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Präsidentschaftskandidat legt Veto ein

Chris Christie verhindert Trans­sexuellengesetz

  • 11. August 2015, 11:07h 3 2 Min.

Chris Christie ist einer von 17 republikanischen Präsident­schafts­kandidaten

Chris Christie, der Gouverneur von New Jersey und einer der republikanischen Präsident­schafts­kandidaten, hat am Montag sein Veto gegen ein Trans­sexuellengesetz eingelegt.

Das Gesetz hätte es Trans­sexuellen in dem US-Staat erlaubt, ohne Zwangsoperation ihr Geschlecht auf der Geburtsurkunde und anderen offiziellen Dokumenten zu ändern. Als Grund für die Ablehnung des Gesetzes, das von beiden Kammern des demokratisch kontrollierten Parlaments verabschiedet worden war, nannte Christie Sicherheits­bedenken. Er befürchte, dass eine Liberalisierung es Betrügern leichter mache, ihre Identität zu verschleiern.

Die Demokraten und Trans-Aktivisten kritisierten das Veto scharf. Es halte "veraltete und belastende Anforderungen" am Leben, erklärte das National Center for Transgender Equality. Die Abgeordnete Valerie Vainieri Huttle, die das Gesetz verfasst hatte, warf dem Gouverneur vor, das Veto aus politischen Gründen eingelegt zu haben, um erzkonservativen Wähler im Präsidentschaftswahlkampf entgegen zu kommen.

Es ist bereits das zweite derartige Veto: Christie hatte schon im Januar 2014 ein ähnliches Trans­sexuellengesetz gestoppt (queer.de berichtete).

Derzeit verlangen laut Human Rights Campaign nur acht der 50 Bundesstaaten und die Hauptstadt Washington keine Zwangs-OP mehr. Die LGBT-Organisation kritisiert, dass vielen Trans­sexuellen, die sich keine Geschlechts­anpassung leisten können oder die belastende Operation nicht durchführen wollten, das Leben unnötig erschwert werde.

In Europa haben Dänemark, Malta und Irland ihr Gesetz liberalisiert und verlangen keine Zwangsoperationen oder langwierige Gutachten mehr. In Deutschland kippte das Bundes­verfassungs­gericht die Zwangs-OP. (dk)

-w-

#1 LucaAnonym
  • 11.08.2015, 14:16h
  • Und schon wieder schaden die Republikaner unschuldigen Menschen, nur um ihren eigenen Hass auszuleben und ihren rechten Wählern weiterhin ein Feindbild zu bieten.

    Solche Gesetze schaden niemandem und nehmen niemandem etwas weg. Wenn solche Gesetze verhindert werden, dann geschieht dies aus purem Hass.
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#2 ursusEhemaliges Profil
  • 11.08.2015, 14:30h
  • >"Er befürchte, dass eine Liberalisierung es Betrügern leichter mache, ihre Identität zu verschleiern."

    absurder ging es wohl nicht? wie viele menschen würden denn so weit gehen, ihren geschlechtseintrag ändern zu lassen, um einen betrug zu begehen? da wäre es sogar sinnvoller, unter verweis auf scheinehen gleich allen menschen die ehe zu verbieten oder das autofahren zu kriminalisieren, weil autos oft als fluchtfahrzeuge dienen. vom waffengesetz wollen wir mal gar nicht reden, ich kann mir schon vorstellen, auf welcher seite christie da steht...

    es ist nur allzu offensichtlich, dass christie hier einfach eine saudumme ausrede für seine transfeindlichkeit gesucht hat. da ist mir ehrlich gesagt offene anfeindung sogar lieber als diese feige, verlogene geschwurbel.
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#3 PatroklosEhemaliges Profil
  • 13.08.2015, 11:23h
  • Typisch Republikaner! Hoffentlich wird Christie bald von einem Demokratenamtsträger verdrängt, der das Gesetz durchwinkt!
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