das strafgesetz ist meines erachtens aber keine hilfe, solche ethischen standards durchzusetzen, und ich glaube sogar, dass es in diesem fall dabei eher schadet.

    kontraproduktiv sind auch, und das meinst du vermutlich, einteilungen in täter_innen und opfer, in schuldige und unschuldige, in böse promiske und gute monogame usw. diese art von bewertungen sind ebenfalls eher geeignet, verantwortungsvolles verhalten zu verschleiern als zu fördern.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #64 springen »
#77 Harry1972Profil
  • 16.07.2015, 16:07hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #74 von wiking77
  • Da empfehle ich Dir, die Statistiken zu beachten, nach denen der Anteil nichtweisser Amerikaner in den Gefängnissen überproportional hoch ist, ebenso die Zahl der durch weisse Polizisten erschossenen Bürger. Nicht als Beweis sondern als Indiz.

    Unbillig ist hier bloß Dein kläglicher Versuch, eine scheinbare Versachlichung zu fordern, zumal ich ja ganz klar "höchstwahrscheinlich" geschrieben habe, was die Möglichkeit einschliesst, daß die von mir angeführten Gründe so vielleicht gar nicht zum Tragen kommen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #74 springen »
#78 TheDadProfil
#79 TheDadProfil
  • 16.07.2015, 16:32hHannover
  • Antwort auf #76 von ursus
  • Das ich dort eine signifikante Grenze ziehe, ist doch zwischenzeitlich bekannt, oder ?

    Ethische Betrachtungen sind doch die Grundlage vernunftbegabten Handelns, das in der Prävention das Maß der Dinge darstellt..

    Eben diese fehlende Ethik, die dann von den Leuten mit Moral ersetzt wird, führt doch erst zu solchen Urteilen, die bar jeglicher Empathie für Opfer UND Täter, beide einfach kalt-stellen, die Opfer von Mitschuld freisprechen, und die "Täter" gnadenloser Rachegelüsten ausliefern..

    ""ich finde es wichtig, dass wir nicht sagen, jede_r solle einfach machen, was er_sie will, sondern darauf beharren, dass man sich idealerweise immer der eigenen verantwortung stellt. für sich selbst und durchaus auch für den_die jeweils andere_n.""..

    Sag/schreib ich doch :
    ""Prävention bedeutet Verantwortung für sich UND den Partner zu übernehmen, und diese gilt dann auch für BEIDE Seiten..

    Wer nicht miteinander reden/kommunizieren kann, sollte auch nicht miteinander vögeln..""..

    ""das strafgesetz ist meines erachtens aber keine hilfe, solche ethischen standards durchzusetzen, und ich glaube sogar, dass es in diesem fall dabei eher schadet.""..

    Strafgesetz sind Moral und Rache..
    Staat übernimmt hier die Funktion des Mob´s, der sonst zum Lynchmob mutiert..

    In solchen Fällen schadet Strafjustiz immer..

    Zivilrechtliche Angelegenheiten sind da eine völlig andere Frage..

    ""kontraproduktiv sind auch, und das meinst du vermutlich, einteilungen in täter_innen und opfer, in schuldige und unschuldige, in böse promiske und gute monogame usw. diese art von bewertungen sind ebenfalls eher geeignet, verantwortungsvolles verhalten zu verschleiern als zu fördern.""..

    Yepp..
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#80 seb1983
  • 16.07.2015, 17:03h
  • Antwort auf #73 von TheDad
  • Anklagepunkte waren diesmal:

    Stalking
    HEP Ansteckungsgefahr (es wurde immer noch nix übertragen die Frau ist gesund...) wird sogar zum Schluss noch mal ausdrücklich gesagt:

    "..Der Angeklagte, so das Gericht, habe billigend in Kauf genommen, dass sich seine Partnerin mit der Krankheit ansteckt

    Ist doch wirklich nicht so schwer Hase.
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#81 TheDadProfil
  • 16.07.2015, 17:32hHannover
  • Antwort auf #80 von seb1983
  • ""Ist doch wirklich nicht so schwer Hase.""..

    Ist es offenbar doch, denn Du verwechselst hier vorsätzlich einen Satz aus der Urteilsbegründung mit einer Anklage..

