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"Besonders prekäre Lage"

CSD Hamburg heißt Asylbewerber willkommen

  • 31. Juli 2015, 12:42h 8 2 Min.

Letztes Jahr zeigten Aktivisten beim CSD Hamburg die Fahnen aller Länder, die Schwule und Lesben verfolgen lassen (Bild: flickr / Andreas Gerhold / by 2.0)

Die Veranstalter des Hamburg Pride haben lesbische und schwule Flüchtlinge aus mehreren Städten zum CSD in die Hansestadt eingeladen.

Neben weiteren Gästen aus Hamburgs Partnerstädten Dressalam (Tansania), St. Petersburg (Russland) und Prag (Tschechien) sind die Asylbewerber bei der Politparade am Samstag dabei. Es handelt sich dabei vor allem um Russen, die aufgrund der Lebensumstände und der Verfolgung Homo­sexueller in ihrer Heimat in Deutschland ein neues Zuhause finden wollen.

CSD-Organisator Stefan Mielchen erklärte am Freitag, dass LGBT-Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, oft in einer "besonders prekären Lage" seien. Viele von ihnen würden zunächst ihre sexuelle Identität verschweigen, weil sie in ihren Heimatländern Gewalt und Ausgrenzung erlebt und Angst vor weiteren Repressionen hätten. Er appellierte an die deutschen Behörden, dass Asylbewerber nicht schon deshalb als unglaubwürdig eingestuft werden dürften, "weil sie bei der Glaubwürdigkeitsprüfung intime Aspekte ihres Lebens nicht offenbaren wollen". Auch müsse vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Balkanstaaten sichergestellt sein, dass ein Land, in dem Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und Identität verfolgt oder bestraft werden, kein sicheres Herkunftsland sein könne.

Derzeit untersucht EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos, ob Deutschland und andere Mitgliedsstaaten verfolgte Schwule und Lesben genügend schützen (queer.de berichtete). Grund ist, dass Deutschland Ghana und den Senegal als sicherere Herkunftsstaaten eingestuft hat, obwohl beide Länder Homo­sexuelle verfolgen lassen.

Der CSD in Deutschlands zweitgrößter Stadt steht dieses Jahr unter dem Motto: "Akzeptanz ist schulreif: Sexuelle Vielfalt auf den Stundenplan". (pm/dk)

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-w-

#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 31.07.2015, 15:07h
  • Mal ein dickes Lob an den neu aufgestellten Hamburger CSD-Verein und ein dickes Küsschen, namentlich für Stefan Mielchen.

    'Ihr seid toll', sag ich als Ex-Kölner.
    'Ihr seid richtig dufte Kumpel', sagt der gebürtiger Ruhrgebietler in mir.
    'Kann man nix meckern', der zugezogene Berliner.

    Schön, dass es euch gibt, ihr setzt wieder mal ein wichtiges Zeichen der Solidarität über den "queeren" Tellerrand hinaus.
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#2 PatroklosEhemaliges Profil
#3 PfuiAnonym
  • 31.07.2015, 17:38h
  • >> Grund ist, dass Deutschland Ghana und den Senegal als sicherere Herkunftsstaaten eingestuft hat, obwohl beide Länder Homosexuelle verfolgen lassen.

    Es ist ein Skandal, dass sich unsere schwarz-rote Bundesregierung - im Gegensatz zu zahlreichen anderen Staaten - nach wie vor weigert, die sexuelle Orientierung als Flucht- und Asylgrund anzuerkennen.

    Pfui CDU!
    Pfui CSU!
    Pfui SPD!

    Sitzen in ihren gepolsterten Sesseln und ihren Luxus-Limousinen und schicken Menschen ohne mit der Wimper zu zucken zurück zu Verfolgung, Haft, Folter und Tod.
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