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Peter Tauber, Jahrgang 1974 und ledig, ist Bundestags­abgeordneter und seit dem 16. Dezember 2013 Generalsekretär der CDU (Bild: Tobias Koch)

  • 24. Juli 2015, 10:13h 14 2 Min.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber nannte die Erwartungshaltung an seine Partei in der Frage der Ehe-Öffnung als "doch etwas skurril".

Im Gespräch mit der "Huffington Post" hat CDU-Generalsekretär Peter Tauber am Donnerstag die Ablehnung der Ehe für alle durch die Union verteidigt. "Wenn wir das im Präsidium oder Bundesvorstand entschieden hätten, würde es insbesondere in den Medien heißen, wir würden einen Richtungswechsel vollziehen, ohne die Basis mitzunehmen", sagte Tauber. "Wenn es in der CDU diskutiert werden soll, dann gibt es dafür ein Gremium, und das ist der Parteitag." In der Partei gebe es zu der Frage eine "lebhafte Debatte".

In dem Interview räumte der 40-Jährige ein, dass seine Partei in der Frage der Gleichstellung homosexueller Paare gespalten sei: "Bei Facebook war es in der Tat so, dass ich viele Rückmeldungen aus der CDU bekommen habe, wo die Menschen gesagt haben, dass wir darüber nochmal reden müssen. Aber zur Wahrheit gehört auch: Wir haben viele Briefe und E-Mails bekommen, und da war das Meinungsbild durchaus ein anderes."

Insgesamt habe sich Deutschland "in den vergangenen zwei Jahrzehnten viel bewegt", meinte Tauber. "Jetzt streiten wir noch über zwei letzte Fragen: den Umgang mit dem Adoptionsrecht und die Bezeichnung der Lebensgemeinschaft. Über nichts anderes reden wir noch." Man müsse bei der Debatte "diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer Bauchschmerzen haben", mitnehmen und darauf achten, dass man diese Leute nicht "als dumm oder hinterwäldlerisch abstempelt". So könne man vielleicht verhindern, "dass wir in Deutschland zu diesem Thema solche Demonstrationen haben wie es sie in Frankreich gab".

Die Berliner CDU will unterdessen am Freitagnachmittag das Ergebnis ihrer Mitgliederbefragung zur Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare bekanntgeben. Nach bisherigen Informationen hat sich ein gutes Drittel der Parteimitglieder daran beteiligt. (cw)

-w-

#1 FelixAnonym
  • 24.07.2015, 12:19h

  • Wenn die CDU-Basis Menschenrechte und demokratische Grundprinzipien ablehnt, sind die "etwas skurril" und nicht diejenigen, die nicht mehr als Gleichstellung wollen.

    Dass Herr Tauber die Forderung nach demokratischen Grundrechten "etwas skurril" findet, zeigt wie diese Partei tickt und dass wir noch ewig warten müssten, wenn wir warten würden, bis auch der letzte CDU-Depp nichts mehr gegen demokratische Grundrechte hat.
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#2 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 24.07.2015, 12:57h
  • Basisdemokratie ist Neuland für die CDU, und Humanismus ist der Gegenentwurf zur religiös verblendeten CDU-Ideologie. Tauber hat schon recht mit seiner verblümten Einschätzung, dass seine Partei strukturell rückständig ist.
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#3 ursusEhemaliges Profil
  • 24.07.2015, 13:05h
  • die cdu-spitze, schon immer einsame avantgarde der gleichstellung, kämpft die ganze zeit darum, die verstockte basis von der notwendigkeit der eheöffnung zu überzeugen.

    ja, schon klar. und infragegestellt wird dieser megaverlogene bullshit in dem interview auch wieder nicht.
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