    Es gibt einen ganz leichten Test zum Textverständnis..

    Lese mal das, was dort steht, nicht das, was Du daraus INTERPRETIERST..

    Ansonsten ist das Urteil mit der Anklage und der vollständigen Urteilsbegründung in der Datenbank des jeweiligen Gerichtes abrufbar..

    Bin ja mal gespannt, ob Du dich dazu herablässt, die Behauptung, es wäre eine Anklage wegen des Versuches der Fahrlässigen Körperverletzung gewesen, führen willst..

    Das steht dort im Artikel immer noch nicht..
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#82 VeganBearEhemaliges Profil
  • 16.07.2015, 17:33h
  • Ich fühle mich übrigens gerade ein klitzekleines bißchen ins Jahr 1989 zurückversetzt.

    Zitat: "Im Prinzip hat jeder Bürger... die Verpflichtung, darauf aufzupassen, daß er nicht selbst zu einer Todesbombe für andere wird und nur diejenigen, die das nicht selber einsehen, gegen diejenigen müssen ... eben Zwangsmaßnahmen gemacht werden. Und: Man kann niemanden entsprechend herumleben lassen..."

    Tja. Einfach so herumleben? Wo kommen wir denn da hin?

    Der ganze ZEIT-Artikel vom 5.5.1989:

    www.zeit.de/1989/19/zwangstest-und-noch-mehr-angst/kompletta
    nsicht
  • Antworten » | Direktlink »
#83 wiking77
  • 16.07.2015, 20:48h
  • Antwort auf #77 von Harry1972
  • ...aber bitte ... das ist doch recht emotional.
    Ich denke in den Juries der US-Justiz seitzen auch Bürger mit schwarzer Hautfarbe; und die werden ja wohl nicht Rassismus gegenüber Menschen mit gleicher Hautfarbe betreiben.

    Nein, mir scheint hier wird wieder künstlich eine unnötige Rassismul-Diskussion entfacht, aus Wichtigtuerei oder einfach nur mal so, weil man dazu immer was zu sagen hatte.

    Aber in der Sache selber hat das keine Substanz.
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#84 TheDadProfil
#85 Harry1972Profil
  • 16.07.2015, 22:07hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #83 von wiking77
  • Der Einzige, der sich hier gerade wichtig macht, scheinst mir Du zu sein.

    Was ist ddaran so schwer zu verstehen, wenn ich mutmaße, daß es bei der Verurteilung nach gerade mal 2 Stunden Beratung danach riecht, daß hier aus moralischen, homophoben oder eben rassistischen Motiven geurteilt wurde?

    Ich habe eine Vermutung aufgestellt und keine Behauptung und kann daran auch nichts übermäßig Emotionales erkennen. Im Gegenteil betrachte ich das ganz nüchtern vor dem Hintergrund, daß besonders viele Schwarze in amerikanischen Gefängnissen sitzen, Homophobie weit verbreitet ist und stell Dir vor, selbst unter Schwarzen gibt es viele Gläubige, die überall Unzucht wittern.

    Hier hätte es aufgrund der unklaren Beweislage vollkommen ausgereicht, den jungen Mann und auch die Kläger zu einem Aufklärungskurs zu verdonnern, ähnlich wie andere zum Antiaggressionstraining geschickt werden.
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#86 User92Anonym
  • 16.07.2015, 22:20h
  • Ich finde die Position der AIDS-Hilfe, die sonst viel gute Arbeit leistet, in dem Fall vollkommen verkehrt.
    Jeder Mensch ist zur Rücksichtnahme auf andere Menschen verpflichtet, dazu gehört insbesondere die Rücksicht auf die Gesundheit anderer. Wenn ein HIV-Positiver also (1) von seiner HIV Diagnose weiß
    und (2) seinen Sexpartner über diese nicht aufklärt und (3) ungeschützten Geschlechtsverkehr hat und (4) es zur Infektion kommt, dann liegt ganz klar eine Straftat vor.

    Natürlich ist der (neu-)infizierte Partner dadurch ein Risiko eingegangen, dass er dem ungeschützten Geschlechtsverkehr zugestimmt hat. Aber das ändert doch nichts an der Tat. Wenn ich meine Haustür fahrlässig nicht abschließe und ein Schläger mich nachts zusammenschlägt, dann wird der Schläger doch (zu Recht) bestraft.

