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Wieder gibt es zahlreiche Bilder der Tat. Vom IS selbst veröffentlichte Bilder der Opfer oder ihrer Hinrichtung zeigt queer.de bewusst nicht.
- 27. Juli 2015, 18:10h 2 Min.
Der Mann wurde von einem Hochhaus der eingenommenen Großstadt geworfen.
Die Terrororganisation "Islamischer Staat" hat in der irakischen Stadt Mossul offenbar erneut einen Mann wegen angeblicher Homosexualität ermordet. Am Sonntag in sozialen Netzwerken veröffentlichte Bilder zeigen, wie der Mann von einem hohen Gebäude geworfen wird. In Texten zu der Hinrichtung hieß es, er sei wegen "Sodomie" zum Tode verurteilt worden – die Organisation hatte Medienberichten zufolge in seinem "Strafrecht" die Todesstrafe für Homosexualität festgelegt (queer.de berichtete).
Vom gleichen hohen Gebäude der besetzten Großstadt mit 2,8 Millionen Einwohnern hatte der IS bereits im Juni und Januar insgesamt fünf Männer wegen ihrer angeblichen Homosexualität geworfen. Anders als bei früheren Hinrichtungen waren dem Mann den Bildern zufolge das Gesicht, nicht aber Arme und Beine verbunden. Der Mord wurde von Dutzenden Menschen vom Boden aus beobachtet; ob die Einwohner dazu gezwungen wurden, bleibt unklar.
Im Irak und in Syrien hatte der IS allein in diesem Jahr bisher fast 25 Menschen wegen einer angeblichen Homosexualität durch Köpfung, Steinigung oder dem Abwurf von einem Gebäude hingerichtet und davon zumeist Bilder und Videos in sozialen Netzwerken verbreitet; erst in der letzten Woche wurden zwei Fälle aus dem syrischen Palmyra bekannt (queer.de berichtete). Insgesamt hat die Terrororganisation in den letzten Monaten mehrere tausend Menschen ermordet.
Die BBC hat in der letzten Woche einen Augenzeugenbericht eines aus dem Irak geflohenen jungen Schwulen veröffentlicht. Demnach gehe die Organisation systematisch gegen Homosexuelle vor: "Sie knöpfen sich einen nach dem anderen vor. Sie gehen die Kontakte auf Telefonen durch, die Kontakte in Facebook" (queer.de berichtete). (nb)














