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Charl van den Berg
Mr. Gay World 2010 gestorben

Charl van den Berg setzte sich für HIV-Prävention und LGBT-Rechte ein
- 10. August 2015, 11:19h 2 Min.
Im Alter von 33 Jahren hat Charl van den Berg seinen Kampf gegen den Krebs verloren.
Der frühere Mr. Gay World Charl van den Berg ist vergangenen Donnerstag in einem Krankenhaus in seinem Heimatland Südafrika gestorben. Er wurde nur 33 Jahre alt. Wie die Veranstalter des Wettbewerbes auf ihrer Webseite mitteilten, habe van den Berg "seinen gnädigerweise sehr kurzen Kampf gegen Lymphdrüsenkrebs" verloren. "Wir haben ein Mitglied unserer Familie verloren, einen Helden und einen Freund. Charl van der Berg wird für viele Menschen auf dieser Welt immer eine Ikone bleiben", hieß es dort.
Im Jahr 2009 wurde der Restaurantbesitzer, der auch als Unterwäsche-Model gearbeitet hatte, "Mr. Gay South Africa". Ein knappes Jahr später konnte er sich in Oslo gegen 20 Männer aus aller Welt durchsetzen und wurde zum Mr. Gay World gekrönt.
In Südafrika schaffte er es durch seinen Sieg beim internationalen Wettbewerb auf die Titelseiten der großen Zeitungen und warb für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben. Als Mr. Gay World reiste er auch zu vielen CSDs in Europa und setzte sich weltweit für LGBT-Rechte und HIV-Prävention ein. So nahm er beispielsweise 2011 an einer HIV-Kampagne auf den Philippinen teil, als dort die Mr.-Gay-World-Wahl stattfand.
"Ohne Allüren"
"Charl war immer freundlich und hatte für jeden ein Ohr. Gleichzeitig stand er mit beiden Füßen auf dem Boden und hat seinen Job ohne Allüren gemacht", so der Nachruf der Mr.-Gay-World-Organisatoren. "Sein Lachen war ansteckend und sein gutmütiges Wesen machte ihn zu einem tollen Arbeitskollegen. Er hat auch nach seiner Amtszeit als Mr. Gay World unsere Organisation weiter unterstützt und war bei den Veranstaltungen in Johannesburg und Antwerpen dabei."
Van den Berg ist in Bloemfontein aufgewachsen und arbeitete anschließend in der Metropole Kapstadt. Über sein Coming-out hatte er gesagt: "Es war sehr hart für mich und hat eine Weile gebraucht. Ich komme ja aus einer religiösen Buren-Familie. Irgendwann konnte ich aber einfach kein Doppelleben mehr führen und für manche hetero sein und für andere schwul." Er hinterlässt seinen Lebenspartner sowie einen Bruder und seine Mutter. (dk)















R. I. P., Charl!