    Die Konsequenz, dass entsprechende Verurteilungen das Testverhalten negativ beeinflussen könnten, macht den Straftatbestand doch nicht ungeschehen.

    An der Stelle mein Respekt an alle HIV-Positiven, die mit Diskriminierung in ihrem Leben (dazu zähle ich auch einer Täter-, Opferrollenzuschreibung) kämpfen. Täter und Opfer gibt es natürlich nicht bei jeder Infektion, wohl aber doch bei der oben beschriebenen. Alles andere ist Augenwischerei.
  • Antworten » | Direktlink »
#87 Harry1972Profil
  • 16.07.2015, 22:37hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #86 von User92
  • Im oben genannten Fall ist es aber strittig, ob der Positive seine Infektion verheimlicht hat.
    Wenn also jemand wissentlich mit einem Positiven bumst, ist er definitiv selbst schuld, wenn es ihn erwischt.

    Und wenn Du Deine Haustür offen lässt und ausgeraubt wirst, dann zahlt Deine Versicherung keinen Cent, ob der Einbrecher erwischt wird oder nicht. Stimmst Du sogar noch zu, vom Einbrecher geschlagen zu werden, dann bist Du auch selbst schuld.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #86 springen »
#88 TheDadProfil
  • 16.07.2015, 22:50hHannover
  • Antwort auf #86 von User92
  • ""Aber das ändert doch nichts an der Tat. Wenn ich meine Haustür fahrlässig nicht abschließe und ein Schläger mich nachts zusammenschlägt, dann wird der Schläger doch (zu Recht) bestraft.""..

    Untaugliches Beispiel..
    Denn wenn Du die Tür nicht abschließt, handelst Du als Opfer fahrlässig, und verlierst den Versicherungsschutz und damit auch einen Teil der Wiedergutmachung in Form von Schmerzensgeld oder RACHE, weil der Täter durch die OFFENE Tür kommend, keinen Einbruch begangen hat, sondern nur unbefugtes Betreten, und entsprechend MILDE bestraft würde..

    Wenn wir hier anfangen zwischenmenschliche Beziehungen ausschließlich nach Strafrechtlichen Gesichtspunkten bewerten zu wollen, sollten wir die Menschheit zu EINSIEDLEREI verdammen..

    Und um es drastisch auszudrücken :
    Nach der Analogie Deines Beispiels hatten die Opfer den ARSCH OFFEN und verlieren damit schlicht ihren Anspruch auf RACHE !

    Zum Ficken ohne Gummi gehören IMMER ZWEI !

    ""An der Stelle mein Respekt an alle HIV-Positiven, die mit Diskriminierung in ihrem Leben (dazu zähle ich auch einer Täter-, Opferrollenzuschreibung) kämpfen. Täter und Opfer gibt es natürlich nicht bei jeder Infektion, wohl aber doch bei der oben beschriebenen. Alles andere ist Augenwischerei.""..

    An der Stelle solltest Du über eine persönliche Entschuldigungs-Bitte an die Positiven nachdenken, denn Du betreibst hier eine Form der Täter-Opfer-Umkehr durch die Tatsache, das es sich im vorliegenden Fall, wie in den wohl überwiegend meisten Fällen überhaupt bei einer Ansteckung, um eine "Opfer-und-Täter-lose Straftat" handelt, die damit überhaupt keine ist, denn es gilt nach wie vor zu bezweifeln, das der Verurteilte die Ansteckung seiner Sexualpartner tatsächlich BEWUSST in Kauf genommen hat..

    Es handelt sich hier also um eine bestenfalls fahrlässige Körperverletzung..

    Die begeht jeder, der bei einem Autounfall einem anderem Menschen einen körperlichen Schaden zufügt, und sei es nur einen Schock durch den Aufprall auf die hintere Stoßstange..

    Wenn es dafür demnächst jedesmal 30 Jahre gibt, füllen sich die Gefängnisse bis keine Schließer mehr da sind, die abschließen könnten, und es leeren sich die Straßen..
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#89 ursus
#90 ManuelAnonym
  • 17.07.2015, 12:57h
  • Antwort auf #61 von Syro36
  • auch zu 68

    Wenn mich einer fragen würde, ob ich gesund bin, würde bzw. könnte ich nur antworten: "Mir ist nichts Gegenteiliges bekannt."

