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Volker Beck appelliert an den Stuttgarter Innenminister, die Anti-Cruising-Aktion der Polizei zu untersuchen (Bild: Deutscher Bundestag/Achim Melde)

  • 24. Juli 2015, 15:06h 10 2 Min.

SPD und Grüne fordern Aufklärung nach den Kontrollen von Männern in einem Cruising-Gebiet.

Die Politik hat sich in die Cruising-Affäre um die Freiburger Polizei eingeschaltet. So hat der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck in einem Brief (PDF) den baden-württembergischen Innenminister Reinhold Gall (SPD) aufgefordert, die "möglicherweise diskriminierenden Polizeikontrollen in Freiburg" zu überprüfen.

Anlass ist ein Bericht der "Badischen Zeitung" vom Dienstag, in der den Beamten vorgeworfen wurde, während des CSD-Wochenendes gezielt gegen Schwule in einem Cruising-Gebiet vorgegangen zu sein (queer.de berichtete). Die Beamten sollen dabei am Opfinger Baggersee Männer nach ihrer sexuellen Orientierung gefragt haben ("Bist du schwul?"). Diese Männer sollen dann robust von den Beamten überprüft worden sein. Die Polizei dementierte allerdings, es bei der Aktion besonders auf Homosexuelle abgesehen zu haben.

"Wenn gezielt Männer, die Sex mit Männern haben, von der Polizei kontrolliert werden, ist das Grund zur Besorgnis", begründete Beck seine Anfrage. "Vielleicht braucht die Polizei eine Nachschulung in Sachen Persönlichkeitsrecht", so der Bundestagsabgeordnete aus Köln.

Schwusos: "Deutlich homophob motiviertes Vorgehen"

Auch die Arbeitsgemeinschaft der Schwulen und Lesben in der SPD (Schwusos) zeigen sich besorgt. Der baden-württembergische Landesverband erklärte am Freitag, dass er diese Polizeiaktion als "deutlich homophob motiviertes Vorgehen" ansehe, die möglicherweise von einzelnen Beamten ausging. "Das Ignorieren allgemeiner Menschenrechte und das bedenkenlose, ungerechtfertigte Eindringen in die Privat- oder gar Intimsphäre sind als Verfehlungen zu sehen, die für den Polizeiberuf ungeeignet machen", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung.

Man unterstelle nicht der Polizei als Ganzes eine homosexuellenfeindliche Einstellung, forderte aber das Polizeipräsidium Freiburg auf, die Situation zu überprüfen und "nach Wegen für eine Zusammenarbeit mit den entsprechenden Organisationen vor Ort zu suchen".

Auch das Blog "Samstag ist ein guter Tag" zeigte sich besorgt über die Polizeiaktion: "Der Fall Freiburg deutet an, was es heißt, wenn die repressiven Siebziger- und Achtzigerjahre zurückkehren im Ländle", schrieb Rainer Hörmann am Donnerstag. (dk)

-w-

#1 RobinAnonym
  • 24.07.2015, 17:31h
  • Die SPD braucht sich jetzt echt nicht künstlich aufzuregen:
    denn die SPD unterstützt doch die Union nach Kräften, einen besseren Diskriminierungsschutz (der auch in solchen Fällen Möglichkeiten böte, sich zu wehren) zu verhindern...

    Aber so kennen wir die SPD:
    viel labern, aber dann in der Realität das genaue Gegenteil tun...
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#2 ManuelAnonym
  • 24.07.2015, 17:36h
  • "Das Bemühen, Verstöße gegen die Nutzungsordnung auf dem Seegelände zu verhindern, rechtfertigt (...) Kontrollen" sehr wohl, Herr Bundestagsabgeordneter.
    Wie diese abgelaufen sind, wird unterschiedlich dargestellt.
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#3 HeinerAnonym
  • 24.07.2015, 17:47h
  • Antwort auf #1 von Robin
  • Die SPD hat sich doch eh als eigenständige Partei völlig aufgegeben und sieht sich nur noch als Wurmfortsatz der Union.

    Der beste Beleg für den endgültigen Bankrott der SPD kommt ja vom SPD-Ministerpräsidenten Torsten Albig, der fordert, die SPD splle nicht mal mehr einen eigenen Kanzlerkandidaten nominieren, sondern sich gleich auf Angela Merkel festlegen.

    Quelle z.B.:

    www.spiegel.de/politik/deutschland/torsten-albig-spd-braucht
    -keinen-kanzlerkandidaten-a-1045090.html


    (haben aber alle Medien drüber berichtet)

    Wenigstens gibt mal jemand aus der SPD zu, dass die SPD gar nichts anderes mehr möchte, als Juniorpartner der Union zu sein...

    Damit ist jetzt ganz offiziell bestätigt:
    wer SPD wählt, bekommt ausschließlich Große Koalition.
  • Direktlink »