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Kein erneutes "Bedauern"

Huonder schweigt in TV-Interview


"Huonder lächelte viel und sagte nichts", fasste die Zeitung "20 Minuten" das TV-Interview zusammen

  • 11. August 2015, 16:06h 44 2 Min.

In einem Gespräch mit TeleZüri wich der Bischof am Montag Fragen nach seinem Zitat zur Todesstrafe für Homosexuelle aus.

Der unter Druck geratene Churer Bischof Vitus Huonder hat sich in einem am Montag ausgestrahlten TV-Interview trotzig gezeigt. Fragen zu seinen Äußerungen über eine Todesstrafe für Homosexuelle wich er aus.

Huonder hatte am 31. Juli bei einer Konferenz des "Forums Deutscher Katholiken" in Fulda Levitikus 20,13 aus dem Alten Testament zitiert, wonach homosexuelle Handlungen ein "Gräuel" und mit dem Tode zu bestrafen seien, und dazu gemeint, die Stelle würde "der Frage der Homosexualität aus der Sicht des Glaubens die rechte Wende (…) geben" (queer.de berichtete).

Als ihn Moderatorin Maria Rodriguez auf TeleZüri mit der Todesstrafen-Stelle konfrontierte und fragte, wie er das Zitat gemeint habe, bat er um Verständnis, dass er nur die Antwort geben werde, dass das Ordinariat gerade eine "Information für die Mitarbeiter" vorbereite.

Über "das Problem" würden zunächst die Mitarbeiter informiert und dann die Öffentlichkeit, so Huonder weiter. Am Samstag hatte das Bistum angekündigt, dass es "aufgrund des anhaltenden Medienechos" im Laufe dieser Woche eine "ausführliche Stellungnahme" geben werde, um "auf die inzwischen geäußerten wesentlichen Kritikpunkte genauer einzugehen" (queer.de berichtete).

Keine Entschuldigung des Bischofs

In der letzten Woche hatte der Bischof bereits in einer ersten Stellungnahme sein "Bedauern" darüber ausgedrückt, dass der Vortrag "in den Medien vereinzelt als Herabsetzung homosexueller Menschen verstanden wurde" (queer.de berichtete). Darauf angesprochen, verwies Huonder in dem Interview allerdings erneut auf die anstehende zweite Stellungnahme.

Auch zum Katechismus der Kirche zum Umgang mit Homosexuellen, auf die der Bischof in der ersten Stellungnahme verwiesen hatte, wollte er nicht eingehen; dass man nicht über die von der LGBT-Organisation Pink Cross inzwischen eingereichte Strafanzeige gegen ihn sprach, war vor der Sendung verabredet worden.

Dennoch wollte die Moderatorin noch wissen, ob Huonder verstehe, dass "Gefühle verletzt worden sind". "Das ist alles Inhalt von den Informationen", antwortete Huonder, der damit die letzte Chance auf eine Klarstellung oder eine Entschuldigung in dem Interview verstreichen ließ.

-w-

#1 kuesschen11
  • 11.08.2015, 19:13hFrankfurt
  • "Dass man nicht über die von der LGBT-Organisation Pink Cross inzwischen eingereichte Strafanzeige gegen Huonder sprach, war vor der Sendung verabredet worden."

    Das Aufmerksam-Machen der Strafanzeige gegen den Bischof wird also unter Zensur erst mal ins Nirwana geschickt. Das ist eine bodenlose Frechheit gegenüber der Pressefreiheit.

    Das Strafrecht muss genauso für Klerikalfaschisten gelten, die aufgrund von alttestamentarischen Dogmen zum Morden und Unterdrücken einer Menschengruppe öffentlich aufrufen oder es als Sinnbild deuten. Mit dieser Auffassung endet Religionsfreiheit.

    Wie dumm muss ein Staatsanwalt eigentlich sein, um die Straftat nicht zu erkennen?

    Religionsfreiheit wird hier vor dem Gesetz als Narrenfreiheit verkauft.

    Der katholischen Religion liegt eine schwere Last an Menschenverachtung und Straftaten seit Jahrhunderten auf dem Gewissen. Da kommen wir der Wahrheit schon ein großes Stück näher.
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#2 Robby69Ehemaliges Profil
  • 11.08.2015, 19:16h
  • Die perversen religiotischen Schwulen-Hasser und ihre Hetze muss endlich gestoppt werden!
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#3 sanscapote
  • 11.08.2015, 19:24h
  • Das "Interview" dauert knapp 5 Minuten, in dem Huonder sich vor einer Antwort drueckt.
    Wenn ich anwesend gewesen waere, haette ich gern dem Hu.. seinen Katechismus und sein AT in die Fresse geschlagen "es war doch nicht so gemeint."
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