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Transsexuelle Whislteblowerin

Chelsea Manning droht Einzelhaft

  • 13. August 2015, 15:07h 12 2 Min.

Chelsea Mannings Haftbedingungen könnten sich verschärfen

Wegen einer abgelaufenen Zahnpastatube und einer aktuellen Ausgabe des Magazins "Vanity Fair" könnte die trans­sexuelle Whistleblowerin Chelsea Manning auf unbegrenzte Zeit in Einzelhaft kommen.

Manning sitzt derzeit in einem Militär-Männergefängnis in Fort Leavenworth (US-Bundesstaat Kansas) eine 35-jährige Haftstrafe wegen Geheimnisverrats ab.

Ihre Anwältin teilte am Mittwoch mit, dass ihrer Mandantin wegen der Zahnpasta "medizinischer Missbrauch" vorgeworfen werde. Das gefundene Magazin, das auf der Titelseite den trans­sexuellen Reality-Star Caitlyn Jenner zeigt, sei "verbotenes Eigentum". Außerdem gingen die Militärbehörden wegen "Respektlosigkeit" und "ungebührlichem Benehmen" gegen die Insassin vor.

Die Unterstützer von Manning haben inzwischen eine Online-Petition gestartet, in der sie die Vorwürfe als haltlos zurückweisen und der Regierung Menschenrechtsverletzungen vorwerfen. "Chelsea hat etwas Mutiges getan und wird von der Regierung dafür bestraft", heißt es darin.

Manning war 2010 verhaftet worden, weil sie hunderttausende geheime Dokumente der Enthüllungsplattform WikiLeaks zugespielt hatte. Diese zeigten unter anderem Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak-Krieg. Der Fall machte weltweit Schlagzeilen, damals noch unter dem Namen "Bradley Manning". 2013 outete sie sich kurz nach ihrer Verurteilung als Trans­sexuelle. Daraufhin klagte sie auf eine operative Geschlechts­anpassung. Vor einem halben Jahr durfte sie schließlich ihre Hormontherapie beginnen.

In der LGBT-Community hat Manning viele Anhänger: So wurde sie im vergangenen Jahr zur Schirmfrau des CSDs in San Francisco ernannt (queer.de berichtete). (dk)

#1 MarekAnonym
  • 13.08.2015, 17:14h
  • Wegen abgelaufener Zahnpasta und einer Vanity Fair?

    Noch fadenscheiniger kann man das wohl nicht begründen...
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#2 J-eyeAnonym
  • 13.08.2015, 17:21h

  • Manning ist eine mutige Frau: Zuerst deckt sie die Verbrechen des eigenen Landes auf, dann kämpft sie dafür, die Frau zu sein, die sie wirklich ist.

    Die Art und Weise mit ihr umzugehen ist reinste Schikane, Rache dafür, dass sie Missstände im "heiligen" Amerika aufgezeigt hat. Statt darüber zu reflektieren, was da im Staate schief läuft, stempelt man Manning als Verräterin ab. Ich wünsche ihr viel Kraft und hoffe, dass die hinter ihr stehenden Menschenrechtsorganisationen etwas erreichen können.
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#3 hachjaAnonym