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Dimitri Tschunosow und Iwan Jarzjew
Zwei russische LGBT-Aktivisten erhalten Asyl in Deutschland
- 4. August 2015, 11:49h 1 Min.

Iwan Jarzjew und Dimitri Tschunosow sind als Flüchtlinge anerkannt (Bild: nb)
Die beiden russischen LGBT-Aktivisten Dimitri Tschunosow und Iwan Jarzjew, die privat ein Paar sind, sind am Montag nach rund eineinhalb Jahren als Flüchtlinge in Deutschland anerkannt worden.
Tschunosow und Jarzjew hatten im Februar 2014 Asyl beantragt (queer.de berichtete). Sie hatten wenige Tage zuvor in Dänemark geheiratet. Inzwischen wohnen sie in Lüneburg.
Die Männer hatten in Russland an mehreren Demonstrationen für LGBT-Rechte teilgenommen. Tschunosow drohte wegen seines Aktivismus eine Haftstrafe, da die russischen Behörden Anklagen wegen Extremismus bzw. "Rowdytums" vorbereiteten. Nach dem gleichen Gesetz waren auch Pussy-Riot-Mitglieder zu Lagerhaft in Sibirien verurteilt worden.
Auch in Deutschland engagierten sich die beiden weiter und waren etwa bei CSDs und einer Protestaktion gegen die "Demo für alle" in Hannover dabei. Via Youtube informieren sie auch zurückgebliebene Aktivisten in Russland über ihre Aktivitäten. Jarzjew ist derzeit amtierender Adjutant des schwulen Heidekönigs. (dk)