    Diese Antwort könnte ich nicht geben, wenn mir eine HIV-Infektion, unabhängig von irgendeiner Nachweisgrenze oder Erfolg einer Therapie, bekannt wäre.

    Sie wäre eine vorsätzliche und glatte Lüge und bei der Strafbarkeit bzw. -zumessung entscheidend.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #61 springen »
#91 David77Anonym
#92 ManuelAnonym
  • 17.07.2015, 13:31h
  • Antwort auf #91 von David77
  • Bei der genannten Aussage würde ich mich natürlich nicht sicher fühlen, würde aber, im Gegensatz zur Bejahung z.B. einer ansteckenden Krankheit oder auch einer HIV-Infektion, nicht gleich Abstand nehmen.

    Wenn Vertrauen vorsätzlich missbraucht und damit die Gesundheit anderer gefährdet wird, muss dies Konsequenzen haben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #91 springen »
#93 Harry1972Profil
  • 17.07.2015, 13:48hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #92 von Manuel
  • Wie doof. Wenn einer zugibt, positiv zu sein, gehst Du auf Abstand. Lügt er, ist für Dich alles okay.

    Schonmal auf die Idee gekommen, grundsätzlich davon auszugehen, sich etwas einfangen zu können und dementsprechend immer ein Kondom zu benutzen?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #92 springen »
#94 ManuelAnonym
#95 Harry1972Profil
  • 17.07.2015, 14:06hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #94 von Manuel
  • Bei einem deutlichen "Ja" gehst Du auf Abstand, steht dort.
    Bei einer unklaren Aussage bist Du zwar nicht sicher, ergreifst aber auch nicht sofort die Flucht, steht dort.
    Schlussfolgerung: Bei einem deutlichen "Nein" fühlst Du Dich sicher.

    Sowas nenne ich Dummheit.
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#96 ManuelAnonym
#97 VeganBearEhemaliges Profil
#98 ManuelAnonym
#99 JW GrimmAnonym
  • 17.07.2015, 15:21h

  • Der einzige Weg, das sicher auszuschließen, ist jemanden für sechs Wochen einzusperren und dann zu testen. Willkommen im Zölibat.
  • Antworten » | Direktlink »
#100 TheDadProfil
  • 17.07.2015, 15:22hHannover
  • Antwort auf #94 von Manuel
  • ""Abgesehen davon, dass es darum in erster Linie gar nicht geht:""..

    Doch !

    GENAU DARUM geht es !

    Um die generelle Wirkung auf die Prävention, die solche Urteile haben, denn genau das hat die DAH angesprochen !

    Was genau hat Dich nun davon abgehalten den Artikel zu lesen, und hier nur uninspiriertes Zeug´s über eigenes Risiko-Verhalten zu posten ?

    Wann genau fängt bei Dir die Beschäftigung mit den Tatsachen einer Meldung oder eines Artikels an ?
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#101 TheDadProfil
  • 17.07.2015, 15:26hHannover
  • Antwort auf #98 von Manuel
  • ""Darum geht's doch gar nicht:

    Es muss doch jedem selbst überlassen bleiben, ob er mit einem Positiven SEX(!) haben will oder nicht.""..

    ""Die wichtigste Aussage steht unter Nr. 90 letzter Satz, was bei der Verurteilung die maßgebende Rolle gespielt haben dürfte.""..

    ""Sie wäre eine vorsätzliche und glatte Lüge und bei der Strafbarkeit bzw. -zumessung entscheidend.""..

    ""Abgesehen davon, dass es darum in erster Linie gar nicht geht:""..

    Du hast nach wie vor nicht die geringste Ahnung, worüber Du hier eigentlich schreibst !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #98 springen »
#102 ursus
  • 17.07.2015, 16:13h
  • Antwort auf #98 von Manuel
  • es ist auch jedem selbst überlassen, ob er mit jemandem sex haben will, der behauptet, nicht positiv zu sein und in wirklichkeit nur ungetestet ist. kann nur eben in die hose gehen, wenn man sich dabei nicht schützt.

    es ist auch jedem überlassen, davon auszugehen, wenn jemand hiv-positiv sei, würde er einem das schon automatisch mitteilen. kann nur eben in die hose gehen, wenn man sich dabei nicht schützt.

    es ist auch jedem selbst überlassen, davon auszugehen, wenn der andere nicht auf schutz besteht, würde er vermutlich selber positiv sein, denn sonst würde er sich ja schützen wollen. kann nur eben in die hose gehen.

    es ist auch jedem selbst überlassen, ob er überhaupt mit jemandem unsafen sex haben will. das kann man nur hinterher nicht einseitig dem anderen vorwerfen, sofern man nicht gerade vergewaltigt wurde.

    mit anderen worten: wenn hier wieder einmal die diskussion auf die *wissentlich* hiv-positiven und ihre verantwortung verengt wird, als sei das problem gelöst, wenn man nur alle positiven zur selbstoffenbarung zwingen könnte (was man erstens nicht kann und was zweitens die infektionen auch gar nicht beenden würde, weil die *unwissentlich* infizierten für die weitergabe sehr viel wichtiger sind) und wenn gleichzeitig über alles andere nicht gesprochen wird, dann ist das genau ein teil des problems.
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#103 Harry1972Profil
  • 17.07.2015, 17:10hBad Oeynhausen
  • Arzt zum Patient: "Schlechte Neuigkeiten. Sie sind HIV-positiv."
    Darauf der Patien: "Was ist nur aus dieser Welt geworden, daß man nichteinmal mehr den eigenen Kindern trauen kann!"
  • Antworten » | Direktlink »
#104 ManuelAnonym
  • 17.07.2015, 17:18h
  • Antwort auf #101 von TheDad
  • auch zu 102

    Du hast - wie IMMER - den vollen Durchblick.

    Ich empfehle dir, die Nr. 90, in der das Wesentliche auf den Punkt gebracht wurde, noch einmal langsam und sorgfältig zu lesen.

    Ich habe den Eindruck gewonnen, als besonders verantwortungsbewusster Mann bestimmte Dinge vermutlich zu eng zu sehen bzw. nicht lässig genug zu nehmen.
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#105 David77Anonym
  • 17.07.2015, 17:29h
  • Antwort auf #104 von Manuel
  • Vielleicht solltest du dich deutlicher ausdrücken, Mikesch.
    Ich war darauf aus, wie du darauf reagierst, wenn sich der andere als gesund und negativ erklärt; ob du dann im Vertrauen darauf aufs Gummi verzichtest, oder aber an deiner eigenen Verantwortung sich zu schützen festhältst, indem du - egal bei welcher Antwort - sowieso davon ausgehst, dass der andere positiv ist.
    Der andere könnte doch genausogut nach dem letzten Test davon ausgehen HIV-negativ zu sein, obwohl er es zu dem Zeitpunkt ohne es zu wissen und ohne es nachzuweisen können, nicht ist.
    Was dann? Daher sollte man immer von sich aus das bestmöglichste tun um sich zu schützen.
    Über diese Selbstverständlichkeit sollte man gar nicht diskutieren müssen.
    Oder aber, wenn man darauf verzichtet, damit rechnen, dass man sich was einfängt.
    Das ist dann aber Sache und Recht beider Partner.
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#106 TheDadProfil
  • 17.07.2015, 17:55hHannover
  • Antwort auf #104 von Manuel
  • Nöö..

    Ich durchschaue Dinge auch nicht wie Milchglas, sondern betrachte sie aus mehreren Perspektiven, und damit aus mehreren Blickwinkeln heraus..

    Hineinversetzt in den Angeklagten, der von sich behauptet, die Partner informiert zu haben, und gleichzeitig, die TRAGWEITE, HIV+ zu sein, gar nicht begriffen zu haben..

    Das gilt dann wohl auch für seine Sexualpartner, die entweder gar nicht gefragt haben, oder das Erzählte nicht begriffen haben..

    Fakt ist :
    Ficken OHNE Gummi BLEIBT IMMER ein Risiko für BEIDE Seiten..

    Hier die Verantwortung NACHTRÄGLICH auf einen der Sexualpartner abzuladen ist nicht nur moralisch, es ist auch ethisch UNVERANTWORTLICH, weil allein die Tatsache das einer der Sexualpartner als Erster Positiv war, diesem sämtliche Verantwortung und sämtliche Schuld aufbürdet, ohne zu hinterfragen, bei wem denn nun Versagen vorliegt..

    Wer den Artikel, und den vorhergenden Artikel zum Thema liest, wird erfahren haben, das hier Aussage gegen Aussage steht, und zu einem in meinen Augen allein aus moralischen UND rassistisch/homophob und HIV+-feindlich motivierten Urteil geführt hat, das völlig überzogen, in seiner Wirkung genau die fatale Wirkung auf präventives Verhalten ausüben kann, was hier zu Recht von der DAH kritisiert wird..

    Wenn Du hier dann "eigene Erfahrungen" einbringst, die dann kritisiert werden, weil Du nicht darüber nachdenkst was Du damit aussagst, dann kannst Du natürlich versuchen, den anderen den Schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben..

    Aber den Schuh mußt Du schon selbst tragen, Schnewittchen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #104 springen »
#107 seb1983
#108 Harry1972Profil
#109 David77Anonym
#110 seb1983
#111 ursus
  • 17.07.2015, 20:28h
  • Antwort auf #110 von seb1983
  • wenn du hiv hättest (ich nehme einfach mal an, dass du nicht wissentlich positiv bist), würdest du dich wohl auch nicht gerade darum prügeln, noch eine hep obendrauf zu bekommen.

    das argument ging in die richtung, dass auch hiv-positive nicht in einer position sind, wo sie eh nichts mehr zu verlieren haben und dass sie deswegen auch nicht automatisch allesamt in eine nach-mir-die-sintflut-haltung versacken.

    mir ist nicht klar, weshalb du das so wegwischen musst.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #110 springen »
#112 TheDadProfil
  • 17.07.2015, 22:33hHannover
  • Antwort auf #107 von seb1983
  • Weil er sich beim Ficken ohne Gummi einen zweiten, dritten, vierten Stamm zuziehen kann, was die Therapie dann irgendwann unmöglich, mindestens aber sehr kompliziert macht..

    Einem Positivem der mit mehreren Stämmen infiziert ist, oder zusätzlich noch andere Virus-Erkrankungen verschiedenster HEP-Viren aufweist, wird es irgendwann nicht mehr gelingen, das HI-Virus unter der Nachweisgrenze zu halten..

    Und auch für einen HIV+ ist eine zusätzlich Infektion mit Syphilis und anderen STI´s keine ungefährliche Kleinigkeit..

    HPV macht nicht nur unschöne Feigwarzen, es erhöht das Risiko von Mastdarmkrebs, bei HIV+ erhöht sich zusätzlich das Risiko Kaposi-Sarkome im Enddarm zu entwickeln..
    TROTZ Kombi-Therapie..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #107 springen »
#113 TheDadProfil
#114 seb1983
#115 ursus
#116 ursus
  • 18.07.2015, 12:18h
  • Antwort auf #114 von seb1983
  • vielleicht noch mal kurz zum verständnis, da wir hier offenbar auch über basiswissen diskutieren müssen: hiv macht dich nicht krank. dich machen andere infektionen krank, die wegen des geschwächten immunsystems nicht mehr richtig abgewehrt werden können.

    glaub mir, jemand mit hiv macht sich durchaus ein paar mehr gedanken um infektionen wie hepatitis als du das vielleicht tust.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #114 springen »
#117 TheDadProfil
  • 18.07.2015, 16:13hHannover
  • Antwort auf #114 von seb1983
  • ""Allerdings verblasst etwa Hep vor dem Hintergrund einer HIV Infektion""..

    Was für ein Unsinn..

    Eine HEP führt im Verlauf der Erkrankung zu verschiedenen Einschränkungen, bis hin zu der Tatsache, das die KOMBI-Therapie gegen HIV nicht mehr wirkt, weil die Leber ihren Dienst einstellt..

    Oder ganz ausfällt..

    Und HIV+ Menschen gelangen nicht auf eine Spenderliste für ein neues Organ..

    Von denen mehr als Zwei-Drittel der Menschen auf der Warteliste schlicht wegsterben, weil es nicht genügend Spender-Organe gibt..
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#118 Syro36Profil

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